Olympia und Doping

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    • spock schrieb:

      Wenn ich -eines von 100 Beispielen-- fordere, dass sich "Staatsanwaltschaft und Polizei " mal den slowenischen Radsport anschauen sollten, weil ihm die Leistungsentwicklung merkwürdig vorkommt, was ist das anderes als Sensationjournalismus auf BILD- Niveau? Sowas geht einfach nicht!Noch leben wir hier in einem Rechtstaat. Entweder man kann etwas bewiesen oder nict. Kann man es nicht, muss man sollte man es klar und eindeutig als Vermutung kennzeichnen.

      Ein weiteres Indiz: er kommt regelmäßig vor OS mit solchen Teportagen? Reiner Zufall?
      Seppelt geht mit viorgefasstser Meinung in seine "Recherchen ", du weißt vorher was dabei rauskommt und selbst wenn er nichts findet, baut er Reportagen auf Vermutungen auf. (im übrigen bei vielen-nicht nur Sportjournalisten-ein verbreiteter Fehler).
      Viele seiner Kunden freut das natürlich, wenn sie vor dem TV sitzen und sich sagen' " guck mal , das hab ich schon immer gedacht, dass das nicht mit rechten Dingen zugeht". Er recherchiert ja auch-offensichtlich nicht/sehr wenig bei populären deutschen Sportlern. Waumn nicht? Weil hier nicht gedopt wird? Tatsächlich? Meine Vorstellung von fairem und unvoreingenommen Journalismus ist eine andere, tut mir leid. Aber solangeer ein Publikum dafür hat, wird es wohl so weitergehen..

      Hier mal übrigens ein schönes Fundstück, wie er selbst mit Kritik an seiner Arbeit umgeht (mal von der Interpretation der Quelle ab, die siond selbstversändlich genauso voreingenommen)-findest du sowas nicht erschreckend? Er kriegt relativ normale Fragen und ticktt derart aus. ich lese aus solch einem Verhalten , abgesehen von offensichtlicher Respektlosigkeit-auch jede Menge Arroganz gegenüber Berufskollegen aus dem Ausland raus.

      natürlich kommt er mit den Reportagen vor Olympia weil sie dann die entsprechende Aufmerksamkeit, Sendeplätze usw bekommen. Sie erzielen dann die größtmögliche Wirkung.

      Schon abenteuerlich wie du dich immer wieder an einem anerkannten Journalisten abarbeitest. Der verdient das Wort Journalist jedenfalls im Gegensatz zu vielen seiner Berufskollegen.
      und genau weil das so ist, lassen ihn Länder wie Russland eben nicht so gerne einreisen. Bestimmt nicht, weil er sich immer nur so lustige Boulevardgeschichten ausdenkt.
      Walk on, Walk on...

      Corner taken quickly... Origi!!! :klatsch:
    • spock schrieb:

      Er recherchiert ja auch-offensichtlich nicht/sehr wenig bei populären deutschen Sportlern. Waumn nicht? Weil hier nicht gedopt wird? Tatsächlich? Meine Vorstellung von fairem und unvoreingenommen Journalismus ist eine andere, tut mir leid.

      Ach Spock, dann nenne mir doch mal populäre deutsche Sportler?
      Oder besser: betrachte dir mal die Entwicklung der Medallienspiegel über die letzten Jahr(zehnte).

      Wenn die „Leistungsfähigkeit“ national übergreifend dermaßen einknickt, dann sehe ich natürlich extrem viel Veranlassung systematisches Doping in der Nation zu suchen.

      Natürlich kann er sich dann noch auf die längst abgehängten Athleten stürzen und versuchen dort unlautere Leistungsförderung zu finden.

