still
Wenn schickeria nicht im stadion ist hört man nichts von den Bayern fans ![]()
still
Wenn schickeria nicht im stadion ist hört man nichts von den Bayern fans ![]()
AUFRUF VON USP ZUM SPIEL GEGEN HANSA ROSTOCK*
Hallo Sankt Pauli-Fans!
Nun ist es also endgültig. Die von der Polizei erlassene Verfügung, nur 500
Sitzplatzkarten nach Rostock zu geben und den Kartenverkauf nur unter Abgabe
der Personalien durchzuführen, wird vom FC St. Pauli endgültig akzeptiert
und sogar als "einvernehmlich" bezeichnet. Das ist das traurige Ergebnis
eines Gesprächs welches am Montagabend noch einmal zwischen dem Präsidium
unseres Vereins und Vertretern des Ständigen Fanausschusses stattfand. Wir
bedauern dies und sind zugleich auch erschrocken darüber, dass die seit
Wochen laufende Diskussion um dieses Thema und die vielfältigen Einwände von
Fanseite das Präsidium nicht im Geringsten haben bewegen können. Die
Absicht, die Freiheiten von Fußballfans mit dem Sicherheitsbedürfnis des
Vereins in Einklang zu bringen, ist phänomenal gescheitert und muss
traurigerweise auch inhaltlich hinterfragt werden. In Gesprächen wurde
betont, dass Teile des Präsidiums an einer Wahrung von Freiheiten für Fans
interessiert sind. Umso erschreckender, dass dies der Weg ist, der dort für
richtig befunden wird. Es scheinen grundlegend unterschiedliche Auffassungen
von Fankultur und Fanrechten vorzuherrschen.
Schließlich war es der FC St. Pauli, der bei der DFL mit der Idee vorstellig
wurde, das Kartenkontingent auf Null oder maximal 500 Karten zu begrenzen.
Da dies von der Fußballliga abgelehnt wurde, musste ein Partner für die
Realisierung des Vorhabens gefunden werden. Nur so ist es zu erklären,
weshalb die polizeiliche Verfügung als "einvernehmliche" Lösung empfunden
und verkauft wird. Die Polizei erließ zwar die Verfügung, diese entspricht
aber inhaltlich exakt den Interessen des Präsidiums des FC St. Pauli. Es ist
die Vereinsführung, die einen Präzedenzfall sondergleichen schafft. Hätte
man gute juristische Argumente auf seiner Seite, um gegen die Verfügung
rechtlich vorzugehen und sie einer gerichtlichen Nachprüfung zu unterziehen,
wohlgemerkt noch dazu mit großen Erfolgschancen, so bleibt der Verein
untätig. Nicht weil er ratlos ist oder sonstige Erwägungen ihn zweifeln
ließen. Nein, weil er es so will!
Dem Ganzen wird die Krone aufgesetzt, indem tatsächlich die
Türöffner-Funktion so einer Maßnahme geleugnet und auf die Einmaligkeit des
Ausschlusses von Fans hingewiesen wird. Schon während wir hier auf Sankt
Pauli diskutieren, wurden mit Nürnberg und Köln zwei neue Auswärtsverbote
verhängt. Dies geschieht zwar unter anderen Vorzeichen, da diese Maßnahmen
von dem DFB und nicht von der Polizei kommen, doch kann niemand leugnen,
dass das Instrument mehr und mehr hoffähig und anwendbar wird. Von einer
einmaligen Maßnahme kann keine Rede sein. Die Organe testen aus, wie weit
sie gehen können, unser Verein spielt mit.
Auf diese Entwicklung müssen und wollen wir reagieren. Nicht aus Solidarität mit Hansa Rostock, sondern weil wir wissen, dass uns und allen Fans in Deutschland der gleiche Irrsinn droht. Wie viele Tickets werden wir wohl bekommen, wenn wir den Aufstieg verpassen sollten und nächstes Jahr wieder in Rostock spielen? Wie viele Karten bekommen wir bei einem eventuellen Derby im nächsten Jahr?
