Kleiner Exkurs:
Grade gefunden: Erstes Semester Philosophie, erste Vorlesung:
Thema: MEINUNG UND ÜBERZEUGUNG.
Persönliche Meinung
•Im Alltag versteht man unter persönlicher Meinung oft ein privates
Empfinden der Wirklichkeit, auf das jeder Mensch ein Recht habe, ohne es
begründen zu müssen:
Ich bin halt einfach der Meinung, dass das so ist. Ob das nun stimmt oder nicht,
ist doch egal. Jeder darf eben seine eigene Meinung haben, es gilt schließlich
Meinungsfreiheit.
•Dieses Bild von „persönlicher Meinung“ missversteht das Meinen als eine
Art Geschmacksempfindung:
–Wenn mir Grünkohl partout nicht schmeckt, dann ändert sich das nicht, nur weil mir
jemand erklärt, dass Grünkohl gesund ist und dass ihn viele berühmte Leute
wohlschmeckend finden.
–Für Geschmacksempfindungen spielen solche Begründungen keine Rolle.
•Meinungen sind keine geschmacklichen Empfindungen, sondern drücken
Urteile über die Wirklichkeit aus. Die Wirklichkeit ist keine Geschmacksache.
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Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen.
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