      Oder er macht es nur, weil du es forderst.
      WM2006: #14,#24,#28,#57 -> VF Argentinien, #61 -> HF Italien
      EM2012: VF Deutschland Griechenland / Danzig
      WM2014: #64 -> Finale in Rio wir sind Weltmeister :klatsch:
    • Norton51 schrieb:

      natürlich kommt er mit den Reportagen vor Olympia weil sie dann die entsprechende Aufmerksamkeit, Sendeplätze usw bekommen. Sie erzielen dann die größtmögliche Wirkung.
      Schon abenteuerlich wie du dich immer wieder an einem anerkannten Journalisten abarbeitest. Der verdient das Wort Journalist jedenfalls im Gegensatz zu vielen seiner Berufskollegen.
      und genau weil das so ist, lassen ihn Länder wie Russland eben nicht so gerne einreisen. Bestimmt nicht, weil er sich immer nur so lustige Boulevardgeschichten ausdenkt.
      Genau das ist doch die Definition von Sensationsjournalismus, oder? Es geht primär um "Aufmerksamkei", " größtmögliche Wirkung". Jo, stimmt, :daumen:

      Kannst es ja gern "abarbeiten"nennen-ich habe meine grundsätzliche Kritikpunkte und habe die Argumente dafür dargelegt. Denen kann man folgen oder auch nicht, es gibt sicher für beide Seiten gute Gründe.

      Aber wie gesagt-jeder beurteilt Journalisten nach anderen Kriterien, kein Thema.
      Für mich persönlich spielt bei der Beurteilung u.a. eben eine Rolle, Vermutungen von Tatsachen klar zu trennen sowie eine gewisse Unvoreingenommenheit der Recherche ("ergebnisoffen"). Beides fällt Herrn Seppelt eben nicht ganz so leicht.
      "Wenn jemand anderes ein Problem damit hat, dann ist das nicht mein Problem." Claus-Dieter Wollitz


      STOLZES MITGLIED DES FC ENERGIE COTTBUS
    • spock schrieb:

      Norton51 schrieb:

      natürlich kommt er mit den Reportagen vor Olympia weil sie dann die entsprechende Aufmerksamkeit, Sendeplätze usw bekommen. Sie erzielen dann die größtmögliche Wirkung.
      Schon abenteuerlich wie du dich immer wieder an einem anerkannten Journalisten abarbeitest. Der verdient das Wort Journalist jedenfalls im Gegensatz zu vielen seiner Berufskollegen.
      und genau weil das so ist, lassen ihn Länder wie Russland eben nicht so gerne einreisen. Bestimmt nicht, weil er sich immer nur so lustige Boulevardgeschichten ausdenkt.
      Genau das ist doch die Definition von Sensationsjournalismus, oder? Es geht primär um "Aufmerksamkei", " größtmögliche Wirkung". Jo, stimmt, :daumen:
      Kannst es ja gern "abarbeiten"nennen-ich habe meine grundsätzliche Kritikpunkte und habe die Argumente dafür dargelegt. Denen kann man folgen oder auch nicht, es gibt sicher für beide Seiten gute Gründe.

      Aber wie gesagt-jeder beurteilt Journalisten nach anderen Kriterien, kein Thema.
      Für mich persönlich spielt bei der Beurteilung u.a. eben eine Rolle, Vermutungen von Tatsachen klar zu trennen sowie eine gewisse Unvoreingenommenheit der Recherche ("ergebnisoffen"). Beides fällt Herrn Seppelt eben nicht ganz so leicht.
      Nein ist es nicht. Sensationsjournalismus ist wenn man Dinge aufbauscht und größer, dramatischer macht als sie sind oder glatt erfindet. Das macht Seppelt alles nicht, der bringt ja recherchierte Fakten.

      Wann man eine Story in die Öffentlichkeit bringt hat damit rein gar nichts zu tun.
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    • vor allem, wenn man sieht, das der „Jäger“ der Dopingmethoden jetzt vollkommen offen das Bestrafungssystem in Frage stellt.

