Schach-WM

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    • Raumplaner schrieb:



      :gruebel: da tut sich irgendwie nix mehr... im anderen ticker sind sie schon viel weiter.

      Kramnik pusht gut und Anand steht noch recht solide
      Fußball ist der schlagende Beweis, dass Instinkt immer den Intellekt besiegt.
      Erhard Blanck
    • oeke schrieb:

      wer gilt denn als Favorit bei den Buchmachern?


      Der Weltmeister ist bei den Buchmachern, die Wetten auf die Weltmeisterschaft anbieten, leichter Favorit. Die Quote für einen einfachen Sieg Anands liegt zwischen 1.73 bei Paddy Power und 1.81 bei Betfair. Die Quoten für einen einfachen Sieg Kramniks bewegen sich zwischen 1.72 bei Betfair, das ist die einzige Seite, bei der Kramnik am Tag der ersten Partie leicht favorisiert wird, und 2.00 bei Boyle Sports. Die deutsche Seite bwin liegt mit ihrer Quote 1.75 für Anand und 1.95 für Kramnik im durchschnittlichen Bereich. Die meisten Seiten bieten auch Quoten auf weitere Ereignisse wie “in wie vielen Zügen wird die jeweilige Partie entschieden werden?” an. Beim größten amerikanischen Wettanbieter Pinnacle wird die durchschnittliche Zügezahl auf 38,5 taxiert und eine Quote von 1,8x für unter und eine Quote von 2.0x für über angeboten.

      :winke:
      :klatsch: denn Sie ist die eine die immer lacht, immer lacht, ohhh die immer lacht :klatsch:
    • oeke schrieb:

      wer gilt denn als Favorit bei den Buchmachern?


      Wer von beiden hatte zuletzt Kontakt nach Asien?:huebscher:
      Heja BvB! (Dauerkarte) :klatsch:
      Meine WM 06: 30 Tixx :smile:
      England-Paraguay, Brasilien-Kroatien, Deutschland-Polen, Argentinien-Serbien & Montenegro,
      Togo-Schweiz, Brasilien-Japan, AF Deutschland-Schweden, AF Brasilien-Ghana,
      VF Deutschland-Argentinien, VF England-Portugal, HF Deutschland-Italien,
      Grosso :cry:

      Meine EM 08: 12 Tixx :smile:

      EM 2016: Mitm Wohnmobil durch Frankeich: D-UKR, AUT-HUN, D-POL, ITA-SWE, ISL-HUN, ENG-SVK, D-NIR, ITA-IRL, AF D
    • Berliner-Morgenpost v. 15.10.08

      Auch klügste Köpfe stehen unter Betrugsverdacht
      Dienstag, 14. Oktober 2008 11:07 - Von R. Hannemann und R. Stolze

      Mit modernster Elektronik wird im Schach betrogen. Damit das heute beginnende WM-Duell zwischen Titelverteidiger Viswanathan Anand und Wladimir Kramnik in der Bonner Bundeskunsthalle fair bleibt, gilt die höchste Sicherheitsstufe. Morgenpost Online erklärt, wie Betrüger matt gesetzt werden.

      Martialischen Themen widmet sich dieser Tage die Bundeskunsthalle in Bonn. Neben dem Einfall der Barbaren in Rom und bedrückenden Schicksalen von Kindersoldaten wird hier auch die Leistungsfähigkeit des menschlichen Hirns ausgestellt, wenn ab Dienstag mit dem Inder Viswanathan Anand, 38 und dem Russen Wladimir Kramnik, 33, zwei der klügsten Köpfe dieses Planeten in einem Duell über zwölf Partien um die Krone des Schachsports kämpfen.

