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Reiseberichte international

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    • julio.alemao schrieb:

      spock schrieb:

      Terrortroll schrieb:

      klasse Bericht, aber war in Teil 2 die Masse an Toren denn überhaupt zu ertragen? :huebscher:
      Also 3mal 0:0 am Stück ist in der Tat bis jetzt auch mein persönlicher Hausrekord! :huebscher: Hoffe, das bleibt auch so...
      Heisst schon mal, dass das nächste Spiel nicht wieder 0:0 ausging. Coole Berichte :)
      Nächstes Spiel ein unvergessenes 1:0.... :mrgreen: :winke:
      Ohne Kohle-keine Energie !
    • Cardiff, Edinburgh, Glasgow 05. - 10.09.2019


      Damit auch die Länderspielpause sinnvoll genutzt war, startete ich mit 2 Kumpels einen 6-tägigen Ausflug auf die Insel, um die Städte Cardiff, Edinburgh und Glasgow zu besuchen.
      Nachdem ich bereits zum ICC-Spiel ManU gegen AC Milan im August in Cardiff war,
      die Stadt mir in den paar Stunden die wir da waren, doch sehr zugesagt hat,
      war die Vorfreude riesig, als es am Donnerstagnachmittag endlich losging.

      Von Stuttgart aus ging der Flieger nach London Heathrow. Von dort aus zunächst nach Paddington (inkl. einstündigem Pub-Aufenthalt) und dann weiter mit der Bahn nach Cardiff.
      Die zweistündige Fahrt wurde mit viel Bier und deutschem Schlager überbrückt.
      Gegen 22:30 Uhr erreichten wir unser Hotel, schnell eingecheckt und ab in die City.
      Obwohl es Donnerstag war, war ordentlich was los in den Pubs und Bars in der Fußgängerzone.
      Nach ein paar Runden Bier und Cider ging es dann gegen 3:30 in die Falle.

      Da am Freitag eigentlich ein wenig Sightseeing angesagt war, uns der Wettergott
      aber einen Strich durch die Rechnung machte, begann der Tag wie der Gestrige aufgehört hat, im Pub.
      Als es dann gegen Nachmittag so langsam auflockerte, schauten wir an der Burg sowie am Millennium Stadium vorbei. Bereits ab dem frühen Nachmittag fanden sich in den Pubs unzählige walisische Anhänger zur Einstimmung auf das Spiel ein.

      Eine Stunde vorm Spiel machten wir uns dann auf den 30-minütigen Fußweg zum Cardiff City Stadium.
      Gegner von Wales war Aserbaidschan und alles andere als ein Sieg wäre eine Überraschung gewesen.Das Stadion war zu ca. 2/3 gefüllt und im Gästeblock waren ca. 100 Fans aus Aserbaidschan mitgereist.

      Das Spiel selbst war kein fußballerischer Leckerbissen, dennoch konnte das Heimteam nach 25 Minuten durch ein Eigentor in Führung gehen. Leider wurde das Spiel in den kommenden Minuten noch schlechter als zuvor.
      Aus heiterem Himmel erzielte der Underdog in Minute 59, nach einem katastrophalen Abwehrfehler, den 1:1-Ausgleich. Doch Wales hat ihren Superstar in ihren Reihen, auf den sie sich verlassen können. So drücke Gareth Bale kurz vor dem Abpfiff den 2:1-Siegtreffer über die Linie.
      Nach dem Spiel wieder zurück in die Stadt, um in einem Pub mit Live-Musik noch 2-3 Pints zu vernichten.

      Nach einem typischen deutschen Frühstück (Bier, Bier, Bier) machten wir uns gegen 12 Uhr auf an den Cardiff Airport um weiter nach Edinburgh zu fliegen. Nachdem wir in unserem Hotel direkt am Bahnhof eingecheckt hatten, erkundigten wir, bei herrlichem Sonnenschein, Edinburgh und seine unzähligen Sehenswürdigkeiten. Einfach eine Mega-Stadt!

