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Beiträge von mmsteidl

  • Der Corona Fred

    • mmsteidl
    • 30. Oktober 2020 um 10:07

    Cool. Afrikaner können sehr innovativ sein.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 29. Oktober 2020 um 12:07

    Passend zu meinen Posts weiter oben und zu den zuvor gemachten Aussage zur Synthese zwischen Trump und Fox:

    Er schaut bekanntlich immer wenn er kann Fox, und das ist daher seine Realität. Dass der Rest der öffentlichkeit seine Realität nicht als die ihre ansieht, kann er nicht verstehen. Disgraceful, diese öffentlichkeit.

    (Sorry, ich kann mit meinem Keyboard keine Umlaute in Grossbuchstaben schreiben)

  • Der Corona Fred

    • mmsteidl
    • 29. Oktober 2020 um 12:02

    Wer Benchmarking macht, der sollte schon darauf achten, dass die Vergleichsgruppe gut definiert ist. Ich persönlich wurde dabei eher die anderen skandinavischen Länder als Vergleichsgruppe hernehmen, vor allem Norwegen und Finnland, die mir von geographischen Gesichtspunkten her auf den ersten Blick eher vergleichbar erscheinen als Dänemark oder Island. Kann sich dann ja jeder sein eigenes Bild machen.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 29. Oktober 2020 um 10:37
    Zitat von eagle

    gab doch vor 3-4 Wochen eine gute Reportage zu den „Medien“ in den USA.
    Es gibt dort keine Neutralität. Letztlich wird werden von den Broadcastern Nachrichten gemacht, nicht vom Weltgeschehen.
    Und wechselt der Eigner eines Medien Unternehmens, kann sich die Berichterstattung schon mal um 180 Grad drehen.

    war eine sehr interessante Reportage.

    Nachrichten sind das einfach nicht. Das ist im Lern alles überspitzt dargestellt nur Propaganda


    Das ist nicht richtig. Publikation wie die New York Times und die Washington Post unterscheiden ganz klar, was Nachricht ist und was ein Meinungsartikel. In der Meinung werden sie so deutlich und manchmal auch polemisch, wie sie nur können, aber der Nachrichtenteil ist relativ neutral gehalten. Und es wird oft ganz genau erklärt, wie bestimmte Nachrichten zustande kommen, mit Hinweis auf Quellen, Erklärungen, warum manche Quellen nicht namentlich genannt werden, und selbst Berichten darüber, warum manche Geschichten nicht gebracht werden, wenn sie nicht ausreichend nachzuvollziehen sind.

    Sicher ist es nicht ganz neutral, was alleine schon daran liegt, wie die Nachrichten ausgewählt und gewichtet werden. Das lässt sich nicht vermeiden.

    CNN ist oft polemischer. Aber auch da sehe ich gute journalistische Standards. Es wird ganz klar darau hingewiesen, wenn eine Information nicht über unabhängige Quellen verifiziert werden kann.

    Vor einigen Tagen gab es ein interessantes Interview-Segment auf CNN, als Christiane Amanpour eine Sprecherin des republikanischen Wahlkommittees interviewte. Oder soll ich sagen interviewen wollte. Hier wird so klar, wie weit diese Universen auseinanderliegen:

    https://www.pbs.org/wnet/amanpour-…n-the-election/

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 29. Oktober 2020 um 10:25
    Zitat von peksim

    das war gestern auch angesprochen, in dieser doku.
    btw, es ist nicht nur florrida, dort gibts es sogar bewegungen in dieser sache, gibt noch ein paar weitere staaten die so ähnliche gesetze haben und wo sich gar nix tut.

    es wird allgemein behauptet dass mehrheit der betroffenen die demokraten wählen würden, das ist aber auch nirgends bewiesen. die mehrheit davon würde trump 2020 wahrscheinlich nicht wählen, aber ich finde es übertrieben das allgemein zu betrachten. gehört zu berichterstattung in europa die nur auf einer linie ist, trump noch wahnsinniger darzustellen als er ist, als wäre das nötig und als wären wir alle idioten die nicht sehen was für scheiß dort passiert!

    wenn ein kandidat wirklich gut ist gewinnt er auch, nur biden is halt nicht gut, der is nur weniger übel als trump!


