Unglaublich, wie sich einige (kinderlose) Herren über Schülerinnen und Schüler äußern, die einem elementaren und höchst schützenswerten Recht der Demokratie Leben einhauchen: der politischen Demonstration. Da ist jedes Mittel der Marginalisierung und Verunglimpfung recht: der eine feiert die guten alten Zeiten der körperlichen Züchtigung: wenn einer es wagte aus der Reihe zu tanzen, wurde das durch köperliche Gewalt geregelt (da war die Welt noch in Ordnung), der Nächste fühlt sich in seiner Bequemlichkeit gestört, ein weiterer ereifert ganz altklug über die Verwendung von Plastikflatterband, selbstverständlich geht es eigentlich nur um das Schule schwänzen, es bringt alles nichts und natürlich darf da nicht der Versuch unterbleiben, von Nazis und Verfassungsfeinden durchsetzte AfD-Demos angesichts des Protests der Kinder des vermuteten West-Establishments die gleiche Berechtigung einzuräumen wie den FFF-Demos. Diesen sich überwiegend der Adolenzenz befindlichen Menschen dann auch noch die Spaltung der Gesellschaft vorzuwerfen und auf größere lokale Probleme zu verweisen, die in dwn Hintergrund rücken, setzt dem ganzen die Krone auf.
Seid euch sicher, dass der Jugend klar ist, dass ihre Demos weder den CO2 Ausstoss senken noch die Wirtschaftspolitik in anderen Ländern ändern kann.
Darum geht es aber doch auch garnicht. Es geht um gesellschaftliche Teilhabe und maximal zivilen Ungehorsam, darum ganz idealistsich (Bewusstsein verändert Sein) auf Missstände aufmerksam zu machen und sich gesellschaftlich Gehör zu verschaffen, um zukunftsorientierte Themen in den öffentlichen Diskurs zu bringen und dem Großteil einer nicht wahlberechtigten Generation eine Stimme zu geben, es geht um Veränderungen. Wie sehr diese politische Emanzipation der Jungen gelingt und wie wichtig und richtig das ist, zeigen doch die Abwehrmechsnismen der Alten, die große Koalition der Bewahrer. Solche Kondliktlinien sind doch ganz normale Veränderungsmechanismen einer Demokratieund deren Lebenselexier. Ich bin froh um jeden kritischen jugendlichen Geist, der sich einbringt und seiner Sorge um die Zukunft Ausdruck verleiht, statt satt und desillusioniert auf dem Sofa zu sitzen und zu hohe Steuern und die Wirkungslosigkeit der Proteste sowie der politischen Entscheidungen zu beklagen.
Und nein, ich meine mit kritischen Geistern hiermit keine besorgten Patrioten, die in Gegenden mit bemerkenswert geringem Migrantenanteil gegen Überfremdung und die Systempresse hetzen.
Top.