Es ist nötig, ein Zeichen zu setzen! Irgendwas muss bei diesem Spiel
passieren, die Entwicklungen sind zu elementar, als dass man sie als
Fußball-Fan ignorieren könnte. Die Frage ist nun, welche Reaktion geeignet
ist, das Problem am besten aufzuzeigen respektive zu dessen Lösung
beizutragen. Das Ziel der Repression sind wir Fans, das Ziel unserer Antwort
sollte jedoch möglichst nicht der Fußballsport selber und nicht die
Mannschaft sein, sondern diejenigen, die für die Entwicklung verantwortlich
sind. Mit jeder möglichen Aktion sollte unser eigenes Fandasein jedoch nicht
völlig konterkariert werden. Es ist greifbar nah, dass wir nach so vielen
Jahren wieder aufsteigen. Wir haben unsere Mannschaft begleitet, waren immer
und überall, selbst wenn es das x-te mal nach Wuppertal ging. Wir haben für
unseren Verein, unsere Kurve und unsere Gruppen geschrien und gesungen,
haben mit anderen Fans und der Polizei um unsere Passion gekämpft. Wir alle
haben so viel Engagement und Herzblut investiert und stehen nun vor dem
Erreichen eines großen Ziels. Wir wollen nicht die Mannschaft für die
Verfehlungen des Präsidiums und die absurde Entwicklung büßen lassen, indem
wir ihr die Unterstützung in diesem wichtigen Heimspiel durch einen
kompletten Stimmungsboykott verwehren. Aus Enttäuschung und
Fassungslosigkeit darf nicht Stillstand werden, sondern vielmehr Wut und
eine angemessene Reaktion.
Das Problem wird an diesem Tag nicht aufgelöst werden, aber es ist
existentiell wichtig, darauf aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass viele
Fans nicht einverstanden sind. Wir wollen deutlich machen, wohin der Weg der
Sicherheitsfanatiker geht und was auf dem Spiel steht. Unsere Aktionen sind
also symbolisch und friedlich, diese müssen dann jedoch unübersehbar sein.
Die Handlungsoptionen sind durch die oben genannten, selbst auferlegten
Restriktionen begrenzt. Unser Ziel ist es, eine breite Diskussion über das
Geschehene und eine Skandalisierung der völlig abgedrehten Maßnahmen zu
initiieren. Nur dadurch kann der Entwicklung unserer Einschätzung nach
aktuell sinnvoll begegnet werden. Dem Verein, vor allem dem Präsidium muss
klar werden, dass wir uns trotz seiner angeblich im Grunde guten Absicht
nicht von ihm vertreten fühlen. Wir erwarten von unserem Verein, eine
positive Vorreiterrolle einzunehmen und sich wirklich für die Freiheiten von
Fußball-Fans einzusetzen. Dies ist in anderen Bereichen passiert und soll,
auch wenn es in der Regel nicht vom Präsidium ausging, an dieser Stelle
nicht vergessen werden. Wir wünschen uns einen Verein, der mit uns gemeinsam
wieder etwas bewegen will, der wieder etwas anpackt und voranbringt und
fordern das Präsidium auf, den aktuellen Irrweg endlich zu verlassen.
Wir appellieren an alle Fans, dieses Thema weiter zu verfolgen, sich an
Diskussionen zu beteiligen und das Thema sowohl in die generelle als auch in
die Vereinsöffentlichkeit zu bringen. Werdet aktiv! Äußert euch! verschafft
euch Gehör! Es gibt viele Wege.
