Im Lagebericht von gestern sieht man, dass R ausschließlich wegen der durch Nowcasting addierten Fälle über 1 liegt (in hellblau). Die nächsten Tage werden es dann wohl in den offiziell gemeldeten Neuinfektionen zeigen, ob diese Schätzungen richtig sind.
Beiträge von Werderstrand
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ich hab doch dazu gestern was geschrieben . Ist zwar nur ne Vermutung , aber nur nochmal veranschaulicht .
Es wird dabei mit Sicherheit die Zahl der aktiv Infizierten dabei eine Rolle spielen und dieser komische Wert hat dann wohl nichts mit den absoluten Fallzahlen was zu tun .
Wenn am Ende einer übrig bleibt , der Frau und Bruder angesteckt hat , müßte ja die Zahl bei 2 liegen , und alles ist in Aufruhr , sendet einen Brennpunkt nach dem anderen und Lauterbach eilt von einer Talkshow zur nächsten - dabei sind alle 3 in QuarantäneIch hab es ehrlich gesagt gestern schon nicht verstanden.

Mach mal ein konkretes Zahlenbeispiel, wie R >1 zu sinkenden absoluten Neuinfektionen passt.
Bei Deinem Beispiel würden die Neuinfektionen von irgendwann 1 (der eine, der übrig bleibt) auf Neuinfektionen 2 steigen. Dann ist logischerwesie R >1.
Ich kann es mir nur über irgendwie prognostizierte Nachmeldungen erklären. Aus Wirrologen Sicht...

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+357 Infektionen. Vorwoche war +679 Infektionen.
Das passt ja auf den ersten Blick wirklich überhaupt nicht zum R Wert.
Kann es z.B. sein, dass die Gesundsheitsämter dieser stark betroffenen "Fleisch Landkreise" noch nicht offiziell gemeldet haben?
Irgendeine Erklärung gibt es doch hoffentlich. Oder nicht?

