Reiseberichte international

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hier der letzte Bericht von meiner Andalusien Tour:

      FC Sevilla - FC Cartagena 3:0 am 29.11.17 im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan, Copa del Rey




      nebensachefussball.wordpress.c…-fc-cartagena-29-11-2017/
      Bilder
      • FC Sevilla 6.JPG

        244,94 kB, 1.000×562, 21 mal angesehen
      Mitgliedschaft bei Tottenham Hotspur und Sheffield Wednesday- bei Ticketwunsch gerne ansprechen

      Mein Blog: nebensachefussball.wordpress.com/


    • michel66 schrieb:

      Hier der letzte Bericht von meiner Andalusien Tour:

      FC Sevilla - FC Cartagena 3:0 am 29.11.17 im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan, Copa del Rey




      nebensachefussball.wordpress.c…-fc-cartagena-29-11-2017/
      Sehr schöner Bericht, ich hatte das Sanchez-Pizjuan vor 3 Jahren ähnlich erlebt wie du beim Vigo-Spiel. Die Sevillistas gelten ja nicht umsonst zusammen mit den Colchoneros als die heißblütigsten Fans in La Liga. :zwinker:
      Das Olympiastadion ist übrigens gar nicht mal so alt, nicht mal 20 Jahre. Aber für Fußball wohl leider nur bedingt geeignet. Würde mir wünschen, dass es mal wieder ein Copa-Finale dort gäbe. :winke:
      "Wer internationale Zweitklassigkeit nicht so schlimm findet, wird sich schneller als manche denken in der internationalen Bedeutungslosigkeit wiederfinden. " Christian Seifert, DFL
    • spock schrieb:

      michel66 schrieb:

      Hier der letzte Bericht von meiner Andalusien Tour:

      FC Sevilla - FC Cartagena 3:0 am 29.11.17 im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan, Copa del Rey




      nebensachefussball.wordpress.c…-fc-cartagena-29-11-2017/
      Sehr schöner Bericht, ich hatte das Sanchez-Pizjuan vor 3 Jahren ähnlich erlebt wie du beim Vigo-Spiel. Die Sevillistas gelten ja nicht umsonst zusammen mit den Colchoneros als die heißblütigsten Fans in La Liga. :zwinker: Das Olympiastadion ist übrigens gar nicht mal so alt, nicht mal 20 Jahre. Aber für Fußball wohl leider nur bedingt geeignet. Würde mir wünschen, dass es mal wieder ein Copa-Finale dort gäbe. :winke:
      Das Oly ist eigentlich sehr gut für Fußball zu nutzen. Nur total eingestaubt. Heißt die Technik (wie z.B. Drehkreuze usw.) rottet vor sich hin). Für Fußball daher im Moment nicht mehr nutzbar.
      Mitgliedschaft bei Tottenham Hotspur und Sheffield Wednesday- bei Ticketwunsch gerne ansprechen

      Mein Blog: nebensachefussball.wordpress.com/


    • michel66 schrieb:

      Das Oly ist eigentlich sehr gut für Fußball zu nutzen. Nur total eingestaubt. Heißt die Technik (wie z.B. Drehkreuze usw.) rottet vor sich hin). Für Fußball daher im Moment nicht mehr nutzbar.
      Na ja, mit Laufbahn halt. Eigentlich nicht mehr zeitgemäß, wenn man 2 andere große Fußballstadien in derselben Stadt zur Verfügung hat.
      Bleiben nur Länderspiele oder halt Copa-Finale. Aber das soll ja jetzt angeblich dauerhaft wohl ins Wanda Metropolitano.
      "Wer internationale Zweitklassigkeit nicht so schlimm findet, wird sich schneller als manche denken in der internationalen Bedeutungslosigkeit wiederfinden. " Christian Seifert, DFL
    • Samstag, 10.02.2018, Portimonense SC - Benfica Lissabon 1:3 (0:1)

      Zuschauer: 6.000

      Nachdem ich schon viele Reiseberichte lesen durfte, schreibe ich nun auch mal meinen ersten.
      Unsere 10-tägige Reise führte uns von Lissabon mit dem Mietwagen immer an der Küste entlang bis nach Faro. Da in Lissabon zu dem Zeitpunkt unseres Aufenthalts leider keine Spiele stattfanden, freute ich mich trotzdem noch ein Spiel von Benfica zu sehen, dies eben nur auswärts.

      An einem milden Samstagabend begab ich mich von Lagos aus mit dem Auto ins 30 Minuten entfernte Portimao. Weder auf dem Weg in die Stadt, noch in der Stadt selbst konnte ich irgendwelche Anzeichen wahrnehmen, dass in der nächsten Stunde ein Fußballspiel gegen den beliebtesten Verein des Landes stattfinden sollte. Dies wunderte mich aber nicht unbedingt, da Portimonense SC mit einem Zuschauerschnitt von knapp über 2.000 Zuschauern nicht gerade bekannt für seine gewaltigen Fanmassen ist. Am Stadion konnte ich direkt parken. Ein kleines, enges Stadion inmitten von Wohnblöcken.



      Eigentlich dachte ich, dass es vorm Stadion kein Problem wäre an Tickets ranzukommen. Leider war dies ein Irrtum. An den Tageskassen sagte man mir, dass alle Tickets ausverkauft seien und auch vorm Stadion sah ich niemanden, der noch ein Ticket übrig hatte. Ganz im Gegenteil - ich traf noch zwei andere Leute, die ebenfalls recht verzweifelt ein Ticket suchten. Nachdem ich knapp 40 Minuten gesucht hatte und schon kurz davor war aufzugeben, fand ich fünf Minuten vor Spielbeginn dann doch noch einen Mann (er blieb der Einzige), der mir ein Ticket für 25€ verkaufte.



      Im Stadion angekommen gönnte ich mir erst einmal ein Bier (0,3l, 2€) und sah zu meiner Verwunderung viele freie Plätze. Woran das lag kann ich nicht sagen, vielleicht hatte es sicherheitsrelevante Aspekte. Vom Niveau des Spiels war ich positiv überrascht. In der ersten Halbzeit Benfica klar überlegen und mit der frühen Führung. Bis zur Halbzeit verpassten sie es aber nachzulegen. Die zweite Halbzeit dann ein anderes Spiel, Portimonense spielte gut mit und kam zum verdienten Ausgleich. Danach Chancen auf beiden Seiten bis Benfica zehn Minuten vor Schluss durch einen traumhaften Freistoß durch Cervi wieder in Führung ging. Danach spielten sie es abgeklärt runter und legten in der Nachspielzeit noch das dritte Tor zum 1:3 Endstand nach.



