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Beiträge von Werderstrand

  • WM 2022 Qualifikation Europa / UEFA

    • Werderstrand
    • 26. März 2021 um 08:33
    Zitat von Norton51

    In der aktuellen Form von Süle, ja.

    Ich bin diese Saison fast erschrocken von Süle. Ich finde der bewegt sich nur noch wie ein Klotz. Bin gespannt, ob das nochmal anders wird.

    Ansonsten... Gündogan kann man in der aktuellen Form nicht rauslassen, Kimmich sowieso nicht. Ich sehe den Kroos ja nicht so kritisch wie viele hier, aber auch Goretzka hat sich super entwickelt und gerade mit dem Blick in die Zukunft würde ich den auch spielen lassen. Könnte interessant werden. :popcorn:

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 25. März 2021 um 18:22
    Zitat von urbar

    das ist doch die falsche Frage, einzig entscheidend ist, wie sich die Inzidenz im Verhältnis zu anderen, vergleichbaren Bundesländern, die nicht öffnen, entwickelt. Wenn sich hier das Saarland genausogut oder besser entwickelt, haben sie (mit diesem „Experiment“) alles richtig gemacht.

    Das ist in der Tat eine interessante Frage. Wenn die Öffnungen keine Rolle auf das Infektionsgeschehen haben, dann hätten sie alles richtig gemacht. Die Experten sagen das Gegenteil, aber unfehlbar sind sie nun auch nicht - s. letzten Sommer.

    Ich habe nur Bauchschmerzen, solche Öffnungen schon mitten in einer ansteigenden pandemischen Welle zu machen. Mal sehen, wie es bis Ostern im Saarland weiterläuft. Die Lage scheint ja dort im Gegensatz zu anderen Bundesländern recht stabil (allerdings auf einem Niveau, das nicht weit von 100 entfernt ist).

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 25. März 2021 um 15:34
    Zitat von urbar

    https://www.spiegel.de/politik/deutsc…fc-ff6075883c85

    Saarland öffnet nach Ostern

    nach einem Jahr mal ein konstruktiver Vorschlag

    Das Saarland öffnet also, wenn die 7-Tage Inzidenz stabil unter 100 ist. Über die Höhe dieser Inzidenz kann man immer streiten, aber bei stabil unter 100 ist das bestimmt vertretbar. Die Frage ist, bleibt die Inzidenz dann unter 100? Letztes Jahr hat man bei Öffnungen im (späteren) Frühjahr die Rückkehr des Inzidenzanstiegs auch immer befürchtet und es ist im Sommer mehr oder weniger ausgeblieben. Wäre toll, wenn das dieses Mal auch wieder so ist. Man liest eben, dass es wegen B117 anders sein könnte, aber hoffen wir das Beste.

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 25. März 2021 um 15:27
    Zitat von reichireich

    Diese Mitarbeit der Bevölkerung müssen sich die Oberen nach dem Kasperltheater erst wieder hart erkämpfen mit seriöser Arbeit

    Also die Mitarbeit der Bevölkerung passiert, denke ich doch, aus Solidarität mit den vulnerablen Gruppen, nicht für irgendwelche Politiker.

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 25. März 2021 um 14:25
    Zitat von bodo-rudwaleit

    Leider ist es so gekommen, wie wir beide befürchtet hatten. Man lässt es nahezu "laufen", denn die Maßnahmen reichen hinten und vorne nicht. Bis zur nächsten MPK am 12. April laufen wir auf über 200 mit all den Konsequenzen. Das ist aus meiner Sicht unverantwortlich. Denn ich sehe es wie Du, lieber früher als später handeln, denn man gewinnt nichts außer mehr Schwererkrankte und Tote und muss dann umso härter und länger gegensteuern.Wenn am 12. April nicht ganz harte Maßnahmen beschlossen werden (Ausgangssperren und Kontaktsperren wie in GB), dann ist es kein "wildes Szenario" mehr, was in dem Artikel für den Mai berechnet wurde.
    Was mich zuversichtlich stimmt, sind die Vorhersagen bzgl. des Impfstoffes. Bei den bevorstehenden Mengen in April und Mai könnte ich mir vorstellen, dass der Juni wieder erquicklicher werden kann...


