Angepinnt Premier League Reiseberichte und Fotos :-)

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    • Nico ich schau immer über folgende Seiten nach Hotels. -> accorhotels.com -> Hotels.com und Booking.com, aber meistens buch ich dann über AccorHotels da es da oft das beste Angebot gibt. Zuletzt 145£ in London das Twin Zimmer inclusive Frühstück für 3 Nächte, also 72,50£ pro Person.

      16. Juni Kaliningrad / Kroatien - Nigeria
      17. Juni Moskau / Deutschland - Mexiko
      26. Juni St. Petersburg / Nigeria - Argentinien
    • 13.12.2016
      Burton Albion - Huddersfield Town
      Pirelli Stadium - 4.564 Zuschauer

      Der Wecker klingelte um 09:00 Uhr und nach einer heißen Dusche standen wir am reichhaltigen Frühstücksbüffet des Hotels. Wir entschieden uns für das Full English Breakfast mit Baked Beans, Ham and Eggs, Sausages, Hash Browns, Pilzen und Tomaten. Dazu gab es Buttertoast, sowie wahlweise Kaffee oder schwarzen Tee. Es dauerte nicht lange, als fünf Männer, alle im Trainingsanzug der Wanderers, am Tisch neben uns ihren Platz einnahmen. Zumindest eines der Gesichter kam mir bekannt vor. Um auf Nummer sicher zu gehen, zückte ich mein Smartphone und überprüfte meine Vermutung. Es war tatsächlich das Trainerteam der Bolton Wanderers um Manager Phil Parkinson.

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      Bevor wir den Frühstücksraum verließen, bat ich noch um ein Erinnerungsfoto mit dem durchaus erfolgreichen Manager der Trotters, der den Großteil seiner aktiven Karriere beim FC Reading verbrachte. Danach gings zurück aufs Zimmer um die Koffer zu packen, denn um kurz nach zehn fuhr unser Zug nach Stoke-on-Trent via Manchester Piccadilly.

      In Stoke angekommen, warteten mein Freund Kevin, den ich letztes Jahr bei meinem Besuch von West Ham gegen Stoke in London kennengelernt hatte, und seine Frau Maureen bereits am Ausgang des Bahnhofs. Wir fuhren mit dem Auto zunächst einmal zum Britannia Stadium, oder korrekterweise bet365 Stadium, wie es seit dieser Saison heißt. Bei den Fans hat sich aber der Name Britannia eingebürgert, schließlich trug das Stadion diesen Namen seit seiner Eröffnung im Jahr 1997. Wir machten Fotos von der Arena und vor der Stanley Matthews Statue am großen Parkplatz hinter der Haupttribüne, bevor wir mit dem Auto weiter zu Kevin nach Hause fuhren.

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      Dort angekommen wurden wir mit einem extrem leckeren Curry mit Hühnchen und Reis begrüßt. Maureen kochte ausgezeichnet und Kevin erzählte uns, dass wir morgen zum Frühstück eines seiner berühmt berüchtigten Omeletts bekommen werden, am Mittag italienische Pasta mit Oliven, Paprika und Hühnchen und zum Abschluss am Donnerstag noch das Full Trentham Breakfast. Die einheimische Variante des englischen Frühstücks. Um es vorwegzunehmen, jedes dieser Menüs war besser als alles andere was unsere Mägen auf dieser Reise bekamen, oder noch bekommen sollten.

      Bevor das heutige Spiel auf den Programm stand, sendeten wir von der gemütlichen Wohnzimmercouch noch die besten Grüße via Facetime in die Heimat. Eine tolle Erfindung, fanden auch Maureen und Kevin, die so ihren Sohn Matthew im fernen Australien viel häufiger zu Gesicht bekommen können. Gary, der andere Sohn der beiden, begleitete uns am Abend zum Spiel nach Burton. Der Zweitligaaufsteiger traf im heimischen Pirelli Stadium auf eines der Überraschungsteams der bisherigen Saison. Huddersfield Town mit seinem Deutschen Manager David Wagner aus West Yorkshire war zu Gast. Wir fuhren die etwa 40 km mit Kevins Auto und holten Gary in der Nähe des Bahnhofs in Burton ab. Da bis zum Anpfiff noch etwas Zeit war, spendierten Gary und ich jeweils noch eine Runde Pints im kleinen Bistro unterhalb der Tribüne.

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      Die Gegengerade in dem gerade einmal knapp 7.000 Zuschauer fassenden Stadion ist eine reine Stehtribüne und hat keine zehn Stufen. Wir nahmen unser Plätze nahe einem der Eingänge ein und verfolgten das Geschehen auf dem Rasen. Die Kost an diesem Abend war schwer. Das Spiel fand hauptsächlich zwischen den beiden Strafräumen statt. Torchancen in der ersten Halbzeit waren sehr rar. Das Beste am Spiel bis dahin war der Support der Gäste aus Huddersfield. In der Halbzeit gab es den obligatorischen Pie, heute mal Chicken Balti, und ein weiteres Pint.

