....und Hummels und Coulibaly
man muss halt nur die richtigen aufstellen und ein System haben
Jogi ist Weltmeister, Flick Triplesieger
Titel sind Vergangenheit und reichen allein nicht.
Das ist richtig. Aber nehmen kann sie uns auch keiner mehr. ![]()
....und Hummels und Coulibaly
man muss halt nur die richtigen aufstellen und ein System haben
Jogi ist Weltmeister, Flick Triplesieger
Titel sind Vergangenheit und reichen allein nicht.
Das ist richtig. Aber nehmen kann sie uns auch keiner mehr. ![]()
mmsteidl: Woher hast du die xG-Werte?
Pek's Bild.
Genau das Ding: wegen diesem einen Millimeter dreschen wir heute auf die Leistung gestern ein, die wir ansonsten zwar vielleicht nicht feiern würden, aber wir dann eher über den Weg ins Halbfinale reden würden. Und dieser Millimeter hatte absolut nichts mit irgendetwas zu tun, das wir gestern auf den Platz gebracht haben.
Es hat allerdings damit zu tun, was wir in den Tagen vorher geschaffen haben. Durch die 20 katastrophalen Minuten gegen Japan und die letztlich fehlende Konsequenz gegen Spanien, wo wir uns selbst in eine Situation gebracht haben, wo wir von diesem Millimeter in einem anderen Spiel abhängig waren.
In "neudeutsch" meist "expected goals" genannt. Ist genau dasselbe.
Ich erklär‘s mal simpel:
Du hast bei der taktischen Planung eines Fußballspiels wenig Einfluss darauf, ob Dein Stürmer mit den zwei Linken seine Chance reinmacht oder der gegnerische Torwart gerade einen Sahnemoment erwischt.
Was Du viel besser beeinflussen kannst ist es, deine Offensivleute so oft in aussichtsreiche Abschlusspositionen zu bringen, dass sie wahrscheinlich treffen können. Das ist es, was die expected goals anhand von Datenanlysen und Statistiken messen.
Und damit hast Du einen wesentlich aussagekräftigeren Wert, als plump Ballbesitz, Eckbälle oder Querpässe zu zählen. Und der Wert hat dann weniger mit Glück oder Pech in Einzelsituationen zu tun.
Ich habe gesagt „und geht das…“, ist klar, dass es nicht zwingend ist. Aber genau das bestätigt ja meinen Punkt: ein Milimeter mehr oder weniger bei einem anderen Spiel entscheidet darüber, wie wir die deutsche Leistung heute bewerten. Das ist lächerlich.
Ich habe hier inhaltlich im Prinzip das gleiche nach dem verlorenen Finale dahoam 2012 geschrieben. Ist also aus meiner Sicht einiges dran. Aber es gibt auch Unterschiede.
Ich verstehe einfach nicht, warum wir bei diesem Spiel nicht den Torjäger mit Lauf aufstellen. Dazu kommt, daß wir wirklich gegen einen extrem schwachen Gegner gespielt haben. 1:0 zur Halbzeit und zwischenzeitlich 1:2 ist kaum akzeptabel. Und dazu kommt: anders als die Bayern damals haben wir seit einem Jahr überwiegend schwache Ergebnisse.
Wen meinst Du damit? Den, der nach seiner Einwechselung zwei Tore gemacht, oder den, der nach seiner Einwechselung eine Hyperchance verballert hat?
Und zweitens: was hätte das geändert? Glaubst Du, DANN hätten wir 10:2 gewonnen.
(Möglich war‘s, so gut haben wir nach vorne gespielt. Falls irgendjemand von Euch etwas damit anfangen kann: Deutschland hatte heute einen xG-Wert von 6.08!!! Das ist überragend, sowas bringt keine andere Mannschaft auf das Feld. Zum Vergleich, England schaffte gegen den Iran 2.11, Spanien gegen Costa Rica 3.53. Wenn jetzt jemand fragt, was das bringt, dann habe ich hier die Antwort: das bringt bei einer katastrophalen Abwehrleistung trotzdem mit zwei Toren zu gewinnen.)
Wir sind alle enttäuscht, aber wie in den Medien (und vielleicht auch hier, hab die letzten 15 Seiten nicht gelesen) auf dem deutschen Spiel GESTERN herumgehackt wird, als hätten wir es verkackt, ist für mich unwürdig.
Wir haben genau das gemacht, was wir tun mussten: mit 2 Toren Unterschied gewonnen. Klar hatten wir eine katastrophale Phase drinnen. Aber wir sind zurückgekommen, und wir haben trotz teilweise hanebüchener Defensivleistung gewonnen, weil wir einen sensationellen xG-Wert von 6.08!!! herausgespielt haben. Das ist überragend! Solch eine Leistung wird bei diesem Turnier keine andere Mannschaft auf das Feld bringen.
Beim 2:1 der Japaner war der Ball im aus:
Aber das Tor wurde gegeben. Bye bye Germany.
Hier kommt der Outcome bias ins Spiel. Outcome bias bedeutet, dass ich etwas ausschließlich nach dem Endergebis bewerte, das stark vom Zufall abhängen kann (vor allem im Fußball, da hier so wenige Tore fallen und daher Kleinigkeiten, oft Glück oder Pech über einzelne Resultate entscheiden). Hier in diesem Fall sogar nach einem Endergebnis, das mit unserem Spiel, mit unserer Leistung gestern ÜBERHAUPT NICHTS zu tun hatte. Pfeift der Schiri Aus, und geht das Spiel 1:1 aus, dann feiern wir alle, wie toll unsere Mannschaft sich zurückgekämmt hat, und wir sehen den Weg ins Halbfinale frei.