    Der Trend ist jedenfalls beängstigend. Was kann bei derzeitigen Maßnahmen helfen? Irgendwann hoffentlich Schnelltests, Impfungen und, jedenfalls etwas, die Saisonalität. Aber da kann man wohl nicht allzu schnell drauf bauen. Hoffentlich auch eine Verhaltensänderung der Leute selber, wenn die Zustände zu schlimm werden. Vielleicht ja auch irgendetwas, was komplett übersehen wird, aber das ist natürlich auch Wunschdenken.

    Den aktuellen Worst Case macht momentan Ungarn vor mit 220 Toten im Schnitt am Tag, umgerechnet auf unsere Bevölkerungsgröße 1.800 Tote am Tag, Tendenz steigend. Mir macht das schon Angst, aber es muss ja nicht der schlimmste Falle eintreten und davon sind wir ja zum Glück sehr weit entfernt. Zeigt halt das zerstörerische Potential dieses Virus.

    Nur, will man sich darauf verlassen, dass es bei uns schon irgendwie anders läuft und uns die Punkte aus meinem ersten Absatz schnell genug helfen? Oder einfach erstmal abwarten? Ich finde nein, aber es ist einfach unglaublich schwierig und komplex. Lieber früher als später müssen wir halt aus dem Wachstum (zumindest auf den Intensivstationen) raus.

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 24. März 2021 um 15:41
    Zitat von MonsieuL

    Welche wissenschaftlichen Abhandlungen gibt es denn, die die angebliche Wirksamkeit eines solchen 6-Monats-Lockdowns, wie wir ihn haben, belegen? :gruebel:
    Es gibt Wissenschaftler, die einen Lockdown befürworten, ja. Auf die stützt sich ja insbesondere Frau Merkel. Deren Voraussagen, was den Lockdown antreffen, sind ja aber wohl mal überhaupt nicht eingetreten, sonst wäre nämlich aus den 4 Wochen Lockdown Light kein 6 Monate Weltrekorddauer Lockdown geworden. :rolleyes:

    Auf den Teil mit den Kollateralschäden bist Du auch nicht eingegangen. Da habe ich von Priesemann und Co auch noch nichts gehört, dass die Kollateralschäden von 6 Monaten Lockdown gegen den minimalen Schutzeffekt, den der Lockdown nach dieser Zeit eventuell noch haben könnte, abgewogen wird. :gruebel:

    Sich irgend ein Land rauspicken in dem es noch schlechter läuft und deshalb sagen, bei uns ist das ja noch ganz ok, ist auch nur so mittelmäßig sinnvoll. Wenn ich jetzt die Daten genau genug studieren würde, würde ich sicherlich auch ein Land finden, dass weniger Beschränkungen hat als wir (längsten Lockdown weltweit haben wir ja mittlerweile eh) und dennoch besser da steht.

    In Brasilien kommt ja wohl noch dazu, dass der Präsident recht speziell zu sein scheint und das ganze mehr oder weniger als Hoax abtut. Das sind sicherlich keine guten Voraussetzungen und das sollte man nicht unbedingt als Bezugspunkt für den Vergleich mit Deutschland hernehmen ...

    Mit "kolossal an der Realität gescheitert" meine ich folgendes: Das gewünschte Ergebnis des Lockdowns ist, dass die Anzahl der täglichen Neuinfektionen sinkt. Wir haben den Lockdown jetzt seit Anfang November, das sind rund 20,5 Wochen. Gesunken sind die Fallzahlen in dieser Zeit in den zwei Wochen nach Weihnachten (wobei da auch nicht klar ist, ob wegen der Feiertage weniger getestet wurde), sowie von Mitte Januar bis Mitte Februar, also rund viereinhalb Wochen lang.

    Insgesamt wurde in den 20,5 Wochen das gewünschte Resultat also in 6,5 Wochen erzielt (und es sieht ja auch nicht danach aus, dass in den kommenden Wochen auf der Positivseite noch was dazu kommt). Ich nenne das kolossales Scheitern. Vernünftig wäre, aus diesen Beobachtungen zu schließen, dass die Maßnahme nicht geeignet ist, das gewünschte Ziel zu erreichen.

    Alles anzeigen

    Wir kommen hier eh nicht zusammen. Ist aber auch nicht schlimm.

    Um es kurz zu machen:

    Kollateralschäden - gewaltig, aber in meiner (!) Abwägung die bessere Alternative als aus meiner Sicht sehr wahrscheinlich viel, viel größere Todeszahlen (hatte ich aber auch schon geschrieben).