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      Nach der Pause änderte sich nicht viel am Spielverlauf. Beide Teams waren defensiv gut organisiert und ließen vor und im eigenen Strafraum nicht wirklich was anbrennen. Wir hatten uns schon mit einem 0:0 abgefunden, als die Gäste durch Nahki Wells doch noch einen Treffer erzielten. Im Gästeblock war jetzt richtig gute Laune angesagt, während die ersten Fans der Brewers bereits das Weite suchten. Wir blieben bis zum Abpfiff, doch der Ausgleichstreffer wollte Burton an diesem Abend nicht mehr gelingen. Auf dem Weg zurück zum Auto verabschiedeten wir uns von Gary, der mit dem Zug zurück nach Tamsworth fuhr. Gegen 23:00 Uhr waren wir zurück in Stoke und tranken zum Abschluss auf den schönen Abend noch ein Pint, bevor wir die Schäfchen zählen gingen.
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    • 14.12.2016
      Stoke City FC - Southampton FC 0:0
      Bet365 Stadium - 27.002 Zuschauer

      Gegen 8:00 klopfte es an der Tür und Kevin brachte uns Tee und Kaffee ans Bett. Mich haute es fast aus den Socken, aber die hatte ich ja noch gar nicht an. Das übertrifft nun wirklich alle Erwartungen. Maureen erzählte mir später, dass alle Gäste immer einen Guten-Morgen-Drink ans Bett bekommen. Kevins Omelett hält was es verspricht. Es fällt mir schwer zu beschreiben, wie lecker das ganze Essen ist, dass wir hier serviert bekamen. Nach dem Frühstück geht es zum Fanshop und es war an der Zeit Farbe zu bekennen. Ich kaufte ein Basecap, ein T-Shirt, einen Schal und einen Hoodie und bin nun endlich ausgerüstet für alle kommenden Spiele der Potters. Mein Vater entschied sich für ein marineblaues Poloshirt. Die Mannschaft und die Leute waren mir seit dem letzten Jahr einfach so sympathisch geworden, dass ich gar nicht mehr anders konnte, als Woche für Woche die Daumen zu drücken.

      Nach der Einkaufstour im Fanshop, ging es weiter zum Trentham Gardens Shopping Centre. Dort besorgten wir noch ein paar schöne Mitbringsel für die Lieben zu Hause, schließlich stand bald Weihnachten. Vor der Tür. Wieder zu Hause bei Kevin angekommen, gab es die köstliche Pasta und später noch Kaffee und Tee mit Minced Pie. Ein leckeres Blätterteiggebäck gefüllt mit verschieden Früchten und einer weihnachtlichen Gewürzmischung. Sehr köstlich!

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      Obwohl Kevin nur etwa eine Meile vom Stadion entfernt wohnt, fuhr uns Maureen in das etwa 10 km entfernte Forsbrook. Hier liegt die Stammkneipe von Kevins besten Freunden, die uns auch schon beim Arsenal Spiel begleitet haben. Barry wohnt direkt um die Ecke, Geoff wohnte früher nur drei Minuten entfernt und Pete hatte ebenfalls nur einen kurzen Weg zu Fuß bis in die Wirtschaft. Der zweite Grund für diesen Pub ist das indische Restaurant Roshni gleich nebenan. Kevin und Geoff gehen regelmäßig nach Spielen hierher und genießen die leckeren Currygerichte. Wir trafen gegen halb sechs im Roebook Pub ein. Jeder von uns zahlt zwanzig Pfund in den Kitty, die Sammelkasse für den Abend und kaufen ein Busticket zum Stadion für fünf Pfund. Jeder Penny den das örtliche Busunternehmen an dem Shuttle Service an der Hin- und Rückfahrt Gewinn macht, wird am Ende der Saison einer wohltätigen Organisation gespendet. Wir bestellten Bass Pale Ale, das absolute Lieblingsbier der Jungs und nachdem ich den ersten Schluck probierte, war ich froh, dass ich nicht zu oft beim Heimspielen im Britannia dabei bin. Das Bier ist so lecker und vor allem süffig. Absolute Suchtgefahr! Bis zur Abfahrt des Fanbusses zum Stadion um 19:00 Uhr hatte jeder von uns fünf Pints. Am Stadion angekommen, tranken wir noch ein weiteres, bei weitem aber nicht so gutes Bier, aus dem Plastikbecher. Für mich wurde es jetzt außerdem Zeit, die Grundlage wieder auf Vordermann zu bringen, Steak & Pepper Pie durfte es kurz vor dem Anstoß noch sein.