Einer unserer Beiträge wird es sein, überspitzt aufzuzeigen, wohin der Weg
führen wird, wenn der Entwicklung kein Einhalt geboten. Wir fordern die Fans
in der Südkurve auf, die Traversen der Kurve erst fünf Minuten nach Anpfiff
zu betreten. Der Gästeblock ist schon leer, eine leere Heimkurve wird jedem
im Stadion und an den Fernsehschirmen auffallen. Jeder wird einen
frappierenden Unterschied feststellen. Es ist der absolute Aufhänger, sich
mit diesem Thema auseinanderzusetzen und ein starkes Zeichen. Nach fünf
Minuten wollen wir die Kurve betreten und mit einer lauten "Aux Armes" zeigen, dass wir die Mannschaft nicht im Stich lassen und wir alle für den
Aufstieg brennen. Deshalb fordern wir das gesamte Stadion auf, sich an
dieser "Aux Armes" mit aller Kraft zu beteiligen.
Nach vielen Diskussionen und Gesprächen in den letzten Wochen wurde
allerdings auch deutlich, dass die Enttäuschung über das eigene Präsidium
und somit auch über den eigenen Verein bei sehr vielen Mitgliedern unserer
Gruppe und Menschen in unserem Umfeld extrem tief sitzt. Es sind
grundlegende Werte des FC St. Pauli und der Fankultur mit Füssen getreten
worden, wodurch zu vielen Menschen jegliche Motivation für dieses Spiel
genommen wurde. Und da ist es egal, ob es für den Aufstieg oder gegen Hansa
Rostock geht. Wir sind keine Duracell-Hasen, die einfach so weitermachen
können, als wäre nichts geschehen. Aus diesem Grund wird es von uns keinen
organisierten Support geben, keine Banner, keine Vorsänger, keine Fahnen.
Trotzdem freuen wir uns über alle, die die Mannschaft und den Verein an
diesem schwierigen Tag in die 1. Liga brüllen.
Der Aufruf, dieses Zeichen zu setzen, richtet sich an die Fans in der
Südkurve. Wenn sich weitere Fangruppen auf den anderen beiden Tribünen
dieser Aktion ebenfalls anschließen möchten, freuen wir uns. Die große
Ganz-Stadion-Choreographie, die Gruppen aller drei Tribünen zu diesem Spiel
seit Wochen geplant haben, wurde abgesagt. Den meisten Vertretern fehlte es
an Motivation und dem Willen, so zu tun, als sei alles wie immer. Sie wird
bei einem passenden Spiel nachgeholt.
Werdet aktiv! Beteiligt euch! Der Fußball gehört allen!
Ultrà Sankt Pauli im März 2010
Ab Samstag, 20. März 2010, können beim VfB-Ticketing für das Auswärtsspiel des VfB bei Hertha BSC Gästeticktes erworben werden. Erhältlich sind die Eintrittskarten für das Spiel im Berliner Olympiastadion sowohl im Fan-Center des Carl Benz Center, als auch im City-Shop in der Innenstadt.
Folgende Kategorien werden angeboten:
Sitzplätze für 35 €
Sitzplätze für 16 €
Bis jetzt steht da nichts von personaliesierung![]()
![]()
![]()
Wie erwartet das Urteil:
24.03.2010 17:20 DFB-Sportgerichtsbarkeit
Hertha BSC: Teilausschluss der Öffentlichkeit gegen Stuttgart
Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts © Bongarts/GettyImages
Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts
Bundesligist Hertha BSC Berlin muss sein Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am 10. April unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen und zudem 50.000 Euro an das Fanprojekt der Landessportjugend Berlin bezahlen. Damit ahndete das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in seiner heutigen Sitzung in Frankfurt die Vorkommnisse vom 13. März beim Berliner Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg, als nach Schlusspfiff aus der Hertha-Zuschauerkurve zunächst Fahnenstangen, Bierbecher und Feuerzeuge Richtung Stadion-Innenraum geworfen wurden und anschließend etwa 150 teils vermummte und mit Fahnenstangen bewaffnete Berliner Anhänger in den Innenraum eindrangen und unter anderem die Trainerbänke und Werbebanden beschädigten.