      Letztlich ist er ja gerade nicht hinter den Dopern her, sondern eigentlich wechselt er grade die Seite und verteidigt die Befunde großflächig.
      Das finde ich schon bemerkenswert.
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    • @spock

      Dein "Fundstück" entstammt dem russischen Staatsfernsehen. Zum Sender Rossija K heißt es bei Wikipedia " Es liegt allerdings aufgrund der Zugehörigkeit zur staatlichen Medienholding WGTRK auf einer regierungsunkritischen Linie". Zum Thema Pressefreiheit bzw. TV in Russland findet man bei "Reporter ohne Grenzen" folgende Informationen: "Das Fernsehen bleibt in Russland die wichtigste Nachrichtenquelle und ist fest in staatlicher Hand. Seit den Massenprotesten 2011/12 gegen Präsident Putin hat die Regierung die Zensur auch im Internet massiv verschärft. Webseiten können ohne Gerichtsbeschluss gesperrt werden, für kritische Kommentare droht aufgrund vage formulierter Anti-Extremismus-Gesetze jahrelange Haft. Mit dem Überwachungssystem SORM kann der Kreml die Kommunikation der Bevölkerung in großem Stil überwachen. Journalist*innen, die Geld aus dem Ausland erhalten, gelten als „ausländische Agenten“. Gewalt gegen Medienschaffende wird selten bestraft."

      Ein Geschwistersender von Rossija K ist der ebenfalls vom russischen Staat finanzierte Sender RT - Russia Today. Wer die politischen Debatten im Land verfolgt, weiß sicherlich, wer und welche Kreise gern diesen Sender zitieren oder ihn als Quelle nennen.

      Hajo Seppelt war der wichtigste Enthüller des systematischen Staatsdopings in Russland, welches zum Ausschluss der russischen Athleten bei Olympia geführt hatte.

      Nun interviewt eine Dame des Staatsfernsehens der Regierung dieses Landes Herrn Seppelt und stellt gezielt die Frage, ob dieser Geld für seine Recherchen erhalten hat. Warum tut die das wohl, doch wohl nicht am Ende, um Seppelt als Agenten vorführen zu können? Auch die Fragen bzw "Bitten", die Quellen offen zu legen sind eine reine Provokation, denn Quellenschutz ist wohl unbestritten eines der höchsten Güter und Kriterien für kritischen und unabhängigen Journalismus.
      Zudem ordnet der Sprecher jegliches Geschehen im Video für den Zuschauer ein, es werden Anmerkungen gemacht, die Seppelt als Person diekreditieren und man hat überhaupt keine Zeit zu hören, was Seppelt überhaupt sagt.

      Das ist doch von vorne bis hinten eine ganz billige Inszenierung und schon fast ein wenig traurig in meinen Augen, dass du so etwas für voll nimmst und als Beleg für Seppels Kritikunfähigkeit anführen möchtest.

      Es geht halt nicht über die Pressefreiheit :biggrin:
      :pokal:
    • Altes Muster, Zumsel. :zwinker:
      Wenn man sich mit dem Inhalt nicht auseinandersetzen will zweifelt man halt die Glaubwürdigkeit der Quellen an (ich hatte übrigens auch explizit geschrieben, dass es mir um den Inhalt geht, weil ich genau diese Attitüde kenne).

      Bezieh dich doch nur auf das Interview und lass die Interpretation ("Inszenierung") kurz weg. So hab ich es z.B gemacht. Was dann übrig bleibt -also das "pure" Interview- sagt doch genug aus. Zumindest bezüglich seiner Unfähigkeit , auf vernünftige Fragen auch vernünftig zu antworten und einen vernünftigen Umgang zwischen Berufskollegen zu pflegen. Und nicht Menschen aufgrund ihrer Herkunft herablassend zu behandeln und billige deutsche antirussische Ressentiments zu bedienen, um von seinen Claqueuren Beifall zu kassieren. Eine Kollegin wegen anderer Meinung öffentlich schlicht als "dumm" zu bezeichnen (mehrmals!!) sagt m.E. wesentlich mehr über ihn selbst aus als über seine Gesprächspartnerin !

      Ich finde dieses aggressive Verhalten nichts anderes als widerlich. Speziell gegenüber Frauen. Nur meine Meinung.