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      Die Partie gegen den Tabellennachbarn aus Southampton begann verhalten. Ähnlich wie am Vortag in Burton waren beide Teams zunächst darauf bedacht, kein Gegentor zu kassieren. Nach etwas mehr als zwanzig Minuten wurde Arnautovic vom Schiedsrichter mit einer glatten roten Karte des Feldes verwiesen. Der Österreicher hatte Boufal hart am Knie erwischt, zu hart wie der Unparteiische und sein Assistent befanden. Boufal wurde von dem Moment an immer wieder mit sehr unfreundlichen Worten und lautstarken Buhrufen von den Rängen empfangen. Stoke war nun auf Ergebnis halten aus und Southampton lauerte geduldig auf seine Chance. Meiner Meinung nach zu geduldig, aber das war ganz in unserem Sinne. Ein Unentschieden ist schließlich kein allzu schlechtes Ergebnis, wenn man für siebzig Minuten in Unterzahl agiert. Ein bis zwei gefährliche Szenen ließen die Potters über die gesamte Spielzeit zu, so dass das 0:0 am Ende redlich verdient war. Unter großem Applaus wurden die Spieler in den rot-weiß gestreiften Trikots nach dem Abpfiff in die Umkleidekabine bekleidet. Es wurde genau das geboten, was jeder Fußballfan von seiner Mannschaft erwartete, kämpfen bis zum Umfallen.

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      Nach dem Spiel ging es mit dem Bus wieder zurück nach Forsbrook auf ein weiteres Pint Bass, bevor wir im Anschluss das indische Curryrestaurant unsicher machten. Es gab Chicken Korma, Mixed Chicken und Lamb Curry. Kevin, Geoff und mein Vater tranken noch ein weiteres Bier, ich nicht, schließlich gab es hier kein Bass. Als wir mit unseren reichlichen Portionen fertig waren, konnten wir uns kaum noch bewegen und schafften es gerade so die paar Schritte bis zum Großraumtaxi, welches bereits vor dem Restaurant auf uns wartete, zurückzulegen. Wir setzten Geoff zu Hause ab, verabschiedeten uns von ihm und machten uns dann weiter auf den Weg zurück nach Stoke.

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    • 15.12.2016
      Coventry City - Sheffield United 1:2
      RICOH Arena - 8.801 Zuschauer

      Nachdem wir ausgeschlafen hatten, war es Zeit für das Full Trentham Breakfast. Es war so lecker und so reichhaltig, dass ich bis in die frühen Abendstunden nichts mehr zu essen brauchte. Wir packten unsere Koffer und dann mussten wir uns allmählichen von unseren tollen Gastgebern verabschieden. All good things come to an end. Die Zeit bei Kevin und Maureen war wunderschön und ich bin so unendlich dankbar die beiden zu kennen. Am Bahnhof angekommen wünschten wir uns gegenseitig ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Von Stoke aus nahmen wir den Zug über Wolverhampton und Birmingham nach Coventry.

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      Wir erreichten die Haltestelle Coventry Ricoh Arena gegen halb vier und checkten direkt im stadioneigenen Hotel ein. Wir hatten ein Zimmer mit Blick in den Innenraum der Arena, ein Zimmer der sogenannten „Pitch View“ Kategorie. Das was für den „normalen“ Urlauber ein Zimmer mit Meerblick ist, das war für uns das Zimmer mit Ausblick auf das satte Grün im Innenraum. Wir hätten die Partie am Abend problemlos von hier aus verfolgen können, dachten aber keine Sekunde daran. Ähnlich wie in Bolton erkundeten wir auch hier die Gegend rund um das Stadion und statteten dem angrenzenden Einkaufszentrum auf der anderen Seite der Bahngleise einen Besuch ab. Das Umfeld ähnelte der Arena in Bolton sehr. Ein Stadion außerhalb vom Stadtzentrum liegend, mit angrenzender Einkaufsmeile. Auf dem Rückweg machten wir einen Halt am 10-in-10 Fanbus von SkySports, der gerade ein paar Fans von Sheffield United an der Ricoh Arena ablieferte. Die Blades waren aktuell auf dem dritten Rang der League One hinter Scunthorpe und Bolton und wollen diese Saison unbedingt zurück in die zweithöchste englische Spielklasse.

      Während mein Vater immer noch satt vom Frühstück war, gab es für mich noch einen Cheeseburger im Restaurant „Zum Schachtelwirt“ mit dem großen goldenen M, bevor wir uns auf den Weg zum Eingang machten. Im Stadion bestellte ich uns je ein Pint Guinness und kam mit dem Verkäufer ein wenig ins Gespräch. Er hatte noch Zeit, denn wirklich viel los war hier noch nicht. Er erzählte mir, dass er Arsenal Fan ist und dass er es unglaublich findet, dass wir sieben Spiele in sieben Tagen ansehen. Er fragte ob ich das ganze irgendwie in Worten und Bildern festhalte. Ich bejahte und gab ihm die Adresse meines Internetblogs und meines Twitteraccounts. Ich schrieb beides gut leserlich auf die Rückseite eines liegengebliebenen Kassenzettels und verabschiedete mich von der freundlichen Servicekraft. Wir tranken unser Bier aus und gingen anschließend zu unseren Plätzen.