    Dem würde ich widersprechen. Ich informiere mich mehr aus amerikanischen Quellen, und zwar von verschiedenen Seiten:

    • Medien: NYT, WP, Foreign Affairs Magazine, CNN, gelegentlich FoxNews. Ich habe sogar schon Breitbart gelesen, aber das ist wirklich zu schmerzhaft.
    • Bücher: John Bolton, Brian Stelter, Bob Woodward.
    • Originalquellen: Trumps Tweets und Ansprachen im Original, auch Woodward's Buch, dass auf aufgezeichneten Interviews mit Trump und Schergen basiert.


    Mein Fazit: der Typ ist noch wahnsinniger, dümmer und gefährlicher als in europäischen Medien dargestellt.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 29. Oktober 2020 um 10:18

    Der Vollständigkeit halber wieder einmal die fünf Headlines von foxnews.com:

    • Biden, Trump to hold dueling rallies in Tampa in final push for crucial battleground state
    • Bill Maher talks about RGB and why Dems are ‘such a loser party’
    • Girl Scouts delete post congratulating ACB, draws ‘Squad’ member’s rebuke
    • ‘Damning’ Hunter Biden docs vanish in transit to LA: Tucker
    • Biden’s brother refuses to answer questions about family’s business dealings

    Vergleich dazu die NYT:

    • Supreme Court Allows Longer Deadlines for Absentee Ballots in Pennsylvania and North Carolina
    • Trump’s Closing Argument on Virus Clashes With Science, and Voters’ Lives
    • Miles Taylor, a former Homeland Security official, revealed he wrote the “anonymous” Op-Ed.
    • Biden Holds 8-Point Lead in Michigan as He Tries to Reconstruct the ‘Blue Wall’
    • Election updates: President Trump and Joe Biden will visit Tampa today, a chance for them to highlight their differences.

    Fox will über den Supreme Court sprechen und über die Biden-Familie (das einzige Thema, bei dem Trump in den letzten Monaten "gewonnen" hat, weil jemand gestorben war; und den Schmutz, den sie über Biden gefunden haben). NYT hat wahltechnische Information, Coronavirus und ein wenig Aufwärmen von Trumps Inkompetenz.

    Zwei parallele Universen. Immerhin überschneidet sich eine Meldung.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 28. Oktober 2020 um 17:46

    Nicht nur früh fertig, sondern wenn Biden gewinnt ist Game over für Trump. Florida ist auch einer der Staaten, die früher mit der Auszählung der Briefwahlstimmen beginnen können, deswegen werden sie schnell gute Resultate präsentieren können.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 28. Oktober 2020 um 17:11

    Hier einmal die aktuellen Top 5 Nachrichten von foxnews.com:

    • Biden stays silent as whistleblower insists he's lying about his involvement in son's shady business deals
    • Media's 'total omission' of accusations in new Bobulinski interview stuns critics (hier geht's um die Nominierung zum Obersten Gerichtshof)
    • Twitter boss defends censorship of Hunter Biden scandal
    • Philadelphia hit by 2nd night of riots, nearly a dozen shot, clashes with police
    • Biden calls himself Harris' running mate during campaign event

    Alternatives Universum, verzweifelter Versuch, den Diskurs auf Trump-freundlichere Themen zu lenken.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 28. Oktober 2020 um 16:59
    Zitat von effzeh

    Ja, gesehen, ihm geht der A.... auf Grundeis.
    Und apropos Foxnews: Heute abend hol' ich mir die free trial week :biggrin:


    Wenn's Dir wirklich hauptsächlich um die Wahlen geht, warte lieber noch 2-3 Tage. Viele Staaten werden aufgrund unterschiedlicher Gesetzeslage am Dienstag noch kein abschliessendes Ergebnis präsentieren können, wenn es knapp wird. Darunter PA.

    https://www.washingtonpost.com/politics/2020/…ection-results/


    Bestes Szenario: die Ergebnisse sind so klar, dass ein Biden Sieg am Dienstag nacht feststeht.