      Edit:
      Im Übrigen, auch die ganz sicher nicht im Ruf besonderer "Russlandnähe" stehende "Frankfurter Rundschau "hatte den Vorfall seinerzeit ganz ähnlich kommentiert:
      ".....Leider ist Hajo Seppelt, wenn er in die Rolle des Interviewten wechselt, weniger professionell....
      Seppelt hätte sich den jüngsten Ärger leicht sparen können. Wer sich mit dem russischen Staatsfernsehen trifft, der weiß ja, was ihn erwartet. Olga Skabejewa, die junge Interviewerin, ist nicht für ihre Sportkompetenz bekannt, sondern vor allem für ihre schneidend metallische Stimme, mit der sie schon 2013 giftig über Oppositionsdemos berichtete. Wer sich auf so ein Gespräch einlässt, der sollte also zumindest nicht allein im Hotelzimmer sitzen und für den Notfall ein paar buddhistische Mantras vorbereitet haben, um nicht tätlich zu werden....
      "Wenn jemand anderes ein Problem damit hat, dann ist das nicht mein Problem." Claus-Dieter Wollitz


      STOLZES MITGLIED DES FC ENERGIE COTTBUS

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von spock ()

    • spock schrieb:

      Bezieh dich doch nur auf das Interview und lass die Interpretation ("Inszenierung") kurz weg. So hab ich es z.B gemacht.

      Das heist für dich ist der tägliche TV Trash der scripted Reality also das wahre Leben?

      nein das ist extrem inszeniert.
      normal steht man auch nicht einfach vor der Tür, sondern vereinbart einen Termin! Damit fängt es schon an.
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    • spock schrieb:

      Altes Muster, Zumsel. :zwinker:
      Wenn man sich mit dem Inhalt nicht auseinandersetzen will zweifelt man halt die Glaubwürdigkeit der Quellen an (ich hatte übrigens auch explizit geschrieben, dass es mir um den Inhalt geht, weil ich genau diese Attitüde kenne).

      Bezieh dich doch nur auf das Interview und lass die Interpretation ("Inszenierung") kurz weg. So hab ich es z.B gemacht. Was dann übrig bleibt -also das "pure" Interview- sagt doch genug aus. Zumindest bezüglich seiner Unfähigkeit , auf vernünftige Fragen auch vernünftig zu antworten und einen vernünftigen Umgang zwischen Berufskollegen zu pflegen. Und nicht Menschen aufgrund ihrer Herkunft herablassend zu behandeln und billige deutsche antirussische Ressentiments zu bedienen, um von seinen Claqueuren Beifall zu kassieren. Eine Kollegin wegen anderer Meinung öffentlich schlicht als "dumm" zu bezeichnen (mehrmals!!) sagt m.E. wesentlich mehr über ihn selbst aus als über seine Gesprächspartnerin !

      Ich finde dieses aggressive Verhalten nichts anderes als widerlich. Speziell gegenüber Frauen. Nur meine Meinung.

      Edit:
      Im Übrigen, auch die ganz sicher nicht im Ruf besonderer "Russlandnähe" stehende "Frankfurter Rundschau "hatte den Vorfall seinerzeit ganz ähnlich kommentiert:
      ".....Leider ist Hajo Seppelt, wenn er in die Rolle des Interviewten wechselt, weniger professionell....
      Seppelt hätte sich den jüngsten Ärger leicht sparen können. Wer sich mit dem russischen Staatsfernsehen trifft, der weiß ja, was ihn erwartet. Olga Skabejewa, die junge Interviewerin, ist nicht für ihre Sportkompetenz bekannt, sondern vor allem für ihre schneidend metallische Stimme, mit der sie schon 2013 giftig über Oppositionsdemos berichtete. Wer sich auf so ein Gespräch einlässt, der sollte also zumindest nicht allein im Hotelzimmer sitzen und für den Notfall ein paar buddhistische Mantras vorbereitet haben, um nicht tätlich zu werden....
      Natürlich ist das ein altes Muster, die Überprüfung einer Quelle ist doch Grundlage des Umgangs mit Schriften.
      Ich habe mal gelernt, dass man sich erst einmal mit der Glaubwürdigkeit einer (Erkenntnis-)Quelle auseinandersetzt, bevor man sich inhaltlich damit beschäftigt.
      Genau deswegen ist doch eine Quellenangabe bei jeglicher Information so wichtig und genau deswegen ist es auch selbstverständlich, dass man die als Autor liefert und als Leser zumindest kennt, um die Inhalte einordnen zu können.

