Letztlich ist die Größe des Landes und die absolute Fallzahl völlig egal. Das Rechenmodell ist immer das gleiche.
Wie gesagt müsste Österreich in dem Fall dauerhaft 3-5 mal höhere Infektionsraten haben als Deutschland.(bissl rumspielen kann man natürlich noch mit der Dunkelziffer, aber ob das realistisch ist, wenn man die statt mit 5 sogar mit 10 oder noch höher ansetzt sei mal dahingestellt)
(edit: Oder mir erläutert jemand nachvollziehbar, dass das Rechenmodell falsch ist. Das geht natürlich immer)
Es gibt ja noch ein paar andere unbekannte Faktoren. Zum einen hat Drosten in seinem Podcast mal gesagt, dass eine Grundimmunität durch andere Erkältungsviren bestehen kann, von bis zu 15% der Bevölkerung sprach er, meine ich (ich weiß allerdings nicht, ob es dazu inzwischen neue Erkenntnisse gibt). Wenn man von 80 Millionen 15% abzieht und davon ausgeht, dass sich 60% der übrigen Bevölkerung für eine Herdenimmunität infizieren müssten, wären das noch etwa 40 Millionen. Setzen wir die Dunkelziffer mit dem Faktor 10 an und gehen davon aus, dass durch die Lockerung der Maßnahmen die Zahl der Infizierten pro Tag steigt, sagen wir sich auf im Schnitt 6000 verdoppelt, wäre das Thema nach 2 Jahren durch (vorausgesetzt die Immunität besteht tatsächlich solange usw.). Das ist natürlich eher optimistisch (bzw. pessimistisch, je nach Perspektive) gerechnet, aber in einem solchen Szenario wäre 2022 durchaus realistisch, egal ob Deutschland oder Österreich.