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      Das Spiel begann und zeitgleich schallten hunderte Trillerpfeifen, sowie „We want SISU out“ Rufe durch die Arena. Die Fans aus Coventry protestierten mal wieder gegen die Misswirtschaft, die das Konsortium SISU in den letzten Jahren betrieben hat. Die Clubanteile sollten, so wollten es die Fans, schnellstmöglich verkauft werden. „SISU SELL UP“ war auf hunderten Luftballons zu lesen. Diese flogen auch immer wieder aufs Spielfeld und behinderten die Akteure. Nach einer Viertelstunde tat dann auch noch ein Flitzer seinen Protest kund. Er setzte sich auf den Mittelpunkt. Doch anstatt den Eindringling schnellstmöglich zu entfernen, taten die Ordnungshüter zunächst einmal nichts. Es schien, als unterstützten sie die Protestaktion der Fans. Der Flitzer saß in aller Seelenruhe für knapp eine Minute auf dem Anstoßpunkt. Danach machte er sich im Laufschritt zurück Richtung Tribüne, wo er von mehreren Polizisten mehr oder weniger freundlich in Empfang genommen wurde. Im Oberrang auf der Haupttribüne waren mehrere Menschen in weißen T-Shirts zu sehen, jeder von ihnen hat einen überdimensionalen Buchstaben auf dem Shirt. Die Botschaft war natürlich: SISU OUT. Der jungen Mannschaft der Sky Blues hätte Unterstützung sicherlich besser getan als der Protest, denn Sheffield ging mit der ersten echten Chance durch Torjäger Billy Sharp in Führung. Man konnte die Verunsicherung förmlich spüren

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      Nach der Halbzeit kam Coventry etwas besser ins Spiel und erzielte trotz allem überraschend den Ausgleich. Ein abgefälschter Schuss senkte sich unhaltbar hinter Sheffields Schlussmann ins Tor. Aber auch jetzt kamen nur kurze Anfeuerungsrufe von den Rängen, gefolgt von weiteren Proteste. Diese führten sogar soweit, dass etwa 150 Anhänger fünf Minuten vor Spielende das Spielfeld stürmten. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie und schickte beide Teams in die Kabinen. Die Aufständigen suchten den Weg Richtung Haupttribüne, konnten aber dann doch vom Stadionsprecher davon überzeugt werden, wieder auf ihre Plätze zurückzukehren. Sheffield war von der ganzen Szenerie scheinbar unbeeindruckt und erzielte kurz nach Wiederanpfiff den viel umjubelten Siegtreffer. Wieder war es Billy Sharp, der eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft der Sky Blues ausnutzte. Diese Szene war sinnbildlich für alles was sich an diesem Tag im Stadion abspielte.

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      Nach dem Abpfiff machten wir uns zügig zurück auf den Weg ins Hotel, tranken jeder noch ein Pint Guinness in der Hotelbar und verfolgten im Anschluss die restliche TV Übertragung des ersten Tages der Darts WM aus dem Ally Pally in London.
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    • 16.12.2016
      Norwich City - Huddersfield Town 1:2
      Carrow Road - 25.275 Zuschauer

      Am siebten Tag stand der längste Trip auf dem Programm. Von Coventry ging es über London in den Osten Englands, in die Region Norfolk. Ziel unserer Reise war Norwich. Am Bahnhof in Coventry gab es ein kleines Frühstück bei Starbucks, bevor der Schnellzug von Virgin Trains uns in die Hauptstadt bchte. Vom Bahnhof in Euston nahmen wir zunächst die Northern und dann die Metropolitan Line um zum Bahnhof Liverpool Street zu gelangen. Von da aus ging es weiter, vorbei am London Stadium, der neuen Heimat von West Ham United über Colchester und Ipswich nach Norwich. Wir erreichten den Bahnhof gegen 16:00 Uhr. Von hier aus waren es gerade einmal ein zehn Minuten Fußweg bis zum Stadion an der Carrow Road.

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      Wir checkten im Holiday Inn ein und legten erst einmal die Füße hoch, schließlich waren bis zum Anpfiff gleich nebenan noch mehr als drei Stunden Zeit. Für den Abend nach dem Spiel entschieden wir uns für einen gemütlichen Fernsehabend mit Darts im Hotelzimmer, da der Zug zurück nach London relativ zeitig fährt. Wir besorgten noch ein paar Snacks und Bass Bier in Dosen im Supermarkt um die Ecke. Es war kurz nach sechs als wir mit unseren Errungenschaften zurück im Hotel ankamen. Wir hinterließen unsere Einkäufe im Zimmer und erkundeten noch ein wenig die Gegend rund um das Stadion, dass mitten in einem Wohngebiet liegt.