      Die Tore der Gäste wurden durch die vielen mitgereisten Fans frenetisch bejubelt, an Pyro wurde auch einiges gezündet (siehe Foto oben). Dazu ein ganz ordentlicher 90-minütiger Dauersupport der Befinca-Fans. Die ca. 50 dagegen ansingenden Heimfans hörte man dagegen logischerweise kaum. Eine gute Sicht aufs Spielfeld hatten sicher auch die nicht wenigen Zuschauer aus den angrenzenden Wohnblocks.



      Alles in allem ein recht gelungener Ausflug. Nach dem Spiel ging es direkt wieder ins Hotel und es wurden noch drei Tage an der Algarve genossen.
    • Hey,

      auch wenn viele schon dort waren und es kein exotisches Stadion ist, schreibe ich auch mal meinen ersten kleinen Reisebericht zu unserem Trip letzte Woche nach Valencia ins Estadio Mestalla.

      Wir waren eigentlich in Madrid unterwegs, haben aber für das Stadtderby gegen Levante den ca. 3,5 stündigen Trip an die Küste auf uns genommen. Freie Autobahnen, spanisches Liedgut und ein entspannter Kaffeestop mitten in der Prärie ließen die Zeit wie im Fluge vergehen. In Valencia haben wir erst einmal im Hotel eingecheckt (Eurostars Rey Don Jaime, 118 € für 5 Personen/Nacht) und uns ein wenig frisch gemacht. Das Hotel ist ok und perfekt gelegen - die Innenstadt, das Mestalla sowie die Küste und Science City sind fußläufig (~ 20 - 30 min) erreichbar, zwei Supermärkte (Mercado und Aldi) und eine Tankstelle direkt nebenan.

      Mittags sind wir an die Küste gelaufen und haben uns in einem netten Lokal am Strand zwei große Pfannen Paella gegönnt - einmal klassisch mit Meeresfrüchten und einmal Paella Valenciana mit Kaninchen und Hühnchen. Beides zu empfehlen. Anschließend die Füße ins eiskalte Mittelmeer gehalten und einen Strandspaziergang gemacht.

      Nach einem kurzen Stop im Hotel haben wir uns ca. 2,5 h vor dem Spiel in Richtung Mestalla aufgemacht und uns im Stadionumfeld eine Kneipe gesucht. Der erste Eindruck vom Mestalla ist toll, zumindest dann, wenn man auf Stadien steht, die direkt in der City sind:



      Für uns überraschend: Selbst eine Stunde vor Spielbeginn war nicht viel los, anders als bei uns schienen die Leute tatsächlich erst zum Spiel zu kommen.

      Im Stadion selbst war es dementsprechend auch leer, dafür hatten wir ausreichend Zeit, herumzulaufen und die Architektur zu bewundern. Tolles Teil, extrem steil ganz oben und von unseren Plätzen (42 €) mit einer Top-Aussicht.



      Für uns auch neu: Nach fast exakt 30 min Spielzeit fing um uns herum das große Picknicken an: Bocadillos (belegte Brote) und Pistazien wurden aus vorher unsichtbaren überdimensionalen Plastiktüten hervorgekramt und genüsslich verspeist.

      Generell fanden wir die Preise für Speis und Trank, gemessen an der Leistung, sehr angenehm:



      Das Spiel selbst war intensiv und schnell geführt, wenn auch fußballerisch überschaubar. Levante tief hinten drin, Valencia lange ohne Lösung. In der zweiten Halbzeit dann ein offeneres Spiel, eine kontroverse Schiedsrichterentscheidung und der letztlich verdiente Sieg Valencias.



      Die Stimmung kam links von uns aus dem Unterrang, schöne Gesänge über fast 90 Minuten. Nach dem Spiel war das Stadion in Windeseile geleert, Genauso wie vor dem Spiel scheint es dort keine ritualisierten Abläufe zu geben.

      Nach dem Spiel gings zu Tapas und Bier in die Altstadt, die jedoch, weil Sonntag Abend, wie ausgestorben war. Am nächsten Morgen haben wir uns Science City mit dem Wissenschaftsmuseum und dem Oceanografic angeschaut, beides interessante Lokalitäten, sowohl architektonisch als auch inhaltlich.

      Insgesamt deutlich anders als bei uns und eine interessante Stadionerfahrung, leider mussten wir zurück nach Madrid, sonst hätte Valencia sicherlich auch noch einiges zu bieten gehabt.

      Das wars schon :)
    • 07.03.2018
      Shanghai SIPG FC - Ulsan Hyundai 2:2 (1:1)
      Shanghai Stadium - 20.757 Zuschauer

      Am Ende des letzten Jahres konkretisierten sich Pläne einer Dienstreise nach Asien, bei der ich Kollegen aus Indien und China ein paar Feinheiten über IT Servicemanagement näher bringen sollte. Nachdem einige Hürden beim Beantragen der beiden Visa und dem Buchen der Hotels gemeistert wurde, stand dem Abflug aus München nach Mumbai nichts mehr im Wege. In Indien konnte ich mir leider keinen Länderpunkt abholen, dafür jedoch on China. An einem kalten Mittwochabend gastierte im Shanghai Stadium die Mannschaft von Ulsan Hyundai aus Südkorea zum AFC Champions League Gruppenspiel in der Millionenstadt im Osten der Volksrepublik.

      Der Kauf der Eintrittskarten für meine beiden Kollegen Tobias und Stephan war ein reines Abenteuer. Englisch spricht hier von den einheimischen so gut wie niemand und ein Ticketoffice war auch nirgendwo im Umkreis des Stadion zu sehen. Die Anzahl der Schwarzmarkthändler lag hingegen im mittleren dreistelligen Bereich und wir wurden im Sekundentakt angesprochen. Nachdem dann noch ein junger Mann mit Akkreditierung von „Sell Out“ gesprochen hatte, beschäftigten wir uns doch etwas näher mit den Straßenhändlern. Diese Option war mir allerdings nicht ganz geheuer, da im Vorfeld immer mal wieder etwas von gefälschten Tickets zu hören war. Wer konnte schon die chinesischen Schriftzeichen auf der Karte von uns interpretieren? Keiner. Und so hatten wir etwas Bedenken, vielleicht nur eine Kaufbestätigung, oder ein ermäßigtes Ticket zu erhalten. Der modernen Technik sei Dank, haben wir ein Foto der Tickets via Smartphone zu einer Kollegin, die der chinesischen und deutschen Sprache mächtig ist, gesendet und uns kurzerhand rückversichert, keinem Gauner in die Hände gerannt zu sein.

