03. Oktober 2005 von FIFA
Die Nachfrage nach Eintrittskarten für die im Juni 2006 beginnende FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in Deutschland ist gross.
Dieses enorme Interesse machen sich weltweit viele Unternehmen zunutze. So betreiben sie Imagewerbung, indem sie Preisausschreiben lancieren, bei denen Eintrittskarten für WM-Spiele zu gewinnen sind. Dabei stossend ist nicht nur, dass sich diese Unternehmen am kommerziellen Wert der Veranstaltung bereichern, sondern auch, dass den Verbrauchern der Gewinn gültiger Eintrittskarten für ein Spiel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in Deutschland in Aussicht gestellt wird. Die FIFA (und das OK FIFA WM 2006) warnt die Verbraucher vor solch unzulässigen Werbeaktionen.
Die allgemeinen Geschäftsbedingungen für WM-Eintrittskarten (AGB) halten ausdrücklich fest, dass Eintrittskarten weder zu Werbe- oder Verkaufszwecken noch als Prämien, Geschenke oder Preise bei Wettbewerben oder Lotterien übertragen oder genutzt werden dürfen, es sei denn in Zusammenhang mit zulässigen kommerziellen Aktionen von FIFA-Geschäftspartnern.
Einzig die Offiziellen Partner der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™, sprich adidas, Avaya, Anheuser-Busch, Coca-Cola, Continental, Deutsche Telekom, Emirates, Fujifilm, Gillette, Hyundai, MasterCard, McDonald’s, Philips, Toshiba und Yahoo!, sowie innerhalb Deutschlands die Nationalen Förderer, namentlich die Deutsche Bahn, EnBW, Hamburg-Mannheimer, OBI, ODDSET und die Postbank, sind befugt, bei Werbeaktionen Eintrittskarten zu verschenken.
Die FIFA und das OK FIFA WM 2006 arbeiten bei der Bekämpfung unerlaubter Werbeaktionen mit Eintrittskarten eng zusammen. Ziel ist es, das für WM-Tickets geltende Transferverbot, das zum Vorteil der Fans erlassen worden ist, durchzusetzen. Die AGB verfolgen mehrere wichtige Ziele: So sollen sie u. a. die Sicherheit in den Stadien gewährleisten und den Handel von Eintrittskarten auf dem überteuerten und für echte Fans folglich unerschwinglichen Schwarzmarkt unterbinden.
Der Inhaber einer WM-Eintrittskarte, die über eine unzulässige Werbeaktion in Umlauf gebracht wurde, läuft angesichts der in diesem Fall automatisch vorgesehenen Entwertung (elektronisch oder in anderer Form) Gefahr, nicht ins Stadion eingelassen oder aus diesem gewiesen zu werden.
Vor kurzem wurden von der FIFA und dem OK FIFA WM 2006 unzulässige Kartenaktionen von Cervecería Asunción für Bier der Marke „Munich Imperial“ in Paraguay und von der Telekommunikationsfirma Embratel in Brasilien entdeckt, worauf FIFA-Anwälte einschritten und die Aktionen umgehend unterbunden wurden.
„Die FIFA erachtet den illegalen Verkauf und Vertrieb von Eintrittskarten als ernsthaftes Problem und misst den sicherheitsbezogenen Folgen des unzulässigen Transfers und/oder Wiederverkaufs von Tickets grösste Bedeutung zu“, betont FIFA-Generalsekretär Urs Linsi. „Die FIFA sieht sich in der Pflicht und setzt alles daran, die wahren Fussballfans mithilfe rechtlicher Schritte vor solch unzulässigen Aktivitäten zu schützen. Unschuldige und gutgläubige Fans zu betrügen, ist unentschuldbar.“
Ein weiterer wichtiger Baustein im WM-Sicherheitskonzept der FIFA sind die Massnahmen gegen Kartenfälschungen. So werden die WM-Tickets mit der neuen RFID-Chip-Technologie ausgestattet, die eine Fälschung ziemlich schwierig machen. Eine zusätzliche Hürde für etwaige Fälscher ist die Produktion der WM-Karten erst wenige Wochen vor dem Eröffnungsspiel vom 9. Juni 2006 in München.
Der Einsatz der RFID-Chip-Technologie erleichtert dem OK 2006 bei Verstössen gegen die AGB zudem die elektronische Entwertung von Eintrittskarten und erlaubt den Scannern am Stadioneingang, diejenigen Karten auszumachen, die vom OK entwertet wurden. Ebenso kann der Grund für die Entwertung festgestellt werden. An Spieltagen gelten strikte Sicherheitsvorkehrungen, die garantieren, dass einzig Personen, die als ursprüngliche Kartenkäufer und Karteninhaber erfasst sind, Zugang zum Stadion erhalten.
Umfassende und aktuelle Informationen zu den Eintrittskarten, einschliesslich der AGB, sind auf der offiziellen Veranstaltungswebsite http://www.FIFAworldcup.com zu finden. [/i]