Hertha darf zum Heimspiel gegen Stuttgart maximal 25.000 Karten an die eigenen Anhänger verkaufen, das Kartenkontingent für den Gastverein bleibt unberührt. Darüber hinaus bleibt die Hertha-Fankurve (Ostkurve) frei von Zuschauern.
Hertha BSC Berlin hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.
22.03.2010 16:35 DFB-Sportgerichtsbarkeit
Keine Stehplatzkarten für zwei Nürnberger Auswärtsspiele
Verhandlung in Frankfurt: Lorenz begrüßt "Club"-Manager Bader (l.) © Bongarts/GettyImages
Verhandlung in Frankfurt: Lorenz begrüßt "Club"-Manager Bader (l.)
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat nach den Vorkommnissen beim Bundesliga-Spiel zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Nürnberg vom 27. Februar neue Wege eingeschlagen.
Mit ausdrücklicher Zustimmung des 1. FC Nürnberg selbst und des DFB-Kontrollausschusses erging heute in mündlicher Verhandlung in Frankfurt folgendes Urteil: Wegen des unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger in Bochum wird der FCN zu einem Teilausschluss seiner Fans bei den Auswärtsspielen in Freiburg am 17. April und in Hamburg am 1. Mai verurteilt. So dürfen für beide Spiele an "Club"-Anhänger keine Stehplatztickets und nur personalisierte Sitzplätze verkauft werden.
Der FCN muss dem SC Freiburg und dem Hamburger SV Schadenersatz in Höhe des entsprechenden Stehplatzkontingents zahlen. Darüber hinaus zahlt der "Club", der das damit rechtskräftige Urteil bereits akzeptiert hat, in diesem und im nächsten Jahr je 20.000 Euro an das Jugendamt Nürnberg zur Förderung des örtlichen Fanprojekts. Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts: „Der Sanktionswert des Urteils liegt bei etwa 100.000 Euro.“
Zur Urteils-Begründung führte Lorenz aus, dass es einen Trend hin zu Zuschauerausschreitungen der Gästefans gebe, das Sportgericht aber bislang stets mit Heimspielsanktionen reagiert habe. „Deshalb wollen wir mit der neuen Form der Sanktion das Übel an der Wurzel packen und gezielt den Auswärtsfan treffen. Der 1. FC Nürnberg hat sich sehr offensiv mit dem Problem auseinandergesetzt und sich beim Kartenkontingent für das Auswärtsspiel in Bremen bereits selbst beschränkt“, so Lorenz.
Hatte den Vorsitz: Hans E. Lorenz © Bongarts/GettyImages
Hatte den Vorsitz: Hans E. Lorenz
Christoph Schickhardt, der Anwalt des 1. FC Nürnberg, zeigte sich zufrieden: „Ich danke dem DFB für die konstruktiven Gespräche und das angemessene wie gerechte Urteil. Das ist gleichsam ein Zeichen, aber auch eine Chance für die Fans.“ FCN-Sportdirektor Martin Bader schloss sich uneingeschränkt an.
Beim Bundesliga-Spiel VfL Bochum gegen 1. FC Nürnberg waren mindestens acht Zuschauer im Nürnberger Fanblock verletzt worden, als zu Spielbeginn Leuchtkörper und Nebelkerzen im Block gezündet wurden. Sechs Personen mussten in einem Krankenhaus stationär versorgt, drei von ihnen gar in eine Spezialklinik für Brandverletzungen eingeliefert werden.
So in einer wochhe endlich mal Auswärtsieg in München![]()
![]()
![]()
Zum glück spielt Bayern am Mittwoch auf Schalke und evt 120 minuten![]()
endlich mal wieder ein 3er
Wo warst du heute???![]()
![]()
Danke. Klappt schon!