      Am Sonntag ging die Reise weiter nach Glasgow. Die Fahrzeit mit der schottischen Bahn beträgt ca. 1:15h. Nachdem wir in Glasgow in unser Hotel eingecheckt hatten, machten wir uns auf die Stadt zu erkundigen. Leider hat Glasgow nicht annähernd so viel zu bieten wie Edinburgh. Als dann noch Regen einsetzte, zog es uns in den nächsten Pub, der mit deutlichen niedrigen Preisen als in Edinburgh zu überzeugen wusste. So zahlte man für ein Pint Carlsberg 2,85£. Nebenher verfolgen wir noch ein wenig NFL, ehe es zum Abschluss des Tages noch auf ein paar Cocktails ins Hard Rock Cafe ging.

      Am Montag schauten wir zunächst am George Square und der Modern Art Gallery vorbei.
      Anschließend schauten wir zum Lunch in einen Pub, der gut gefüllt mit belgischen Schlachtenbummlern war. Nach jeder Menge Bier machten wir uns gegen 17 Uhr an den Hampden Park, da wir unsere Tickets noch abholen mussten. Das Abholen war kein Problem und die gute Frau wollte nur die Bestätigungsmail sehen. In einem Pub direkt neben dem Stadion, der bereits knappe 3h vor Spielbeginn, sehr sehr gut gefüllt war, stimmten sich sowohl eine Menge Schotten, als auch unzählige Belgier auf das Spiel ein. Die Stimmung war sehr fair und friedlich. Das Highlight waren dann die drei Dudelsackspieler die im Pub mit ihren Liedern für Unterhaltung sorgten.

      Rund eine halbe Stunde vor Anpfiff machten wir uns dann rüber ins Stadion (LP26 wurde eingesackt). Das Spiel war bei weitem nicht ausverkauft und Stimmung machten nur die belgischen Fans. Der Spielverlauf ist schnell erzählt, Belgien stellte vor der Halbzeit schon auf 3:0 und konnte kurz vor Schluss noch das 4.Tor erzielen.

      Am Dienstag ging es nach britischem Frühstück von Glasgow nach Frankfurt und anschließend noch 2h mit der Bahn nach Stuttgart, wo wir dann gegen 22:30 wieder zuhause angekommen sind.

      Fazit der Reise: Edinburgh kann ich jedem mit gutem Gewissen empfehlen und werde auf jeden Fall nicht das letzte Mal dort gewesen sein. Glasgow ist als Tagesausflug zum Besuch des Old Firms angedacht.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von rosch92 ()

    • Neu

      spock schrieb:

      julio.alemao schrieb:

      spock schrieb:

      Terrortroll schrieb:

      klasse Bericht, aber war in Teil 2 die Masse an Toren denn überhaupt zu ertragen? :huebscher:
      Also 3mal 0:0 am Stück ist in der Tat bis jetzt auch mein persönlicher Hausrekord! :huebscher: Hoffe, das bleibt auch so...
      Heisst schon mal, dass das nächste Spiel nicht wieder 0:0 ausging. Coole Berichte :)
      Nächstes Spiel ein unvergessenes 1:0.... :mrgreen: :winke:

      Hammer Berichte! :)
      Meine These mit dem Catenaccio in Argentinien scheint aber dieses Mal leider gepasst zu haben :(
      Freu mich schon auf die Fortsetzung und werd die Tage zu Kolumbien auch mal beginnen hier was zu schreiben :)
    • Transatlantik Tour mit sportlichem Flair 1/2

      Neu

      Transatlantik Tour mit sportlichem Flair

      Das wesentliche Ziel der aktuellen Reise war Grönland. Da Grönland nicht als Fußball-Hochburg bekannt ist, hole ich dieses Mal noch etwas mehr aus und beschreibe kurz welche Stadien oder Spiele wir auf dem Weg in den hohen Norden zu sehen bekommen haben. Da Flüge nach Grönland unverhältnismäßig teuer sind, stand für uns die Reise mit dem Schiff von Kiel aus an.