      Ein kurzes Telefonat später waren wir schlauer. Ich war jedoch immer noch etwas skeptisch und so forderte ich den Kartendealer auf uns bis zur Eingangsscannung zu begleiten. Wenige Minuten später sind wir in einem nicht mal zur Hälfte ausverkauften Stadion und haben für umgerechnet knapp über 20 EUR pro Ticket sehr gute Sicht aus dem Oberrang der Gegengerade. Von ausverkauften Haus, wie erwartet weit und breit nicht zu sehen. Das Stadion selbst erinnerte mich von der Konstruktion an das umgebaute Zentralstadion in Leipzig.

      Die Verpflegung im Stadion bot nicht wirklich eine große Auswahl. Popcorn und Kartoffelchips zum Beißen und Orangenlimo und Apfelsaft zum trinken. Bier Fehlanzeige! Da wir aufgrund der Ticketorganisation vor dem Spiel keine Zeit mehr für das Abendessen hatten, gab es Orangenlimo mit Stapelchips für umgerechnet 4 Euro.

      Das Spielniveau erinnerte dann eher an deutsche Zweite Liga und die Superstars der Chinesen Hulk und Oscar konnten mich spielerisch nicht überzeugen, auch wenn Letzterer am Ende des Abends zwei Treffer auf der Habenseite stehen hatte. Der Außenseiter aus Südkorea verteidigte geschickt und ging sowohl in der ersten und auch zweiten Halbzeit in Führung. Die Freude währte jedoch nie länger als zwei Minuten, da den Gastgebern jeweils im Gegenzug der direkte Ausgleich gelang. Am Ende stand ein etwas glückliches Unentschieden für die Gäste zu Buche, die bei zwei Aluminiumtreffern durchaus ins Hintertreffen geraten hätten können. Nach Abpfiff machten wir uns mit der Metro wieder zurück zum Hotel. Dabei genossen wir unser Leben, im wahrsten Sinne des Wortes, in vollen Zügen. Umfallen unmöglich!









      Positive Tauschpartner: bienemaja, davidw95, dravil, Hagelkorn, Hannover1896, jens1981, roque, thomas72, ToniKroos, Cody Rhodes, King20087, stephan1310, rosch92, Unikat
    • 1. Spieltag - Meisterrunde, Israel

      Sonntag, 18. März, 20:00 Uhr Ortszeit, Turner Stadion, Be’er Sheva

      Hapoel Be’er Sheva vs. Bnei Yehuda Tel Aviv 1:0 (1:0)

      Zuschauer: 15.000

      Der aktuelle Titelverteidiger und Tabellenführer in Israel ist das Team von Hapoel Be’er Sheva. Nach den Meisterschaften in den vergangenen zwei Jahren, war uns das Team aus dem südlichen Israel durchaus ein Begriff aus dem Europapokal.

      Nach Abschluss der Meisterschaft spielen die ersten sechs Teams in der Meisterrunde den neuen Meister aus. Zu Spieltag 1 dieser entscheidenden Runde waren die Gäste aus dem nördlich gelegenen Tel Aviv angereist.

      Grundsätzlich gab es einige Besonderheiten zu vermerken:

      • Fans in der Innenstadt vor dem Spiel: Fehlanzeige
      • Bier oder Alkohol am Stadion: Fehlanzeige
      • Bier im Stadion: Fehlanzeige
      • Fußball unter Palmen am Rande der Wüste: Check
      • Gute Stimmung im Stadion: Check

      Am Nachmittag in der südlichsten Fußball Stadt Israels angekommen, suchten wir vergeblich eine richtige Innerstadt oder gar Fans, die sich dort mit Kaltgetränken auf das Spiel einstimmten. Das änderte sich Rund um das Stadion ebenfalls nicht. Das einzige Getränk, welches im Stadion ausgegeben wurde, war Cola.

      Das 16.000 Zuschauer fassende Turner Stadion, wird bei Liga Heimspielen im Schnitt von 15.000 Zuschauern bevölkert. Auch am heutigen Sommerabend fanden bei angenehmen 25 Grad rund 15.000 Zuschauer den Weg ins Stadion. Auf Grund seiner, im Vergleich zu den sonstigen größeren Städten Israels, südlichen Lage beginnt am Stadtrand bereits die Negev Wüste.

      Das neue und hochmoderne Stadion befindet sich am Stadtrand von Be’er Sheva. Somit wurden die Eingangsbereiche durch Palmen verschönert und am Ende des Parkplatzes war der Anfang der Wüste zu bestaunen.

      Das Stadion selber blieb bis wenige Minuten vor Anpfiff fast leer. Zum Anpfiff waren allerdings fast alle Plätze belegt. Die im Vorhinein im Internet gekauften Tickets (daher leider auch nur ein selbstausgedrucktes Papiertticket) kosteten uns 20 EUR für einen Sitzplatz hinter dem Tor.

      Das Spiel selber war weitesgehend ereignisarm. Die Führung aus Halbzeit 1 verwalteten die in rot und weiß gekleideten Gastgeber geschickt. Zwar kamen die Gäste aus Tel Aviv in der 2. Halbzeit zu einigen Chancen, konnten diese aber nicht verwerten. In dieser Phase des Spiels machten sich die rund 300 angereisten Gästefäns aus Tel Aviv bemerkbar. In der restlichen Phase des Spiels konnten sie gegen die recht gute Stimmung der Hapoel-Fans aber nichts entgegensetzen.

      Ein guter Support der Heimfans kam über 90 Minuten aus dem Fanblock. Der Rest des Stadions erhob sich immer dann von den Plätzen, wenn „Hapoel-Allez“ angestimmt wurde.

      Fußball ohne Bier, dafür aber unter Palmen, mit diesem Fazit verlassen wir die Stadt Be’er Sheva noch am gleichen Abend in Richtung Norden.


