ZitatAlles anzeigenEuro 2008: Auskünfte per Telefon
19.05.2008 | 18:24 | MIRJAM MARITS UND REGINA PÖLL (Die Presse)Gefälschte Tickets, Fanzone, Verkehrsprobleme: EM-Hotlines, von EU bis Klagenfurt, wollen weiterhelfen.
WIEN/Brüssel. Man kann sich der Fußball-EM auch telefonisch nähern. Per EM-Hotline nämlich, die dafür eingerichtet wurden (oder werden), um etwa besorgten Bewohnern Umleitungen und Straßensperren während der EM-Zeit zu erklären. Oder um (ausländische) Fans über Public-Viewing-Standorte zu informieren.
EM-Hotlines gibt es in drei der vier heimischen HostCities – Klagenfurt (0463/2008), Innsbruck (0512 91 2008), Salzburg (0662/ 2008) – bereits seit Monaten. Die Stadt Wien startet ihre „Fan-Info Wien“-Nummer (01/52550) am 6.Juni, also recht knapp, einen Tag vor EM-Beginn. Auskünfte erfolgen rund um die Uhr in deutscher und englischer Sprache, im Hinblick auf Österreichs Erstrunden-Gegner auch auf kroatisch und polnisch.
Am selben Tag wird auch die Fanhotline der Bundesregierung (01/ 90 500 20) eingerichtet. Während es die bundesweite Hotline derzeit noch nicht gibt, meldet sich bei der Stadt Wien-Nummer schon jetzt der Bürgerservice, dessen Mitarbeiter man auch jetzt schon zur EM befragen kann. Häufig, heißt es bei der MA 55, seien dies Fragen zum Rundherum-Programm (Ausstellungen, Konzerte). Während der EM rechnet man vermehrt mit Anfragen ausländischer Besucher. Ob die von der Existenz der Hotline erfahren, ist freilich noch nicht ganz sicher: Eine Werbe-Kampagne ist derzeit nicht geplant. Der Bürgerservice wird aber auch im „Communication Center“ in der Fanzone am Ring vertreten sein.
Aber ist die ein wenig altmodische Telefonauskunft in Zeiten des Internets überhaupt noch zeitgemäß? Offenbar ja. Bei der Salzburger Rund-um-die-Uhr-Hotline, die es seit Dezember 2007 gibt, gehen mittlerweile „ein paar hundert Anrufe im Monat ein“, sagt Host City-Salzburg-Sprecher Martin Roseneder. Am häufigsten werden Fragen zu Fanzonen und Tickets gestellt. In Tirol verzeichnet man viele Anrufe aus dem Ausland, da die Innsbrucker Nummer die einzige der EM-Hotlines ist, über die man direkt Zimmer buchen kann. Bei den anderen wird man an die jeweilige Tourismus-Auskunft verwiesen.
Was tun bei verspätetem Flug?
Auch die EU richtet zur EM eine eigene Helpline ein. Die Antworten auf Fragen wie „Was tun, wenn ich im Internet ein gefälschtes Ticket gekauft habe? Kann ich Schadenersatz verlangen, wenn mein Flug zu einem Spiel verspätet war, sodass ich es verpasst habe?“ geben will. Aber auch über Unterkünfte in den Austragungsorten informiert: Ab 1. Juni unter der Gratis-Helpline 00 800/ 6 7 8 9 10 11 aus allen 27 EU-Ländern. Das Angebot besteht in 22 Amtssprachen der EU, jeweils von 9 bis 18.30 Uhr.Angeboten wird die Helpline von den EU-Verbraucherschützern um die zuständige Kommissarin Meglena Kuneva, die die Hotline heute, Dienstag, im EU-Parlament in Straßburg vorstellt.
Kuneva will dafür sorgen, dass Konsumenten in Österreich nicht über den Tisch gezogen werden. Für die EM-Spiele in der Schweiz gibt es keinen solchen Service.
Es sei zum Beispiel nicht erlaubt, Tickets weiterzuverkaufen, wenn der ursprüngliche Preis dabei „über Gebühr“ erhöht wird, so die Warnung aus Brüssel. Details für den jeweiligen Einzelfall erfahren Interessierte auch unter der österreichischen Nummer 0810/ 810 225 in Englisch und Deutsch (9 bis 15 Uhr). Anbieter ist der Verein für Konsumenteninformation.
SERVICE
Die EU-Helpline zur Euro ist unter 00800/6 7 8 9 10 11 ab Juni kostenfrei erreichbar.
Ab 6. Juni startet die österreichische Regierung die EM-Hotline: 01/ 9050020, wie auch die Stadt Wien ihre „Fan-Info Wien“-Nummer: 01/52550
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