      Bergen, Brann Stadion

      Erster Halt unserer Reise war das norwegische Bergen. Hier waren wir vor vielen Jahren für das UEFA-Cup Spiel des HSV (schon daran erkennt man, dass es schon eine Weile her ist). Daher war uns das Stadion nicht unbekannt. Die nette Dame im Fanshop gab uns spontan eine Mini-Führung durch das Stadion, so dass wir hier Logen etc., wenn auch ohne Spiel, nochmal sehen konnten.

      Eingang am Brann Stadion

      Logen Blick bei Brann


      Brann Spielfeldblick
      Zusätzlich hat Bergen seinem Klischee als regenreicheste Stadt Europas während unseres Aufenthalts alle Ehre gemacht. Es gab keine Minute zu der es nicht geregnet hat.

      Kirkwall, Orkney Rugby Club vs. Blairgowire 38:0
      Unser nächster Halt auf unserem Weg nach Grönland waren die Ornkey Islands mit ihrer Hauptstadt Kirkwall.

      Auch hier, am nördlichsten Zipfel Schottlands, Dauerregen. Im nördlichsten Stadion Schottlands stand am heutigen Tag das Rugby Spiel der Orkney Islands gegen Blairgwire auf dem Programm. In einem einseitigen Spiel siegten die Gastgeber vor rund 150 Zuschauer mit 38:0.


      Mein KnowHow im Rugby hält sich in Grenzen, aber es sah gut aus, was die Herrn da gemacht haben.


      Der Eintritt lag bei 3 Pfund. Als wir diese bezahlen wollten viel am Kassenhäuschen auf, dass wir Deutsche sind und wir wurden vom Personal unentgeltlich durchgewunken. Leider konnten wir uns nicht durch den Kauf von Unmengen an Bier erkenntlich zeigen, da keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt wurden. Bei dem Spiel handelte es sich um den Saisonauftakt der Caledonischen Rugby League die oberste Rugbyliga, welche regional unterteilt ist.
      Aufgrund des Wetters fanden wir uns nach dem Spiel schnell in einem schottischen Pub wieder. Hier wurde uns dann ausgiebig über das eigentliche Highlight der Orkney Islands erzählt, dem Ba. Über dieses Ereignis hatte ich vorab schonmal gelesen, verortete es aber nicht auf den Kirkwall Islands. Im alljährlichen Ba wird Rugby dorfübergreifend gespielt. Dabei ist es das Ziel das Rugby Ei im eigenen Dorf abzulegen. Das andere Dorf hat genau das gegenteilige Ziel. Früher war die Anzahl der Teilnehmer jeden Dorfes auf 300 beschränkt. Heute können alle Interessenten am Ba teilnehmen. Die zwei Herrn, welche uns über das wichtigste Wochenende der Orkney Island aufklärten, klärten uns auch darüber aus, dass beide schon den Ba mit gebrochener Nase verlassen haben.
      Im Folgenden noch ein Bild sowie die offizielle Erklärung des Dorf-Rugby.


      mashable.com/2017/01/24/kirkwall-ba/

      Grönland, Qaqortoq
      Auf Grönland wir die alljährliche Meisterschaft innerhalb von 10 Tagen Anfang August ausgetragen. Da es Mittlerweile aber Anfang September war, blieb uns ein Spiel in Grönland verwehrt. In Grönland ließen wir uns den Platz in Qaqortoq, der erste von der FIFA in Grönland eingeweihte Kunstraseplatz, aber nicht entgehen. Grönland versucht seit vielen Jahren in die FIFA und/ oder UEFA einzutreten, jedoch bislang ohne den gewünschten Erfolg. Grund hierfür sind neben den Wetterbedingungen auch die Infrastruktur. Bei schönstem sommerlichen Wetter, 3°C, machten wir zusätzlich eine Tour ins nächste Dorf. An dieser Stelle wurde ich einmal mehr überrascht, diese Tour machten wir auf einem Hundeschlitten. Grund dafür war die Tatsache, dass es zwischen den Orten und Städten in Grönland keine Verbindungsstraßen gibt. Generell waren die Einheimischen freundlich und erfreut über uns als Gäste, die Kommunikation gestaltete sich darüberhinaus aber sehr schwierig. Im 3.000 Einwohner Städtchen Qaqortoq bildeten die zwei Supermärkte ein weiteres Highlight. Hier gab es in einem Regal, Mehl, Zement und Waffen allen Kalibers.

