Nochmals zu den Skandal Schiris vom Sonntag incl. Regelkunde
Zitat von www.kicker.de
Da war Brand schon merklich abgekühlt. Unter Strom stand er dafür direkt nach dem Spiel. Die slowenischen Referees Nenad Krstic und Peter Ljubic konnten froh sein, mit dem Rücken zu Brand gestanden zu haben, sonst hätten sie wahrscheinlich panisch die Flucht ergriffen. Zweimal pfiffen sie Christian Schöne bei der entscheidenden Szene zurück und verhinderten so eine letzte Chance für den Weltmeister. Für seine überzogene Reaktion bat der Gummersbacher um Verständnis. "Das war ein Ausdruck meiner Ohnmacht über die Entscheidungen, die ich noch immer nicht nachvollziehen kann, weil der Ball nie im Aus war." Eine Fehlentscheidung war es so oder so, denn im Regelbuch der IHF heißt es:"Wenn sich ein ballbesitzender Spieler mit einem Fuß oder beiden Füßen außerhalb der Spielfläche bewegt (während der Ball sich noch innerhalb befindet), zum Beispiel um einen Abwehrspieler zu umlaufen, ist auf Freiwurf für die andere Mannschaft zu entscheiden."
Die Unparteiischen entschieden aber auf Einwurf. Und da Schöne sich nicht auf die Linie stellte, ließen sie zweimal wiederholen. Obwohl das gar nicht nötig gewesen wäre.
Brand räumte dennoch ein, übertrieben reagiert zu haben. "Ich habe mir die Bilder heute Morgen angeschaut und war etwas erschrocken." In körperlicher Gefahr seien die Referees aber nicht gewesen. "Ich habe noch nie jemanden geschlagen. Außerdem ist in meinem Alter die Kraft der rechten Geraden nicht mehr so stark ist, dass sie Wirkung erzielen würde." Seine Drohgebärde wird keine weiteren Folgen haben, wie der Weltverband IHF erklärte.