Angepinnt Premier League Reiseberichte und Fotos :-)

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    • nico5381 schrieb:

      16.12.2017
      Derby County - Aston Villa 2:0
      Pride Park - 28.118 Zuschauer

      Am letzten Tag meiner diesjährigen Englandreise, fahre ich vin Sheffield in South Yorkshire etwa dreißig Minuten in südliche Richtung. Das Ziel: Derby in den East Midlands. Hier findet heute das Spitzenspiel der zweiten englischen Liga zwischen Derby County und Aston Villa statt. Beide Vereine haben eine lange Tradition und gehörten auch schon der Premier League an. Doch vom Ruhm vergangener Tage kann man sich in der Gegenwart bekanntlich nichts kaufen. Derby versucht bereits seit einigen Jahren den Schritt ins Oberhaus zurück zu machen, ist allerdings immer wieder gescheitert. Für Aston Villa, den Traditionsklub aus Birmingham, ist es das zweite Jahr auf dem steinigen Weg durch das englische Unterhaus.

      In Derby angekommen, mache ich mich zunächst mal auf den Weg mein Reisegepäck abzugeben, denn heute reise ich nach dem Spiel in Derby wieder zurück in die Hauptstadt, von wo morgen mein Rückflug nach Deutschland geht. Die Viertelstunde Fußweg zur Gepäckaufbewahrung führt mich in das Stadtzentrum. Nach der Abgabe meines Koffers laufe ich noch quer durch die Derby Market Hall und das riesige Intu Shopping Centre, was knapp 200 Geschäfte beherbergt. Was hier abgeht ist der absolute Wahnsinn. Es hat den Anschein als ob Weihnachtsgeschenke in den East Midlands ausschließlich in diesem Shopping Centre erworben werden könnnen und gefühlt scheinbar auch erst seit heute 10:00 Uhr. Das wäre zumindest eine plausible Erklärung für diese unnormale Menschenansammlung.



      Anschließend mache ich mich auf den Weg zum Pride Park, der Heimspielstätte der Rams. Dort agekommen mache ich noch ein paar schöne Fotos der mordenen Arena und esse einen Cheeseburger, bevor ich hinein gehe. Die Stimmung auf den South Stand ist mit Abstand die Beste der ganzen Woche, fast ohne Unterbrechung wird hier während des Spieles angefeuert und gesungen, was zum einen an der Nähe zu den Gästefans liegen mag und zum anderen an der wirklich guten Leistung die Derby an diesem Nachmittag seinem Publikum anbietet. Bereits nach wenigen Sekunden hätte es eigentlich 1:0 für die Heimelf stehen müssen, aber David Nugent vergab freistehend allein vor Villa Schlussmann Johnstone. Besser machte es die Rams nach einem katastrophalen Rückpass von Villa’s Routineer Glenn Whelan, der Vydra tief in der Villa Hälfte übersehen haben muss. Der behielt die Nerven, sah den gut positionierten Ex-Villa Spieler Andreas Weimann, der keine Mühe hatte Derby in Führung zu schießen.



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      Die Stimmung wurde jetzt noch besser. Nach der Pause kam Villa etwas besser ins Spiel und hätte mit etwas Glück auch zum Ausgleich kommen können, doch das Abwehrbollwerk der Rams hielt Stand. Doch als ob das nicht schon genug war, setzte Johnny Russel in der Nachspielzeit dem Spaß noch die Krone auf und vollendete direkt vor den Heimfans zum vielumjubelten 2:0. Der Gästeblock leerte sich daraufhin in Windeseile und ich machte mich nach dem Abpfiff im gleichen Tempo zurück auf den Weg mein Gepäck abzuholen und zu meiner letzten Bahnreise der Woche anzutreten. Gegen 21:00 Uhr erreichte ich mein Flughafenhotel am Stansted Airport und ließ die Woche im Zimmer mit den Highlights des Spieltags und einem Bier gemütlich ausklingen.




      @nico5381: Was mich ja mal interessieren würde: Hast Du eigentlich auch einen festen Wohnsitz hier in D?? Lohnt ja eigentlich nicht, oder?? :gruebel: :zwinker: :winke:
    • Neu

      12.02.2018 FC Chelsea London - West Bromwich Albion 3:0
      Stamford Bridge – 41071 Zuschauer
      Premier League, Spieltag 27.Spieltag