      Die Waffen im Supermarkt

    • Transatlantik Tour mit sportlichem Flair 2/2

      Neu

      Transatlantik Tour mit sportlichem Flair 2/2

      Auf dem Weg nach Grönland war uns ein einer Nacht vergönnt Polarlichter zu entdecken. Als kleinen Zusatz muss ich hier allerdings sagen, dass diese auf Fotos mit einem Faktor deutlich größer als 1 dargestellt werden und imposanter aussehen als in Nature, zumindest gilt dieses für Polarlichter Südlich des Polarkreises.




      Halifax, Halifax Wanderers

      Nach unserem Aufenthalt in Neufundland, eine wunderschöne Gegend aber ohne jegliche nennenswerte Sport-Teams, waren wir für einen Tag in Halifax. Halifax selber ist eine Industriestadt und für kanadische Verhältnisse wenig spannend. Da am Tag unseres Aufenhalts nur ein Spiel der Damenmannschaft statt fand, guckten wir uns diese Spiel an. Von den Rund 500 Zuschauern wurde uns hier jedoch erzählt, dass es populärer ist in dieser Region Kanadas zu einem Frauen-Soccer Spiel zu gehen, als zu einem Spiel der Herren Mannschaft der Halifax Wanderers, welche jedoch in der CPL, der Canada Premier League, spielt.


      Ziemlich windige Angelegenheit im Norden Kanadas




      Yankees Stadion: New York City FC vs. San Jose Earthquake 2:1 (2:1)

      In unserem letzten Aufenthalt in New York verschlug es uns ins Yankees Stadion, heute nicht zum Baseball sondern zum vorletzten Spieltag der MLS.



      Offiziell fanden am heutigen Mittag 20.000 Zuschauer den Weg ins Stadion. Physisch war das jedoch bei Weitem nicht der Fall. New York City, der Spitzenreiter der Ost Division geriet zu Beginn unglücklich ins Hintertreffen, ging am Ende aber als hochverdienter Sieger vom Platz. Es ist wenig verwunderlich, dass Zlatan in der MLS Tore am laufenden Band schießt. Das sportliche Niveau von beiden Teams war sehr überschaubar. Im Stadion selber waren im Wesentlichen in New York lebende Südamerikaner aus zu machen. Peru-, Ecuador- und Kolumbien Trikots waren keine Seltenheit. Auch diese konnten jedoch nicht für tolle Stimmung sorgen. Atmosphäre und Stimmung erinnerten deutlich an amerikanische Sportarten, wo man mehr aus soziokulturellen Gründen zum Spiel geht, als für seine Mannschaft mitzufeiern.



      Die Verpflegung war wohlbekannt.


      Ein wichtiger Punkt noch: Ein Bier im Stadion war teurer als unser Eintrittskarte (16 $ vs. 14 $).


      Das Ticket gab es dieses mal aus dem Apple Wallet.

      Die Tickets für das Spiel kauften wir kurz vor Anpfiff auf stubhub, da hier die Tickets bei weniger wichtigen Spielen günstiger sind als auf der Vereins-Homepage oder am Kassenhäuschen.


      Der überschaubare Gästeblock im Yankees Stadion

      Hier ist auch der Gästeblock zu sehen mit insgesamt 12 Fans aus San Jose. In der Unterhaltung mit einem Teil der Fans erzählten sie, dass sie zu Auswärtsspielen an der Westküste meist mitreisen, an der Ostküste heute aber nur da sind, da sie den Ausflug mit dem Besuch eines Freundes zu verbinden. Bzgl. der Stimmung seien Kansas, Seattle, Atlanta und insbesondere Portland in der MLS eine Reise wert, so der „harte Kern“ der Earthquake-Fans.