    Schlechtestes Szenario: Trump liegt in einigen Battleground Staaten vorne, da die Briefwählerstimmen (überweigend Demokraten) noch nicht ausgezählt sind, erklärt sich voreilig zum Sieger und bezeichnet alles, was später kommt als Betrug.

    Passend dazu gestern die Stimme von Judge Kavanaugh vom Obersten Gerichtshof: " to avoid the chaos and suspicions of impropriety that can ensue if thousands of absentee ballots flow in after Election Day and potentially flip the results of an election." Das ist absoluter Schwachsinn, da Stimmen nicht ein Wahlresultat stürzen können, sondern selbst das Wahlresultat sind.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 28. Oktober 2020 um 16:50

    Die Daten in dem Artikel sprechen eine andere Sprache. Laut Welt fehlen Biden noch 11 Stimmen zum Sieg, und in vielen wichtigen und grossen Staaten liegt er teils deutlich (>6%) vorn: PA, MI, WI.

    Manchmal lassen die Titel der Artikel etwas anderes vermuten, als was dann drinsteht. (Clickbait?)

    DIe Washington Post auch mit einem Aufmacher heute: "Post-ABC polls: Biden leads Trump narrowly in Michigan, significantly in Wisconsin"

    https://www.washingtonpost.com/politics/2020/…bc/?arc404=true

    Daten sagen dann +7 in MI, +17(!!!) in WI.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 28. Oktober 2020 um 16:09

    Gestern hatten sie auf CNN eine Sequenz von ihm mit ca. 10 Auftritten bei Fox News (alle im Oktober), wo er die Zuschauer regelrecht um Spenden anbettelt, weil der demokratische Kandidat dreimal so viel gesammelt hat wie er. Alles andere als ein starkes Bild, was der Mann gerade abgibt. Hoffentlich reicht's, um ihn aus dem Amt zu wählen.

  • Corona und der Spielbetrieb der Ligen

    • mmsteidl
    • 28. Oktober 2020 um 11:04

    Ich habe keine Ahnung. Mir ging es nur darum, eine bestimmte Logik Anhand von Zahlenbeispielen zu bringen. Wenn's 99.9% akkurat wäre, dann wären es nur 10 falsche positive Tests pro Tag, aber jeden Tag eine Handvoll Beschwerden von Leuten, die falsch positiv getestet würden, wären auch hörbar und könnten sich durch soziale Medien verstärken. Also bitte keine meiner Zahlen ernst nehmen.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 28. Oktober 2020 um 10:58

    Korrekt.

    Deswegen war die Oberste-Gerichtshof-Geschichte denen so wichtig, dass sie mit allen Tricks und Lügen gearbeitet haben, um eine konservative Mehrheit auf Jahre zu installieren. Damit können sie den Einfluss der erzkonservativen Mächte noch für einige Jahrzehnte aufrecht halten. (Sofern es nicht zu einer Reform des Obersten Gerichtshofs kommt, wogegen sie natürlich mit Händen und Füssen ringen werden).

    Der Economist hat einmal im Jahr eine Beilage, die "The World If" heisst. Darin werden bestimmte Szenarien für die (nahe oder fernere) Zukunft beschrieben, oder auch wenn in der Vergangenheit etwas anders gelaufen wäre (sogenannte Counterfactuals). Es ist klar, dass das alles Spekulation ist, aber Szenarien-Planung hat immer einen spekulativen Anteil.

    Dieses Szenario ging um den Fall, dass die Republikaner vernichtend geschlagen werden und eine komplette Kehrtwende einleiten:

    https://www.economist.com/the-world-if/2…oted-on-climate

    Spoiler anzeigen


    If the Republicans pivoted on climate
    What if the Republicans pivoted on climate?
    How an ambitious, conservative environmentalism came into being. An imagined scenario from 2024

    The World If
    Jul 4th 2020 edition


    Jul 4th 2020
    Editor’s note: Each of these climate-change articles is fiction, but grounded in historical fact and real science. The year, concentration of carbon dioxide and average temperature rise (above pre-industrial average) are shown for each one. The scenarios do not present a unified narrative but are set in different worlds, with a range of climate sensitivities, on different emissions pathways