      Fußball unter Palmen - Der Weg bis ins Stadion wurde von Palmen begleitet


      ULTRA SOUTH - Fanblock der südlichsten Fußball Stadt Israels mit guter Stimmung


      Der Blick ins Weite Rund - Ohne Oberrang, aber mit guter Atmosphäre


      Der Beginn der Negev Wüste - Das Ende der Parkplätze war gleichbedeutend mit dem Beginn der Wüste



      Hapoel Eintrittskarte - 80 Schekel entsprechen knapp 20 EUR
    • Europapokal Achtelfinale: Besiktas Istanbul vs. FC Bayern München 1:3 (0:1)

      Ein Bericht von Johannes:
      Im Achtelfinale des Europapokals ging es zum Auswärtsspiel nach Istanbul. Nachdem der FCB das Hinspiel bereits mit 5:0 gewinnen konnte, reiste ich trotzdem mit voller Vorfreude ins mir noch unbekannte Istanbul. Am Montag vor dem Spiel sagte Christian die Reise leider ab, da er hohes Fieber hatte. So stellte ich mich also auf eine Reise alleine ein. Halb so wild, denn vor Ort traf man ja auf bekannte Gesichter. Am Morgen des 14. März ging es also zum Hauptbahnhof nach Mainz, wo ich mein Auto in einer Tiefgarage parkte. Immerhin für nur einen Zehner. Dort stieg ich in die S-Bahn in Richtung Frankfurt Flughafen, wo ich um 07:45 Uhr mit Turkish Airlines den Flug nach Istanbul nahm.
      In der Türkei angekommen freute ich mich auf einen schönen Nachmittag im Sonnenschein. Doch zuvor galt es die Hürde „Passkontrolle“ zu nehmen. Hier erwartete mich eine ewig lange Schlange unmittelbar vor dem Ausgang des Flughafens Atatürk International Havalimani. Ganze 50 Minuten anstehen für zehn Sekunden Pass kontrollieren. Als dann auch die Verhandlungen bzgl. des Preises für das Taxi zum Hotel geklärtwaren befand ich mich endlich auf dem Weg zum Hotel. Laut Navi knapp 20 Kilometer. Zwar stellte ich mich auf ein wenig Stau ein, doch mit eineranderthalben Stunde hätte ich dann doch nicht gerechnet. Unterhaltsam unterhielt ich mich mit dem Taxifahrer, der mich mit einem deutschen Lied empfing.
      „Eins zwei Polizei
      drei vier Grenadier
      fünf sechs alte Gags
      sieben acht gute Nacht“

      Er erzählte mir, dass er das im türkischen Radio gehört hätte. So ganz glauben konnte ich ihm das nicht, was mir aber letztendlich egal war. Die 20€ für die Taxifahrt beinhalteten übrigens nicht nur eine Singstunde, sondern auch eine Reiseführung. So erklärte er mir zu fast jedem Gebäude, das wir passierten, einige wissenswerte Fakten.
      Angekommen im Hotel machte ich mich schnell auf den Weg zum Taksim-Platz, der als zentraler Treffpunkt der Bayernfans angekündigt wurde. Nachdem ich mich mit einem Bekannten traf, der Christians Karte kaufte, schloss ich mich den Freunden des Fanclubs La Bestia Negra an, die mich mit einer Dose Efes Bier begrüßten.
      Nach ein paar Minuten Sonne einatmen traten wir die knapp 800 Meter Fußweg an in Richtung İnönü Stadı, die Heimstätte von Besiktas Istanbul. Gewohnt textsicher schmetterte man den einen oder anderen Klassiker durch die Gassen von Istanbul. Nachdem man bereits eine Ticket- und Personenkontrolle weit vor dem Stadion hinnehmen musste ging es den steilen Berg runter, wo man eine geniale Aussicht auf das Stadion hatte. Im Hintergrund glänzte das Meer – ein erstes Highlight!

      Nach der zweiten Kontrolle wollte ich gemeinsam mit Sebastian gleich in den Block, um unsere Zaunfahne aufzuhängen. Doch weit gefehlt. Als wir schon kurz davor waren den Eingang zu betreten wurde ich von einem Ordner zurückgerufen. Komischerweise durfte Sebastian die Sicherheitsschleuse durchqueren. Also: Nochmals raus aus der Schlange. Mit weiteren Zaunfahnenbesitzern verbrachte ich anschließend eineStunde vor dem Blockeingang. Alle Fahnen wurden fotografiert und zur Kontrolle an die örtliche Polizei gesendet. Diese hatte es offensichtlich nicht wirklich eilig eine Rückmeldung zu erteilen. So verharrte ich, gemeinsam mit fünf anderen ungeduldigen Zaunfahnenbesitzern vor dem Blockeingang, während alle Personen ohne Fahne den Block betraten – nervig, aber was will man machen. Nachdem endlich das Signal kam wir dürften den Block betreten ging es zügig zum Aufhängen der Fanclub-Fahne.
      Als auch dies erledigt war suchten wir uns einen guten Platz in der Mitte des Auswärtsblocks. Da an diesem Tag alle Schwenkfahnen verboten waren hatte man eine perfekte Sicht auf den Platz.
      Knapp zwanzig Minuten vor Anpfiff wurde es zum ersten Mal richtig laut im Stadion. Dieser Zustand veränderte sich bis etwa zwanzig Minuten nach Abpfiff nicht bzw. nur gelegentlich kurzzeitig. Was wir in diesen Minuten erleben (durften) empfand ich als bislang einzigartig. Man muss sich vorstellen: Es ist Achtelfinale, Besiktas liegt bereits vor Anpfiff mit 5:0 hinten, doch das ganze Stadion steht und peitscht die Mannschaft frenetisch nach vorne als würde man glauben, man könnte noch weiterkommen. Als der FC Bayern das 1:0 erzielte wurde es etwa eine Minute ruhig im Stadion (ausgenommen natürlich in unserem Block). Doch auch davon nicht geschockt rissen die türkischen Anhänger anschließend wieder einewahnsinns Lautstärke ab. Als der Schiedsrichter zur Halbzeit pfiff freute man sich auf ein wenig Ruhe. Weit gefehlt. Der türkische Halbzeitchef ordnete wohl laute türkische Volksmusik an – gewöhnungsbedürftig. So freute ich mich, als die Viertelstunde Showmusik beendet war. Nach nur einer Minute in der zweiten Hälfte erzielte Besiktas das erste Tor des Abends, jedoch traf Gökhan Gönül sein eigenes Tor. Das 2:0 für den FC Bayern. Doch nur dreizehn Minuten danach erzielte Besiktas doch den Ehrentreffer durch Vágner Love. In der Halbzeit kritisiert – jetzt bis Spielende und weit nach Abpfiff gefeiert – der Stadion-DJ.
      "What is love?
      Baby, don't hurt me
      Don't hurt me no more"