      Ein Platz in der ersten Reihe war nicht an allen Stellen gleich weit vom Spielfeld entfernt. Zudem wurden wir unterrichtet, dass es sich auf der einen Seite des Spielfeldes schlechter spielen lässt, da hier die Haupt-Base vom Baseball ist und er Rasen für den Fußball nur aufgelegt ist.
    • Neu

      Quizmeister schrieb:

      schnudi schrieb:

      Alle Achtung, nicht grade das, was der normale Pauschalurlauber so macht . Toller Bericht. :daumen:
      Ohne @frechmann vorweg zugreifen, aber die Route kommt mir sehr bekannt vor. Dürfte sich um die AIDA Route handeln.
      Super Bericht übrigens! Und falls es tatsächlich AIDA war ne geniale Nutzung der Landgänge.
      Im Forum wird alles erkannt :klatsch:

      Bis Island (hier haben wir uns kein Stafion angeguckt, da wir bei der letzten Quali beim 3:0 gegen die Türkei da waren) sind wir auf eigene Kappe unterwegs gewesen und dann auf AIDA umgestiegen.
    • Neu

      Mal ein kleiner Bericht zu meinem Wochenendausflug in das Mutterland des Fußballs:


      Irgendwann im Juli konnte ich Flüge mit Ryanair ab Frankfurt/Main nach Manchester für 30 EUR hin und zurück schießen. Drei weitere Freunde konnte ich von der geplanten Tour überzeugen und so hoben wir am Freitag gegen 15:00 Uhr gen Manchester ab. Am Flughafen in Manchester noch schnell den reservierten Mietwagen abgeholt und schon fuhren wir zum ersten Spiel der Tour nach Derby.


      Derby County – Cardiff City 1:1 (1:1)




      Freitagnachmittags ist auf Englands Straßen genauso viel los wie in Deutschland. Das Navi schickte uns deshalb nicht über die Autobahn, sondern über den Peak District National Park. Bei herrlichem Wetter sind wir durch die Midlands gefahren und erreichten gegen 19:00 Uhr unser Hotel in Derby. Das pentahotel liegt fußläufig ca. 10 Minuten vom Stadion entfernt und erinnert stark an die Motel One-Hotels (sehr empfehlenswert). Nachdem wir eingecheckt haben, sind wir Richtung Stadion gelaufen. Die Tickets habe ich für uns hinterlegen lassen und kurz vor Spielbeginn saßen wir auf unseren Plätzen.


      Zum Spiel:

      Derby begann sehr offensiv und aggressiv. Verdient gingen die Gastgeber nach 6 Minuten durch Scott Malone in Führung. Es dauerte keine 20 Minuten, da verwandelte Robert Glatzel einen Foulelfmeter für die Mannen aus Cardiff. Zu dem Zeitpunkt hätten wir nicht gedacht, dass das leider der letzte Treffer am heutigen Abend war. Nach der Halbzeit hatte Derby 2-3 gute Chancen, doch entweder war Cardiffs Keeper zur Stelle oder man scheiterte am Querbalken. Kurz vor Ende der Begegnung hatte Cardiff noch eine sehr gute Chance aufs 1:2. Allerdings klärte Malone auf der Linie, sodass schlussendlich ein unter dem Strich gerechtes Unentschieden stand.

      Alles in allem ein durchschnittliches Spiel mit viel Leerlauf und zum Teil katastrophalen Aufbauspiel. Mir ist schon klar, dass der Weggang von Frank Lampard, Derby nicht gut getan hat. Aber das die Mannschaft so stark abbaut, hätte ich nicht gedacht. Auch wenn mit Cardiff City kein „Fallobst“ zu Besuch war: Ein wenig mehr von der Heimmannschaft habe ich schon erwartet.