      Obwohl Schach sich heute hauptsächlich über das Internet transportiert und so ein Millionenpublikum bedient, wird für den ersten Welttitelkampf in Deutschland seit 1934 auch in der 500 Zuschauer fassenden Halle enormer Aufwand betrieben – allein an Gage für die Spieler mussten 1,5 Millionen Euro bei Sponsoren eingetrieben werden. Auch sonst war es mit zwei Stühlen, Tisch und dem Spielbrett mit 32 Figuren nicht getan.
      So wurde in der Kunsthalle ein Sicherheitsapparat installiert, der es mit einem Flughafen aufnehmen könnte. Dass Teilnehmer wie Zuschauer vor Eintritt mit Metalldetektoren abgetastet werden, ist inzwischen Usus in der Denksportbranche, die sich schon seit Bestehen mit Betrugsvorwürfen konfrontiert sieht. Es ist heute weniger die leistungsfördernde Chemie, deren Einsatz – wie im olympischen Sport – mit Hilfe von Dopingkontrollen unterbunden werden soll. Im Zeitalter der Mikroelektronik muss sich das Schach vor allem gegen den Versuch der Wettbewerbsverzerrung durch Computer und Mobilfunk wehren.
      Seit vor elf Jahren Weltmeister Garri Kasparow gegen das Schachprogramm Deep Blue verlor, haben die Programmierer die Leistungsfähigkeit der Software derart schnell entwickelt, dass Kramnik bereits 2006 gegen das Programm Deep Fritz chancenlos war – neben zwei Niederlagen waren dem Russen höchstens Remis vergönnt. Inzwischen kommen schon getunte Heimanlagen auf Spitzenniveau, weil sie Zugriff auf Datenbanken mit allen jemals dokumentierten Partien haben.
      Handy-Klingeln führt zu Disqualifikation
      Vor zwei Jahren wurde der Inder Umakant Sharma mit der Rekordsperre von zehn Jahren belegt, weil er sich mithilfe eines Handys, eines Bluetooth-Headsets und eines Freundes mit Rechner innerhalb von nur 18 Monaten in die nationale Spitze gespielt hatte, ehe er dann aufflog. In Deutschland ermittelte schon 1998 die Staatsanwaltschaft, weil sich Clemens Allwermann mit einem Knopf im Ohr bei den Böblinger Open 1660 Mark Prämie ergaunert hatte.
      Seitdem trachten die Veranstalter danach, elektronische Kommunikation durch gezielte Abschirmung zu verhindern, der Weltcup in Bilbao wurde zuletzt sogar in schalldichten Glaskabinen gespielt, den die Spieler „Aquarium“ nannten. „Anfangs war es ein Schock für uns. Jetzt habe ich mich daran gewöhnt, dass ich mit einem Metalldetektor kontrolliert werde, bevor ich mich ans Brett setze“, sagte Titelverteidiger Anand. Nach den Regeln des Weltverbandes Fide führt heute schon das Klingeln eines Handys zur Disqualifikation.
      „Mätzchen gibt es bei mir nicht, auch Anand mag so etwas nicht. Unser Duell wird nur am Brett entschieden“, versichert Kramnik. Bei seinem WM-Sieg 2006 gegen Wesselin Topalow hatte es allerdings mächtig Ärger gegeben, nachdem in der Toilette, dem einzigen Raum ohne Videobewachung, ein Computerkabel gefunden worden war, das aus der Deckenverkleidung hing. „In den ersten Partien ist Kramnik über vierzig Mal in die Toilette gegangen. Fast einmal pro Zug. Und seine Züge stimmen mit denen von ,Fritz‘ überein“, beschwerte sich Topalow damals. Oder war es nur eine trotzige Antwort des Bulgaren auf den kursierenden Verdacht, er wäre im Jahr zuvor nur auf den Thron gelangt, weil ihm sein im Publikum stehender Manager mithilfe geheimer Zeichen vom Computer geprüfte Züge übermittelt habe?
      Tipps durch Joghurtbecher
      Neu war der Vorwurf jedenfalls nicht. Auch Anatoli Karpow war unterstellt worden, er würde aus dem Publikum geheime Botschaften empfangen, über die Farbe von Joghurtbechern. Überhaupt ist die Schachhistorie reich an Skurrilitäten. Der russische Systemkritiker Viktor Kortschnoi ließ beim WM-Duell 1978 gegen Karpow die ersten sechs Reihen räumen, weil der Gegner dort einen Parapsychologen hingesetzt hatte, zudem benutzte er eine verspiegelte Sonnenbrille, um Karpows angeblich hypnotisierenden Blick zu begegnen.
      Auch wenn im Spitzenschach niemand an Betrug glaubt, wird in Bonn auch die nonverbale Kommunikation so konsequent unterbunden wie noch nie. Die Veranstalter installieren zwischen Bühne und Publikum einen Theatervorhang aus Gaze. Der wird so angestrahlt, dass die Spieler statt der Zuschauer nur eine schwarze Wand sehen.
      Die Duellanten sind also ganz auf sich gestellt, und auf ihre Sekundanten. Die werden bei der WM übrigens von Personenschützern bewacht – auch um Spionagevorwürfe auszuschließen. Die hat es in der martialischen Welt des Schachs auch immer wieder gegeben.


      is zu lang, wa?:rolleyes::mrgreen::winke:
      Fußball wird total überbewertet


    • MeisterEder schrieb:

      Lohnt sich echt zu lesen. Ob die wohl auch Dopingkontrollen haben? Würde mich nach dem Artikel jedenfalls nicht wundern. :gruebel:


      Ich würde sagen ja:

      Es ist heute weniger die leistungsfördernde Chemie, deren Einsatz – wie im olympischen Sport – mit Hilfe von Dopingkontrollen unterbunden werden soll.

      Artikel doch nicht ganz gelesen, wa;):winke:



      DK Block 25 :kaffeetrinker:
    • Remis auch in der zweiten Partie:

      Trotz einer überraschenden Eröffnung von Weltmeister Viswanathan Anand aus Indien ist auch die zweite Partie der Schach-WM in Bonn remis ausgegangen. Herausforderer Wladimir Kramnik reagierte mit der Nimzowitsch-Indischen Verteidigung und war am Ende mit der Punkteteilung gut bedient.





      Kramnik vs. Anand: Auch zweite Partie bei der Schach-WM endet remis - Nachrichten Sport - WELT ONLINE



      DK Block 25 :kaffeetrinker: