Was entgegnet man guten Bekannten, die den Impfstoff aufgrund der kurzen Testspanne mit dem fatalen Contergan vergleichen?
In Teilen sollte man schon darauf reagieren, finde ich. Wenn es denn Personen sind, die mit sinnvollen Argumenten überzeugt werden können und es eben nicht sowieso aussichtslos ist...
(1): Die Testphase wurde gegenüber anderen Impfungen nicht verkürzt, lediglich der bürokratische Prozess ging schneller.
(2): Seit dem Contergan Vorfall sind die Richtlinien für die Zulassung von Medikamenten deutlich strikter geworden.
(3): Auch bei Corona sind die Langzeitfolgen nicht absehbar. Wir wissen inzwischen was nach bis zu 9 Monaten passiert. Aber was die Folgen für Infizierte nach 2, 5 oder 10 Jahren sind, ist nicht absehbar.
Natürlich gibt es noch eine Gefahr, dass die Impfung langfristig unerwünschte Nebenwirkungen hat. Das ist nicht völlig auszuschließen, weil es eben ein neuer Impfstoff und auch ein ganz neues Verfahren ist, das bisher zwar erforscht, aber nicht eingesetzt wurde. Das darf man auch ruhig ansprechen. Und es ist auch immer noch möglich, dass sich in ein paar Jahren herausstellt, dass "keine Impfung" vielleicht doch besser gewesen wäre. Die Wahrscheinlichkeit für diesen Fall ist aber extrem gering. Letztendlich ist es ein Abwägen von Risiken. Und nach aktuellem Stand der Wissenschaft ist das Risiko von langfristigen unerwünschten Nebenwirkungen einer Coronainfektion um ein hoch Vielfaches wahrscheinlicher als das der Impfung.