Dabei ist das Verfahren nicht einmal verboten. Ein Berliner Hacker erzählt BILD, wie er einen Bot programmiert hat, der automatisch nach einem frühen Termin gesucht hat: „Bei den Anmelde-Seiten muss man immer dieselben Klicks setzen und dieselben Boxen ausfüllen. Mein Script erledigt das automatisch für mich. Schneller, als ich das je könnte und rund um die Uhr. Ich habe es so eingestellt, dass es nur frühe Termine für mich ausmacht.“So fand der Hacker freie Termine innerhalb weniger Tage, während die meisten Berliner auf einen Impftermin Ende Juni oder gar im Juli warten müssen. Den Aufwand für die Programmierung des Bots beschreibt er so: „Man muss dafür kein Hacker sein. Ich habe den Code in wenigen Stunden geschrieben, statt blöd dazusitzen und selbst zu klicken.“
BILD hat den Bot des Hackers ausprobiert, kann bestätigen, dass mit dem Programm frühe Termine in den Berliner Impfzentren gefunden werden können.
Grund für die Aktion war sein Ärger über die umständliche und ineffektive Organisation in der Hauptstadt. Der Hacker: „Berlin hätte die Wahlfreiheit bei Impfstoffen aufheben müssen. Wir Jungen stehen bis Juni in einer Schlange mit Älteren, die alle AstraZeneca hätten nehmen können. Wir haben aber keine Wahl. Das hat mich geärgert und deshalb habe ich den Code geschrieben.“
Experten schätzen, dass auch die Systeme anderer Bundesländer entsprechend anfällig für Massen-Abfragen durch Bots sind. Ärgerlicher Nebeneffekt: Die Vielzahl an Anfragen die solche Scripte produzieren, könnten die Systeme komplett lahmlegen. Erst, wenn statt einer Datenbank Haus- und Betriebsärzte die Koordination der Impftermine übernehmen, sind diese Probleme gelöst.
Also einen Impftermine in den nächsten 2-3 Wochen zu bekommen, ist doch jetzt nicht so schwer, oder?
Also bei mir hakts eher an der Impfberechtigung.