      Der 1993 veröffentliche Hit von Haddaway erhitzte den, sowieso sehr gut aufgelegten, Auswärtsblock. Der ganze Block zog mit und zelebrierte, nicht nur nach unserem 3:1 von Sandro Wagner in der 84. Spielminute, textsicher den Lovesong. Würde man andere Lieder in einer solchen Breite von Auswärtsfahrern lautstark hinbekommen wäre das eine feine Sache. Nachdem man nach Abpfiff noch eine gute Stunde im Stadion verblieb (Blocksperre) verabschiedete ich mich von den Kollegen und trat den zwanzig Minütigen Heimweg an. Frisch geduscht ging es ins Bett, denn um 6 Uhr Ortszeit klingelte mein Wecker schon wieder. In der Früh ging es mit dem Taxi zum Flughafen, wo ich meinen Flieger um 09:15 Uhr, nach einem Guten-Morgen-Bier locker erwischte. Auf Grund der Zeitverschiebung traf ich um 10:30 Uhr in Deutschland ein, wo ich nach einemSpurt durch den halben Frankfurter Airport um 11 Uhr meine S-Bahn nach Mainz erwischte. Dort angekommen ging es mit dem Auto zurück nach Hause, wo ich letztendlich um 12 Uhr am Mittag ankam.
      Ein unvergesslicher Europapokaltrip liegt heute hinter mir. Nachdem ich in Glasgow schon dachte ich erlebe ein Gegentor beim FC Bayern nicht mehr so brachial wurde ich in Istanbul eines Besseren belehrt.

      Ich würde mir wünschen auch in der heimischen Arena würde eine solche Stimmung bzw. auch nur die Bereitschaft dazu die Mannschaft lautstark zu unterstützen herrschen. Zumindest in bedeutenden Spielen wie einem Alles-oder-Nichts Spiel.

      Bilder und mehr unter: red-white-passion.de/fanclub-1/spielberichte/
    • Da an Karfreitag in Deutschland nicht gespielt wird und der Tag für Langeweile prädestiniert ist, schaute ich ins Ausland nach einem möglichen Fußballspiel und wurde im exotischen ÖSTERREICH fündig. Der SC Austria Lustenau bestritt am 30.03.2018 sein Heimspiel gegen den Tabellenletzten Blau Weiß Linz. Beide spielen in der Ersten Liga, die – na klar – die zweithöchste Spielklasse Österreichs ist.
      Beim Überfahren der Grenze wunderte mich schon der riesige Rückstau in die Gegenrichtung. Nachdem ich in der Nähe des Stadions geparkt hatte (direkt drum rum ist Parkverbot, aber 5 Min. Laufdistanz findet man ausreichend Plätze im Wohngebiet), blieb noch etwas Zeit für einen kleinen Stadtbummel. Dort stellte ich fest, dass – trotz Karfreitag – sogar die Geschäfte offen hatten. Die ganzen Schweizer kauften ein und/oder tankten fleißig im Grenzort, was den Rückstau in die Schweiz erklärte. Bei einem Radler auf dem Dorfplatz konnte ich dann die „Rudelbildung“ einiger Ultras (offenbar war es ein kleines Fantreffen mit befreundeten Ultras) mit abschließendem Marsch zum Stadion inkl. Pyrotechnik bewundern.

      Nach dem gepflegten Getränk bei Sonnenschein schlenderte ich auch zum Stadion und kaufte eine Stehplatzkarte für EUR 12. Ohne Körperkontrolle ging es dann aufs Stadiongelände, wo mehrere Bierbuden/Hütten aufgebaut waren. Das Stadion hat eine Laufbahn, auf die hinter den Toren aber Stahlrohrtribünen aufgebaut sind. Hinter der Heimkurve fühlte man sich wie beim Apres Ski. SEHR gut sortierte Getränkestände in Hülle und Fülle! Dieses Stadion schreit m.E. Nach einem tooor-Treffen!

      Die Lage ist auch äußerst reizvoll mit einem tollen Bergpanorama.

      Auf dem Stadiongelände gibt es sogar (analog Turnhalle in GE) eine Kapelle.

      Vor dem Spiel wurde dann noch eine Choreo der Heimfans dargeboten.

      Zum Spiel möchte ich nicht viele Worte verlieren, war insgesamt okay und Lustenau gewann soweit verdient mit 1:0, obwohl Linz in der ersten Halbzeit durchaus auch paar Chancen hatte. Support der Heimfans war fast durchgängig und okay. Linzer waren handgezählt 23 im Gästeblock.

      Als ich zuhause dann die aufgezeichnete Konferenz der Spiele anschaute, erfuhr ich, dass das Spiel auf Messers Schneide stand: Eine Anwohnerin hatte eine einstweilige Verfügung angestrebt und wollte wg. Lärm- und Lichtbelästigung das Spiel verhindern. In letzter Minute wurde dem wohl nicht stattgegeben. Zum Glück. War ein wirklich sehr kurzweiliger und cooler Trip! Das nächste Mal nicht mit dem Auto hin und dann das Getränkeangebot mal ordentlich nutzen. Die Speiseauswahl war auch sehr gut. Ich habe ein „Käsdönalla“ gegessen – sensationell lecker! (Eine Art Zwiebelkuchen, aber mit deutlich mehr Käse als Zwiebeln.)