    In the detritus littering Phoenix’s cavernous arena, the morning after the 2024 Republican convention, were the usual greasy corn-dog wrappers, coffee cups, shrivelled balloons and campaign flyers—but also evidence of the remarkable change Larry Hogan had brought to the party. The wrappers and cups were all recyclable, the balloons not red, white and blue but green—and mixed in with the bumf were copies of the Republican presidential nominee’s stirring “pledge to the Earth”: “We, the party of Lincoln, mindful of the damage humanity is doing to God’s creation, commit to combating climate change, conserving species and environmental consciousness.” Introducing the former governor of Maryland to the stage to deliver his address, Bill Gates called it “perhaps the most hopeful statement ever made in American politics”.


    What a change this was from Donald Trump’s pollution-boosting tenure—which was of course largely the point. Mr Hogan, who had emerged from America’s coronavirus crisis as the country’s most popular governor, had been a somewhat reluctant environmentalist during his time in Annapolis. He claimed to have been fully converted to the climate cause during a post-gubernatorial fishing trip to Alaska. But the Republicans’ green shift was more obviously a response to the 2020 election, in which the party lost the presidency, both congressional chambers, a clutch of governors’ mansions, hundreds of state legislators—and seemingly any prospect of returning to national power.

    Trumpism had turned out to be a blind alley. Even in the party’s southern heartlands, suburbanites, millennials and a multitude of younger voters, repelled by its philistinism, antediluvian social policies and race-baiting, flocked to the Democrats. A staggering 70% of college-educated Americans rejected the Grand Old Party. High time, then, to slay a holy cow. And as Republican strategists looked around, sharpening their knives, the appeal of abandoning their former antipathy to environmental policy was obvious. It would not only be a hit with science-respecting educated voters. It would also be relatively easy. Immigration reform would be a non-starter with the Trumpist rump. Evangelicals were never going to compromise on abortion. Far fewer conservatives were fundamentally against environmentalism, however.

    As Mr Hogan loved to remind them, conservation shared more than a lexical root with conservatism; it was an expression of it. Republicans had been responsible for most of America’s environmental progress. Yellowstone National Park, the national forest reserves, the Environmental Protection Agency (epa), the emissions-trading scheme that fixed acid rain—all were creations of Republican presidents. To renew conservatism, Mr Hogan insisted, Republicans need only look to their own noble past.

    He was right. As recently as the mid-1990s some had worried about climate change just as much as the Democrats. The embrace of climate-change scepticism by the party and its supporters was driven (as Mr Hogan did not say) by a well-funded misinformation campaign by wealthy polluters, waged through conservative think-tanks, lobbyists and direct contributions to Republican candidates. Yet the party’s donors had also shifted. Many traditional Republican backers, including oil companies, were now in favour of Mr Hogan’s greenery. And the party had, in addition, become increasingly dependent on the largesse of the renewable-energy companies that had burgeoned in many conservative states.


    A boardroom terror of Democratic tax rises probably played a part in this corporate shift. But the main reason was realism. The combination of ever more alarming climate science and a solid electoral majority for addressing the issue had made ambitious climate action inescapable. Given this reality, the Republicans’ old and new donors alike reckoned that it would be better introduced by a pro-business Republican administration, rather than a hostile Democratic one.

    President Joe Biden’s business-throttling environmental policies had hastened that conclusion—even if, ironically, his Republican opponents were largely to blame for them. Having been prevented by the obstructiveness of Senate Republicans from passing almost any legislation—including the carbon tax he had campaigned on—Mr Biden had instead been pushed down a regulatory path. This had in turn so delighted the rowdy Democratic left (which hated market-based solutions) that the president had doubled down.

    The Biden epa’s latest rules made it almost impossible to cut urban trees, build large structures with more than 50% concrete content or develop shale-gas sites. Alexandria Ocasio-Cortez, the climate secretary, even declared a “war on gas”. This leftward lurch opened up a space for a distinctively conservative approach. Mr Hogan could push his “green capitalism”—based on the carbon tax Mr Biden had wanted—as an alternative to the Democrats’ green socialism.

