Das Problem mit allen Verschwörungstheoretikern ist, dass sie Thesen aufstellen, die sie nicht mal im Ansatz beweisen können, von allen anderen aber die komplette Faktenlage lückenlos einfordern. Besonders wirksam ist es, wenn man in krude Verschwörungstheorien einen Fakt einbaut, der nachvollziehbar ist (z.B. wo wirklich etwas falsch gelaufen ist, ein Messfehler o.ä.). Ein nachweisbarer Teilaspekt macht den ganzen restlichen Quatsch für viele "glaubhaft".
Im Übrigen kann man meinen ersten Satz an folgendem Beispiel verdeutlichen."Mainstream" sagt: Weihnachtsmann gibt es nicht
Ein Verschwörungstheoretiker würde sagen: Mainstream kann keine Beweise vorlegen, dass es ihn nicht wirklich gibt. Gegenbeweis muss nicht angetreten werden.
Nun ja, das man bestimmte Sachverhalte (auch offensichtliche) bestreitet macht allein einen noch nicht automatisch zum Verschwörungstheoretiker. Dazu gehört meiner Meinung nach, dass damit ein bestimmtes (politisches, gesellschaftliches, religiöses etc.) Ziel verfolgt wird.
Mal abgesehen davon, dass 99% der Fragestellungen etwas komplexer sind als die Existenzfrage des Weihnachtsmannes.
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