Es geht doch längst nicht nur um den Fußball, sondern um einen vernünftigen Versuch, der gesamten Sport- und Veranstaltungsbranche (und zumindest für letztere besteht etwas, das einem Berufsverbot sehr nahe kommt), wieder erste Schritte zurück zu einem Zustand zu ermöglichen, der zwar immer noch weit weg von der Normalität ist, aber zumindest wieder eine Perspektive schafft. Außer Herrn Söder (und Union Berlin vielleicht) spricht ja auch niemand von 25.000 Zuschauern, sondern von kleinen Schritten. Warum können in Frankreich 5.000 Zuschauer ins Stadion, hier aber nicht? Es gibt ein ausgearbeitetes Konzept, bei dem Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können. Sollte sich herausstellen, dass das nicht funktioniert und die Zuschauer das nicht einhalten, kann man den Versuch ja ganz schnell wieder abbrechen. Vor dem Start der Geisterspiele hieß es doch auch, dass sich die Fans an den Stadien und in den Kneipen versammeln, sodass die Infektionszahlen danach explodieren werden. Habe ich jetzt nicht so viel von mitbekommen
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Derartigen Veranstaltungen selbst mit geringer Zuschauerzahl überhaupt keine Chance zu geben und dann auch noch mit „ein falsches Signal“ zu argumentieren, halte ich jedenfalls für völlig daneben und auch nicht begründbar. Wann wenn nicht jetzt sollten erste (kleine) Schritte zurück zu Veranstaltungen gegangen werden? Im Herbst? Im Winter? Wenn ein Impfstoff da ist, also vielleicht in drei Jahren oder auch nie?
Nicht falsch verstehen, da sind wir gar nicht unterschiedlicher Meinung. Ich sehe es durchaus auch so, dass man sich rantasten sollte. Wobei ich die Politik auch verstehen kann, weil sie mit den Schulöffnungen auch schon ein gewisses Risiko gehen in meinen Augen.
Ich finde aber so oder so - mindestens im Sport - dass es kein Berufsverbot ist und man vorsichtig sein sollte damit zu argumentieren. Die können alle ihren Beruf ausüben, weil es beim Beruf Fußballprofi oder Profisportler nicht im Kern darum geht, dass da einer auf der Tribüne sitzt und zuschaut.
Bei den anderen Veranstaltungsformen ist das vielleicht schon eher der Fall, aber man sollte in meinen Augen 'lässt sich nicht wirtschaftlich unter den Restriktionen abbilden' nicht mit 'darf der gar nicht machen' verwechseln.
Theater mit 20 Leuten macht halt keiner, weil es sich nicht rechnet.
Man wird den Gedanken auch zulassen müssen, dass es ggf. ein so harter Zäsurpunkt ist an dem sich Unterhaltung im Kern ganz stark verändert. Ich möchte das nicht, aber ich glaube man sollte die Möglichkeit da nicht unterschätzen.