    He was not the only Republican presidential hopeful to have made this calculation. The party’s primary contest had featured all sorts of climate talk. Mr Hogan’s main moderate rival, Nikki Haley, also proposed a carbon tax, but less compellingly. She called it a “sustainability levy”, a phrase that convinced no one it would be anything other than a tax. This encapsulated the South Carolinian’s much-hyped yet over-rehearsed and rather cloying candidacy. Mr Hogan called his proposed tax a “polluter fee”, a phrase that appealed to the party’s still-aggrieved working-class base.

    Another contender, Senator Marco Rubio, pitched what he called a “pro-environment industrial policy”. It would consist of heavy public investment in low-carbon technology and industries, for two main reasons, neither of which involved the climate: a need to out-compete China and high-quality job creation. Mr Hogan, a flexible small-governmentalist, purloined the proposal after Mr Rubio’s early exit from the contest.

    Even the Trumpist candidate, the disgraced former president’s eldest son Donald Trump junior, had an environmental policy of sorts. This was down to his chief policy adviser, Steve Hilton, who had succeeded in getting a British Conservative Party leader, David Cameron, elected prime minister by the same means. Yet expecting Don junior to explain complicated geoengineering schemes proved to be a bad misjudgment.

    In a televised debate the younger Trump launched a bizarre sales pitch for “using capitalism to make these huge mirrors that are called aerosols for whitening the climate”. Rightly fearing he had lost his audience, he then ended with a bump: “But, whatever, it’s all green shit!” Mercilessly, Mr Hilton’s former employer, Fox News, cut away to show Mr Hogan, at the adjacent podium, disdainfully shaking his head. “I like you, Don,” he said. “But I’m green and you’re full of it.” It became his unofficial campaign catchphrase.

  • Corona und der Spielbetrieb der Ligen

    • mmsteidl
    • 28. Oktober 2020 um 10:32

    Wenn der Test fast 100% akkurat ist, könnte das z.B. 99% sein. Also wären das 1% falsche positive Ergebnisse (falsche Negative einmal ausser acht gelassen).

    Bei 10.000 Tests pro Tag (keine Ahnung ob das so in etwa der realen Nummer entspricht) wären es 100 Leute, die die ein falsches positives Resultat erhalten. Jeder zweite davon macht dann ordentlich Krach, weil er sauer ist. Soziale Medien verfielfachen diese Beschwerden, und schnellt entsteht der Eindruck: huch, da läuft ja einiges schief. Und da statistische Analyse nicht so das Ding der breiten Masse ist, haben wir schnell eine Verarschungs- oder Verschwörungstheorie.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 28. Oktober 2020 um 10:18

    Deine letzte Aussage ist richtig. Bis vor einigen Jahren war es eine konsensorientierte politische Kultur, die eine solche uneingeschränkte Macht einer Partei verhindert hat. Der Verfall dieser Kultur begann lange vor Trump, vor allem seit Newt Gingrich Ende der 90er Sprecher der Repräsentantenhauses war. Der Verfall dieser "ungeschriebenen Regeln" ist gut dokumentiert von Steven Levitsky and Daniel Ziblatt, zwei Harvard-Politologen, in ihrem Buch "How Democracies Die".

    Trump hat dies auf die Spitze getrieben, und die republikanische Partei, die sich ihm in einem Akt kompletter Selbstverleugnung unterworfen hat. Die Gazetten sind voll mit der Geschichte von Lindsay Graham, dem Senator aus South Carolina, der bis 2016 ein entschiedener Gegner von Trump war, sich aber zu einem Stiefellecker par excellence entwickelt hat und dabei jegliche Integrität über Bord geworfen hat.

    Warum die Republikaner dies gemacht haben? Wahrscheinlich weil sie ursprünglich dachten, sie könnten Trump und seine Basis dafür nutzen, ihre eigenen Ziele durchzubringen (Steuererleichterungen für Billionäre, Deregulierung, Rückfahren des Umwelt- und Klimaschutzes, Besetzung der Gerichte mit extremen Konservativen). Sie haben das auch weitgehend geschafft, jedoch nicht ohne sich und ihre Werte komplett zu verleugnen. Es gab nur ganz wenige, die zumindest teilweise die Werte der republikanischen Partei hochgehalten haben und nicht blind Trump gefolgt sind, so wie McCain, Romney.

