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Beiträge von Norton51

  • Terror geht weiter

    • Norton51
    • 29. Oktober 2020 um 17:23
    Zitat von spock

    Gebe dir aber recht, schon nach dem Anschlag in Paris hätte ich eigentlich europaweit solidarische Massenproteste erwartet, ähnlich wie-richtigerweise- für BLM. Vor 5 Jahren nach Charlie Hebdo vor 5 Jahren gab es sowas ja noch ("ich bin Charlie") .Habe zu diesem Thema vorige Woche eine interessante Diskussion im TV gesehen, da waren viele Journalisten der Meinung, dass ein großer Teil der Bevölkerung inzwischen Angst vor Anti-Islamistischen Demos hat, Stichwort sozialer Frieden etc. Halte ich nicht für völlig aus der Luft gegriffen.

    Ich glaube die Leute haben aktuell einfach ein ganz anderes großes Thema, was sie beschäftigt und im Alltag näher ist.

    Das gleiche Problem hat die Klimabewegung ja auch. Man könnte auch da durchaus die Meinung vertreten, dass langfristig der Klimawandel viel gefährlicher ist als die Pandemie. Pandemie ist aber schon da. Platzhirsch.

  • Der Corona Fred

    • Norton51
    • 29. Oktober 2020 um 11:41
    Zitat von Beda_PF

    Interessant ist immer noch der schwedische Weg. Die haben nach wie vor keine Maskenpflicht. Die Fälle steigen zwar auch, aber hält sich im Vergleich zu den meisten europäischen Ländern doch im Rahmen.

    Der schwedische Weg bedeutet überproportional viele tote alte Menschen. auf die Größe von Deutschland gerechnet wären das ca. 4x so viele Tote wie wir bisher haben.

    Diese Herdenimmunität funktioniert nicht. Das ist eigentlich auch durch die Wissenschaft inzwischen relativ gut belegt. Und wenn sich Leute tatsächlich erneut anstecken können, wofür es ja inzwischen auch Anzeichen gibt, funktioniert es sogar überhaupt nicht.

    Es gibt weltweit ein paar gute Beispiele, die man sich anschauen kann. Schweden gehört mE nicht dazu. - Interessanterweise gehören aber wir dazu, auch wenn das warum auch immer so viele ignorieren.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • Norton51
    • 29. Oktober 2020 um 10:30
    Zitat von peksim

    das war gestern auch angesprochen, in dieser doku.
    btw, es ist nicht nur florrida, dort gibts es sogar bewegungen in dieser sache, gibt noch ein paar weitere staaten die so ähnliche gesetze haben und wo sich gar nix tut.

    es wird allgemein behauptet dass mehrheit der betroffenen die demokraten wählen würden, das ist aber auch nirgends bewiesen. die mehrheit davon würde trump 2020 wahrscheinlich nicht wählen, aber ich finde es übertrieben das allgemein zu betrachten. gehört zu berichterstattung in europa die nur auf einer linie ist, trump noch wahnsinniger darzustellen als er ist, als wäre das nötig und als wären wir alle idioten die nicht sehen was für scheiß dort passiert!

    wenn ein kandidat wirklich gut ist gewinnt er auch, nur biden is halt nicht gut, der is nur weniger übel als trump!

    Ne, da ist schon Wahrheit drin. Ist einfach ein reines Demografiethema und das ist ziemlich ausführlich untersucht. An den Colleges haben die Republikaner deutlich niedrigere Zustimmungsraten, als zB bei alten Menschen auf dem Land. Das ist doch überall auf der Welt ein zu beobachtender Effekt. In England ist das so, bei uns mit der AFD ist das zB auch so.

    Auch wieder Beispiel Texas: Die Republikaner haben dieses oder letztes Jahr eine richtige inhaltliche Voterkampagne (!) gestartet. Also mehr Leute dazu zu bringen grundsätzlich für sie zu stimmen. Positive konservative Kampagne.
    Dabei haben sie allerdings festgestellt, dass man sowas a) über einen sehr viel längeren Zeitraum machen muss, wenn es wirken soll und b) sehr viel anstrengender und teurer ist, als andere davon abzuhalten nicht wählen zu können. ;) Sie haben sie also wieder eingestellt.