      Edit: Die komische Absatzdarstellung resultiert daraus, dass ich eigentlich gerne die Fotos an die entsprechenden Stellen eingefügt hätte. Ging aber nicht. Ich traue Euch aber zu, die Fotos den entsprechenden Passagen im Text zuzuordnen. ;)
      Bilder
      • Lustenau-Ultras1.jpg

        295,85 kB, 2.592×1.944, 25 mal angesehen
      • Lustenau-Bergpanorama1.jpg

        301,5 kB, 2.592×1.944, 23 mal angesehen
      • Lustenau-Kapelle1.jpg

        308,4 kB, 1.944×2.592, 18 mal angesehen
      • Lustenau-Choreo1.jpg

        330,56 kB, 2.592×1.944, 24 mal angesehen
      • Lustenau-Tribüne1.jpg

        444,15 kB, 2.592×1.944, 21 mal angesehen
      • Lustenau-Bierstände1.jpg

        312,57 kB, 2.592×1.944, 21 mal angesehen
      • Lustenau-Getränkekarte2.jpg

        803,42 kB, 3.120×4.160, 24 mal angesehen
      WM 2006: #1 #3 #16 #20 #23 #24 #29 #30 #44 #49 #51 #53 #55 #57 #59 #61 #62. Vom Feeling her hatte ich ein gutes Gefühl! EM 2008+2012: 4 Spiele, wenig erfolgreich. Olympia 2012: 10 Tage, 24 Sessions. Gigantisch! WM 2014: #29 #39 #45 #52 #56 #58 #60 #61 #62 #64. Weltmeister! EM 2016: #2 #7 #27 #30 #37 #40 #44 #45 #47 #49 #50 #51. Plan WM 2018: #27 #61 #62 #64.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Howie ()

    • Wenn Holland als international gilt, dann gehört es hier rein :mrgreen: :

      Wir haben das letzte WE genutzt und zu viert einen Ausflug zu unseren westlichen Nachbarn gemacht. Da wir überall fix durchkamen, nutzten wir die Gelegenheit und schauten noch auf der BZA Ostsstr. in GE bei der SpVgg Erle vorbei. Diese Spiele, wo man aufpassen muß, dass man einen ins Aus gegangenen Ball nicht technisch sauber zurückspielt, da man sofort Gefahr läuft, selbst eingewechselt zu werden, sind legendär. Ein weites Rund, diverse Plätze, angenehmes Wetter, alles gut. Spruch des Spiels vom Erler Keeper zu seiner schlafmützigen Verteidigung schon in der 11.Minute: „Das ist doch nicht euer Ernst!“. Doch war es, denn es ging vorerst so weiter.

      Auch für uns ging es weiter zur U23 von Schalke. Auf dem Weg dahin kamen wir an einer Art Wochenmarkt vorbei. Da es allerdings nach deutlichen Sprachbarrieren zwischen der Lok und Halle-Nur Kaputte-Autobesatzung und den „einheimischen“ Wochenmarktbesuchern aussah und niemand von uns Teppiche o.ä. brauchte, fuhren wir ohne Stopp weiter zum Arenagelände. Dort volles Haus, da zeitleich das Training der 1. anstand. Ansonsten das übliche Programm, das Gepose einiger GE-Ultras, die jeden unbekannten Besucher möglichst grimmig und vermeintlich cool anguckten, und auf der anderen Seite der ewig nervtötende Dauersingsang von 25 RW Ahlen-Ultras. Sollen sie beide machen, aber mir ist beides zu blöd.

      Nächste Station war die Glückauf-Kampfbahn. Endlich mal ohne 50.000 besoffene Engländer, sondern freier Blick auf die Bewegungsübungen der Ü32 von Teutonia und vom VfB Günnigfeld. Die größte Kondition war vom Keeper der Gäste gefordert, da dieser jedes Mal mit der Straßenbahn los musste und den weit am Tor vorbeigeschossenen Bällen hinterher. Respekt aber auch den übrigen Herren dieses Alters, die sich in solcher Regelmäßigkeit das Hin- und Hergerenne auf dem Großfeld antun.

      Dann Reisepässe rausgeholt und nach Venlo weiter. Kleines, putziges B&B mit für 2 oder 3 Zimmer geteilter Toilette und Dusche, dafür aber am nächsten Morgen ein ausführliches Frühstück für 3 Euro pro Person. Nun ging es auf zum Stadion de Koel, VVV Venlo gegen die Eisschnellläufer aus Heerenveen. Diese spielten einen technisch gepflegten Ball und gewannen demzufolge auch verdient mit 2:0. Lustige und tiefenentspannte Zusammensetzung auf den Rängen, viele Deutsche, auch 2 Leipziger, die nach eigenem Bekunden öfter nach Venlo fahren. Der Großteil der Holländer fährt von dort wiederum angeblich nach MG. Wenn man allerdings die vielfach gleich aussehenden Stadionbauten der neueren Zeit sich anguckt, geht mir bei Venlo eher das Herz auf. Kleines, enges Retro-Stadion, gute Stimmung, lustige Sitzplätze nah am Spielfeldrand mit teilweisem Blick durch das Plexiglas der Trainerbänke.

      Nach dem Spiel gab es noch 1 oder 2 oder so Getränke in der Innenstadt von Venlo. Nun mag ich nicht von einem Abend auf das ganze Jahr und immer schließen, aber es war eine sehr angenehme und entspannte Atmosphäre ohne dämliches Imponiergehabe irgendwelcher über das Mittelmeer eingereister Bauern. Geht doch auch so!

      Am nächsten Morgen ging es weiter nach Breda, natürlich uitverkochtes Haus beim Brabant-Derby zwischen dem NAC und Willem II. Die Bedeutung eines Derbys ging aber offenbar am heimischen Keeper vorbei, der gleich mal die Gäste zum 0:1 einlud. Schockstarre für die nächsten 10 Minuten auf den Rängen. Im weiteren Verlauf aber vehementes Antreiben der Heimmannschaft von den Rängen, nur wollten die fussballerischen Fähigkeiten da nicht mithalten. Auch hier wieder ein kleines dummes Ultrakind, welches eine am Heimbereich vorbeilaufende Tilburg-Dame anpöbelte und ihr noch weiter pöbelnd hinterherlief. Ein Benehmen, wofür es vor 10 Jahren in Leipzig einen Satz heiße Ohren von den eigenen Leuten gegeben hätte. Zur Strafe hat seine Combo das Derby mit 1:2 verloren.

      Über die Autobahn ging es zurück nach Eindhoven. Glückliche Fügung der Tabelle, der PSV kürte sich ausgerechnet gegen Ajax zum Kampioen van Nederland. Schon vor dem Spiel überall Feierlaune, eine Gegenwehr von Ajax wollte niemand auf dem Schirm haben. In Angesicht unseres deutschen Autokennzeichens begrüßte uns ein wohlangezogener jugendlicher Sportfreund freundlich mit einer Armbewegung, die in Deutschland seit mehreren Jahren nicht mehr so ganz en vogue ist. Nun ja, ein „Goede Dag“ hätte es auch getan. Im Stadion konnten die Feierlichkeiten schon früh beginnen, zumal sich Ajax dann mittelschwer unsportlich sowohl auf dem Rasen als auch auf den Rängen verabschiedete. Nette Idee übrigens, die Aufstellung von PSV mittels Fahnen auf dem Rasen mit Spielernamen und –bild zu präsentieren. Nach dem Spiel wurde der Ajax-Bus noch so geparkt, dass die Spieler das Spalier zwischen den feierenden PSV-Fans nehmen durfte. Eine feine Geste, sodass alle etwas von den Feierlichkeiten mitbekamen.