Ist anders gekommen, wie wir wissen, und alle hacken auf unsere Mannschaft ein.
Klar, wir haben zwischendurch alles verbockt, wahrscheinlich unter dem Schock des Zwischenergebnisses vom anderen Spiel. Zu dem Zeitpunkt waren kurzzeitig Spanien und Deutschland raus. Eine Mannschaft hat sich am Riemen gerissen und das Spiel umgebogen. Die andere ist deswegen weiter.
Aber klar, wir hacken lieber auf der Nationalmannschaft rum.
Ich habe am Sonntag schon gesagt, dass ich mit dem Ergebnis unzufrieden war; hätte Letoy Sane in 90+5 eine andere Entscheidung getroffen, hätten wir den ganzen Schlamassel jetzt nicht gehabt. Da haben wir spätestens die Vorrunde verloren. Nicht heute. Aber zu dem Zeitpunkt waren alle hochzufrieden, weil niemand daran gedacht hatte, wie Scheisse es ist, wenn Du das Outcome nicht mehr selbst kontrollieren kannst.
Ich beende das jetzt mal mit einem: Fuck Spain.
Können wir die Diskussion bitte nach 22h führen?
Vor dem letzten Spiel habe ich darum gebeten, die Tranerdiskussion noch bis nach Ende des Spiels zu vertagen, jetzt geht's darum, ob wir quasi schon im Halbfinale stehen.
Ich habe mich daran erinnert, wie mir am Tag danach alles weh getan hat, weil ich 120 Minuten völlig verkrampft bei Nasseskälte im Stadion gezittert habe.
Nochmal zum Thema frühe Führung: bei einem 3:0 zur Pause müssen die Spanier durchaus mit der Möglichkeit rechnen, dass wir 7 Stück machen können. Nicht wahrscheinlich, aber auch nicht ausgeschlossen.
Naja, aber wenn man menschrechtsverletzungen anprangert, interessiert da einen nicht wenigstens ein ganz klein bisschen die menschen an denen sie begangen werden?
Vielleicht ist das das grosse Missverständnis. Menschenrechtsverletzungen werden nicht an der lokalen Bevölkerung begangen, sondern eher von der lokalen Bevölkerung (zumindest den Businessleuten darunter, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen. Der Staat selbst begeht nicht die benannten Menschenrechtsverletzungen, sondern schafft nur die gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für ein System, dass solche Menschenrechtsverletzungen zumindest nicht ausgeschlossen werden können.
Mit Politik können wir morgen weitermachen beim Spiel Serbien-Kosovo.
Der gleiche "man", der einen Gasdeal mit Qatar abschliesst, ist nicht unbedingt der "man", der dauernd die Diskussion anheizt.
Und die Tatsache, dass "man" mit einem Land ein Geschäft abschliesst, heisst dann übrigens auch nicht gleich, dass "man" alles gutheissen muss, was in dem Land passiert. Oder eine Fussball-WM in dem Land austragen muss.
Natürlich muss die Politik kohärent sein. Und ich kann absolut damit leben zu sagen: mit einem Land, das Mitten in Europa ein anderes überfällt und mich offen mit nuklearem Armageddon bedroht, mache ich keine Geschäfte. Mit einem Land, das eine katastrophale Arbeitsgesetzgebung hat und gegenüber Minderheiten nicht sehr tolerant ist, mache ich zwar Geschäfte, wenn es notwendig ist, lasse mir aber den Mund nicht verbieten.
Ich glaube wir sehen das gar nicht so viel anders. Informierte Menschen wissen natürlich, was Qatar ist, welche Missstände es dort gibt, wovon sie leben und was sie treiben. Wie wir damit umgehen, dazu kann man dann bei gleicher Faktenlage unterschiedlicher Meinung sein.
Dann gibt es dazu aber noch eine andere Ebene, und darum geht es mir, wenn ich sage "man" wisse das nicht. Mit dem "man" meine ich die halbinformierte breite öffentlichkeit. Menschen, die entweder keine Zeit, kein Interesse oder keine Bandbreite haben, um sich tiefergehend mit der Materie oder mit dem Land auseinanderzusetzen. Aber dennoch glauben, sie müssten zu allem und ständig ihre Meinung dazu abgeben. Und das wird durch die Sensationsmedien dauernd befeuert.
Das und nichts anderes ist es, was mich an der teilweise hysterischen Diskussion stört.
"Man" weiss ja nichtmal im Dezember 2022, was Qatar ist. Die öffentliche Diskussion ist so voll mit Halbinformationen und falschen Annahmen. Es ist schwierig, die seriöse Information und Einschätzung von dem ganzen Gelaber, Vorurteilen und Clickbait zu trennen.
Hoffmann hinten rechts einzige Änderung in der Abwehr. Ansonsten ist mir‘s diesmal recht egal, sollte eigentlich mit jeder der offensiven Varianten reichen. Und wenn nicht, dann haben wir wieder gutes Potenzial zum Wechseln nach 55-60 Minuten.
Ahora si!
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Na dann legt aber noch ein drittes nach!
Bei tor und Punkt Gleichheit zählen erst die mehr erzielten Tore oder?
Also wäre Mexiko bei 3:0 Führung oder wenn Argentinien das2:0 macht Tabellenzweiter, richtig?
Erstes Ja. Zweites Nein, dann Fair Play.
edit: zu langsam
hab mal korrigiert
Man muss sie ja nicht gleich heiraten ![]()