    Ich sag es mal plump: Es war dann einfacher für den texanischen Gouverneur einfach die Mail-ballot Boxen abzuhängen, als Leute dazu zu bewegen rot zu wählen. :huebscher: das war glaube ich ja auch in dem einen Link weiter oben Thema.

  • Der Corona Fred

    • Norton51
    • 29. Oktober 2020 um 09:40

    https://english.elpais.com/society/2020-1…gh-the-air.html

    Das fand ich recht interessant, weil es sich mit der Art und Weise wie sich Aerosole über den Zeitverlauf in geschlossenen Räumen verteilen, beschäftigt.

    Gut dargestellt zudem.

  • Der Corona Fred

    • Norton51
    • 29. Oktober 2020 um 01:02
    Zitat von peksim

    auf meinem handy gibt es etliche apps die sich nicht deinstallieren lassen :winke:

    Ja, aber die sind nicht vom Staat oder bei euch doch? ;)

    Wenn dir der Staat eine Tracing-App aufs Handy verpflichtend packt, können wir auch gleich die ganzen Datenschutzthemen lassen. Dann hätte man die freiwillige App aber auch gleich offen bauen können, ohne das bemühen Anonymität zu gewähren.

  • Der Corona Fred

    • Norton51
    • 29. Oktober 2020 um 00:59
    Zitat von MonsieuL

    Genau.

    Und nur mal für mein Verständnis: eine App verpflichtend auf einem Telefon zu installieren ist für dich ein gewichtigerer Grundrechtseingriff als (faktische) Berufsverbote und Einschränkungen der Freiheitsrechte zusammen mit all den Kollateralschäden, die dadurch verursacht werden? :gruebel:

    Ich bin tatsächlich fast etwas sprachlos. :gruebel:

    Und dann werden diejenigen, die die App als stark gefährdet einstuft in deinem Modell auch gleich automatisch von den Behörden eingesammelt und in Quarantäne gefahren?

    Das sind für mich sogar ganz schwere Eingriffe in die Grundrechte, weil es in der Konsequenz eine automatische Überwachung jedes einzelnen bedeutet!

    Mal abgesehen davon, dass ich deinen Punkt mit der Einschränkung der Freiheitsrechte überhaupt nicht teile. Du wirst nicht eingesperrt, du kannst dich frei bewegen. Und wenn du deine Freiheitsrechte nicht eingeschränkt sehen willst, darfst du einer verpflichtenden Tracing-Überwachungsapp ja schon erst recht nicht zustimmen! Das widerspricht sich doch total.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • Norton51
    • 29. Oktober 2020 um 00:08
    Zitat von rob077

    Nur das ich das verstehe, Obama und die Demokraten hätten das nicht verhindern können.

    Nein. Da führen die Gesetze der States und Texas ist schon sehr lange rot. Die haben auch immer eine der niedrigsten Wahlbeteiligungen aller Staaten. Müsst ihr mal drauf achten. Das ist by design.
    Bei der letzten Wahl sind nur 51% wählen gegangen oder durften wählen. Das ist selbst für die USA wenig. Und wenn man tiefer in die Daten geht, sieht man größere Wahlbezirke, die weit unter 40% liegen. Das sind dann zufälligerweise immer Bezirke in denen viele Latinos oder Schwarze leben.

  • Der Corona Fred

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 23:56
    Zitat von MonsieuL

    "Hilfe vom Staat" ist ne gute Umschreibung, das Geld kommt ja letztendlich doch von den Bürgern.

    Man verbietet den Leuten sinnloserweise, ihrer beruflichen Tätigkeit nachzugehen und selbst Geld zu erwirtschaften und gibt ihnen stattdessen Steuergeld. Das klingt für mich nicht nach einer tollen langfristigen Strategie.

