Stegersbach - Lucio (29) hat sein Lachen wiedergefunden. Nach dem Unglücks-Spiel auf Schalke, als sich der Brasilianer am 28. September 2007 das rechte Knie zerschmetterte, sind 285 Tage vergangen. 285 Tage voller Kampf, Hoffnung und vor allem Angst. Angst vor dem Karriere-Ende. Oft und intensiv hat Lucio zu Gott gebetet. Der hat sein Flehen erhört.
Die Einheiten auf dem Platz und mit dem Ball werden immer länger. Wie auch seine Haare. Die hat sich der Mittelfeld-Wirbler seit seinem Horror-Unfall nicht mehr schneiden lassen. Das hat er auch nicht vor. Die sollen bis zur Rückkehr in die Bundesliga, bis zu seinem ersten Spiel, wachsen, erst dann wird die Mähne gestutzt.
Bis dahin werden noch einige Wochen oder Monate vergehen. Niemand setzt Lucio unter Druck, höchstens er sich selbst. Doch der Spaß kommt nicht mehr zu kurz. Aus den vielen Tränen, die nach der Verletzung literweise geflossen sind, ist zum Glück ein Lächeln geworden. Und zwar immer öfter.
Der wird einschlagen wie eine Bombe


