Welcher Footballer - ausser dem QB - lernt denn so viel Playbook auswendig? ;))
Wenn man die Logik der Calls einmal begriffen hat, kann man je nach System problemlos ableiten was man als Receiver oder RB zu tun hat.
In Walshs Offense oder auch in der Coryell ist das Routensystem sehr logisch und durchdacht, da kann ich die Calls auch ohne Playbook interpretieren. Das ist nicht so komplex. Die wenigsten Spieler interessiert ja, was die ganze Offense macht, die konzentrieren sich auf ihre Route und ihr Matchup.
Sorry, aber das ist kompletter Unsinn.
Im Jugendfootball mag das noch Ansatzweise zutreffen, aber danach wird das Spiel einfach viel zu komplex. Ich könnte dir sofort für jede Position Gründe nennen warum es nicht nur reicht seine eigene Aufgabe zu kennen, sondern für den Großteil der Plays auch noch die von seinen Mitspielern.
Z.B. hängt die Run Support Responsibility eines Safetys nicht nur vom Coverage Call ab, sondern auch vom D-Line Stunt, den Blitzen der LB und der Art des Offense Plays. D.h. bei einem Defense Playcall hat er viele verschiedene Varianten des Plays, die jeweils vom Offense Play abhängen. Dafür hat er ungefähr eine halbe Sekunde Zeit zu entscheiden was für ein Play es ist und wie er reagieren muss.
Bei den WR z.B. gibt es viele Option Routes. D.h. die Route wird durch die Defense vorgeben (Bsp. Cover 2 = Deep Cross, Cover 1 = Deep Hook, Cover 3 = Quick Out). Run Blocking mal völlig außen vor gelassen.
Könnte dir jetzt noch dutzende Bsp. nennen und plötzlich ist es halt nicht mehr nur einfach ein Route Tree den man sich merken muss.