      Geschenkt.

      Ich folge dir also auf deinen Erkenntnispfad des russischen Staatsfernsehens unter Ignorierung all dessen, was international anerkannte und überstaatliche Organisationen wie Amnesty international, Transperancy international oder Reporter ohne Grenzen über die Pressefreiheit bzw. die Rolle des Fernsehens in Russland berichten, und sehe dann einen unsympathisch agierenden, entnervten Seppelt, der eine Reporterin unhöflich behandelt.

      Ich sehe aber auch eine Reporterin, die auch nach mehrmaliger Aufforderung von Seppelt das Zimmer nicht verlässt und "vernünftige" Fragen stellt wie "Wollen sie das russische Volk beleidigen?" oder "Sind Sie ein bezahlter Agent?".

      Dennoch sehe ich keine Belege für deine Erkenntnis, dass Seppelt die Dame aufgrund "ihrer Herkunft" schlecht behandelt.

      Sicherlich agiert Seppelt unglücklich, ich kann aber auch ganz gut nachvollziehen, dass er genervt ist und im Gesprächsverlauf bereut, dass er eine Zusage gegeben hat und unwirsch abbricht. Wie gesagt: unschön.

      Was aber genau sagt das denn eigentlich über seine journalistische Expertise und Leistungen aus. Ich soll die Erkenntnisquelle nicht prüfen oder beurteilen, aber du bezeichnest Seppelts Verhalten als widerlich und unterstellst ihm direkt noch ein Problem im Umgang mit Frauen.

      Statt inhaltlich über seine Recherchen und deren Folgen, die nachlesbaren Fakten zu "streiten" fokussiert du deine Auseinandersetzung auf die Person Seppelt und sein Verhalten.

      Übrigens widerspricht das deinem eigenen Ansatz. Seppelts Veröffentlichungen sind doch unbestritten eine Quelle für Nachrichten und Informationen. Müsstest du nicht dann erstmal ignorieren, was für eine Quelle Seppelt ist und dich inhaltlich damit auseinandersetzen statt die Quelle abzulehnen, weil er sich so verhält, wie im Video zu sehen?!

      Zudem macht es Seppelt in meinen Augen eher größer als kleiner, wenn er sich mit der Kollegin trifft und nicht abblockt.

      Ich habe ehrlich gesagt aus dem Video keine neuen Informationen entnehmen können, die Seppelts Enthüllungen widerlegt haben oder zutage befördert haben, dass die IOC-Sperre für Russland unberechtigt war.

      Übrigens hat Rossija mit der Veröffentlichung des Videos die zuvor getroffene schriftliche Vereinbarung mit dem WDR, die eine unautorisierte Veröffentlichung eben untersagt, gebrochen. Auch das ist ein Bruch von journalistischen Standards.

      Zudem steht das Interview auch im Kontext der vorherigen Berichterstattung, siehe

      Tagesschau

      Vermutlich kommen wir hier aber auch hier - wieder einmal - nicht überein. Macht ja auch nix, jedem seine Meinung, jedem seine Quellen.
      :pokal:
    • @Zumsel:

      Respekt für deine Geduld.

      Ich teile deinen Blick auf das Thema weitestgehend. Widersprechen möchte ich nur dem letzten Satz. Bzw. ich möchte an der Stelle mal die Frage in Raum stellen, wo wir noch von Meinungen sprechen dürfen und ab wann es darum geht, ob man Fakten als solche akzeptiert.