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Zum ersten Link: Wie kann man von "Fehlalarm" sprechen, ohne auf NYC oder Bergamo einzugehen. Ich verstehe es einfach nicht.
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Eine sehr lesenwerte Glosse über unseren Freund Karl L.
Sehr treffender Artikel. Lauterbach ist gerade in der jetzigen Zeit mit seiner negativen Art so unfassbar unerträglich.
Auch seine absoluten Formulierungen (in zwei bis drei Wochen neue Infektionsherde, ein Jahr keine normale Schule) strotzen nur so vor Selbstüberschätzung. Da sind mir vorsichtig formulierende Leute tausendmal lieber, die zugestehen, dass vieles gerade über lange Strecken schwer vorhersehbar ist, weil noch viele Eigenschaften des Virus unbekannt sind.
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https://www.spiegel.de/wissenschaft/m…84-d8be0606c716
Ein interessantes Interview zur Diskussionskultur während der Coronakrise, dessen Lektüre vielleicht ein wenig helfen kann, auch hier eine produktive Diskussion beizubehalten.
Was hier übrigens fast immer gut gelingt, finde ich.
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Heute zum ersten Mal seit längerem die Neuinfektionen im Vergleich zum Tag der Vorwoche gestiegen ...
Man sitzt ja so ein bisschen wie ein Kaninchen vor der Corona-Schlange bzgl. der täglichen Zahlen.
Bleibt zu hoffen, dass das keine Trendwende ist, sondern durch diese Hotspots begründet in den Fleischbetrieben (oder vielleicht auch etwas durch den Feiertag letzte Woche).
Wir werden es beobachten...
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Mein Gefühl ist leider auch sehr schlecht. Ich glaube auch wir bekommen noch eine Quittung für diesen wer kann schneller wie viel öffnen Wettbewerb der Länder
Ich bin ehrlich gesagt schlicht überrascht, wie schnell das jetzt alles geht und auch Dinge geöffnet werden, denen man jetzt aus meiner Sicht nicht unbedingt die größte Priorität einräumen müsste.
Ein Rückfall ist jetzt für mich nicht ausgemacht, aber ziemlich risikobehaftet ist das Tempo schon, denke ich.
Aber klar, der wirtschaftliche und soziale Handlungsdruck ist natürlich auch enorm.
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Sehr interessant. Bestimmt nicht auf Deutschland übertragbar, weil in Österreich die Berge höher sind.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/m…ec-040cbb5e9bd1
Österreichische Wissenschaftler haben rekonstruiert, wie sich das Coronavirus in der Alpenrepublik verbreitet hat. Die Daten könnten dabei helfen, eine zweite Welle zu verhindern - auch in Deutschland.
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Durch die Auswertung der Cluster konnte die AGES insgesamt elf verschiedene Bereiche identifizieren, in denen sich das Virus ausgebreitet hat. Dazu zählen etwa Freizeitaktivitäten, der Arbeitsplatz, Haushalt und Familie, Krankenhäuser sowie Senioren- und Pflegeheime. An den Daten lässt sich ablesen, dass sich das Coronavirus seit Mitte März hauptsächlich lokal, vor allem im halböffentlichen Bereich, verbreitet hat.
Die meisten Cluster ließen sich in Senioren- oder Pflegeheimen sowie im Bereich Freizeitaktivitäten und Haushalt auffinden. Das könnte auch mit dem schwerwiegenden Ausbruchsgeschehen in Ischgl und St. Anton zusammenhängen. Von dort wurde das Virus dann in viele weitere Orte und Familien verteilt. 20 Cluster ließen sich auch auf Mitgliedschaften in Chor- und Musikvereinen oder den Besuch von Fitnessstudios zurückführen. 40 Cluster mit 280 Erkrankten ergaben sich in Haushalten.
Verwunderlich ist, dass die Ergebnisse der AGES kein einziges Cluster in Schulen oder Kitas ergeben haben - auch vor den Schulschließungen. Infektionsepidemiologin Schmid führt das darauf zurück, dass insgesamt signifikant weniger Kinder betroffen sind und diese sich meist in Haushalten angesteckt hätten. Allerdings sei in Familien kein einziges Mal ein Kind als Infektionsquelle vorgekommen, sagte sie der APA.
Auch im Bereich des öffentlichen Verkehrs und in Geschäften seien keine Ansteckungen nachgewiesen worden. "Flüchtige Begegnungen" würden laut den AGES-Ermittlungen für eine Übertragung des Virus nicht ausreichen. Allerdings sind solche Ansteckungen auch schwer aufzuspüren.
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Und ich verstehe nicht, warum zumindest nach meinem Gefühl diese Indizien bzgl. der Rolle der Kinder in der öffentlichen Debatte kaum eine Rolle spielen.