    Gerne eine Art "differenzierten Lockdown", aber leider fehlen die Daten. Für Schulöffnungen gerade für die Jüngeren war ich ohnehin immer. :winke:

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 23:06
    Zitat von fanofsoccer

    Die Einstellung und Lebensweise der Brasilianer ist anders, klar.Aber das war sie im letzten Jahr auch schon. Durch die neue Virusvariante explodieren aber die Todeszahlen.

    Zitat von spock

    Gott sei Dank, dass du kein Schwarzmaler bist. :rolleyes: Versuch doch vielleicht einfach mal auf Basis aktueller Zahlen zu argumentieren, anstatt ständig superschlau die Zukunft vorherzussagen. Könnten wir uns drauf einigen, dass weder Du noch ich wissen, was in Brasilien in den nächsten Wochen passiert? Und welche Relevanz das für uns hat. Ich behaupte nämlich, dass du das genauso wenig weißt wie ich.

    Und die 2700 hast du nicht explizit geschrieben, ich habe die (wie auch oben beschrieben :rolleyes: ) aus deiner Grafik entnommen.

    Dabei will ich es nun belassen, lass gut sein.

    Aha, Du meintest fanofsoccer. Gott sei Dank bin ich nicht senil. :mrgreen:

    Dass in Brasilien die Todeszahlen in nächster Zeit schneller anwachsen als bei uns ist leider Realismus und keine Schwarzmalerei (denn so schnell kann die Kurve gar nicht abfallen - und wieder: freue mich sehr wenn es anders kommt). Aber wie gesagt, wir haben wohl unterschiedliche Definitionen.

    Und dabei belasse ich es auch. :winke:

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 22:37
    Zitat von spock

    Das bezog sich auf deine Grafik heute mit den ca. 2700 Toten (genauer konnte man es nicht erkennen) pro Tag in Brasilien. Und ich habe dir gerantwortet, dass wir an der Peakspitze der 2. Welle im Dez/Jan. auch ca. 1200 pro Tag hatten, was in etwa ziemlich genau demselben Verhältnis in Bezug auf die Bevölkerungszahl entspricht. (Dass die Wellern in Brasilien und hier nicht zeitgleich verlaufen ist ja logisch. Deswegen kann man da nicht einen beliebigen Zeitpunkt raussuchen, der einem gerade in der Argumentation passt.)

    Musst Du verwechseln, ich habe nichts bzgl. 2.700 Tote am Tag in Brasilien gepostet (alternativ wäre ich senil, was ich auch nicht ganz ausschließen möchte :mrgreen: ).

    Im übrigen, die Brasilianer sind noch nicht einmal an ihrem Peak angekommen. Die aktuelle Differenz von 50% mehr wird in den nächsten Wochen leider noch deutlich größer.

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 22:06
    Zitat von spock

    Dann erklär mir doch mal bitte den Bezug aus dem von mir zitertem Post:
    "Natürlich ist das mein Ernst. Natürlich muss man abwägen, aber bei Corona Todeszahlen, von denen wir hier sprechen (50% wären hier 37 Tsd Tote und bei unserer Alterstruktur vermutlich viel mehr) fällt bei mir die Abwägung klar aus, vor allem und gerade weil der Impfstoff hoffentlich bald deutlich verfügbarer ist." :huebscher:

    Wo liest du da den Bezug raus? Ich frage ganz ehrlich, weil ich es tatsächlich nicht sehe... :rolleyes:

    (Ich weiß jetzt nicht ob gemeint ist, dass Brasilien 50% höhere Todeszahlen als Deutschland hat, das wäre dann, wenn man die Peakspitzen der Wellen betrachtet, jedenfalls definitiv falsch. Habe ich aber schon mal geschrieben).

    Spock, persönlich für Dich:

    (relativ) 50% mehr Tote in Brasilien als bei uns bisher 75 Tsd = 37 Tsd.

    Was sollen denn die "Peakspitzen der Wellen" sein? Ich würde eher schätzen, dass die Dunkelziffer der Toten in Brasilien höher ist als bei uns. Aber wie gesagt, nimm gerne Tschechien als Beispiel.

