Wo genau siehst Du da noch den Unterschied zwischen dem was Red Bull jetzt vorhat und dem was in anderen Ländern abgeht?
In einen Verein in der fünften Liga einzusteigen mit dem Willen, irgendwann erste Liga zu spielen setzt schon mal eine längerfristige Zusammenarbeit voraus. In anderen Ländern kauft man sich einen Erst- oder mindestens Zweitligaclub und verkauft ihn halt bei Bedarf wieder oder stoppt die Mittelzufuhr, wenn der Erfolg ausbleibt.
ZitatDas ganze geht jetzt sogar schon in Richtung von dem, was in Amerika gang und gäbe ist: der Verein hat sich nicht sportlich für die 5. Liga qualifiziert, sondern kauft sich direkt dort rein. Die bestehende 50+1-Regelung wird durch den "Trick" 5. Liga umgangen; ebenso wird das Verbot, Sponsorennamen im Vereinsnamen zu tragen, durch den Trick "Ich wähle einen ultradämlichen Vereinsnamen, dessen Abkürzung aber zufälligerweise und praktischerweise mit dem Sponsorenkürzel übereinstimmt" umgangen.
Also nochma, wegen mir könnt ihr dat toll finden und jubilieren, jedem das seine. Aber dass wir damit schnurstracks auf amerikanische Verhältnisse zusteuern lässt sich ja wohl nicht wegdiskutieren.
Beim aktuellen Beispiel RB Leipzig finde ich es für die Region gut, ich denke, sie wird mittelfristig eher einen Nutzen aus der Sache ziehen als dass es ihr schadet.
Die Idee mit "Rasenball" Leipzig ist genial von Mateschitz, denn in der Presse wird in den nächsten Jahren des öfteren vom Red Bull Leipzig zu lesen sein.
Und ehrlich gesagt bin ich froh, dass wir durch die an sich sinnvolle 50+1 Regelung nicht nur keine amerikanischen Verhältnisse haben, sondern auch keine österreichischen.
Ich möchte meinen Verein nicht mit Sponsorenaufdruck auf dem Allerwertesten und mit einem Vereinsnamen wie Seltersbacher Müsli Esslingen oder Metzgerei Meier Bebra ausgestattet sehen.