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      Zum Abendessen gab es Fish and Chips. Die Portionen waren wirklich riesig und boten eine gute Grundlage für sämtliche alkoholischen Getränke, die wir an dem Abend noch zu uns nehmen würden. Nach der Mahlzeit drehten wir noch eine Runde um das Stadion, um das ein oder andere Foto zu machen. Dabei trafen wir zwei ältere Frauen aus Huddersfield, eine von ihnen bestimmt jenseits der achtzig. Ich frage die Beiden, ob es nicht eine lange Anreise für sie sei und die Ältere von ihnen sagt: „Nein wieso, kein Spiel ist zu weit für uns. Wir sind bei jedem Spiel dabei“. Ich bewunderte die Beiden und erzählte noch ein wenig von unserer Tour quer durch das Land. Wir wünschten uns gegenseitig ein gutes Spiel und viele Tore. Zum einen wegen der vielen deutschen Spieler und wegen diesen beiden Hardcore Fans waren mir die „Terriers“ aus Huddersfield irgendwie sympathisch geworden. Ich drückte ihnen die Daumen.

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      Beide Mannschaften spielten von Beginn an mit offenem Visier, keine Spur von Abtasten. Kachunga erzielte bereits nach fünf Minuten das 1:0 für die Gäste. Es dauerte jedoch keine sechzig Sekunden, ehe die Heimelf per Kopfball von Howson ausglich. Ein munterer Beginn von beiden, so konnte es gerne weitergehen. Leider tat es das nicht. Das Spiel war dennoch gut, denn beide Teams schenkten sich auch im weiteren Verlauf nichts. Huddersfield nutzte eine weitere Chance noch vor der Pause, um wieder in Führung zu gehen. Im zweiten Durchgang gaben beide weiter Gas. Oliveira vergab dabei eine hochkarätige Chance alleine vor dem Schlussmann aus Huddersfield den Ausgleich. Die Elf um David Wagner verwaltete in der Schlussphase mit Glück und Geschick die knappe Führung und siegte am Ende nicht unverdient mit 1:2.

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      Bereits während der Halbzeit konnten wir einige Anhänger von Dynamo Dresden im Stadion ausfindig machen, die vermutlich hauptsächlich wegen dem ehemaligen Dresdner Michael Hefele im Stadion waren. Ich machte mich auf den Weg die acht Stufen hinab, um ein Foto von den Dresdnern und Hefele zu machen. Der lange Verteidiger nahm sich wirklich alle Zeit, um nach dem Abpfiff sämtliche Fotowünsche zu erfüllen und so bekamen auch wir ein Selfie mit dem Ex-Dynamo Kapitän.

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      Nachdem die Fotos alle im Kasten waren, gingen wir zurück auf unser Zimmer und sahen Peter Wright bei seiner Erstrundenpartie im Ally Pally zu. Dazu tranken wir unser Dosenbier, welches besser war als gedacht und verspeisten noch die zuvor gekauften Snacks.
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    • Leeds vs Derby County 1:0
      Sheffield Wednesday vs Huddersfield Town 2:0

      Wie schon im letzten Jahr nutze ich auch dieses Jahr die Winterpause in der Bundesliga um zusammen mit 3 Freunden zu einem Kurztrip auf die Insel zu fliegen.
      Da wir die letzten Jahre immer eine Tour durch London gemacht haben entschieden wir uns dieses Jahr zu einem Trip zu den oben genannten Spielen.

      Der Hinflug sollte am Freitag den 13. (das schlechte Omen dieses Datums sollte sich bewahrheiten) von Frankfurt nach Manchester gehen und ich buchte uns auch schon aufgrund der günstigen Frühbucherpreise der englischen Bahn die Zugfahrt vom Manchester Airport nach Leeds mit einem 90 Minuten Puffer zwischen Landung und Abfahrts des Zuges. Da sollte eigentlich nichts schief gehen...

      In der Woche vor dem Trip hörte man immer wieder, dass es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu heftigen Sturmböen kommen sollte. Am Donnerstag war dann von Orkanböen bis zu 100 kmh die Rede, was einem schon Sorge bereitete ob der Flug am nächsten Morgen um 11h vormittags wirklich gehen sollte.
      Wir entschieden uns am Donnerstag Abend am Freitag bereits gegen 8h am Flughafen zu sein, um auf eventuelle Flugausfälle reagieren zu können.
      Als ich am Freitag um 6h morgens aufstand checkte ich als erstes die Lufthansa Homepage wo einem schon erste Meldungen ins Auge sprangen, daß bereits 57 Flüge gestrichen worden waren, u.a. der Flug von Frankfurt nach Manchester um 7h.
      Unser Flug um 11h sollte lt Homepage allerdings planmäßig abheben.

      Ich wurde um 7h zu Hause abgeholt und wurde im Auto mit der Info empfangen, dass unser Flug soeben anulliert wurde.
      Einer von uns hing sich während der Fahrt per Handy in die Lufthansa Warteschleife und ich klickte auf den Link den wir von der Lufthansa per SMS bekamen mit möglichen Umbuchungsoptionen. Als Umbuchungsoption wurde uns ein Wartelistenplatz für den Flug Frankfurt - Manchester um 16.35h angeboten, was natürlich viel zu spät war, da abends bereits das Spiel in Leeds stattfand. Außerdem war es ja nur ein Wartelistenplatz ohne Garantie auf einen Flug.