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 21:47
    Zitat von spock

    Du bist über jede Lockdown-Verlängerung froh und glaubst auch jeder Begründung dafür. Und bist konsequent gegen jede Öffnung.
    Btw-was für 50%???? :rolleyes:
    Wo solls die geben? Auf dem Mars?

    50% bezogen auf das brasilianische Beispiel. Ohne Lockdown seit Beginn der Pandemie wären es vermutlich bei unserer Altersstruktur noch viel mehr. In Tschechien sind es bisher 160% mehr als bei uns, wenn Dir das Beispiel besser gefällt, weil man dort immer viel zu spät reagiert hat (wie übrigens hier auch im Herbst).

    Du hast offensichtlich eine ganz andere Definition von "ehrfurchtsvoll", aber das Thema hatten wir ja beim Stichwort "Schwarzmalerei" schon (und so ganz schwarz gemalt war das nicht, wie sich 1 Woche nach unserer Diskussion zeigt).

    Ich bin für Öffnungen, wenn das Ding unter Kontrolle ist und nicht wenn wir mitten im Wachstum sind.

    By the way, heute lt. risklayer "nur" ein Anstieg von 17%. Ich hoffe solange auf eine saisonale Komponente bis wir im Mai sind.

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 21:27
    Zitat von spock

    Nicht dein Ernst, oder? :shock: Also klar gäbe es Leute für die es schlechter aussähe-und für andere besser. Ich wäre hier sehr sehr vorsichtig mit Pauschalisierungen!!

    Zu deinem Beispiel-wenn Brasilien einen Lockdown nach deutschem Vorbild hätte würde vielleicht weniger an Corona sterben - dafür mehr an Hunger, Unterernährung, sozialer Verwahrlosung etc. Die ganze Wirtschaft würde wahrscheinlich kollabieren-in einem Land, mit eh schon extremen Untwerschieden der sozialen Schichten.
    Nur als einzigen Fakt die Coronatoten ins Feld zu führen ( und ja-das ist natürlich eine sehr wichtiges Argument) funktioniert nicht. Nicht in Brasilien, nicht in Russland--und hier auch nicht. Inzwischen sollten wir irgendwie einen Modus Vivendi gefunden haben anstatt jeden Lockdown-Verlängerung ehrfurchtsvoll zu begrüßen.

    Natürlich ist das mein Ernst. Natürlich muss man abwägen, aber bei Corona Todeszahlen, von denen wir hier sprechen (50% wären hier 37 Tsd Tote und bei unserer Alterstruktur vermutlich viel mehr) fällt bei mir die Abwägung klar aus, vor allem und gerade weil der Impfstoff hoffentlich bald deutlich verfügbarer ist.

    Ich begrüße keinen Lockdown "ehrfurchtsvoll" - das ist bullshit! Und kritiklos bin ich genausowenig, wenn Du meine Posts gelesen hast,

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 21:04
    Zitat von MonsieuL

    Du hast da in der Argumentation eine gewaltige Asymmetrie drin. OK, zugegebenermaßen nicht nur Du.

    Warum sollen denn für "Nicht-Pharmazeutische Interventionen" (NPI) andere Voraussetzungen gelten als für pharmazeutische Interventionen? Diese RNA-Impfstoffe zum Beispiel waren ja dem Vernehmen nach innerhalb von ein paar Tagen bis Wochen "enwickelt", wurden danach aber sehr langwierig Prüfungen unterzogen. Dabei ging es um drei Dinge:

    1) Welche Wirksamkeit hat die Maßnahme?
    2) Welche unerwünschten Nebenwirkungen sind zu erwarten?
    3) Überwiegen die Vorteile gegenüber den unerwünschten Nebenwirkungen?

    Wichtig ist also insbesondere der dritte Teil. Eine Maßnahme kann noch so wirksam sein, wichtig ist, dass der Nutzen den Schaden, den die Maßnahme anrichtet, übertrifft.

    Für diese NPIs in Form von Lockdown-Maßnahmen wissen wir aber keinen der drei Punkte. Dass man bei einem Lockdown als kurzfristige Notfallmaßnahme nicht zuerst noch langwierige Studien machen kann, leuchtet mir ja noch ein. Will man das aber als Dauermaßnahme einsetzen, muss geklärt werden, was bringt das, welcher Schaden entsteht, und überwiegt der Nutzen den Schaden.