      Macht ja auch nix, jedem seine Meinung, jedem seine Quellen. Natürlich nicht und ich denke mal, so wolltest du das ja auch nicht verstanden wissen. Man darf selbstverständlich sagen, meiner Meinung nach wäre es irgendwie netter, wenn die Erde eine Scheibe wäre. Das fände ich noch ok. Wenn ich aber sage, ich weiß, dass die Erde eine Scheibe ist, dann haben wir es eben nicht mehr mit einer Meinung zu tun. Und dann nützt es mir eben auch nix mehr, wenn ich dafür eine hübsche Quelle finde.

      Und was nun russisches Staatsdoping und die Unabhängigkeit russischer Medien betrifft:



      Jedem seine Meinung, jedem seine Quellen. Nicht im Ernst? Oder @spock? Mach mir keine Angst.


      :zwinker:
    • Zumsel schrieb:

      Natürlich ist das ein altes Muster, die Überprüfung einer Quelle ist doch Grundlage des Umgangs mit Schriften.Ich habe mal gelernt, dass man sich erst einmal mit der Glaubwürdigkeit einer (Erkenntnis-)Quelle auseinandersetzt, bevor man sich inhaltlich damit beschäftigt.
      Genau deswegen ist doch eine Quellenangabe bei jeglicher Information so wichtig und genau deswegen ist es auch selbstverständlich, dass man die als Autor liefert und als Leser zumindest kennt, um die Inhalte einordnen zu können.

      Geschenkt.

      Ich folge dir also auf deinen Erkenntnispfad des russischen Staatsfernsehens unter Ignorierung all dessen, was international anerkannte und überstaatliche Organisationen wie Amnesty international, Transperancy international oder Reporter ohne Grenzen über die Pressefreiheit bzw. die Rolle des Fernsehens in Russland berichten, und sehe dann einen unsympathisch agierenden, entnervten Seppelt, der eine Reporterin unhöflich behandelt.

      Ich sehe aber auch eine Reporterin, die auch nach mehrmaliger Aufforderung von Seppelt das Zimmer nicht verlässt und "vernünftige" Fragen stellt wie "Wollen sie das russische Volk beleidigen?" oder "Sind Sie ein bezahlter Agent?".

      Dennoch sehe ich keine Belege für deine Erkenntnis, dass Seppelt die Dame aufgrund "ihrer Herkunft" schlecht behandelt.

      Sicherlich agiert Seppelt unglücklich, ich kann aber auch ganz gut nachvollziehen, dass er genervt ist und im Gesprächsverlauf bereut, dass er eine Zusage gegeben hat und unwirsch abbricht. Wie gesagt: unschön.

      Was aber genau sagt das denn eigentlich über seine journalistische Expertise und Leistungen aus. Ich soll die Erkenntnisquelle nicht prüfen oder beurteilen, aber du bezeichnest Seppelts Verhalten als widerlich und unterstellst ihm direkt noch ein Problem im Umgang mit Frauen.

      Statt inhaltlich über seine Recherchen und deren Folgen, die nachlesbaren Fakten zu "streiten" fokussiert du deine Auseinandersetzung auf die Person Seppelt und sein Verhalten.

      Übrigens widerspricht das deinem eigenen Ansatz. Seppelts Veröffentlichungen sind doch unbestritten eine Quelle für Nachrichten und Informationen. Müsstest du nicht dann erstmal ignorieren, was für eine Quelle Seppelt ist und dich inhaltlich damit auseinandersetzen statt die Quelle abzulehnen, weil er sich so verhält, wie im Video zu sehen?!

      Zudem macht es Seppelt in meinen Augen eher größer als kleiner, wenn er sich mit der Kollegin trifft und nicht abblockt.

      Ich habe ehrlich gesagt aus dem Video keine neuen Informationen entnehmen können, die Seppelts Enthüllungen widerlegt haben oder zutage befördert haben, dass die IOC-Sperre für Russland unberechtigt war.

      Übrigens hat Rossija mit der Veröffentlichung des Videos die zuvor getroffene schriftliche Vereinbarung mit dem WDR, die eine unautorisierte Veröffentlichung eben untersagt, gebrochen. Auch das ist ein Bruch von journalistischen Standards.