      Am Flughafen angekommen hatte man meinen Kumpel nach 20 Minuten einfach aus der Warteschleife geschmissen mit dem Hinweis er möge später wieder anrufen. Im Flughafen bot sich ein unfassbares Bild von einer 100 Meter langen Schlange an den Lufthansa Schaltern. Auf der Anzeigetafel sah man, daß fast alle Inlands- und Kurzstreckenflüge bis 11h gestrichen worden waren.

      An den Automaten wurde uns immernoch nur als Umbuchung Franfkurt - Manchester angeboten mit Warteliste um 16.35h.
      Wir stellten uns jetzt in die Megaschlange an und suchten selbst nach Alternativen im Internet auf dem Handy und fanden eine Verbindung ab 11.30h über München nach Manchester oder einen Flug um 12.30h von Frankfurt nach Birmingham.
      Nach über einer Stunde waren wir dran und die Dame am Schalter bot uns wieder einen Wartelisteplatz nach Manchester um 16.35h an mit der Zusatzinfo, daß diese Warteliste allerdings schon völlig überfüllt ist. Wir fragten dann nach dem Flug über München nach Manchester. Darauf bekamen wir als Antwort, daß der Flug nach München nach jetzigem Stand zwar gehen würde, er aber unter Garantie noch gestrichen wird, da Inlandsflüge immer als erstes "geopfert" werden und auf die Bahn umgebucht werden.
      Dann fragten wir nach dem Flug um 12.30h nach Birmingham woraufhin sie uns gleich sagte dass wir dann aber keine Ansprüche auf Erstattung der Kosten der Weiterreise in England haben würden.
      2 von uns konnte sie sofort auf den Flug umbuchen und 2 von uns bekamen Wartelistenplätze aber sie sagte auch, daß es gut aussehen würde da viele auf diesen Flug gebucht waren, die mit einem anderen Flieger aus Florenz kommen sollten, dieser Flieger aber auch gestrichen worden war.

      Wir nahmen unsere 7 Euro Lufthansa Verzehrgutscheine und frühstückten erstmal bei Mc Donalds. Ich suchte nebenbei nach Zugtickets von Birmingham nach Leeds und musste feststellen, daß eine Fahrt so kurzfristig 60 Pfund pro Person, also 240 Pfund für alle zusammen kosten würde.
      Mehr aus Spaß schaute ich nach Taxipreisen für diese Strecke (ca 170 km) und kam auf die Seite einen privaten Fahrservices (OTS) die die Fahrt zum Festpreis von 150 Pfund in einem Passat, Mondeo oder gleichwertig anboten.
      Wir entschlossen uns den Fahrservice zu buchen, für den Fall, daß wir alle in den Flieger kommen.

      1 Stunde vor Abflug gingen wir zum Abfluggate und man konnte uns da immernoch nicht sagen, ob es mit den 2 Wartelistenplätzen klappen würde.
      30 Minuten vor Abflug erschienen endlich die beiden Namen auf dem Monitor mit den akzeptierten Passagieren der Warteliste.
      Schnell noch den Fahrservice gebucht in der Hoffnung, daß es so kurzfristig klappen würde.
      Als der Flieger zur Startbahn rollte und ich meine Handy gerade ausmachen wollte kam die Bestätigungsmail von OTS, alles sollte klappen.

      In Birmingham gelandet klingelte auch schon meine Handy. Es war der Fahrer, der mir sagte, daß er in der Eingangshalle mit einem Schild mit meinem Namen auf uns warten würde. Wir holten uns im Flughafen noch 4 Dosenbier und fragten den Fahrer, ob wir im Auto auch Bier trinken dürften.
      Seine Antwort: "Sure !" :bier:
      Zu unserer Überraschung war es kein Mondeo oder Passat, sondern ein 8-Sitzer Kleinbus :mrgreen:

      Die Fahrt dauerte 2,5 Stunden, zwischendrin hielt der Fahrer sogar an einer Raststätte, damit wir Nachschub holen und auf die Toilette gehen konnten. :daumen:

      In Leeds ließ er uns gegen 16h Ortszeit genau vor dem Hotel raus, wir hatten also kaum Zeit verloren und der Trip war trotz der anfangs widrigen Umstände gerettet. Wir brachten unsere Sachen aufs Zimmer und steuerten den ersten Pub in Bahnhofsnähe an, um das erste gezapfte Carling und den ersten Burger der Tour zu genießen. Gegen 18.30h nahmen wir ein Taxi zum Stadion Elland Road. Ich kann nur jedem der mal nach Leeds kommt empfehlen ein Taxi zu nehmen. Kostet 8 Pfund bis zum Stadion und ist stressfreier als die Shuttlebusse, die pro Person 2,50 Pfund kosten.

