Alles anzeigenAlles anzeigenAlso ich weiß ja nicht. Ich bin grundsätzlich auch ein sehr tierlieber Mensch und absolut dafür, Tiere zu schützen. Aber vielleicht sollte man in so einem Fall auch einfach mal der Natur ihren Lauf lassen. Wer weiß warum sich der Wal auf die Sandbank begeben hat.
Ich finde die ganze Rettungsaktion und das enorme Medieninteresse ehrlich gesagt unverhältnismäßig, vor allem wenn man es mit anderem Tierleid weltweit vergleicht. So wie ich das verstanden habe, löst sich die Haut des Wals, Möwen picken bereits daran herum und es soll sich zudem ein Netz im Maul befinden, das vermutlich das Fressen erschwert oder sogar unmöglich macht.
Gleichzeitig wird das Tier ständig begleitet und ist dauerhaft von Booten umgeben – der Lärm und Stress dürften erheblich sein. Vielleicht sollte man das arme Tier einfach in Ruhe lassen. Wieso muss der Mensch da wieder so heftig eingreifen und daraus eine "Rettung" draus machen. Vielleicht sollte man da eher mal an eine Rettung der Tiere denken, die über Jahre hinweg in Zoos, Zirkusse oder Aqua Parks gefangen sind. Der Wal hatte sicher ein schönes Leben in freier Wildbahn, denke jedes Tier hat so ein Leben verdient und irgendwann ist es dann halt mal vorbei und man stirbt eines natürlichen Todes oder wird gefressen.
Trotzdem Liebe an alle die da jetzt mit fiebern, ich wollte nur mal meine Gedanken zu dem Thema teilen
Bei einer Lebenserweartung von 50-80 Jahren für Buckelwale würde ich "eines natürlichen Todes sterben" bei einem geschätzt 10jährigen Jungbullen mal dahingestellt lassen.
Bei Rest kann man sicher durchaus geteilter Meinung sein. Macht man nichts dann heißt es hinterher, warum wurde nicht geholfen? So oder so. Ich persönlich finde Anteilnahme und Hilfe angemessen, und wenn einer mit den Kosten kommt- da fielen mir spontan zig Dinge ein, wo wir im Handumdrehen viel mehr sparen könnten.
Ich würde unter „eines natürlichen Todes“ auch solche Fälle einordnen, in denen sich ein Tier aus freien Stücken in ein Gebiet bewegt, in dem es nur schwer überlebensfähig ist.
Das genaue Alter ist meines Wissens ebenfalls noch nicht eindeutig bestätigt. Laut Focus Online ging man zunächst davon aus, dass es sich um einen Jungbullen handelt, bevor später Hinweise darauf aufkamen, dass es sich eher um ein älteres Tier handeln könnte.
Also so weit ich weiß ist es in der Wissenschaft absolut umstritten, ob die Orientierungslosigkeit, die bisweilen zum Stranden von Walen führt, tatsächlich natürliche Ursachen hat. Ein Großteil der Meesersbiologen geht hier von Störung der Umgebung durch Wasserverschmutzung, Ölbohrinseln, Geräuschpegel durch Schiffe etc. aus.
Und auch wenn das Alter möglicherweise nicht zweifelsfrei festzustellen sein sollte (ich kenne wie gesagt nur die Bezeichnung als Jungbullen) , bleibt deine Formulierung "hatte sicher schönes Leben in freier Wildbahn" doch letztendlich nur reine Spekulation.
