Vielleicht haben wir bald die ersten Impfungen , dann können alle mal durchatmen . Ich hoffe da ernsthaft schon auf den Anfang des kommenden Jahren , so daß nach den Winterferien Normalität eintritt.
Da du das Themer ja wieder und wieder und wieder und wieder ansprichst ... ![]()
Mal von der zeitlichen Erwartung abgesehen (dazu habe ich mich ja auch schon wieder und wieder und wieder geäußert), wüsste ich ja gerne, wie man dazu kommt, dass mit der Verfügbarkeit eines Impfstoffs das Problem quasi erledigt sei? (Was ja dann wohl auch der Grund ist, warum immer noch zu viele die Strategie "XYZ verbieten bis Impfstoff" als Plan A ansehen...)
Mit der Realität hat diese Ansicht aber (wohl) herzlich wenig zu tun. Hier mal ein Interview mit einem Virologen, der sollte sich da ja ein wenig besser auskennen:
https://www.tagesschau.de/inland/interview-keppler-101.html
Ich schreibe mal die relevante Stelle raus:
ZitatBei den respiratorischen Infektionen, zu denen auch das Coronavirus zählt, haben wir einen Einäugigen unter Blinden - das ist die Influenza-Impfung. Diese Impfung ist das Beste, was wir haben. Sie ist aber leider auch nicht hocheffektiv. Die Effektivität schwankt von Jahr zu Jahr zwischen 30 und 70 Prozent.
Also: wenn Impfstoff, dann schützt dieser (untere Grenze des als "besten" bezeichneten Impfstoffs) 30% der Geimpften vor einer Infektion. Wenn wir jetzt mal sagen, dass sich die Hälfte der deutschen Bevölkerung impfen lässt, wären dann also 15% der Bevölkerung vor einer Infektion geschützt.
Natürlich ist das hilfreich und wenn es keine nennenswerten Nebenwirkungen gibt, sollte das auch möglichst jeder machen. Aber die Erwartung, dieser Impfstoff löst alle Probleme, ist einfach nur wilde Fantasiererei.
Um es mal mit dem mittlerweile wohl bekannten R-Wert auszudrücken: bei einem R0 von 3 würde der Impfstoff in der genannten Effektivität eine Reduktion von R auf 2,55 bewirken. Dass das nicht ausreicht, sollte ja nun mittlerweile jedem klar sein.