Mal ein bisschen gesucht im Netz:
Lt. Kicker (vom 31.01.):
Eintracht Frankfurt: 11,46 Millionen Euro
TSG Hoffenheim: 6,41 Millionen Euro
1.FC Heidenheim: 5,666 Millionen Euro
Lt. Transfermarkt (vom 12.03.2025):
Einnahmen pro BVB-Heimspiel: 2,2 Millionen Euro
Zu den Spieltagseinnahmen zählt der Bericht u. a. Dauer- und Tageskarten, Bewirtung oder sogenannte Hospitality-Angebote. Dass die Dortmunder nicht weiter vorn auftauchen, liegt zunächst mal an den günstigen Preisen. Im Schnitt zahlte ein Stadionbesucher beim BVB 27 Euro für ein Spiel, nur Platz 51 im internationalen Vergleich. Krasses Gegenbeispiel: PSG lockte 2024 im Schnitt 47.214 Menschen in den Parc des Princes, belegt beim Durchschnittspreis aufgrund zahlreicher Premiumangebote mit 137 Euro pro Fan jedoch mit Abstand Rang eins. So kassierten die Franzosen pro Heimspiel 7,3 Millionen Euro (Platz zwei), der BVB hingegen nur 2,2 Mio. Euro (Platz 21).
Lt. Ruhr24 (vom 08.03.2025):
Einem Bericht der Bild zufolge setzt der Revierklub seit 2020 auf ein Doppel-Modell im Sponsoring. Der BVB hat je einen Trikotsponsor für die Liga (1&1) und einen für alle anderen Wettbewerbe (Evonik). Die Partnerschaft mit 1&1 garantiere den Dortmundern jährliche Einnahmen zwischen 20 und 25 Millionen Euro, der Evonik-Deal zusätzlich rund 12 Millionen Euro.
Die Königsklasse ist für den Chemie-Riesen dabei logischerweise am attraktivsten. Aufgrund dessen gibt es dafür eine besondere Vertragsklausel, die besagt, dass sich die Sponsoring-Summe halbiert, wenn Borussia Dortmund sich nicht für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert. Heißt: ohne Europacup gibt es sechs Millionen Euro weniger.
(Der Vertrag mit beiden Trikotsponsoren läuft im Sommer aus.)
Lt. BVBWLD (vom 12.02.2025):
Ein wenig abgefedert würde das Verpassen der Champions League aber auch durch eine weitsichtige Vertragsgestaltung. Denn wie nun die „Sport Bild“ berichtet, haben von wenigen Ausnahmen wie beispielsweise Niklas Süle abgesehen die meisten Profis Klauseln in ihren Arbeitspapieren, mit denen die Gehälter bei entsprechendem Misserfolg angepasst würden.
Um bis zu 15 Prozent weniger würden die Spieler demnach verdienen, sollte der BVB nicht in der Champions League starten. Unter dem Strich würden dadurch etwa 15 Millionen Euro eingespart – womit die fehlenden Einnahmen allerdings bei weitem nicht vollständig kompensiert wären.
Alternative Geldquellen: Die laufende Champions League, die kommende Klub-WM.
(Aktuell: 61 Millionen Euro durch das VF an Prämien, ähnlich Bayern München. Leverkusen kommt auf ca. 51 Millionen, Stuttgart auf ca. 28 Millionen und Leipzig auf 22 Millionen)
Zur Klub-WM sind noch nicht alle Details bekannt, wohl aber das für europäische Teilnehmer nach dem UEFA-Ranking (Klub-Koeffizienten) bezahlt wird. Demnach bekommt Salzburg wohl nur etwas über 10 Millionen Euro, Real Madrid und auch Bayern, sowie selbst der BVB kassieren ordentlich ab, aufgrund hoher Ranking-Positionen.
Dazu der DFB-Pokal, bei dem sich das Weiterkommen lohnt. Vergleicht man Heidenheim (Conference League) mit Drittligist Bielefeld (DFB-Pokal)
Einnahmen DFB-Pokal (Halbfinale aktuell)
Armenia Bielefeld: ca. 7,5 Millionen Euro
Borussia Dortmund: ca. 628.359 Euro (+anteilige Ticketeinnahmen)
Prämien pro Runde im DFB-Pokal 2024/25:
1. Runde: 209.453 Euro
2. Runde: 418.906 Euro
Achtelfinale: 837.813 Euro
Viertelfinale: 1.675.625 Euro
Halbfinale: 3.351.250 Euro
Verlierer vom Finale: 2.880.000 Euro Gewinner: 4.320.000 Euro
In Summe: In den Medien und in Interviews von den Verantwortlichen werden wir wohl bei Verpassen von Europa von einer „Katastrophe“ und „tiefen Einschnitten“ lesen und hören. In Wahrheit wäre es aber schon zu verkraften für eine Saison, durch die laufende CL, die kommende Klub-WM und mehr Fokus auf den DFB-Pokal.