Jop aber erst nach 120 minuten![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
wie gut dass wir diese woche dann kein cl-spiel haben
Freu dich nicht zu früh
Bayern ist nicht Barcelona![]()
![]()
![]()
nach einer niederlage sind wir am gefährlichsten
Kommischerweise verliert Bayern fast immer nach einem CL spiel das kommende Bundesliga spiel![]()
GW, das ist jetzt also der ultimative beweis, dass du den spielplan lesen kannst

Glückwunsch![]()
![]()
![]()
In einer woche kommen wir zu euch![]()
![]()
![]()
![]()
Ich such noch n Flug von München o. Nürnberg nach Manchester und zurück.
Aber was billiges hab ich jetzt nich wirklich gefunden. Muss aber auch dazu sagen, ich hab noch keine 10 Flüge gebuchte und kenne mich eig. gar net aus mit dieser Sache. Wenn jemand den ein oder anderen brauchbaren Tipp hat, so haut raus:)
Wenns was billiges gibt, wird gebucht, andernfalls hoff ich auf den Privat Flug des C12´s
schau mal unter billigflieger.de![]()
Der SSV Reutlingen wird am Montag Insolvenz anmelden. Dies bestätigte SSV-Präsident Fritjof Eisenlohr am heutigen Nachmittag, zuvor war die Regionalliga-Mannschaft informiert worden. Die Saison soll in jedem Fall zu Ende gespielt werden. Auf der letzten Jahreshauptversammlung hatte der SSV Reutlingen Schulden in Höhe von vier Millionen Euro angegeben. (ath)
sss-news.de
Ausreiseverbot für Hooligan war unrechtmäßig
Die Polizei verbot einem Bayern-Fan am Flughafen die Ausreise, denn er steht auf der Hooligan-Liste. Dies geschah jedoch zu Unrecht.
Der Bayern-Fan gehört der "Schickeria München" an. Deren Mitglieder sehen sich als "ultraorientierte" Bayern-Fans, als "neue Generation" in der Südkurve. Die Polizei listet sie dagegen unter Kategorie "C" auf: Das sind die gewaltbereiten, extrem fanatischen Anhänger sowie die Hooligans.
In der Gerichtsverhandlung sagte der Vertreter der Bundespolizei, dass sich schottische und deutsche Fans grundsätzlich neutral gegenüber stünden - bei dem Bayern-Spiel gegen Aberdeen seien keine Prügeleien der Club-Anhänger zu erwarten gewesen. Die "Gefährdungslage" habe man vielmehr den dortigen Polizeibeamten gegenüber gesehen: "Es dient dem Ruhm der Fans, Polizisten geprügelt zu haben", sagte der Beamte.
Dann schilderte er dem Gericht, dass dieser Münchner Stadionverbot habe und unter anderem bei "Drittortauseinandersetzungen" aufgefallen sei - das sind verabredete Massenschlägereien unter Hooligans abseits von Fußballereignissen. Außerdem habe man bei einer Durchsuchung seiner Wohnung eine Gaspistole und zwei verbotene Butterflymesser gefunden.
"So etwas kann nicht akzeptiert werden", meinte der Vorsitzende Richter. Er werde sich diesen Namen schon merken. "Aber hier und heute hat er Glück", erklärte er den Bundesbeamten. Denn der amtliche Bescheid, mit dem damals das Ausreiseverbot des Fans verfügt worden sei, "erfüllt nicht einmal die Minimalanforderungen", sagte der Vorsitzende.
Der zuständige Polizist am Flughafen hätte das Für und Wider eines solchen Verbots abwägen müssen - "aber er hat nicht einmal rudimentär sein Ermessen ausgeübt." Daher sei der Bescheid aus rein formalen Gründen rechtswidrig.
Die Vertreter der Bundespolizei hoben auf dringenden Rat des Gerichts den Bescheid daraufhin auf. "Schaun's, dass die Herrschaften da draußen das künftig etwas gründlicher machen", wurde ihnen vom Gericht mit auf den Weg gegeben. Die Prozesskosten samt Gebühren für den Anwalt des Fußball-Ultras muss nun die Staatskasse tragen.
