Achtung, viel Text - aber vielleicht hilft es einem!
Ich will euch kurz eine doch recht negative Erfahrung schildern - sowohl für die Hobby- als auch die erfahrenen (Profi-) Läufer.
Am 1.Mai stand bei uns ein 10km an. Ich selber nicht dabei, da noch nicht fit genug. Dafür ein sehr guter Kumpel, den ich zu den "sehr erfahrenen", top fitten und durchtrainierten Läufern zählen: bis jetzt 700km dieses Jahr, 3+ Läufe pro Woche. BZ 10km 37min, BZ HM 1:28
Und es geschah folgendes: Ich stehe am Ziel und schaue, wie er schwankend auf die Zielgerade einbiegt. Denk mir, was ist mit dem los, macht der noch paar Extrameter
. Im Ziel sackt er zusammen, völlig im Delirium. Sein Verhalten 1-1 so wie in einem Vollsuff, total benebelt, redet wirres Zeug, ist überhaupt nicht bei sich. Sanitäter kommen und machen Erstversorgung. Notärztin, die ebenfalls mitgelaufen ist (über 5km, aber nach meinem Kumpel im Ziel, der 10km gelaufen ist
), kommt zu Hilfe. Rufen Krankenwagen, den er dann komplett vollkotzt. Infusion angelegt, ab ins Krankenhaus.
Dort blieb er dann über Nacht, da Verdacht auf Herzinfarkt.
Am Ende ging alles gut aus, alle Nachuntersuchungen geben Entwarnung fürs Herz.
Was bleibt, ist der Schreck bei ihm, seiner Frau und mir sowie das Learning:
Wenn jemand, der am Nachmittag nen Lauf/Wettkampf machen will, dir am Vormittag sagt, dass er sich "irgendwie nicht so wohl fühlt", sag ihm: Bleib zuhause, heute läufst du nicht.