Alles anzeigenich find das garnicht so schwierig zu verstehen.
Steuerhinterziehung ist in Deutschland ein Volkssport, der eine machts im kleinen Rahmen und rechnet seine Fahrtkosten nicht korrekt ab oder bescheißt bei Spesenabrechnungen, der andere macht Schwarzarbeit(was u.a. auch nichts anderes als Steuerhinterziehung ist), manch einer lässt seine Aktiengeschäfte komplett am Fiskus vorbei laufen(ok, das geht wohl angeblich nicht mehr), einige handeln mit Tickets und anderen Gütern im Internet und anderswo in einem Umfang, der definitiv nicht mehr als Privat zu bezeichnen ist und wieder andere schaffen ihr Geld sonst wo hin, damit sie keine Steuern zahlen müssen.
Für all diejenigen, die irgendwann auf den Trichter kommen, dass das nicht der richtige Weg ist, gibt es eben die Möglichkeit einer freiwilligen Selbstanzeige, die einem völlige Anonymität zusichert. Und das aus gutem Grunde, denn ansonsten würde diesen Weg kaum einer gehen.
Wieso und warum man den Weg geht ist doch dabei völlig unerheblich und auch nicht strafverschärfend. Ich seh da ehrlich nich nicht einmal einen moralischen Unterschied, ob jetzt jemand eine Selbstanzeige macht, weil ein für ihn positiver Gesetzesentwurf scheitert oder weil er irgendwann bei einem Bierchen feststellt, dass er ein schlechter Mensch ist. Fakt bleibt doch, dass man sich vorher absolut falsch verhalten hat.
Dass der Uli stinksauer ist, liegt doch zu 100% an dem Umstand, dass seine Selbstanzeige eben nicht geheim blieb, wie es vom Gesetz vorgesehen ist und in den 10.000den anderen Fällen(wo es auch nicht nur um Peanuts geht, ich würde mal behaupten, dass da durchaus auch noch größere Summen im Spiel sind) auch funktioniert, sondern eben veröffentlicht wurde und seine eigene Selbstanzeige dann auch noch quasi verdreht wird und als Grundlage einer Anzeige und Hausdurchsuchungen gegen ihn verwendet wird.
Das kann ich zumindest zu 100% verstehen und da würde ich auch auf die Barrikaden gehen.
Selbstverständlich kann man ihm moralisch vorwerfen, sich als Saubermann dargestellt zu haben, aber den gesamten Tatbestand sollte man doch bitte in aller Fairness erst bewerten, wenn dieses die Gerichte getan haben.
Denn sollte seine Selbstanzeige anerkannt werden und er Steuern und Steuerstrafe bezahlen, hat er sich absolut nach Recht und Gesetz verhalten, ob einem die Gesetze nun passen oder nicht.Im übrigen find ich es einfach lächerlich wie sich alle als Moralapostel hinstellen, ich behaupte mal, dass bei jedem deutschen Arbeitnehmer und Selbstständigen etwas zu finden wäre, wenn die Steuerprüfer nicht völlig kastriert wären(zB Bankengeheimis, Datenschutz etc). Gerade die Herren Journalisten machen da sicherlich keine Ausnahme was Arbeitsmittel, Spesenabrechnungen und Softwarelizenzen betrifft
Der Uli hat Scheiße gebaut und wenn die Gerichte der Meinung sind, er muss dafür bestraft werden, dann wird es so sein und er wird das hinnehmen.
Sollte er ins Gefägnis müssen, wird er den Präsidentenposten und damit auch den AR-Vorsitz sowieso niederlegen müssen.
Sollte er nicht ins Gefägnis müssen, haben die Mitglieder des FCBs darüber zu bestimmen, ob er Präsident bleiben darf und sollte das so kommen, ist er per Satzung automatisch AR-Vorsitzender, da ist es ziemlich egal, was der Rest des ARs davon hält.
Wenn der Uli als AR-Vorsitzender zurücktreten wollte, müsste er auch als FCB-Präsident zurücktreten. Und das wird, sofern er die Unterstützung der Mitglieder hat, beim besten Willen nicht geschehen und das ist auch gut so.
leider viel text ![]()
![]()