    Mal davon abgesehen, dass davon ja dann eh vermutlich nur direkt die Gastronomen profitieren und nicht Zulieferer und sonstige abhängige Gewerbe.


    Anderer Punkt, der mir nicht in den Kopf will: ich hab mal im Sommer irgendwo gelesen, in irgend ner Studie oder so, dass bei einer xx-prozentigen Nutzung der App in der Bevölkerung (wobei xx irgendwo bei 70 oder noch höher lag) diese Maßnahme alleine ausreichen würde, um die (Ausbreitung der) Pandemie zu stoppen. Keine Ahnung wie realistisch das ist, vermutlich wäre es in der Realität ein bisschen schlechter.

    Stattdessen, dass man also eine solche einfache, extrem gering eingriffsintensive Maßnahme fördert und fordert, wird wieder mit dem Holzhammer auf alle sonstigen Grundrechte draufgehauen, damit man nur ja "harte Maßnahmen" verkünden kann. Und das mit der App läuft weiterhin nur ja auf völlig freiwilliger Basis :rolleyes:

    Alles anzeigen

    für mein Verständnis: Du beschwerst dich, dass auf die Grundrechte draufgehauen wird und möchtest jetzt allen verpflichtend eine app aufs Telefon installieren...? am besten noch im Hintergrund?

  • Kamela und das Trumpeltier

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 23:53
    Zitat von grover

    Schaue gerade ZDF Zoom, unglaublich wie von den Republikanern versucht wird die Wahl in den USA zu manipulieren. Zustände, für (West)Europa in der heutigen Zeit absolut undenkbar..

    Ich hab das ja schon oft gesagt. Das ist für uns hier nicht vorstellbar alleine mit welchen Mitteln da Leute erst mal vom Wählen abgehalten werden.

    Texas ist ein schönes Beispiel. Ich hab den ZDF Bericht nicht gesehen, vielleicht war es da drin. Also Texas gilt ja als sehr konservativer Staat und ist eigentlich immer rot gewesen. Aber von der Bevölkerungsdemographie muss das gar nicht so sein. Viele Latinos, viele Schwarze, viele junge Leute. Also unternehmen die Republikaner da schon seit Jahren absolut alles, um Leute systematisch von der Wahl auszuschließen.
    Warum? Texas bringt 38 electoral Votes und ist damit hinter Californien der zweitgrößte Staat in den USA.
    Wenn diese 38 electoral votes konstant blau werden würden, wie die 55 in Californien schon seit Jahren sind, wäre es für die Republikaner sehr, sehr schwer noch mal ne Wahl zu gewinnen. Also tun sie alles dafür um die alten weissen Männer in der Mehrheit zu behalten.

  • Corona und der Spielbetrieb der Ligen

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 22:09
    Zitat von urbar

    gibt es schon eine Information, wieweit Profiligen definiert sind, sprich werden die Regionalligen unterbrochen oder fallen sie unter „Profisport“ und sind weiter erlaubten

    Interessante Frage. Die Regionalligen gelten ja mW als Halbprofiligen. Ich würde darauf tippen, dass sie dann weiterspielen können. :gruebel:

  • Der Corona Fred

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 20:58
    Zitat von peksim

    hab gerade eine längere spazierrunde durch die innenstadt gemacht, alle restaurants sind voll, alle altersgruppen, kaum freie tische. und ich rede über innenräume mit normaler tischbelegung
    also die leute pfeifen definitiv drauf

    Das ist ja leider hier auch das Thema, auch wenn das viele nicht so richtig wahr haben wollen. Mindestens in den Großstädten, ich nenne da mal Berlin und Hamburg, ist das ganz klar auch meine Beobachtung. Die Restaurants sind voll und die Reduzierung der Kontakte können ja auch gerne die anderen machen.

    :rolleyes: Mich nervt inzwischen diese Unfähigkeit einiger das eigene Freizeitverhalten mal ne Weile diszipliniert zu reduzieren sehr.

