Also grundsätzlich bin ich beim Thema Corona sehr vorsichtig, bedeutet ich tendiere stark dazu, die ganzen Lockerungen langsamer umzusetzen. Mit anderen Worten, mir geht vieles nun zu schnell.
Aus diesem Grund sehe ich das Thema Schule deutlich anders als z.B. Fahndi, der ja den normalen Schulbetrieb so schnell wie möglich einfordert, bzw. ihn gerne schon längst gehabt hätte.Ja, ich weiß auch wie wichtg Schule ist, nicht nur was das Lernen angeht, auch was soziale Kontakte angeht, usw. Trotzdem denke ich , wir brechen uns als Gesellschaft keinen Zacken aus der Korone, wenn wir den Schulbetrieb erst nach den Sommerferien so einigermaßen normal wieder aufnehmen.Die Kids verpassen dann, je nach Kalender vielleicht vier Monate Schulbldung, ich sag "so what". Wenn ein Kind dann später mit 25 Jahren im Supermarkt steht und nicht in der Lage ist, zu beurteilen, ob die 500g PAckung günstiger ist als die 2kg Packung, dann wird es nicht daran liegen, dass es irgendwann in seiner Schulzeit mal vier Monate nur Homeschooling hatte. Wenn wir uns mal überlegen wie wenig wir tatsächlich aus der Schulbildung mit ins Leben nehmen, was haben da vier Monate für eine Auswirkung wo die Vermittlung von Lehrstoffen nur marginal war? Das ist mein Ansatz. Ja und wenn jetzt irgendwer aufgrund dieser Situation dann eine Klasse wiederholen muss oder später zurückgestuft wird, auch dann bricht die Welt nicht zusammen. Unsere Kinder haben eine Lebenserwartung jenseits der 80, ob die nun ein Jahr früher oder später ihre Ausbildung machen oder ihr Studium beginnen, das ist doch echt scheißegal.Ja ich weiß, wenn ich das einer überforderten, alleinerziehenden Mutter von drei Kindern erzähle, die kurz vorm Nervenzusammenbruch ist, dann wird die mich vermutlich versuchen zu erwürgen, und ich kann komplett nachvollziehen dass die nicht mehr kann und endlcih Luft braucht. Ich sehe es aber bildungstechnich als kein großes Drama an wenn es erst im August/September wieder richtig mit der Schule losgeht.
Das ist zu 100% auch meine Sicht. ![]()
Ich verstehe das Problem des größer werdenden bildungsrückstands bei den Kindern aus Gelsenkirchen und dass homeschooling für viele Familien eine enorme Belastung ist, aber bildungstechnisch halte ich es für maximal überbewertet, was da jetzt wegen 3 Monaten teilweise für ein Fass aufgemacht wird.
ich würde sogar im Gegenteil behaupten, vielleicht lernen viele Kinder gerade In der Situation ja sogar so sehr viel mehr fürs Leben, als ihnen Schule in Jahren gegeben hätte.