      Wir gingen noch schnell ins Peakcock Pub, ein Pub genau am Stadion das den Heimfans vorbehalten ist mit großem Biergarten und großer Auswahl an gezapften Bieren.

      Wir hatten Tickets in Reihe 12 des East Stands genau auf Höhe der Mittellinie. Auf beiden Hintertortribünen sind Heimfans beheimatet, die 90 Minuten komplett stehen, was für England eher ungewöhnlich ist. Der Gästeblock befindet sich auf einer der Geraden außen, wo heute die Fans von Derby County untergebracht waren. Leider waren das heute Abend nur ca 800 - 1000 Leute... Da hatten wir uns aufgrund der Nähe mehr versprochen.



      Die Stimmung machte von Anfang an nur Leeds United und das sowohl auf dem Rasen, als auch auf den Rängen. Von beiden Hintertortribünen ging fast 90 Minuten Stimmung aus die sich teilweise auf das ganze Stadion übertrug. So einen Support der Heimseite habe ich wirklich in ganz England bisher ganz selten erlebt. Enttäuschend war leider der Auswärtsanhang von Derby County, von dem fast nichts zu hören war.

      Leeds gewann das Spiel mit 1:0, Derby beendete die Partie nur zu 10. Durch das Stadion hallte minutenlang: "Leeds is going up, going up, Leeds is going up" und im ganzen Stadion wurden die Schals über den Köpfen rotiert. Auch das Repertoir an Fangesängen in Leeds ist im Vergleich zu anderen englischen Stadien wirklich beachtlich. Leeds ist momentan 3. und kann sich berechtigte Hoffnung auf den Aufstieg machen.

      Bestens gelaunt fuhren wir wieder mit dem Taxi in die Innenstadt um den Abend bei 1-2 Carling ausklingen zu lassen. Nach einem letzten Bier an der Hotelbar gings dann nach einem langen Tag gegen 1.30h ins Zimmer, da am nächsten Tag um 9h der Zug nach Sheffield gehen sollte.

      Der Bericht zum Spiel in Sheffield folgt...
      Dauerkarte & Mitglied Eintracht Frankfurt
      Mitglied bei Tottenham

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    • Fortsetzung:

      Am nächsten Morgen frühstückten wir (natürlich "Englisch") im Hotel und liefen dann zum Bahnhof.
      Wir holten die vorbestellten Zugtickets am Automaten ab und fuhren ca 1 Stunde nach Sheffield.
      Die Zugtickets waren mit 4,50 Pfund als Frühbucherpreis spottbillig.

      In Sheffield am Bahnhof gibt es einen Pub, das "Sheffield Tab". Dieser Pub sheffieldtap.com/ führt lt Homepage 200 Biersorten
      (die meisten aus der Flasche) und wir konnten es kaum erwarten diesen Pub zu testen.
      Solltet ihr jemals nach Sheffield kommen spart euch diesen Pub... Es zieht wie Hechtsuppe, er hat das Flair eine Wartehalle und wir haben
      für 4 Ales 22,40 Pfund bezahlt.
      Stattdessen steuerten wir dann das " The Bankers Draft" an, ein Wetherspoon Pub über zwei Etagen und jeder Menge Platz.
      Wer öfter in England unterwegs ist kennt vielleicht auch dieses Glücksgefühl einen Wetherspoon Pub gefunden zu haben, da diese Pubs günstiges Bier, leckeres Essen, TV mit Sky Sports und einfach alles bieten was man in England auf so einer Tour braucht.
      Wir nahmen hier 2 Runden Carling ein und checkten dann ins Ibis Hotel ein.

      Von der Innenstadt zum Stadion von Sheffield Wednesday kommt man am besten mit der Straßenbahn, die Fahrzeit beträgt knapp 20 Minuten und das Tagesticket kostet 3,90 Pfund.
      Wer sich etwas mit der Geschichte des englischen Fußballs auskennt weiß, daß das Stadion "Hillsborough" Schauplatz einer der größten Tragödien der Fußballgeschichte war, als beim FA Cup Halbfinale 1989 insgesamt 96 Fans des FC Liverpool ums Leben kamen.
      Auf der Fahrt zum Stadion ging mir das auch immer wieder durch den Kopf und ich denke, daß es für jeden Fußballfan ein besonders bewegender Moment ist vor dem Memorial zu stehen, daß direkt am Stadion an diesen Tag erinnert:





      Wir gingen dann zum Ticketoffice um unsere bestellten Tickets abzuholen. Diese waren eigentlich am 22.12. per Post zu mir geschickt worden, kamen aber bis 2 Tage vor Abflug nicht an. Ich schrieb eine Mail an das Ticketoffice und man antwortete mir, daß sie die Tickets erneut ausdrucken und zur Abholung am Stadion hinterlegen würden. Einen Tag vor dem Abflug (also nach über 3 Wochen) lagen die Tickets doch bei mir im Briefkasten. Sheffield hatte vergessen "Germany" in das Adressfeld zu schreiben, sodaß sich die Zustellung deshalb so lange hinzog.
      Ich kontaktierte das Ticketoffice daraufhin erneut, allerdings hatten sie die Tickets die ich nun im Briefkasten hatte bereits "ungültig gemacht".
      Die Abholung verlief aber problemlos.

