Alles anzeigenaber ich wäre gerade die letzten drei Jahre froh gewesen hätte es diesen in der 3. Liga gegeben.
Das ist halt son typischer Trugschluss. Man sieht irgendwelche Enscheidungen zu den eigenen Ungunsten und geht dann davon aus, mit VAR werden einfach diese Entscheidungen abgezogen und das wars.
Das träfe dann auf manche dieser Entscheidungen auch zu. Gleicheitig werden aber auch viele Entscheidungen zu den eigenen Gunsten (die man deshalb im Normalfall nach 2 Minuten wieder vergessen hat) ebenfalls dadurch geändert. Manche davon völlig grundlos, wo man nie auf die Idee kommen würde, dass es da etwas zu ändern gibt, wie z.B. in der eingangs gezeigten Situation.
Die gezeigte falsche Abseitsentscheidung (nach vorheriger korrekter Entscheidung auf dem Platz) hat übrigens, wenn ich das richtig verstanden hab, auch den Ausschlag gegeben zwischen Relegation und Klassenerhalt.
Du hast schon auch recht. Liga3online macht da mit Rafati immer eine Auswertung der Fehlentscheidungen und da sind wir immer oben mit den Fehlentscheidungen dabei. Entscheidungen die uns zugute kommen dann viel weniger. Dann hat sich mal eine die Mühe gemacht und die Entscheidungen die wirklich auch ein Vorteil gewesen wären (z.B. ein 1:0) gegenüber gestellt da wurden wir dann richtig beschissen.
Naja, das ist nun subjektiv natürlich, die einen hat es da mehr, die anderen weniger getroffen. Der Punkt ist m.E. aber: die Gesamtanzahl an Fehlentscheidungen ist mit VAR eben deutlich niedriger. Um bei dem Beispiel Liga3-online zu blieben, da sind es für den TSV1860 21 Fehlentscheidungen zuungunsten und 11 zugunsten. Also in Summe 32 (in 38 Spielen). Bei Energie sind es z.B. immer noch 27. Da sind schon irre Zahlen und eigentlich auf diesem Niveau nicht mehr vermittelbar.
Gestern war auch eine Szene bei Arsenal gegen Burnley. Havertz trifft seinen Gegner von hinten, an der Wade. Allerdings so harmlos das der Gegenspieler den Kontakt wahrgenommen hat, hingefallen ist, aber am liebsten direkt weiter gespielt hätte.
Die beiden deutschen Kommentatoren waren sich nach Ansicht der Bilder einig dass dies eine Rote Karte sein muss. Hätte der Spieler von Burnley sich noch zweimal gerollt und mit Eisspray behandeln lassen, wäre es auch wohl Rot geworden. Die Bilder und das Trefferbild hätten es hergegeben, unabhängig der Intensität. So hat es der VAR geprüft und entschieden: Reicht nicht für Rot. Das Verhalten des getroffenen Spielers gibt keinen harten Treffer her, obwohl das Standbild mies aussah.
Wie bewertet man das nun also? Fehlentscheidung? Keine Fehlentscheidung? Die Kommentatoren sagen „Rot“, dem VAR reicht es nicht. Traue keiner Statistik die man nicht selber erstellt hat.
21 zu 11 (Pro/Contra) … Wer beurteilt das, wenn die Meinungen unterschiedlich sind?
(Randnotiz: Im Spiel Hoffenheim - Dortmund meinte der Kommentator: „Das ist ein VAR-Elfmeter.“ und ordnete selber direkt ein, dass es nach dem was der VAR heute macht nun mal ein Elfmeter ist, den sonst neutral niemand sehen möchte.)