Für die interessierten Leser habe ich mal meinen Social Media Bericht zu den Bieler Lauftagen 2026 hier rein kopiert ![]()
______________________________
Im Herbst 2025 war für mich klar, dass ich in der 1. Jahreshälfte 26 nochmal versuchen werde in Hannover meine Bestzeit über die Marathondistanz anzugreifen und mir dann in der 2. Jahreshälfte eine Auszeit von der Jagd auf Minuten & Sekunden nehme.
Ein halbes Jahr Ultra, um den Kopf frei zu bekommen 💭😃
So verfestigte sich der Plan nach 2018 (11:22:20) und 2019 (10:09:19) ein drittes Mal in Biel über die 100km an den Start zu gehen!
Ziel: 100 Kilometer unter 10 Stunden ⏱️
100km sind ja auch nur 20x 5km - wie ich mir am Tag vor dem Lauf beim Einlaufen über 5km die Distanz noch versuchte klein zu reden… 😏
Alles nur Kopfsache!!!
Bei perfekten äußeren Bedingungen ging es um 22 Uhr an den Start und in die Dunkelheit der Nacht.
Recht früh merkte ich, dass ich die Höhenmeter seit meiner letzten Teilnahme komplett verdrängt hatte ⛰️ 😳Ich hatte die 100km sehr flach in Erinnerung 🙈
Mit dieser Überraschung schaffte ich es recht gut meine Oberschenkel auf den ersten 4️⃣0️⃣km zu zerstören. Da waren es ja nur noch 60km bis ins Ziel 🙄😅
5️⃣0️⃣km bei 4:32h. Somit genug Puffer für sub 10h trotz voraussichtlicher langsamerer 2. Hälfte.
Ab Kilometer 5️⃣5️⃣ begann so langsam das Jammern. Naja, nur noch ein Marathon. Mit zerstörteren Oberschenkeln 🙈🙈🙈Die Zielzeit aber noch mehr als greifbar.
Kilometer 7️⃣0️⃣. Danach sollte schon mal eine 2 bei den Restkilometern vorne stehen. Kilometer 80. Nur noch ein Halbmarathon…
Mittlerweile führte jeder nur so kleine Anstieg zu einer krassen Verlangsamung; und bergab zum Gefühl, dass die Oberschenkel platzen würden.
Ab Kilometer 8️⃣5️⃣ begannen erneut die Hochrechnungen. Sub 10 ungefährdet. Aber was geht noch?! Zumal ich in Erinnerung hatte, dass mir 2019 noch eine „2. Luft“ Körner und flottere Kilometer schenkte. Das war dieses Mal nicht der Fall. Wie können sich 7km noch so ziehen?!
Kilometer 9️⃣8️⃣: Auf meiner Uhr schien das Ziel sub 9:30h realistisch. Für die offizielle Zeitnahme leider nicht. Die Kilometerschilder kamen jeweils ca. 600m zu „spät“.
Für die offizielle 9:29:59 hätte ich von 5:30/km auf 5:00/km beschleunigen müssen. Absurd. Jeder Schritt tat weh und das Tempo zu halten war schon eine Herausforderung.
Kilometer 9️⃣9️⃣: Gänsehaut beim Tippen der Zeilen. 2. Luft. Nein, das war mehr! Auf einmal fühlten sich die Beine an, als hätte ich 10 Stunden geschlafen, wäre ausgeruht und gerade erst in die Laufschuhe gesprungen. Schlussspurt! Die letzten 600m in 4:12/km.
Was ein geiles Gefühl!!!!🤩🤩🤩
Der Blick auf die Uhr: 100,6km in 9:30:00 😳🤩🦾
Überglücklich! Bestellt! Geliefert! Und das 9,5 Stunden lang.
Und dann der Blick auf die Anzeigentafel. 9:29:58. Bääääääm! Glaube diese Gefühl muss ich niemanden erklären! Geballte Fäuste und zwei Jubelschreie! Geil!!! Sogar noch unter 9:30 geblieben 🤩🤩🤩
Neue persönliche Bestzeit über 100km: 9️⃣:2️⃣9️⃣:5️⃣8️⃣
Einfach nur stolz und unendlich dankbar!
Auch wenn es für mich persönlich keine Rolle spielt, kann sich das Endergebnis sehen lassen. Platz 40 von 982 Männern (von 56 auf 40 gekämpft); Platz 8 von 94 in der AK.
Vielen Dank an alle, die mir bereits vor dem Lauf Daumen gedrückt, mir Mut gemacht haben, mich im Training unterstützt und während dem Lauf mitgefiebert haben. Und natürlich vielen Dank für den geilen Support auf & neben der Strecke!
Puuuh, ich bin immer noch überwältigt….