      Kurzer Erlebnisbericht über meine erste Englandtour. Nachdem ich in den letzten Jahren vornehmlich die deutschen Stadien sowie Barcelona / Madrid besucht habe ging es dieses Mal auf die Insel nach London. Im Begleitung von meinen Sohn ging es via München nach Luton. Nach einer Busfahrt bezogen wir unserer kleines 1-Zimmerappartement in der Hollandroad welches recht günstig in der Nähe der U-Bahnstation Shepards Bush lag. Wir blieben 5 Tage und jeder Tag war vollgestopft mit Programmpunkten. Höhepunkt war natürlich das Spiel am Montagabend Chelsea London – West Brom. Schon bei der Anreise mit der Tube kam es zu Verspätungen und die Züge waren vollgestopft und es ging sehr eng zu. 50 Minuten vor Spielbeginn trafen wir an der Stamford Bridge ein da es von der Bahnstation nur ein ganz kurzer Fußweg war. Kontrollen fanden keine statt und wir kamen sehr zügig ins Stadion. Wir gingen zu unserem Platz und konnten von unserem Block bis an das Spielfeld gehen. Wir hatten Karten im West Stand Lower – Block 6 – Row 31. Ein Dank hier nochmals an eltren !! Genau vor unseren Augen machte Chelsea sein Aufwärmprogramm und die ganzen Stars waren zum Greifen nah.
      Beim Einlaufen der Teams wurde es Dunkel im Stadion und er herrschte schon „Gänsehautatmosphäre“ zudem die Fans mit ihren „Chelsea- Song“ für richtig Stimmung sorgten. Das Spiel war dann nicht so eindeutig wie es der Tabellenstand (4ter-letzten) vermuten ließ und West Brom hielt gut mit und kam auch zu Chancen und hätte eigentlich in Führung gehen müssen.
      Doch die besseren Einzelspieler gaben letztendlich den Ausschlag und Chelsea gewann verdient mit 3:0 und konnten ihre Minikrise nach 2 sieglosen Spielen beenden und wohl auch den Kopf von Trainer Conte retten. Giroud kam erstmals zum Einsatz und zeigte eine beherzte Leistung zumal er nach einem Zweikampf mit einen Turban weiterspielen musste. Pedro und vorallem Hazard sind schon eine Augenweide und niemals ganzauszuschalten. Bei West Brom war ich überrascht vom 10er Matt Phillips,
      der war nie auszuschalten und immer gefährlich unterwegs. Daniel Sturride , der früher von Chelsea nach Liverpool wechselte wurde jetzt von FC Liverpool an West Brom ausgeliehen, musste leider nach 4 min. verletzt ausgewechselt werden. Das Tempo war hoch und im Vergleich zu einem Bundesligaspiel wesentlich Abwechslungs und ereignisreicher ! Die Stimmung war gut und zumeist wurde „ Chelsea, Chelsea…..“ angestimmt. Doch auch „Antonio“ hallte es immer wieder durch das Stadion. Denke mal damit ist mehr der Trainer Conte gemeint als der deutsche Antonio Rüdiger. Die Fans waren zudem sehr leicht zu begeistern und bei Hackentricks oder guten Aktionen brüllte das ganze Stadion ein „Ohhhhh“. Für mich und vor allem auch meinen Sohn eine ganz besondere Sache einmal ein Premier League Spiel zu sehen. Die Stimmung und Lautstärke war auf jeden Fall besser und lauter als in Madrid und Barcelona. Allerdings ist die Stamford Bridge zwar im Inneren ein stimmungsvolles Stadion dochvon außen ist die ganze Anlage doch eher enttäuschend und nicht sehenswert. Ist natürlich auch dem geschuldet das hier wenig Ausbaumöglichkeiten vorhanden sind. Nach dem Spiel ging alles recht schnell und nur kurzzeitig mussten wir vor der U-Bahnstation anstehen. Doch war es sehr kurzweilig da auch hier Lieder angestimmt wurden und keinerlei Aggressionen herrschten.

      An den anderen Tagen haben wir natürlich die obligatorischen London-Touristenhighlights angeschaut.

      Als Fußball und Sportfans mußten wir natürlich noch ein paar Sportstätten besichtigen.


      Bei den Gunners haben wir eine Stadionführung gemacht. Zur gleichen Zeit war hier eine „Arsenal Legenden Tour“. Wer die „Legende“ war weiß ich nicht und habe auch nicht gefragt. Bekannt kam mir derjenige nicht vor. Diese Gruppe hatte immer Vortritt und wurde von den anderen getrennt. Ausgestattet mit einem Audioguide wurden wir alleine auf die Tour durch das Stadion geschickt. Hier konnten wir selbständig die Punkte aufrufen und anhören (in deutsch) sodass wir ohne Zeitdruck durch das Stadion laufen konnten. Hier gab es das übliche zu sehen wie Umkleidekabinen inklusive den Raum von Arsene Wenger, Pressekonfrenzraum, Spielertunnel, Ehrenplätze und Logen sowie natürlich direkt am Platz bei den Auswechselbänken. Gerne hätte ich auch einmal von den oberen Sitzplätzen die Aussicht angeschaut doch war dieses leider nicht möglich. Es war jetzt kein absolutes Highlight aber gewährt einmal ein paar Einblicke welche man sonst nicht bekommt. Zum Abschluss erhält jeder eine Urkunde und kann sich noch das Arsenal Museum anschauen.


      Interessanter war die geführte Tour im Wembley Stadion mit einem englischen Guide. Gleich zu Beginn wird die originale Latte vom Wembley Tor 1966 im Eingangsbereich besichtigt. Auch ansonsten eine interessante Tour jedoch mit zu wenig Zeit sodass wir doch ziemlich schnell durch das Stadion getrieben wurden. Zur spielt ja Tottenham im Wembley sodass dieses auch überall sichtbar warAuch von außen ein imposanter Bau.

      Das Olympiastadion und Gelände haben wir nur von Außen besichtigt. Hier spielt West Ham und dieses ist auch in großen Buchstaben am Stadion sichtbar. Höhepunkt ist „der Slide“ im Olympiapark mit einer Super Aussicht. Die Rutsche ist ebenfalls ein Erlebnis wert!


      Natürlich machten wir noch einen Abstecher nach Wimbledon und nahmen hier ebenfalls an einer kleinen Führung teil jedoch wurde hier nur der Center Court sowie der Eingangsbereich besichtigt. Das Museum war dann klasse aufgebaut mit vielen Erinnerungsstücken und Erklärungen in deutscher Sprache. Dies war sehr interessant!!

      Alles in allem eine tolle Tour mit vielen interessanten Einblicken die nach einer Wiederholung ruft bzw vielleicht einmal in eine andere Stadt in England aber natürlich unbedingt wieder mit einem Premier League Spiel.