      Ein sehr unterhaltsamer Ausflug für uns. Fotos gibt es von mir nicht, da wir inkognito unterwegs waren, Salito schon einige Bilder aus Eindhoven eingestellt hat und viele die Stadien sicherlich kennen. Danke von mir an Salito0794 hier aus dem Forum, der seine Unterstützung für Venlo-Tickets angeboten hatte, die wir dann aber problemlos im Online-Ticketing kaufen konnten, und Danke an die freundlichen Geschäftsstellen von NAC und vom PSV, die auf unsere freundlichen Mails ebenso freundlich mit jeweils 4 Tickets antworteten.
    • Accrington Stanley - Exeter City FC
      League Two, 14.04.2018
      Wham-Stadium Accrington

      Accrington Stanley – The Club that wouldn’t die! (oder aller guten Dinge sind drei :huebscher: )

      Accrington Stanley ist ein englischer Fußballverein aus der Stadt Accrington (knapp 20 Meilen nördlich von Manchester). Aus Accrington stammt auch das damalige Gründungsmitglied der Football League, der „Accrington FC“. Dieser Verein hat allerdings nichts mehr mit dem aktuell existierenden Verein Accrington Stanley zu tun, der in der vierthöchsten englischen Liga, der Football League Two spielt. Gegründet wurde der Verein 1968 und trägt seine Spiele im „Crown Ground“ bzw. heute „Wham Stadium“ aus (benannt übrigens nach der Firma „What More UK“ und nicht nach der berühmten Pop-Gruppe :rolleyes: ).

      Irgendwie hatte uns dieser Verein schon länger gereizt, so dass wir bereits im Dezember 2014 einen Besuch geplant hatten. Auf der Rückreise von Edinburgh nach Manchester sollte der Spielbesuch den Abschluss unseres damaligen Inselurlaubs werden. Wir hatten gerade unsere Parkgebühren entrichtet, als der Parkplatzwächter zwei Minuten später wieder am Wagen stand und uns diese wieder zurück gab mit dem Hinweis, dass das Spiel ausfallen würde weil der Schiedsrichter das Spielfeld als "to icy" befunden hatte - Spielausfall knapp 60 Minuten vor Anpfiff :mad: .

      Der zweite Versuch sollte dann 01.01.2018 folgen: auf der Rückreise von Glasgow nach Manchester sollte auch hier Accrington den Abschluss unseres UK-Aufenthaltes werden. Auf dem Weg schienen die Verhältnisse auch deutlich besser als drei Jahre zuvor. Wir waren diesmal 90 Minuten vor Anpfiff des Spiels gegen Morecambe am Stadion und gönnten uns einen Pint im direkt am Stadion gelegenen Pub. Beim Ticketkauf (20 Pfund für nen Stehplatz in Liga vier :rolleyes: ) knapp 20 Minuten fing es langsam an zu regnen. Während der ersten Halbzeit fing es dann regelrecht an zu schütten - mir schwante Böses....der Ball blieb an einigen Stellen bereits im Wasser liegen. In der Halbzeit wurden trotz allem noch zwei Bambini-Mannschaften auf den Platz gelassen die sich in einer regelrechten Wasserschlacht versuchen durften. Kurz darauf dann der Schock: der Schiedsrichter hatte das Spiel abgebrochen :cry:
      Versuche an der Geschäftsstelle zumindest unser Eintrittsgeld zurückzubekommen scheiterten - ein Semi-Offizieller erklärte uns wir hätten ja die Hälfte des Spiels gesehen und daher keine Anspruch auf etwaige Erstattung :mad:

      Ein paar Tage später machte ich meinen Unmut über diese Entscheidung - garniert mit unserem Pech bei der Spielauswahl - mittels einer E-Mail an den Verein Luft. Und siehe da: wir bekamen als Antwort eine Einladung zu einem beliebigen Heimspiel im Jahr 2018 als VIP-Gast im Hospatility-Bereich (inkl. 3-Gang-Menü) :biggrin: .
      Daraufhin suchten wir uns das Heimspiel gegen Exeter City am 14.04.2018 aus und starteten unseren dritten Versuch!

      Samstag Morgen ging es dann mit RyanAir ab Köln nach Manchester. Bei der Passkontrolle erkannte uns der Beamte als "Fußballtourist": "Football?" "Yes!" "Liverpool tonight?" "No: Accrington Stanley :huebscher: "). Vom Flughafen ging es diesmal mit dem Zug (mit Umstieg in Preston) nach Accrington wo wir nach einem knapp 20-minütigem Fußmarsch ab 13 Uhr am Stadion erwartet wurden. Das Wham-Stadium (ehemals Crown Ground) hat ein Fassungsvermögen von knapp 5000 Zuschauern und besitzt sowohl Steh- als auch Sitzplätze.
      Das Wichtigste voweg: es wurde 90 Minuten Fußball gespielt :klatsch: Zudem hatten wir uns ein möglicherweise entscheidenes Spiel ausgesucht: mit einem Heimsieg konnte Accrington den Aufstieg in die League One klarmachen! Dementsprechend excited war die Stimmung vor dem Spiel.

      Wir bekamen im kleinen aber feinen VIP-Bereich unsere Plätze zugewiesen und nutzten zunächst die HappyHour an der Bar (Pint für 2 Pfund!). Im Anschluss wurde das leckere Essen serviert und wir vertrieben uns die Zeit mt unseren Tischnachbarn (die unsere "Vorgeschichte" bereits kannten) mit Fachsimpelei über englischen und deutschen Fußball.

      Unsere Plätze waren direkt auf der kleinen Sitzplatztribüne vor dem VIP-Raum; nach dran am Geschehen. Leider endete das Spiel nur mit 1:1 so dass der Aufstieg vertagt werden musste (er wurde dann drei Tage später im Nachholspiel gegen Yeovil klargemacht). Nach dem Spiel nutzten wir noch einmal die HappyHour im VIP-Raum (bis eine Stunde nach Spielschluss) bevor uns wieder mit dem Zug auf den Weg nach Manchester machten (diesmal direkt u. a. über Burnley nach Manchester). In Burnley stiegen noch 3 Norweger zu - die zum Spiel im Turf Moor weilten - mit denen wir ebenfalls noch etwas über den internationalen Fußball fachsimpeln konnten.