    Solange man das nicht macht und trotzdem weiterhin auf diesen Kram setzt, ist das unwissenschaftlich.

    Stattdessen geht Deine Argumentation ja irgendwie so: Angespannte Lage auf den Intensivstationen. Wir haben keine Ahnung, was wir dagegen machen sollen. Also machen wir Lockdown und hoffen einfach, dass das schon irgendwas bringt. Damit wir sagen können, wir haben irgendwas gemacht. Und über die Nebenwirkungen und Schäden, die das anrichtet, hüllen wir den Mantel des Schweigens.


    So, dann noch zu Deiner Aussage mit "Aber jetzt mehr soziale Kontakte zulassen". Das ist auch völlige Augenwischerei. Wir leben nicht in einer Diktatur und die Politik KANN die sozialen Kontakte gar nicht unterbinden. Schließt man die Kneipen über Monate, treffen die Leute sich eben privat. Schließt man Geschäfte, gehen die Leute eben vermehrt vorher oder nachher einkaufen. Und so weiter.

    Zusammenfassend: Der Versuch, das ganze über Einschränkungen der Freiheitsrechte zu regeln, ist illusorisch und ist ja wohl irgendwie in den letzten Monaten kolossal an der Realität gescheitert. Hätte man vorher wissen können (ich habs gesagt :mrgreen: ) und jetzt kommt die Politik nicht mehr aus dieser Sackgasse raus.

    Wenn wir Glück haben, hilft der saisonale Effekt auch dieses Jahr irgendwann und gegen Sommer macht sich dann eventuell auch der Impfeffekt bemerkbar. Dass irgendwas, was diese Berliner Hanseln da veranstalten, positive Auswirkungen auf die Situation auf den Intensivstationen hat, darauf sollte man meiner Meinung nach keine allzu große Hoffnungen setzen ...

    Alles anzeigen

    Es ist relativ einfach: ich bin da kein Fachmann, sondern vertraue dem weitaus überwiegenden Teil der Wissenschaftler und die Logik leuchtet mir auch ein. Ein Lockdown funktioniert nicht perfekt aber verhindert mit ziemlicher Sicherheit soziale Kontakte und somit Ansteckungen.

    Wenn Du sagst der Versuch ist "kolossal an der Realität" gescheitert, stimme ich Dir überhaupt nicht zu. Ich glaube ohne Lockdown sähe die Situation noch sehr viel schlechter aus. Man braucht nur nach Brasilien zu gucken, wo man 50% mehr Tote hat als bei uns, obwohl die Bevölkerung viel, viel jünger ist.

    Was ich ebenso bemängele, ist, dass man nach wie vor Null Ahnung hat, welche Teile des Lockdowns welchen Effekt erzielen. Das ist nach einem Jahr in der Tat traurig.

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 17:36
    Zitat von peksim

    hier kannst mittlerweile wirklich jeden tag getestet werden wenn du es so willst. einige sagen so wie du dass es offensichtlich nix bringt, andere meinen das sieht genauso aus weil anzahl der tests enorm gestiegen ist. keine ahnung was stimmt, vermutlich beides. anteil der uk variante ist übrigens bei >3/4 und es gibt auch viele zweitinfektionen.
    es sind nur fakten, ich habe keine ahnung was/wie/weshalb und noch weniger was zu tun :winke:

    Also die Krankenhauszahlen sind die harte Währung und haben definitiv nichts mit dem Level der Tests zu tun. Ins Krankenhaus kommt man, wenn es einem schlecht geht, mit oder ohne Test.

    Edit: Oder meinst Du die Tests verschlimmern sogar das Problem, weil Leute sich dann unvorsichtiger verhalten und einen negativen Test zu lange als Anlass nehmen, sich nicht mehr an die AHA-L Regeln zu halten?

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 15:52

    Um es nochmal deutlich zu machen, wie es in fast ganz Europa aussieht - hier der aktuelle Verlauf der Intensivstationsbelegung in Österreich - die sind mit der ganzen Testerei viel weiter als wir, so richtig bringen tut es aber auch nichts. Wir befinden uns nur an einer etwas früheren Stelle der Kurve - ganz klar, die Inzidenz hat nichts mit diesem Verlauf zu tun, völlige aussagefrei - und hier war es Ironie!

