Die Vereine wollen sich mit den Ultras vermutlich auch nicht anlegen. Denke die spekulieren darauf, dass die Proteste nach der Winterpause abflachen
Was heißt "anlegen"..
Wir haben eben hier in Deutschland die Situation, dass es wenigstens noch oppositionsgetreue Teile unter den Zuschauern und Fußballkonsumenten gibt, die sich bemerkbar machen und Entscheidungen der voranschreitenden Konsumierung kritisch hinterfragen.
Das ist meiner Ansicht nach einfach auch Demokratie und Meinungsfreiheit.
Solange das nicht in Gewalt endet oder übers Ziel hinaus geschossen wird, finde ich das schon noch in Ordnung, wenn der Finger in die Wunde gelegt, protestiert wird und sich die Vorstände der Klubs, die DFL und Politik gezwungenermaßen auch mit kritischen Stimmen auseinandersetzen müssen.
Ehrlich gesagt bin ich auch froh, dass wir Bündnisse haben (Unsere Kurve, Profans etc.) unter denen sich auch rivalisierende Gruppen miteinander im Dialog austauschen, um gemeinsam Lösungen zu finden. Meine sogar, in dieser DFL Task Force ist auch irgendein Fanvertreter dabei.
Das ist auch nicht überall in der weiten Fußballwelt selbstverständlich.
Man muss kritische Stimmen und Proteste auch anhören und sich der Sache annehmen.
Gefährlich wird es erst meiner Meinung nach, wenn Ultragruppen in den eigenen Klubs zu viel Macht erhalten und diese zu sehr für sich ausnutzen, was wiederum dem Verein dann selbst schadet..
Wegducken und Verhältnisse wie in Großbritannien einfach sorglos hinnehmen, will man ja auch nicht unbedingt.
Auch haben wir hier keine Verhältnisse wie anderswo auf dem Planeten, wo in Stadien, Geschäfts- und VIP-Räume eingebrochen wird, Spieler vor Häusern aufgelauert und bedrückt werden.
Bisschen kritisch hinterfragende Fankultur schadet nicht, solange es beim Dialog miteinander bleibt und keine Gewaltexzesse entstehen, aber die Ausnahmen hat man leider immer..