Intern/Sonstiges, 15.03.2010
Keine Nachtflugerlaubnis
Der VfB hat sich wochenlang um eine Nachtflugerlaubnis für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, eben nach dem Achtelfinal-Rückspiel in der UEFA Champions League in Barcelona, für den Stuttgarter Flughafen bemüht.
Am Montagnachmittag erhielt der Verein schließlich eine Ablehnung durch das Regierungspräsidium Stuttgart, so dass die VfB-Fans, die mit der Silberreise unterwegs sind, in Barcelona um 4.00 Uhr morgens abfliegen und um 6.00 Uhr morgens in Stuttgart landen werden. Da der Flughafen in Barcelona rund um die Uhr geöffnet hat, erfolgt nach Spielende der Transfer mit Bussen vom Estadio Camp Nou zum Flughafen. Dort bleibt genügend Zeit, sich mit Essen und Trinken zu versorgen.
Top
Quelle: vfb.de
Ausschließlich Sitzplätze für Hansa
Bei dem Gastauftritt vom Hansa Rostock in St. Pauli am 28. März stehen den Anhängern der Gäste nur circa 25 Prozent des gewöhnlichen Kartenkontingents und noch dazu keine Stehplatzkarten zur Verfügung. Außerdem werden nur personifizierte Karten vergeben.
Als Grund für diese strengen Maßnahmen werden von der Polizei Hamburg Auseinandersetzungen der Fußballanhänger beider Vereine in der Vergangenheit angegeben, weswegen stets eine große Polizeipräsenz rund um das Derby erforderlich war. „Anhänger des FC Hansa Rostock fallen bis in die jüngste Zeit bei Heim- und Auswärtsspielen durch besonders ausgeprägte Gewaltbereitschaft auf. Dabei sind Angriffe auf ´gegnerische´ Fans und auch zunehmend auf Polizeibeamte die Regel“, erklärte die Polizei Hamburg in einer Pressemitteilung.
In einem zwischen dem Präsidium des FC St. Pauli und dem Polizeipräsidium stattfindenden Gespräch einigte man sich deswegen darauf, den Rostockern lediglich 500 Karten bereitzustellen. Aus diesem Grund werden sämtliche Gästefans im Block N 5 der Nordtribüne untergebracht, sodass die herkömmliche Gästetribüne leer steht und diese als Pufferzone zwischen den rivalisierenden Fanblöcken dienen soll.
Beim Einlass in das Stadion am Millerntor soll jeder Gast hinsichtlich der Rechtmäßigkeit des Erwerbs überprüft werden. Außerdem bitten sowohl der Verein als auch die Hamburger Polizei, die Anhänger beider Vereine von Gewalttätigkeiten Abstand zu nehmen und sich auf das sportliche Ereignis zu konzentrieren. (Stadionwelt, 15.03.2010)
dfb.de
Nach dem 2:1-Siegtor des Nürnbergers Angelos Charisteas brach sich die Gewalt Bahn. Etwa 150 Chaoten stürmten am vergangenen Samstag aus der Fankurve von Hertha BSC in den Innenraum des Berliner Olympiastadions, bewaffnet unter anderem mit den Stangen der Plakate und Banner, die zuvor noch Unterstützung für Hertha signalisiert hatten.
All das passierte eine Woche, nachdem sich die Fan-Beauftragen der Bundesligisten in einem Offenen Brief gegen Gewalt ausgesprochen und die Fans zu mehr Vernunft in den Kurven aufgefordert hatten. DFB.de-Redakteur Steffen Lüdeke hat mit Helmut Spahn, dem Sicherheitsbeauftragten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), über die Vorfälle in Berlin und mögliche Konsequenzen gesprochen.
DFB.de: Herr Spahn, nach den Vorfällen im Berliner Olympiastadion haben Sie angekündigt, dass nun alles auf den Prüfstand gestellt werden müsse. Was genau meint das?
