und du hast das Gefühl, dass das beim BVB auch so ist
Kommt mir von außen betrachtet nicht so vor.
Und der Unterschied zwischen Guardiola und Favre ist ja das, was ich meine, der eine brennt und ist voll dabei, während der andere zögerlich und abwesend erscheint.
Sprachhürden sind da ja nicht so wirklich das Problem.
Taktik ist immer nur die eine Seite, wenn du in den Spielern kein Feuer entfachst, dann fehlen halt häufig die letzten Prozente.aber wie gesagt, mir ist Favre letztendlich egal, für Bayern ist der super, weil er sich mit Platz 2/3 arrangiert hat und gar nicht mehr will
Das schreit ja fast nach eine Umgrage von @Brasi: Wer hat gandis account gehackt: A Pit Gottschalk, B Raimund Hinko oder C Alfred Draxler? ![]()
Ich bin da schon eher bei @Zumsel und @grover, denn ich finde auch, dass Favre medial und auch von Teilen der BVB Fans total ungerecht behandelt wird.
Ja er hat seine Defizite, aber welcher Trainer hat die nicht? Darüber hinaus hat Favre eine mehr als beachtliche Vita und ich glaube in Genf, Zürich, Berlin, Gladbach und Nizza denkt man gern an ihn zurück. Überall hat er Punkterekorde aufgestellt. Dazu beim BVB einen tooorerekord. Übrigens während er sich von einigen vorwerfen lassen musste, er lasse unattraktiven Fußball spielen.
Dazu hat er überall Spieler weiterentwickelt, die die Vereine dann werthaltig verkaufen konnten und nirgendwo verbrannte Erde hinterlassen (in Berlin war das ja eher Dieter Hoeneß).
Und so ein Trainer wird teilweise hingestellt wie ein komplett Blinder, der keinen Schimmer hat, was er tut. Wenn er den BVB mal verlässt, dann baut man ihm sicherlich kein Denkmal, aber man hat sich dann für wirklich komplizierte und nachhaltige Arbeit zu bedanken, die meiner Meinung nach auch noch nachwirken wird. Nämlich dergestalt, dass die Marktwerte unserer Talente auch durch Favre gestiegen sind und vielleicht bekommt er es ja auch noch hin, dass die Truppe Dreier- und Viererkette mit gleicher Qualität spielen kann. Das wäre auch ein Pfund für die Zukunft.
Favres (von Außen betrachtet) ruhige, lehrende Art mit Defiziten in Sachen Einimpfung von Selbstvertrauen ist nun mal sein Wesen und alles andere würde man ihm wohl auch nicht mehr abnehmen. Aber seine Qualitäten waren 2018 genau das, was wir nach dem Trainerchaos um Bosz und Stöger gebraucht haben.
Es war allerdings auch von Anfang an klar, dass Favres Art sich irgendwann abnutzen wird. Und deshalb breche ich diese Lanze für ihn auch, obwohl ich der Meinung bin, dass wir im nächsten Schritt (nächsten Sommer, vielleicht wäre es ohne corona auch schon diesen Sommer soweit gewesen) einen Trainer brauchen, der auch etwas mitreißendes hat. Der auf Favres Fundament aufbaut und mit seiner Art dafür sorgt, dass man auswärts bei den großen Gegnern mit einer anderen Überzeugung auftritt. Der eine Mannschaft auch mal glauben lässt, besser zu sein, als sie eigentlich ist. Typen wie Hummels, Can oder Haaland brauchen das sicherlich nicht, aber bei vielen anderen Spieler habe ich den Eindruck schon. Von daher hoffe ich schon auf irgendwas in der Richtung Nagelsmann oder Rose.
Aber bis dahin erwarte ich auch von Watzke und Zorc mal mehr öffentliche Rückendeckung für unseren aktuellen Trainer. Denn dass diese nahezu ausbleibt ist für mich ein Teil des Problems.