      Zum Support:

      Ca. 25.000 Tausend Zuschauer fanden am Freitagabend den Weg ins Pride Park Stadium. Davon waren (geschätzt) knapp 1.000 – 1.500 Zuschauer aus Cardiff. Wie in England üblich, war der Support vor allem nach guten Aktionen der Heimmannschaft immer wieder lautstark. Ganz witzig war es, als Mitten in der zweiten Halbzeit Derby Fans die englische Nationalhymne anstimmten und die Gäste aus Cardiff mit der walisischen Hymne konterten. Insgesamt war die Stimmung in Ordnung. Müsste ich eine Note vergeben, wäre es wohl eine glatte 3.


      Zum Stadion:

      Kurz und knapp: Ein etwas neueres Stadion, welches 1997 gebaut wurde und kein Stadion, in das ich nochmals unbedingt hinmuss.


      Nach dem Spiel ging es noch auf einen Absacker an die Hotelbar.

      Am nächsten Morgen sind wir (nach einem sehr guten Frühstück im Hotel) gegen 10:00 Uhr in Richtung Manchester gefahren. Noch kurz einen Zwischenstopp im Tesco eingelegt und sich mit dem nötigen „Proviant“ eingedeckt. Gegen 12:00 Uhr erreichten wir unser Hotel in Sale (Brooklands Lodge), Auto abgestellt und mit der Tram, die ca. 300 Meter vom Hotel hält, direkt vors Old Trafford gefahren.



      Manchester United – Leicester City 1:0 (1:0)




      Eigentlich hatte ich vor, mir das Heimspiel von Preston, Blackburn oder Stockport anzuschauen. Als ich allerdings am Montag noch ein Ticket fürs United Spiel ergattern konnte, entschloss ich mich, wieder das "Theatre of Dreams" zu besuchen. Während es für meine Freunde das erste Mal im Old Trafford war, war es für mich mittlerweile schon das dritte Mal (2014 Sieg gegen Cardiff City 2:0 und 2017 Sieg gegen Crystal Palace 4:0). Nachdem ich die ersten beiden Male auf dem Sir Alex Ferguson Stand relativ weit oben saß, konnte ich dieses mal ein Ticket auf dem Sir Bobby Charlton Stand in Reihe 10 ergattern. So saß ich direkt neben dem Tunnel, aus dem die Spieler raus kamen.


      Das Spiel ist kurz zusammengefasst:

      United ging früh durch einen Foulelfmeter in Person von Marcus Rashford in Führung. Danach „neutralisierten“ sich beide Mannschaften weitestgehend. Leicester konnte nicht, United (so schien es zumindest) wollte nicht. Zwar gab es die ein oder andere Chance auf beiden Seiten, aber bis auf einen Freistoß kurz vor Ende des Spiels von Rashford, der am Pfosten/an der Latte landete, war leider viel fußballerische Magerkost an der Tagesordnung. Allerdings war das leider abzusehen, da bei United mit Pogba, Martial und Lingard gleich drei Spieler fehlten, die Tempo und Technik mitbringen. Neuzugänge Harry Maguire, Daniel James und Rookie/Einwechselspieler Tahith Chong konnten mich auf Seiten United’s überzeugen. Bei Leicester hat mich vor allem Linksverteidiger Chillwell überzeugt.


      Zum Support:

      Knapp 74.000 Zuschauer sahen United’s Sieg am Samstagnachmittag. Die Supporters der Red Devils sitzen bzw. stehen im West Stand (direkt neben meinem Platz). Da das Spiel nicht allzu viele Highlights hatte, war die Stimmung – wie schon beim Freitagspiel in Derby – befriedigend. Leicester brachte an die 2.000 – 3.000 Zuschauer mit. Auch von denen habe ich etwas mehr erwartet.


      Zum Stadion:

      Ich will hier zum Old Trafford eigentlich nicht viel verlieren, denn normalerweise ist dieses Stadion auf jeder Groundhopping – Bucketlist. Mir persönlich gefällt es sehr und Anfang Dezember werde ich es zum vierten Mal im Spiel gegen Aston Villa besuchen.


