Ich habe seit längerem mal wieder auf der dänischen website mit den Sequenz-Daten vorbeigeschaut.
https://covid19genomics.dk/statistics
Da sieht das Wachstum der indischen Variante bezogen auf den Gesamtanteil höchstens uneinheitlich aus. Gerade der Vergleich zu B117 sieht deutlich anders aus.
Anteil indische Variante B16172 seit dem ersten Nachweis
W1 0,1%
W2 0,1%
W3 0,1%
W4 0,3%
W5 0,4%
W6 0,3%
W7 0,5%
W8 0,2% (noch nicht vollständige Daten)
Im Vergleich die ersten 8 Wochen für B117 Anteil seit dem ersten Nachweis
W1 0,2%
W2 0,4%
W3 0,9%
W4 1,8%
W5 2,0%
W6 3,7%
W7 7,1%
W8 12,8%
Die Dänen sind bekanntermaßen Weltmeister im Sequenzieren.
Ist hier natürliche nur eine wirrologische Interpretation, aber das spricht eher dafür, dass der Anstieg in UK zumindest zu einem größeren Anteil nicht auf eine höhere, biologische Übertragbarkeit zurückzuführen ist, sondern (auch) auf andere Faktoren (z.B. soziale, demographische, ökonomische...).
Ein weiterer, interessanter Fred von einem "Statistical geneticist" hier (in dem auch Dänemark kurz aufgegriffen wird):