Helmut Spahn: Wir haben den Fans seit Jahren mit den verschiedensten Initiativen die Hand gereicht und alles dafür getan, damit die Fankultur in den Kurven erhalten bleibt. Das alles immer unter der Voraussetzung, dass wir darauf vertraut haben, dass die Fans vernünftig mit ihrer Verantwortung umgehen. Wir müssen nun überprüfen, ob wir diese Privilegien aufrecht erhalten können.
DFB.de: Die Masse der Fans wird - auch in Berlin - für sich in Anspruch nehmen, sehr wohl vertrauensvoll mit der Verantwortung umgegangen zu sein.
Spahn: Das stimmt ja auch. Gewalttäter wie die in Berlin benutzen aber die Fan-Kurve als ihre große Bühne. Dann muss die Kurve auch dafür sorgen, dass dieser Missbrauch nicht möglich ist. Ich setze da ein Stück weit auf einen Selbstregulierungsprozess unter den Fans. Das kann nicht mit Offenen Briefen, die ich natürlich sehr begrüße, zu Ende sein. Ich weiß, dass das im Einzelfall nicht immer einfach ist, aber die echten Fans müssen, wenn sie sehen, dass sich in Ihrem Block ein Gewaltpotenzial entwickelt, auch mal beschwichtigend eingreifen und versuchen, die Gewalttäter abzuhalten.
DFB.de: Ist aus Ihrer Sicht in Berlin vom Sicherheitsdienst und von der Polizei alles richtig gemacht worden?
Spahn: Das lässt sich jetzt noch nicht abschließend beurteilen. Aber so, wie sich die Situation für mich jetzt darstellt, kann ich das Verhalten zumindest nachvollziehen. Es gab keine oder nur einige Leichtverletzte. Das wäre wahrscheinlich anders gewesen, wenn sich der Sicherheitsdienst auf Auseinandersetzungen am Graben eingelassen hätte.
DFB.de: Eine Zeitung in Berlin schreibt, dass sich Hertha-Manager Michael Preetz schon vor dem Spiel an den DFB gewandt habe, weil er Kenntnis von möglichen Problemen gehabt habe.
Spahn: Das stimmt so nicht. Wir hatten zu den Vorfällen im Nachgang Kontakt, vorher gab es den üblichen Austausch zwischen dem DFB und Hertha BSC.
DFB.de: Welche Konsequenzen muss Hertha BSC nun fürchten?
Spahn: Das obliegt nicht meiner Beurteilung. Zunächst ist die Angelegenheit eine Sache für die Sportgerichtsbarkeit. Der DFB-Kontrollausschuss wird ermitteln.
DFB.de: Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hat einmal mehr drastische Maßnahmen vom DFB gefordert. Er verlangt unter anderem „Geisterspiele“ für Hertha BSC und einen personalisierten Ticketverkauf.
Spahn: Ich kann mit solchen populistischen Forderungen nichts anfangen. Unser Gesprächspartner ist die GdP, die Gewerkschaft der Polizei, mit der wir in einem konstruktiven Dialog stehen. Wir müssen die Situation genau analysieren, müssen schauen, welche Versäumnisse vorliegen und daraus die Konsequenzen ziehen.
DFB.de: Wie können diese aussehen?
Spahn: Wir sind gerade dabei, einen Runden Tisch mit Vertretern der Vereine, der Innenminister-Konferenz, des DFB, der DFL, der Polizei und der Fans vorzubereiten. Wir werden alle Betroffenen hören und versuchen, dass wir an den Punkten nachbessern, an denen nachgebessert werden muss. Klar ist, dass durch Vorfälle wie in Berlin der Druck steigt und sich die Situation auch der friedlichen Fans nicht verbessert hat. Denn ich kann nicht ausschließen, dass Maßnahmen getroffen werden müssen, die auch die Rechte der friedlichen Fans beschränken können.