Aber damit hat Gemüse doch recht. Er hat sich den Job ausgesucht und hat sicherlich im Lauf der Jahre mitbekommen auf was er sich da eingelsssen hat. Natürlich gibt es burn-out oder jetzt neumodisch auch Fatique-Syndrom. Aber jeder, der sich in solch exponierten Positionen sich begibt muss wissen, wo die Grenzen seiner Belastbarkeit sind und dass er früh gegensteuern kann und muss. Also hat er auch einen aktiven Anteil und Mitverantwortlichkeit. Dieser Zustand ist nicht über ihn gekommen wie das Wetter.
Mit dieser Argumentation lässt sich fast jede Depression als solche negieren. Eines der Hauptprobleme der Krankheit ist , dass man gerade nicht in der Lage ist, auf die Signale des eigenen Körpers und Lebens zu reagieren und gegenzusteuern, sondern dass das wir ein Strudel wirken kann.
(Ob Max Eberl eine Depression oder einen Burnout oder ein Fatigue-Syndrom hat oder nicht, sollten wir wahrscheinlich hier nicht vertieft erörtern, weil wir es bezogen auf den konkreten Fall nicht wissen. Aber jedem sollte klar sein, dass hinter den meisten "Burnouts" einfach eine Depression steckt.