"Undramatisch und legitim"
Der Brief der Mannschaft, der heute in der Bild als Aufstand gegen Hans Meyer thematisiert wurde, war natürlich auch bei den Verantwortlichen des VfL ein Thema.
Indes war er inhaltlich keine Überraschung, schließlich hatten sich Trainer und Sportdirektor Max Eberl schon vor einigen Wochen eingehend damit beschäftigt. „Für mich war die Sache – übrigens zur Zufriedenheit der Spieler – lange abgearbeitet. Dass das Thema ausgerechnet jetzt an die Öffentlichkeit kommt, wo es bei uns sportlich nach vorne geht, stimmt mich traurig. Wir gehen der Sache aber nach, auch wenn thematisch alles intern bereits geklärt ist“, erklärte Max Eberl heute den anwesenden Journalisten.
Der Brief, der weder von den Spielern oder vom Mannschaftsrat unterschrieben wurde, ist an die Clubführung gerichtet, der Name Hans Meyer fällt in keiner Zeile. Erklärungen zu den Personalentscheidungen vor und in der Winterpause hatte Meyer dem damaligen Mannschaftskapitän Patrick Paauwe bereits zu Beginn des Trainingsauftaktes am 3. Januar 2009 gegeben. „Der Brief stellt keinen Aufstand der Mannschaft gegen den Trainer dar. Ganz im Gegenteil, er ist völlig undramatisch, das Team stellt Fragen nach dem Hintergrund der Entscheidungen. Das ist für mich absolut legitim, auch wenn die Wahl eines Briefes nicht meine gewesen wäre, ich hätte gedacht, die Jungs sprechen uns direkt an“, sagte Eberl heute.
Der Sportdirektor nahm die Zeilen aber ernst und kümmerte sich um das Anliegen der Mannschaft. „Wir haben viele Gespräche geführt, für uns und für die Spieler hatte sich die Geschichte erledigt. Wie und warum er jetzt an die Öffentlichkeit gelangt, und warum daraus plötzlich ein Aufstand gegen Hans Meyer gemacht wird, das ist eine andere Frage. Auf jeden Fall ist das kontraproduktiv, denn wir brauchen Ruhe im Verein, um sportlich erfolgreich zu sein“, stellte Eberl klar.
Um diese Ruhe der vergangenen Wochen zu behalten, sprach Meyer heute noch einmal vor der Mannschaft zu diesem Thema. Eberl befürchtet keine sportlichen Auswirkungen: „Ich denke nicht, dass sich das auf unser Spiel am Samstag in Bremen auswirkt. Natürlich wird der Brief auch in den nächsten Tagen in den Medien ein Thema bleiben, aber intern für uns haben wir die offenen Fragen der Mannschaft beantwortet und die eventuellen Ungereimtheiten geklärt.“
Ich sag es ja seit Monaten:
Die Hetzkampagne läuft auf Hochtouren.![]()
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Gruß Watson