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Naja mit der Aussage "So schnell wie möglich weiterspielen oder die Bundesliga steht vor dem Aus" haben Seifert und Co den Kritikern den Ball doch selbst auf den Elfmeterpunkt gelegt, oder? Sie haben klar und deutlich gesagt, dass es nur diese beiden Alternativen gibt und das wage ich, auch mit Blick auf die anderen Länder, doch mal zu bezweifeln. Ich habe es gerade im Garten selbst ausprobiert: So ein Fußball rollt auch, wenn er von einem Ottonormalverdiener getreten wird.
Die (vorübergehende) deutliche Reduzierung der laufenden Kosten (auf ein dann immer noch kerniges Niveau) wäre also eine weitere Alternative, die man zumindest mal ernsthaft prüfen könnte.Ich sage nicht, dass der Fußball/Die DFL sich automatisch für die Alternative Senkung der Kosten entscheiden muss. Aber zu behaupten, es gebe diese Alternative überhaupt nicht, finde ich einigermaßen daneben.
Ich finde es Ok, dass sie jetzt weiterspielen, aber auch nur deshalb, weil sie damit ja niemandem etwas wegnehmen. Der Weg dahin war aber gepflastert mit Drama und Gier.
Ich bin mal gespannt, ob sie es schaffen, ab nächstem Wochenende ein einigermaßen vernünftiges Produkt anzubieten. Die Wettbewerbsverzerrung ist ja leider da, weil man halt mitten in der Saison die Bedingungen ändert. Mal schauen, ob es irgendwie doch wie Wettbewerb wirkt oder ob der Charakter der "Geldeinsammelaktion" überwiegt.
Die Bundesligasaison 2020/2021 unter diesen Bedingungen sehe ich deutlich weniger kritisch. Da hätten dann alle gleichermaßen die Möglichkeit, sich auf das ganze vorzubereiten und man könnte Vorkehrungen treffen, falls mitten in der Saison dann plötzlich doch wieder Zuschauer erlaubt sind (z.B. Hin- und Rückspiel Woche auf Woche).
Natürlich gibt es die Möglichkeit und ich habe ja nicht das Gegenteil behauptet. Bloß dass diese Möglichkeit quasi freiwillig von den Profiteuren des derzeitigen Systems angeschoben werden soll, finde ich recht viel verlangt.
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Ich war und werde auch nie ein Ultra sein. Akzeptier etz auch die Geisterspiele zähneknirschend (und hoffe v.a. daß mein Verein nicht doch noch absteigt, wär mal wieder typisch für ihn
)Nichtsdestotrotz hab ich hier schon die Gelegenheit gesehen, "das Rad zurück zu drehen", wenigstens etwas. Eine Möglichkeit wurde hier vor mehreren Seiten ja schon genannt. Warum nicht mit Sky (& Co) eine Abmachung/Vorvertrag treffen à la "Wir brechen ab. Ihr helft uns jetzt über Wasser und beim nächsten TV-Vertrag verlangen wir nicht mehr so viel Geld".
So sieht das bei all den netten Worten von Herrn Seifert aus, als ob nach Corona wirklich alles so weiterlaufen soll wie bisher.
Warum?In der Wirtschaft und Reisebranche wird doch auch gefordert, dass Rettungen / Subventionen an mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz gekoppelt sind.
Beim Profifußball hat man rein gar nichts davon gehört

Ich finde diese Erwartungshaltung kommt etwas vom "hohen Ross". Es ist ziemlich schnell geschrieben "dreht doch mal das Rad zurück und verzichtet freiwillig auf Millionen". Ich glaube die meisten Menschen in ähnlicher Lage würden dies auch nicht tun.
Wie schon gesagt, ich finde es legitim, dass sie versuchen, die Saison durchzuziehen. Die Entscheidung darüber müssen und haben andere getroffen.
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Bin mal gespannt auf morgen....wenns >1300 Neuinfektion gibt und damit 3. Anstieg in Folge, sollten sich manche Verantwortlichen mal Gedanken machen...
Hast Du die Beiträge zum Meldeverzug gelesen?
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Ok , das wäre möglich und wünschenswert.
In Greiz hat es mächtig zugeschlagen . Als Ursache werden 2 große Familienfeiern vermutet .
Ja, ich vergleiche eigentlich immer auch gegen den gleichen Tag der Vorwoche. Da waren es 1.500. Und dieses Mal könnte ich mir vorstellen, dass die Zahl der Nachmeldungen wegen des langen Wochenende eher groß war.
Solange es gegen die Vorwoche sinkt ist es wohl ok. Ich denke das offizielle R wird auch heute deutlich unter 1 sein.
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Und zu Deiner FC Überlegung: In der Liga gab es ja 10 von 1700 positive Tests =0,6%
Wenn man in D von aktuell offiziell 20k Aktiven und Dunkelziffer Faktor 10 ausgeht wären das 0,25% der Bevölkerung.
Wobei ich wie gesagt eigentlich davon ausgehen würde, dass die Dunkelziffer dank genügend Testkapazitäten zurückgehen würde.