      Nach dem Spiel sind wir in Manchesters Innenstadt und haben dort noch das ein oder andere Bier getrunken. Auch zum Weggehen kann man Manchester definitiv empfehlen:

      Viele junge Leute, die an dem Samstagabend unterwegs waren und viele nette Bars, die sehr gut besucht waren, ermöglichten uns einen super Abend!


      Am nächsten Morgen ging es (leicht verkatert) mit dem Auto Richtung Huddersfield zum letzten Spiel unserer Tour.


      Huddersfield Town – Sheffield Wednesday 0:2 (0:1)




      Huddersfield liegt ca. 60 Kilometer nordöstlich von Manchester. Nach einer ca. 50-minütigen Autofahrt haben wir das John Smith’s Stadium erreicht.

      Zum Spiel erspare ich mir jeglichen Kommentar, denn das, was wir dort an Fußball geboten haben, verursachte bei uns Augenkrebs. Hier wurde mir mal wieder deutlich, wie schwer es Mannschaften haben, die einmal aus der Premier League absteigen: Die Championship ist sehr ausgeglichen und wenn das Team zum Saisonstart schwach spielt, steht man (erstmal) hinten drin. Huddersfield hat nach aktuell sieben gespielten Spiele, sage und schreibe einen (!!!) Punkt. Und das als Premier League-Absteiger.



      Zum Support:

      Das John Smith’s Stadium wurde an diesem Sonntagmittag von knapp 23.000 Zuschauern aufgesucht. Circa 500-700 von denen kamen aus Sheffield und unterstützten ihre Mannschaft. Genauso wie das Spiel war auch die Stimmung: Mies! Ab und zu hat man die Auswärtsfans gehört, aber das war es auch schon. Auf jeden Fall waren das Spiel und der Support das schlechteste, was ich bisher auf der Insel besucht habe.


      Zum Stadion:

      Das Stadion hat mir persönlich sehr gut gefallen, da es sich von den anderen Stadien sehr unterscheidet. Vier einzelne Tribünen mit jeweils einem gebogenen und nicht graden Dach haben was Einzigartiges an sich.


      Nach dem Spiel ging es direkt wieder in unser Hotel nach Sale. An dieser Stelle möchte ich eine Empfehlung aussprechen, denn dieses kleine Bed and Breakfast hat alles, was man für einen Ausflug nach Manchester braucht: Kostenloser Parkplatz vor der Tür, Tramstation (samt eigener Bar) direkt vor der Nase (ca. 300m entfernt) und gegenüber ein netter Pub und ein Frühstücksladen, in dem wir am Montagmorgen gut und günstig gespeist haben. Buchen könnt ihr das B&B unter folgendem Link: brooklandslodge.co.uk/


      Den Abend haben wir noch in Manchesters Innenstadt bei NFL und Bier ausklingen lassen. Hier können wir vor allem das Bunny Jacksons empfehlen.


      Der gestrige Montag, inkl. dem Rückflug verlief unspektakulär und so war ich gegen 19:00 Uhr wieder bei mir daheim und konnte mir so noch das Hamburger Stadtderby anschauen.


      Fazit der Tour:


      England ist immer eine Reise wert! Auch wenn die Spiele nicht der Knaller waren, so fasziniert mich das Stadionhopping auf der Insel immer wieder aufs Neue. Die Fußballkultur ist einfach eine andere als hier in Deutschland. Meiner Meinung nach beschäftigt sich der englische Fan und Stadiongänger viel mehr mit dem Fußball. Deswegen wird es mich in Zukunft immer wieder nach England verschlagen :winke:
    • Neu

      Lopesinho schrieb:


      Fazit der Tour:


      England ist immer eine Reise wert! Auch wenn die Spiele nicht der Knaller waren, so fasziniert mich das Stadionhopping auf der Insel immer wieder aufs Neue. Die Fußballkultur ist einfach eine andere als hier in Deutschland. Meiner Meinung nach beschäftigt sich der englische Fan und Stadiongänger viel mehr mit dem Fußball. Deswegen wird es mich in Zukunft immer wieder nach England verschlagen :winke:
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