    Ich verstehe, dass alle nach Lösungen für die Veranstaltungs- und Kulturbranche und die Gastro rufen. Meine Fantasie gibt die - für drinnen! - ohne gute Schnelltests und Medikamente aber irgendwie nicht her und ich habe auch noch keine gehört.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 17:51
    Zitat von effzeh

    Ich steh immer so um 2 Uhr auf gucke ab dann.

    Die Wahllokale schliessen ja meistens um 7 oder um 8 in der jeweiligen Zeitzone. Die wichtigsten Swingstates liegen im Osten.

    Ich schaue meistens so ab 1 Uhr. Kann man ja auch erst mal nur mit einem Auge machen ;)

  • Kamela und das Trumpeltier

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 17:47
    Zitat von Kartenfahnder

    auf welchen Zeitplan kann man sich einstellen wenn man sich die Wahlnacht vorm TV um die Ohren schlagen will?

    Das ist dieses Jahr schwer vorherzusagen. Der Anteil der Mail-Votes ist durch die Pandemie ungewöhnlich hoch und die Staaten haben sehr unterschiedliche Regeln für das Auszählen der Mail-Votes.
    Teilweise werden die vor dem Wahltag ausgezählt, teilweise erst hinterher. Da gibt es sehr viele Unterschiede, deshalb nicht gut vorherzusagen.

    Es gibt ein paar wichtige Swingstates, die traditionell früh Ergebnisse liefern und die Richtung vorgeben werden: Arizona, Florida, Minnesota zb.

    Grundsätzlich gilt: Je klarer, desto schneller.

    Aber man muss eigentlich immer so bis 3-4 Uhr wach bleiben

  • Kamela und das Trumpeltier

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 17:18
    Zitat von peksim

    ich habe auch irgendwie das gleiche gefühl, dass trump aufholt, ohne umfragen zu lesen, und zwar schon seit dem letzten tv duell.

    das einzig gute ist dass sehr viele schon gevotet haben und dass viele amis sicher unzufrieden sind ..... is aba auch kein ende der welt wenn der trump gewinnt, jede scheiße hat irgendwann ein ende!

    Ich bleibe bei meiner Meinung: Er wird eine massive Niederlage erhalten.

  • Der Corona Fred

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 16:47
    Zitat von peksim

    Massagepraxen, Tattoostudios und Bordelle in ganz Deutschland müssen schließen!

    also die merkel meint es ernst!

    Ich denke sie möchte einfach verhindern dass zu viele Österreicher über die Grenze kommen. Deshalb machen sie die Darkrooms und Fetischbordelle zu :)

  • Der Corona Fred

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 16:35
    Zitat von Beda_PF

    Massnahmen in der Schweiz, gültig ab heute Mitternacht:

    - Veranstaltungen ab 50 Personen verboten
    - Max. 10 Personen für Treffen mit Familien und Freunde
    - Verbot Präsenzunterricht an Hochschulen
    - Discos und Tanzlokale werden geschlossen
    - Sperrstunde Kneipen 23 bis 6 Uhr
    - Max. 4 Personen am Tisch im Restaurant
    - Maskenpflicht an Schulen (Stufe II)
    - Maskenpflicht am Arbeitsplatz wenn Abstände nicht eingehalten werden können
    - Maskenpflicht in der Öffentlichkeit (so ein Witz!!) u.a. Weihnachtsmärke, Wochenmärke und in belebten Fussgängerbereichen und überall dort wo der Abstand nicht eingehalten werden kann (die macht so richtig Sinn...). Aussenbereich Restaurants usw.

    Alles anzeigen

    Aus meiner Sicht das, was Deutschland die letzten 4 Wochen versucht hat. Hatte nicht so sehr viel Wirkung.