    Solange das mit dem Impfen nichts wird, ist die Problematik fast überall gleich. Vielleicht und hoffentlich hilft uns bald eine Saisonalität, oder dass die Welle irgendwann auch so bricht oder das in Q2 die Impfungen doch schneller vorankommen. Aber jetzt mehr soziale Kontakte zulassen während wir mitten im Anstieg sind liest sich für mich, als ob man sehenden Auges ins Desaster rennt.

    Die Impfstoffbeschaffung ist und bleibt für mich der Riesenkritikpunkt an EU Kommission und Bundesregierung.

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 15:37
    Zitat von DesertWolf

    https://www.n-tv.de/politik/Der-Ch…le22445545.html

    Sehr passender Kommentar

    D.h. Du bist für die nächsten Wochen für weitere Verschärfungen? Technische Hilfsmittel und Impfstoffe stehen ja leider erstmal nicht ausreichend zur Verfügung.

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 10:43
    Zitat von rob077

    das ist mir auch aufgefallen. Es sind einfach alle ziemlich corona müde :neutral:

    ich denke auch ein Phänomen von sozialen Medien. Alle sind müde, alle sind frustriert. Aber diejenigen, die am unzufriedensten mit allem sind, sind wohl auch die Lautesten (ganz ohne Wertung).

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 10:18
    Zitat von spock

    Ironie bitte eindeutig kennzeichnen. Ich habe eine Weile gebraucht, das hier zu erkennen. :winke:

    Ich bin ohne Ironie der Meinung des Spiegel Artikels.

    "Das eigentliche Versagen ist nicht, was gestern beschlossen wurde. Das eigentliche Versagen ist, dass die deutsche Politik gar keine Alternativen mehr zum Shutdown hatte. Weil in den vergangenen Monaten so viel versemmelt wurde, dass Lockerungen in der Tat nun keine Option mehr waren."

    Was ist denn Deine akute Lösung zu den steigenden Zahlen auf den Intensivstationen?

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 09:19
    Zitat von Cody Rhodes

    Der Haufen in Berlin kann froh sein, dass der Deutsche lieber auf der Couch hockt statt Städte abzubrennen. In Frankreich hätte man wohl schon lange andere Bilder :rolleyes:

    In Frankreich hatte man in Summe viel härtere Beschränkungen (ausgenommen in den letzten Monaten die Schulen).

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 23. März 2021 um 09:18
    Zitat von Just_FCBCGN

    Dat passt

    Ich finde ein guter Artikel. Es ist natürlich problematisch, weitere Zumutungen abzuverlangen, allerdings geht es wohl in dem momentanen Zustand nicht anders.

    Für mich bleibt das Kardinalproblem, dass das Impfprogramm so langsam vorankommt. Ohne einen Fortschritt dort wird alles andere eher Makulatur bleiben wie man in ganz Europa sieht.

  • Der Corona Fred

    • Werderstrand
    • 21. März 2021 um 11:06
    Zitat von Birne

    Wir machen das Ganze ja um die Älteren der Gesellschaft zu schützen, für die Corona mit überhöhter Wahrscheinlichkeit tödlich sein kann.

    Rund 90% der Gestorbenen waren 70 Jahre und älter. Ich vermute mal, dass die Intensivstationen überwiegend von der gleichen Personengruppe belegt waren und sind.

    Daher darf man ruhig auch mal die Inzidenzwerte der einzelnen Personengruppe nennen. Die Inzidenzwerte der Älteren steigen zwar aktuell leider auch, aber zumindest nicht exponentiell und sind noch auf vergleichsweise niedrigen Niveau.

    Das soll jetzt kein Apell für Öffnungen etc. sein.

    Aber wenn in den Medien und von den Politikern immer nur der Gesamt-Inzidenzwert genannt wird und teilweise panisch reagiert wird, frage ich mich manchmal schon, ob alle verstanden haben, worum es geht, wenn die Grundrechte der Bevölkerung eingeschränkt werden.

    Das ist schon richtig, bloß sind und waren die Intensivstationen in den meisten Fällen von Leuten belegt, die noch nicht geimpft sind. Die Ü80 Gruppe ist sehr häufig gar nicht mehr auf der Intensivstation gelandet. Bis die Gruppe Ü60 geimpft ist, befürchte ich, dass die Korrelation zwischen Inzidenz und Belegung der Intensivstation schon recht hoch ist.

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