Alles anzeigenAlles anzeigenAlles anzeigenGeht hier zwar um einen anderen Wettbewerb, aber ich glaube, dass dieser ganze Wahnsinn dazu führen wird, dass die europäischen Clubs bei der Club WM keineswegs so dominant auftreten werden, wie es wahrscheinlich unter normalen Bedingungen der Fall wäre.
Erst die ganze Saison, dann noch die Länderspiele und dann ohne richtige Vorbereitung in diesen Wettbewerb. Spricht einiges dafür, dass es für die meisten einfach um das Geldeinsammeln geht und weniger darum, da auf globaler Bühne sportlich groß ein Zeichen zu setzen. Da werden Topspieler weit weg von ihrer Topform sein und vermutlich auch geschont, wo es nur geht. Wenn sie sich nicht eh umgehend verletzen.
Die südamerikanischen Clubs hingegen sind ja von alldem nicht oder nur wenig betroffen.
Eigentlich finde ich ja die Idee mit Spielen gegen Gegner von anderen Kontinenten sogar reizvoll. Aber dafür dass es funktioniert, müsste das Jahr halt 400 Tage haben und das hat die FIFA vergessen, einzuführen.
aber auch nur weil in den südamerkianschen clubs kaum nationalspieler spielen. ansonsten haben die südamerikanischen nationalteams nicht weniger pflichtsspiele als die europäer. eher mehr. halt 18 WM Quali spiele
Genau, auch deshalb.
Aber nicht nur. Die brasilianische Liga zum Beispiel beginnt erst jetzt am Wochenende. Davor waren glaube ich noch die regionalen Meisterschaften, aber davor hatten die Spieler Pause.
Da spricht für mich schon einiges dafür, dass die noch etwas mehr Sprit im Tank haben als die meisten Europäer.
Guck dir mal den Kalender in Brasilien genauer an. Botafogo hatte als Libertadores Sieger genau fünf Wochen Pflichtspielpause und hatte im Kalenderjahr 2024 75 Pflichtspiele. Und für die brasilianischen Topteams, die Libertadores oder Sudamericana spielen (und es haben sich 2024 14 brasilianische Teams für einen der beiden Wettbewerbe qualifiziert) ist das eher die Norm als die Ausnahme dass sie Richtung 70 Pflichtspiele pro Kalenderjahr gehen. Flamengo hatte 73 und Palmeiras 67.
Gerade in Brasilien wird da eine Anzahl Spiele durchgeprügelt, bei der man hier in Europa schon längst auf den Barrikaden wäre. Zum Vergleich: Liverpool stand 21/22 in 3 Finals und hatte 63 Spiele.
das stimmt schon, wobei man natürlich die Regionalmeisterschaften im Januar/Februar eher als Vorbereitungsphase auf die "echte" Saison sehen sollte. Da mag es regional schon Unterschiede in der Relevanz geben und es freut sich jeder, wenn da eine neue Jahreszahl auf den Briefkopf kommt.
Aber zumindest in "meinem" Staat spielt da regelmäßig die B- oder C-Mannschaft, gerne mal ergänzt mit Jungs aus der A-Jugend. Zuschauerinteresse entsprechend auch mehr als überschaubar, maximal wenn die beiden Großen dann nach gefühlten 20 Vor- und Zwischenrundenkicks - surprise, surprise - im Finale gegeneinander spielen, ist mal ein bisschen was los. Aber selbst das taugt eher als TV-Nebenveranstaltung zu einem ordentlichen Churrasco
...und am übernächsten Tag interessiert es spätestens keinen mehr, wer denn nun zum drölfzigsten Mal Regionalmeister wurde.