  • Der Corona Fred

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 13:02
    Zitat von Leipziger

    Sind wir uns sicher, dass Corona wirklich das offenbar größte Problem der Neuzeit ist? Gestern habe ich irgendwo gelesen, dass es aufs Hirn geht. Scheint tatsächlich so zu sein:

    +++ 10:41 Lauterbach fordert Kontrollen an der Wohnungstür +++
    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert angesichts der drastisch gestiegenen Infektionszahlen Kontrollen von Privaträumen. "Wir befinden uns in einer nationalen Notlage, die schlimmer als im Frühjahr werden kann", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post". Die Unverletzbarkeit der Wohnung dürfe kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein."Wenn private Feiern in Wohnungen und Häusern die öffentliche Gesundheit und damit die Sicherheit gefährden, müssen die Behörden einschreiten können", sagte er.

    am Ende läuft das auch nur unter Meinungsfreiheit. Ist halt ungefähr ähnlich abstrus wie das was von den Covid Leugnern so kommt.

  • Kamela und das Trumpeltier

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 11:04
    Zitat von mmsteidl

    Korrekt.

    Deswegen war die Oberste-Gerichtshof-Geschichte denen so wichtig, dass sie mit allen Tricks und Lügen gearbeitet haben, um eine konservative Mehrheit auf Jahre zu installieren. Damit können sie den Einfluss der erzkonservativen Mächte noch für einige Jahrzehnte aufrecht halten. (Sofern es nicht zu einer Reform des Obersten Gerichtshofs kommt, wogegen sie natürlich mit Händen und Füssen ringen werden).

    Der Economist hat einmal im Jahr eine Beilage, die "The World If" heisst. Darin werden bestimmte Szenarien für die (nahe oder fernere) Zukunft beschrieben, oder auch wenn in der Vergangenheit etwas anders gelaufen wäre (sogenannte Counterfactuals). Es ist klar, dass das alles Spekulation ist, aber Szenarien-Planung hat immer einen spekulativen Anteil.

    Dieses Szenario ging um den Fall, dass die Republikaner vernichtend geschlagen werden und eine komplette Kehrtwende einleiten:

    https://www.economist.com/the-world-if/2…oted-on-climate

    Spoiler anzeigen


    If the Republicans pivoted on climate
    What if the Republicans pivoted on climate?
    How an ambitious, conservative environmentalism came into being. An imagined scenario from 2024

    The World If
    Jul 4th 2020 edition


    Jul 4th 2020
    Editor’s note: Each of these climate-change articles is fiction, but grounded in historical fact and real science. The year, concentration of carbon dioxide and average temperature rise (above pre-industrial average) are shown for each one. The scenarios do not present a unified narrative but are set in different worlds, with a range of climate sensitivities, on different emissions pathways

    In the detritus littering Phoenix’s cavernous arena, the morning after the 2024 Republican convention, were the usual greasy corn-dog wrappers, coffee cups, shrivelled balloons and campaign flyers—but also evidence of the remarkable change Larry Hogan had brought to the party. The wrappers and cups were all recyclable, the balloons not red, white and blue but green—and mixed in with the bumf were copies of the Republican presidential nominee’s stirring “pledge to the Earth”: “We, the party of Lincoln, mindful of the damage humanity is doing to God’s creation, commit to combating climate change, conserving species and environmental consciousness.” Introducing the former governor of Maryland to the stage to deliver his address, Bill Gates called it “perhaps the most hopeful statement ever made in American politics”.


    What a change this was from Donald Trump’s pollution-boosting tenure—which was of course largely the point. Mr Hogan, who had emerged from America’s coronavirus crisis as the country’s most popular governor, had been a somewhat reluctant environmentalist during his time in Annapolis. He claimed to have been fully converted to the climate cause during a post-gubernatorial fishing trip to Alaska. But the Republicans’ green shift was more obviously a response to the 2020 election, in which the party lost the presidency, both congressional chambers, a clutch of governors’ mansions, hundreds of state legislators—and seemingly any prospect of returning to national power.