      Übernachtet haben wir dann übrigens im King William Pub in Wilmslow: netter Pub mit günstigen Zimmerpreisen in Flughafennähe (11 Pfund mit Taxi). Meiner Meinung nach deutlich mehr Ambieten als die PremierInns am Flughafen.

      Fazit: feiner, kleiner Ausflug abseits des Main Streams - uns hat es gefallen :winke:

      Im Anhang sowohl Bilder vom abgebrochenen Regenspiel als auch vom 90-Minuten-Spiel.
      Bilder
      • tooor1.jpg

        35,41 kB, 448×252, 13 mal angesehen
      • tooor2.jpg

        21,94 kB, 448×252, 11 mal angesehen
      • tooor4.jpg

        18,45 kB, 448×252, 11 mal angesehen
      • tooor5.jpg

        27,51 kB, 448×252, 13 mal angesehen
      • tooor7.jpg

        36,83 kB, 448×252, 11 mal angesehen
      • tooor8.jpg

        20,91 kB, 448×252, 13 mal angesehen
      • tooor10.jpg

        23,3 kB, 448×252, 10 mal angesehen
      • tooor11.jpg

        33,67 kB, 448×252, 11 mal angesehen
      • tooor12.jpg

        24,08 kB, 448×252, 10 mal angesehen
      • tooor13.jpg

        29,08 kB, 448×252, 11 mal angesehen



      DK Block 25 :kaffeetrinker:
    • USA - Teil 1: Las Vegas Lights FC - Real Monarchs SLC 19.05.2018




      Im Februar beschloss ich die Pfingstferien, die dieses Jahr in NRW ausnahmsweise eine ganze Woche dauern sollten, für einen USA-Trip mit einem Kumpel zu nutzen. Die günstigere Flugverbindung (Direktflug ab Köln) und eine Wohnung über einen Bekannten gaben den Ausschlag für Las Vegas gegenüber New York.


      Nachdem die Flüge gebucht waren (Eurowings, 650 €), schaute ich mir den MLS-Spielplan an – die Spiele in den USA sind vorbildlich lange im Voraus fest terminiert - und entdeckte als mögliches Spiel LA Galaxy - San Jose Earthquakes am Freitag, unserem vorletzten Tag der Reise. Das sollte doch passen, da wir eh einen Abstecher nach Los Angeles machen wollten. Die weitere Recherche ergab, dass es seit diesem Jahr auch in Las Vegas selbst einen Fußballverein gibt: Las Vegas Lights FC, der in der United Soccer League (USL Western Conference) - so etwas wie der zweiten Liga – spielt. Am Tag unserer Ankunft sah der Spielplan ein Heimspiel gegen den Tabellenführer, die Real Monarchs aus Salt Lake City vor.


      Am Samstag ging es recht pünktlich gegen 12 Uhr in Köln los und nach 11 h landeten wir kurz nach 14 Uhr Ortszeit in Las Vegas. Die Einreise, die Autoleihe und der Bezug der Unterkunft haben etwas gedauert, sodass der Weg nach einer kleinen Stärkung im Burgerladen zum Stadion Cashman Field, einige Kilometer nördlich vom Strip, unweit der berühmten Fremont Street, führte. Auf dem Parkplatz sah es stellenweise wie in den amerikanischen Filmen aus: Familien mit einem fetten Grill vor dem Pickup, Getränke etc. Vor dem Stadion gab es ein kleines Fanfest mit verschiedenen Spielen wie z.B. Fußball-Dart, sogar die US-Army hatte einen Stand, wo sie Kinder antreten ließ und Werbegeschenke verteilte. Wir holten uns die günstigsten 15$-Tickets für den Sektor ,grass berm‘ und ein Bierchen (ca. 0,5l) für 7$ in einer Aluflasche, die man mit reinnehmen konnte. Auch drin wurden diese Flaschen verkauft.
      Das Spielfeld, wo sonst auch Baseball gespielt wird, ist nur zur Hälfte von Tribünen umgeben – eine Gerade und hinter einem Tor, der Rest ist offen, dort stehen Werbewände. In zwei Ecken des Stadions finden sich zwei Grashügel mit Bäumen, wo einige ihre mitgebrachten Decken ausbreiteten und liegend das Spiel verfolgten. Dort wären auch unsere Plätze, man konnte sich aber überall ohne weitere Kontrollen frei bewegen. Es waren 6800 Zuschauer da, Fassungsvermögen ist 12500.
      Vor dem Anpfiff gab es etwas Show: das Maskottchen Elvis wurde per Motorrad reingefahren, jeder Spieler durfte einzeln einlaufen, es wurde die Hymne gesungen und es gab auch ein wenig Pyro im „Fanblock“ hinterm Tor. Während des Spiels war die Stimmung eher verhalten, es hat genervt, dass in jeder Unterbrechung Musik eingespielt wurde und der Stadionsprecher ständig versuchte die Zuschauer zu animieren.
      Die Gäste gewannen das niveauarme Spiel mit 2:0 und wir waren froh als es vorbei war und wir ins Bett konnten, nach unserer inneren Uhr war es da kurz vor 7 Uhr morgens.


      Am Rande: auch im Eishockey hat Las Vegas seit dieser Saison ein Team: die Las Vegas Golden Knights. Gleich im ersten Jahr sind sie in der NHL ins Stanley Cup Endspiel eingezogen, wo sie gerade gegen die Washington Capitals spielen. In der ganzen Stadt sind sie präsent, beispielsweise hat die Freiheitsstatue momentan ein Trikot der Knights an.
      Bilder
      • IMG_1736.jpg

        123,9 kB, 640×480, 25 mal angesehen
      • IMG_1737.jpg

        108,54 kB, 640×480, 15 mal angesehen
      • IMG_1743.jpg

        114,15 kB, 640×480, 4.292 mal angesehen
      • IMG_1747.jpg

        93,57 kB, 640×480, 13 mal angesehen
      • IMG_1750.jpg

        149,58 kB, 640×480, 10 mal angesehen
      • IMG_1751.jpg

        123,69 kB, 640×480, 11 mal angesehen
      • IMG_2504.jpg

        76,52 kB, 360×640, 12 mal angesehen