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oder liegt es daran dass weniger getestet wird
Hat mich ja schon gewundert, dass beispielsweise beim FC 3 positive Tests dabei waren - relativ vie wie ich finde.Hier in Dortmund sind die Positivfälle z. B. in den letzten Tagen täglich im niedrigen einstelligen Bereich (heute z.B. 4 neue Fälle / absolut aktuell ca. 80 Infizierte).
Die Stadt teilt aber seit dem 09.April nicht mehr mit wieviel überhaupt getestet wird da "mittlerweile von sehr vielen verschiedenen Stellen Tests vorgenommen werden. Über die Anzahl der Tests an den anderen Stellen erhält die Stadt keine Infos. Einzig die positiven Fälle werden dem Gesundheitsamt gemeldet."
Jedes Mal wenn ich hier am Stadion am extra eingerichteten Corona-Testzentrum vorbeikomme herrscht da (außen bei der Anmeldung) gähnende Leere und die 3 Mitarbeiter vorm Eingang langweilen sich.Deswegen meine eigentlich völlig aus der Luft gegriffene Überlegung, ob es mehr asymptomatische Fälle gibt. Wenn man aktuell Symptome hat, dann gehe ich doch schwer davon aus, dass man sich a) testen lassen will und b) dass es dann auch genügend Test-Kapazität gibt.
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Interessant und super. Schon erstaunlich, dass R trotz Lockerung von vor 16 Tagen immer weiter sinkt.
- Maskenpflicht?
- Sommereffekt?
- mehr asymptomatische und daher unentdeckte Fälle?
Keine Ahnung, aber besser so als andersherum.

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Also der schwedische Weg ist durchaus interessant, weil es da trotz der eher beschränkter Maßnahmen unter Kontrolle zu sein scheint (insbesondere mit Blick auf die bis zur 8. oder 9. Klasse durchgehend geöffneten Kitas und Schulen), wenn auch mit relativ höheren Todeszahlen als in Deutschland.
Wo irgendetwas nicht passt ist die Aussage bzgl. 2. Welle. Bei 3.000 Toten und einer CFR von um 0,5% wären ca. 600.000 Schweden infiziert, also weit weg von einer relevant größeren Herdenimmunität als bei uns.
Wird interessant sein, welcher Parameter bei der Bewertung an welcher Stelle nicht passt (entweder 0,5% CFR zu hoch eingeschätzt oder die Schweden schätzen sie zu niedrig - und/oder es werden zur Herdenimmunität gar nicht 60-70% gebraucht wegen z.B. Kreuzimmunität
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Sehr lesenswerter Artikel, wie ich finde. Wie die Welt sich verändert hat...
"What happened between then and now? Was there some kind of lost knowledge, as happened with scurvy, when we once had sophistication and then the knowledge was lost and had to be re-found? For COVID-19, we reverted to medieval-style understandings and policies, even in the 21st century. It’s all very strange.
The contrast between 1968 and 2020 couldn’t be more striking. They were smart. We are idiots. Or at least our governments are."Der Autor sollte vielleicht mal die Todeszahlen von NYC nehmen, neu hochrechnen und dann überlegen, ob seine Aussagen sonderlich sinnvoll sind.
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Gerade kurz in die RKI Pressekonferenz geschaut: R=0,71

0,71
Du konzentrierst Dich zu sehr auf Deine Arbeit.

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Kann ich nicht beurteilen, aber vermutlich hätte es auch keiner für möglich gehalten, dass ein Land wie die USA so unfassbar schlecht auf so eine Krise und die erste Welle einer Pandemie reagiert.
Wenn wir Testingkapazitäten aus Kostengründen zurück halten und die Telekom bis 2025 braucht bis sie so eine App entwickelt haben, dann halte ich es nicht für so ausgeschlossen wie du. Da muss man jetzt schon in den beiden Themen die Hausaufgaben machen.Nur um das klar zu stellen: ich halte es nicht für ausgeschlossen, weil man so vieles über das Virus noch gar nicht weiß. Ich schätze nur ganz allgemein formuliert die Chancen nicht so schlecht ein, eine drastische 2. Welle zu verhindern.