    Trumpism had turned out to be a blind alley. Even in the party’s southern heartlands, suburbanites, millennials and a multitude of younger voters, repelled by its philistinism, antediluvian social policies and race-baiting, flocked to the Democrats. A staggering 70% of college-educated Americans rejected the Grand Old Party. High time, then, to slay a holy cow. And as Republican strategists looked around, sharpening their knives, the appeal of abandoning their former antipathy to environmental policy was obvious. It would not only be a hit with science-respecting educated voters. It would also be relatively easy. Immigration reform would be a non-starter with the Trumpist rump. Evangelicals were never going to compromise on abortion. Far fewer conservatives were fundamentally against environmentalism, however.

    As Mr Hogan loved to remind them, conservation shared more than a lexical root with conservatism; it was an expression of it. Republicans had been responsible for most of America’s environmental progress. Yellowstone National Park, the national forest reserves, the Environmental Protection Agency (epa), the emissions-trading scheme that fixed acid rain—all were creations of Republican presidents. To renew conservatism, Mr Hogan insisted, Republicans need only look to their own noble past.

    He was right. As recently as the mid-1990s some had worried about climate change just as much as the Democrats. The embrace of climate-change scepticism by the party and its supporters was driven (as Mr Hogan did not say) by a well-funded misinformation campaign by wealthy polluters, waged through conservative think-tanks, lobbyists and direct contributions to Republican candidates. Yet the party’s donors had also shifted. Many traditional Republican backers, including oil companies, were now in favour of Mr Hogan’s greenery. And the party had, in addition, become increasingly dependent on the largesse of the renewable-energy companies that had burgeoned in many conservative states.


    A boardroom terror of Democratic tax rises probably played a part in this corporate shift. But the main reason was realism. The combination of ever more alarming climate science and a solid electoral majority for addressing the issue had made ambitious climate action inescapable. Given this reality, the Republicans’ old and new donors alike reckoned that it would be better introduced by a pro-business Republican administration, rather than a hostile Democratic one.

    President Joe Biden’s business-throttling environmental policies had hastened that conclusion—even if, ironically, his Republican opponents were largely to blame for them. Having been prevented by the obstructiveness of Senate Republicans from passing almost any legislation—including the carbon tax he had campaigned on—Mr Biden had instead been pushed down a regulatory path. This had in turn so delighted the rowdy Democratic left (which hated market-based solutions) that the president had doubled down.

    The Biden epa’s latest rules made it almost impossible to cut urban trees, build large structures with more than 50% concrete content or develop shale-gas sites. Alexandria Ocasio-Cortez, the climate secretary, even declared a “war on gas”. This leftward lurch opened up a space for a distinctively conservative approach. Mr Hogan could push his “green capitalism”—based on the carbon tax Mr Biden had wanted—as an alternative to the Democrats’ green socialism.

    He was not the only Republican presidential hopeful to have made this calculation. The party’s primary contest had featured all sorts of climate talk. Mr Hogan’s main moderate rival, Nikki Haley, also proposed a carbon tax, but less compellingly. She called it a “sustainability levy”, a phrase that convinced no one it would be anything other than a tax. This encapsulated the South Carolinian’s much-hyped yet over-rehearsed and rather cloying candidacy. Mr Hogan called his proposed tax a “polluter fee”, a phrase that appealed to the party’s still-aggrieved working-class base.

    Another contender, Senator Marco Rubio, pitched what he called a “pro-environment industrial policy”. It would consist of heavy public investment in low-carbon technology and industries, for two main reasons, neither of which involved the climate: a need to out-compete China and high-quality job creation. Mr Hogan, a flexible small-governmentalist, purloined the proposal after Mr Rubio’s early exit from the contest.

    Even the Trumpist candidate, the disgraced former president’s eldest son Donald Trump junior, had an environmental policy of sorts. This was down to his chief policy adviser, Steve Hilton, who had succeeded in getting a British Conservative Party leader, David Cameron, elected prime minister by the same means. Yet expecting Don junior to explain complicated geoengineering schemes proved to be a bad misjudgment.

