Also ganz ohne VAR tue ich mir wirklich schwer - was hab ich z.B. abgekotzt beim Handtor von Andreasen gegen den Effzeh
Oder mit dem Phantomtor bei Hoffe-Leverkusen, um mal zwei der krasseren Fehler zu nennen.
Und ne, da braucht mir keiner kommen mit „über die Saison gleicht sich das alles aus“ - man hat die Technik, also bitte auch nutzen.
Dennoch muss der Kram reformiert werden (aus meiner Sicht), denn so wie es aktuell ist, ist es einfach Käse. Ich würde neben den Challenges den „Keller“ bei der Entscheidungsfindung komplett rausnehmen - wird die Challenge genommen geht der Feldschiedsrichter raus, guckt sich das selbst an und entscheidet unabhängig anhand der Bilder ohne dass ihm einer übers Headset reinbabbelt.
Ich kann das alles nachvollziehen.
Für mich ist die Abwägung klar. Als BVB Fan habe ich schon genügend Schiedsrichter-Fehler erlebt, die durch den VAR möglicherweise bereinigt worden wären (oder trotz VAR so blieben). Trotzdem würde ich lieber darauf verzichten, da es - im Gegensatz zur Torlinientechnik und ggf. „halbautomatisierten“ Abseitserkennung - kein schwarz/weiß sondern ganz viel grau gibt. Mal gibt es einen Elfmeter für eine Nichtigkeit, mal trotz klarem Vergehen gar nix. Auf dem einen Platz ist es so, woanders eben umgekehrt. Wäre es ohne VAR auch, aber ich kann mit menschlichen Fehlern leben, wenn mir nicht gleich noch die Emotion durch den VAR geklaut wird.
Oft genug muss man mit angezogener Handbremse jubeln. Oder zwei Minuten nach Aktion X wird das Spiel auf einmal für einige Zeit unterbrochen, weil überprüft wird ob dem Verteidiger aus zwei Metern Entfernung aus seinem Rücken ein Ball an die Hand geschossen wurde.
Ja, peksim, die FIFA regelt zB das Handspiel und hat dies in den letzten Jahren zigfach verschlimmert. Die Eingriffsschwelle für den VAR und deren (Nicht-)Eingreifen obliegt aber dem DFB und dessen Schiedsrichterteam.
Als regelmäßiger Stadiongänger würde ich lieber heute als morgen auf den VAR und die Scheingerechtigkeit verzichten. Es wird aber natürlich niemals so kommen.