    Die republikanische Partei ist inzwischen in den Händen Trumps und dominiert von Fanatikern und Konspirationstheoretikern. Selbst QAnon Anhänger gewinnen inzwischen Vorwahlen und haben gute Aussichten, in den Kongress gewählt zu werden.

    Wenn die republikanische Partei wieder ein gesundes Gegengewicht gegen Demokraten werden soll, muss sie sich grundlegend von diesen Elementen reinigen. Nur eine vernichtende Wahlniederlage kann diesen Prozess beschleunigen (àhnlich der Labor Partei in UK).

  • Trottel des Tages

    • mmsteidl
    • 27. Oktober 2020 um 23:29

    Sie hat den Schweini groß rausgebracht ;)

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 27. Oktober 2020 um 23:24

    Ich bin da immer noch sehr vorsichtig. 2016 dachte man plötzlich, Hillary hätte in Texas eine Chance. Ich bin optimistisch für Biden, aber immer wieder diese Besorgnis, weil ich mir 2016 wie fast alle anderen auch ganz sicher war.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 27. Oktober 2020 um 16:57

    Während die Kandidaten sich weiter abstrampeln: 64 Millionen haben schon gewählt. [2016 lag die Gesamtzahl der Wählerstimmen bei 135 Mio.]

    Es wird allgemein erwartet, dass die Demokraten eher früh wählen und die Reps eher am 3. November. Eine hohe Anzahl Frühwähler ist daher für Biden eher eine gute Nachricht - auch wenn man es natürlich nicht genau weiss.

    https://www.nytimes.com/interactive/20…pgtype=Homepage

  • Trottel des Tages

    • mmsteidl
    • 27. Oktober 2020 um 16:48

    Erinnert mich an ein Stück, das ich im Englisch Unterricht in der Schule einmal als Hörspiel aufnehmen musste. The Zoo Story von Edward Albee.

    "Say, what's the dividing line between upper-middle-middle-class and lower-upper-middle-class?"

    Ich habe das nicht ohne Lacher einspielen können.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • mmsteidl
    • 27. Oktober 2020 um 09:54

    Die Landkarten sehen besser aus. Financial Times und CNN haben inzwischen Biden auch ohne Tossup States über den magischen 270, RealClearPolitics ist noch etwas vorsichtiger.

    RCP:
    Biden 232 Trump 125
    https://www.realclearpolitics.com/epolls/2020/pr…ollege_map.html

    Financial Times:
    Biden 273 Trump 125 (MN, WI, PA bei Biden)
    https://ig.ft.com/us-election-2020/

    CNN:
    Biden 290 Trump 163 (AZ, NV bei Biden, TX bei Trump)
    https://edition.cnn.com/election/2020/…nteractive-maps

    Alle drei Seiten machen die Polls nicht selbst, sondern bilden Durchschnitte aus verschiedenen Polls, die in den betroffenen Staaten von anderen Firmen durchgeführt werden.

    RCP hat dann auch noch diesen interessanten Vergleich, wo Clinton vor vier Jahren stand und wie das Rennen letztlich ausging. Das sollte etwas zur Vorsicht gebieten.

    Zum Beispiel:

    PA: jetzt Biden +4.8; vor 4 Jahren Clinton +6.0, dann aber bei der Wahl Trump +0.7
    Sieht für einige andere Staaten (WI, AZ) ähnlich aus. Kann sich also in manchen Staaten noch drehen.

    Gibt aber auch Gegenbeispiele:

    Michigan Biden +9.0 Clinton +6.3 Trump +0.3
    Florida Biden +1.8 Trump +0.5 Trump +1.2
    Nevada Biden +5.2 Clinton +1.5 Clinton +2.4
    Minnesota Biden +6.0 Clinton +6.0 Clinton +1.5

    MI, FL, NV, MN würden Biden auf 277 bringen.

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