    In a televised debate the younger Trump launched a bizarre sales pitch for “using capitalism to make these huge mirrors that are called aerosols for whitening the climate”. Rightly fearing he had lost his audience, he then ended with a bump: “But, whatever, it’s all green shit!” Mercilessly, Mr Hilton’s former employer, Fox News, cut away to show Mr Hogan, at the adjacent podium, disdainfully shaking his head. “I like you, Don,” he said. “But I’m green and you’re full of it.” It became his unofficial campaign catchphrase.

    Alles anzeigen

    danke! Sehr, sehr spannend. Ich hoffe das ist ein realistisches Szenario, denn davon hätten dann am Ende alle was. Amerika braucht einen Gegenpol aus der konservativen Ecke, er darf sich halt nur nicht so toxisch verhalten wie es die Republikaner gerade tun

  • Kamela und das Trumpeltier

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 10:47
    Zitat von mmsteidl

    Deine letzte Aussage ist richtig. Bis vor einigen Jahren war es eine konsensorientierte politische Kultur, die eine solche uneingeschränkte Macht einer Partei verhindert hat. Der Verfall dieser Kultur begann lange vor Trump, vor allem seit Newt Gingrich Ende der 90er Sprecher der Repräsentantenhauses war. Der Verfall dieser "ungeschriebenen Regeln" ist gut dokumentiert von Steven Levitsky and Daniel Ziblatt, zwei Harvard-Politologen, in ihrem Buch "How Democracies Die".

    Trump hat dies auf die Spitze getrieben, und die republikanische Partei, die sich ihm in einem Akt kompletter Selbstverleugnung unterworfen hat. Die Gazetten sind voll mit der Geschichte von Lindsay Graham, dem Senator aus South Carolina, der bis 2016 ein entschiedener Gegner von Trump war, sich aber zu einem Stiefellecker par excellence entwickelt hat und dabei jegliche Integrität über Bord geworfen hat.

    Warum die Republikaner dies gemacht haben? Wahrscheinlich weil sie ursprünglich dachten, sie könnten Trump und seine Basis dafür nutzen, ihre eigenen Ziele durchzubringen (Steuererleichterungen für Billionäre, Deregulierung, Rückfahren des Umwelt- und Klimaschutzes, Besetzung der Gerichte mit extremen Konservativen). Sie haben das auch weitgehend geschafft, jedoch nicht ohne sich und ihre Werte komplett zu verleugnen. Es gab nur ganz wenige, die zumindest teilweise die Werte der republikanischen Partei hochgehalten haben und nicht blind Trump gefolgt sind, so wie McCain, Romney.

    Die republikanische Partei ist inzwischen in den Händen Trumps und dominiert von Fanatikern und Konspirationstheoretikern. Selbst QAnon Anhänger gewinnen inzwischen Vorwahlen und haben gute Aussichten, in den Kongress gewählt zu werden.

    Wenn die republikanische Partei wieder ein gesundes Gegengewicht gegen Demokraten werden soll, muss sie sich grundlegend von diesen Elementen reinigen. Nur eine vernichtende Wahlniederlage kann diesen Prozess beschleunigen (àhnlich der Labor Partei in UK).

    Ich teile deine Sicht.

    Ich glaube allerdings dass die Republikaner eines kapiert haben: Sie sind langfristig auf der schiefen Ebene nach unten, weil sich auch in den USA die Demograpfie immer weiter verändert.
    Sie werden im Kern halt von alten weissen Männern gewählt und deren Anteil am Gesamten wird auch in den USA immer kleiner. Deshalb klammern sie sich ja so rücksichtslos an die Macht, deshalb beschränken sie Voter Registration wo immer sie nur können und deshalb haben sie sich auch Trump komplett verschrieben.

    Ein ähnliches Thema auf niedrigerem Niveau hat ja auch durchaus die CDU bei uns.

  • Der Corona Fred

    • Norton51
    • 28. Oktober 2020 um 10:35
    Zitat von fanofsoccer

    :respekt: Hast Du dafür trotz deines Einsatzes hier im Forum auch noch Zeit ?
    Home-Office ?

    Privatier :mrgreen:

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