      Wir betraten eine der Geraden in Strafraumhöhe und hatten von hier einen schönen Blick auf den schönen alten Giebel auf der anderen Seite



      Die Fans aus Huddersfield hatten eine komplette Hintertortribüne für sich und waren mit schätzungsweise 2500-3000 Mann vor Ort.
      Es war heute das Spiel des 6. gegen den 5., beide Teams mischen also oben mit und wir versprachen uns einiges von Spiel und Stimmung.

      Bei Huddersfield standen einige bekannte Geschichter in der Startelf, so zum Beispiel: Michael Hefele (ehemals Dynamo Dresden), Chris Löwe (Dortmund und Kaiserslautern), Elias Kachunga (Ingolstadt, Paderborn, Gladbach), Christopher Schindler (1860 München) und Trainer David Wagner.

      Die erste Halbzeit war unglaublich... unglaublich schlecht. Kaum Torchancen, keine Stimmung, einer meiner Mitfahrer wäre beinahe eingenickt. Einzig ein Wednesdayfan mit stattlichem Bierbauch konnte auf sich aufmerksam machen, weil er bei 2 Grad 90 Minuten oben ohne da stand und immer wieder alleine irgendwelche Lieder sang.

      Die 2. Halbzeit war dann viel besser, als Wednesday 10 Minuten nach der Pause durch einen Sonntagsschuß aus 25 Metern in Führung ging.
      Jetzt hatte das Spiel vieles was ein gutes Spiel in England braucht, Tempo, eine glatte rote Karte für Huddersfield, 6 Minuten Nachspielzeit und das 2:0 kurz vor Schluß.
      Einzig die Stimmung wollte nicht so recht aufkommen, ein paar vereinzelte Gesänge, kein Vergleich mit Leeds am Vortag.
      Auch der Gästeblock blieb meist stumm...

      Wir fuhren nach dem Spiel zurück in die Innenstadt in den selben Pub und ließen den Abend bei Köstlichkeiten wie Strongbow Dark Fruit und Crazy Goat ausklingen.

      Auch am nächsten Tag kamen wir nochmal zum Frühstück zurück in den Pub bevor wir gegen 14h und noch einigen Kaltgetränken in den Zug Richtung Manchester Airport stiegen und gegen 18h zurück nach Frankfurt flogen.

      Fazit der Tour ist auf jeden Fall, daß sich ein Besuch bei Leeds definitiv lohnt. Sheffield Wednesday kann ich nur bedingt empfehlen, da die Stimmung wirklich sehr mau ist. Als Stadt selbst hat mich Leeds auch mehr überzeugt, Sheffield ist halt eine alte Industriestadt, die teilweise sehr heruntergekommen wirkt.

      Aber wie immer hat sich der Trip mehr als gelohnt, England ist immer eine Reise wert :daumen:
      Dauerkarte & Mitglied Eintracht Frankfurt
      Mitglied bei Tottenham
    • Sehr schöne Berichte Wretched da wäre ich auch gerne dabei gewesen... Die beiden Grounds habe ich auch noch nicht abgehakt... Vor solchen Eskapaden bei An- oder Abreise graut es mir auch jedes Mal... aber bisher bin ich immer von solchen Umwegen verschont geblieben...

      :winke:
      Positive Tauschpartner: bienemaja, davidw95, dravil, Hagelkorn, Hannover1896, jens1981, roque, thomas72, ToniKroos, Cody Rhodes, King20087, stephan1310, rosch92, Unikat
    • Wretched schrieb:

      Fortsetzung:




      Fazit der Tour ist auf jeden Fall, daß sich ein Besuch bei Leeds definitiv lohnt. Sheffield Wednesday kann ich nur bedingt empfehlen, da die Stimmung wirklich sehr mau ist. Als Stadt selbst hat mich Leeds auch mehr überzeugt, Sheffield ist halt eine alte Industriestadt, die teilweise sehr heruntergekommen wirkt.

      Schöner Bericht, wretched! :daumen:

      Empfehlungen sind immer so eine Sache. Bei mir war es genau umgekehrt. Leeds eher Mau und SWFC sehr gut. Kommt halt immer auf die jeweilige Situation und den Spielverlauf an. Ich empfehle beide Grounds und Teams (allerdings nur bei Yorkshire- Derbys).

      Wir sind damals in Leeds nach dem Spiel zu Fuß zurück in die Stadt. Wir sind an den richtigen Althauer Kneipen von Leeds vorbeigekommen. Auch sehr interessant. :mrgreen:
      Mitgliedschaft bei Tottenham Hotspur, Schalke 04 - bei Ticketwunsch gerne ansprechen

      Mein Blog: nebensachefussball.wordpress.com/