Bei der Grundschule unserer Kinder (7 und 9 J.) fangen die Pflichttest am 19.04. an. Zuzreit findet aber auch eine Unterschriftenaktion gegen das Testen in der Schule statt. Einige Bedenken (u.a. psychische Wirkung bei einem pos. Selbsttest in der Klasse (Gruppendynamik) kann ich nachvollziehen. Nur weiß man halt nicht, wie verlässlich andere Eltern mit der Testempfehlung zu Hause umgehen würden.
Ergänzend stell ich mir das für die Lehrer, gerade bei den kleineren Kindern, schwierig vor, wie sie das bei ca. 15 Kindern (halbe Klasse) genau überwachen können, dass es alle richtig machen.
Diese Selbsttests bergen in meinen Augen mindestens die Gefahr einer Scheinsicherheit. So wenig tief, wie die Kids die Stäbchen laut Erklärvideo einzuführen haben, wurde das bei mir an drei verschiedenen Teststellen noch nicht gemacht. Von daher bin ich ob der Ergebnisse ein wenig skeptisch, wobei man ja offenbar auch so Infizierte findet. Es stellt sich durchaus die Frage von Kosten/Aufwand und Nutzen, aber es schärft die Sinne der Beteiligten immens nach meiner Wahrnehmung.
@öke Vor den Ferien war es in NRW freiwillig. Interessanterweise lag die Quote der Widersprüche gegen die Testung bei 10 - 15% in meiner Schule. Seitdem die Tests verpflichtend sind, nehmen aktuell nur 2% der Schüler*Innen nicht teil. Ja, mit Genderstern, wir haben einen Menschen mit Transidentität in der 10. Die 2% können sich aktuell aber nur auf die Abschlussklassen 10 beziehen, danur die in Präsenz im Haus sind. Offenbar ist der Präsenzunterricht für die Eltern in dieser Schule ein hohes Gut.
Nachdem es in NRW vor den Ferien Tests gab, bei denen die Testflüssigkeit fertig portioniert in den Röhrchen war und man nur eben den Deckel abziehen musste, um das Stäbchen reinzuhalten, gibt es nun neue Tests von Siemens. Hier sind nur 9 "Stellplätze" in dem mitgelieferten Plastikteil enthalten, in die man die Röhrchen einstellen kann bei einer Anzahl von 20 Tests pro Packung. Zudem muss "man" genau 10 Tropfen der Flüssigkeit aus einer von mitgelieferten Tuben in die Röhrchen träufeln. Nimmt man versehentlich zu biel, reicht die Flüssigkeit nicht für alle Tests aus. Das ist eine sehr schwierige Aufgabe für kleinere Kinder und einige Lehrkräfte und irgendwie das neue Sinnbild für die Fehlplanungen bei der Testbeschaffung. Nachdem die Tests verspätet ankamen, findet man jetzt ein ziemlich unbrauchbar Test Kit vor, das vermutlich etwas günstiger war als das andere. Zudem behelfen sich jetzt die Schulen wahlweise mit Wäscheklammern und eilig gebauten Holzträgern zur Fixierung der Röhrchen, wenn die Flüssigkeit eingefüllt wird und das Stäbchen eingetunkt, denn das geht ohne Abstellen des Röhrchens mit 2 Händen sonst nicht so gut.