      Zudem steht das Interview auch im Kontext der vorherigen Berichterstattung, siehe

      Tagesschau

      Vermutlich kommen wir hier aber auch hier - wieder einmal - nicht überein. Macht ja auch nix, jedem seine Meinung, jedem seine Quellen.
      Passt schon! :winke:
      Könnte jetzt zu jedem Absatz noch was schreiben, aber ich denke, es ist tatsächlich mehr gedient es dabei zu belassen! :bier:
      "Wenn jemand anderes ein Problem damit hat, dann ist das nicht mein Problem." Claus-Dieter Wollitz


      STOLZES MITGLIED DES FC ENERGIE COTTBUS
    • Pez schrieb:

      @Zumsel:

      Macht ja auch nix, jedem seine Meinung, jedem seine Quellen. Natürlich nicht und ich denke mal, so wolltest du das ja auch nicht verstanden wissen. Man darf selbstverständlich sagen, meiner Meinung nach wäre es irgendwie netter, wenn die Erde eine Scheibe wäre. Das fände ich noch ok. Wenn ich aber sage, ich weiß, dass die Erde eine Scheibe ist, dann haben wir es eben nicht mehr mit einer Meinung zu tun. Und dann nützt es mir eben auch nix mehr, wenn ich dafür eine hübsche Quelle finde.
      Einleitend: meine folgenden Ausführungen beziehen sich explizit weder auf den vorangegangenen Austausch hier noch sollen sie direkt oder indirekt auf User @spock anspielen oder auf ihn zielen. Ich sehe Spocki ist explizit NICHT als einen Menschen an, dersich so verhält wie ich skizziere.
      Das ist mir wichtig.
      @Pez
      Vielleicht ist der zweite zentrale Begriff neben den objektivierbaren Tatsachen eher "Wahrnehmung" statt "Meinung".
      Da bin ich eindeutig konstruktivistisch geprägt und denke, dass jeder Mensch das Recht hat, aufgrund seiner Wahrnehmung anhand von selbst gewählten Quellen seine Sicht der Dinge zu artikulieren, sich quasi seine individuelle Sicht der Dinge zu konstruieren.

      Klar kann - und sollte mglw im Sinne von Teilnhabe und Müdigkeit - auch im Diskurs auf Widersprüche oder anderslautende Fakten hinweisen, aber ganz so wie ich Richard Precht verstehe, gibt es Personen, Situationen, Haltungen,, Streitfragen und Ideologien, bei denen es rational unsinnig ist, zu versuchen, die Menschen (von den Tatsachen) zu überzeugen, auf Quellen hinzuweisen oder sonstwie zum Überdenken ihrer Position zu bewegen.

      Es gibt offenbar Menschen, die bei gewissen Themen so sehr von der Wahrhaftigkeit der eigenen oder angeeigneten Wahrnehmung der Welt überzeugt sind, dass man sich eine Auseinandersetzung schlichtweg sparen kann.

      Natürlich kann und sollte man aus meiner Warte mit offeneren und eher konsensualen Menschen immer versuchen, die Wahrnehmung zu weiten und die Meinungsbildung zu beeinflussen, aber: mehr als Denkanstöße und Hinweise kann ich Menschen kaum liefern, die Meinungsbildung und Quellenauswahl muss ich den Gegenüber schon überlassen.

      Genauso wie jeder das Recht hat, beispielsweise übergewichtig zu sein, hat auch jeder das Recht, sich durch unseriöse Quellen eine individuelle Weltsicht zusammenzuzimmern.

      Als Beispiele seien hier Verschwörungstheoretiker oder Querdenker der hartnäckigen Sorte genannt.
      Auch wenn es mir schwer fällt so etwas zu akzeptieren, haben diese Menschen natürlich ein Recht auf eigne, "alternative" Quellen und sie resultierenden Meinungen.
      So etwas muss eine offene und pluralistische Gesellschaft wohl aushalten, die Grenzen bilden hier in meinen Augen erst die Verfassung bzw. die Gesetze.
      :pokal: