Wen das Thema interessiert, unser Geschäftsführer hat das 2012 mal in einem Interview ganz gut erklärt:
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Von den 17 Millionen für Reus und 5 Millionen für Dante bleiben offenbar
nur 15 Millionen übrig, 7 Millionen gehen ans Finanzamt:
Stephan Schippers: Hier gibt es ein Finanzamt, an das wir Steuern zahlen müssen. Wenn
wir die angesprochenen 22 Millionen nehmen, dann müssen wir davon etwa
sieben Millionen Euro Steuern zahlen. Bleiben also noch 15 Millionen zum
Investieren übrig.Auf die Frage wenn man jetzt die vollen 22 Millionen Euro für Transfers
ausgibt, würde ja kein Transferüberschuss übrig bleiben auf den man
Steuern zahlen müsse, antwortete Schippers wie folgt:
Stephan Schippers: Genau diese Rechnung stimmt eben so nicht,
weil Ablösezahlungen, die wir tätigen, über die Vertragslaufzeit des
Spielers abgeschrieben werden müssen. Die Einnahme von 22 Millionen
schlägt dagegen im Jahr 2012 sofort komplett als Ertrag zu Buche. Kaufen
wir beispielsweise einen Spieler für zehn Millionen und geben ihm einen
Fünfjahresvertrag mit einem Gehalt von jährlich zwei Millionen, dann
bedeutet das für uns im Jahr 2012, dass wir elf Millionen Euro ausgeben
(Ablöse plus ein halbes Jahresgehalt), durch die Vertragslaufzeit aber
im Jahr 2012 nur zwei Millionen Euro (je ein halbes Jahr Abschreibung
und Gehalt) steuerlich als Aufwand geltend machen können. Bleiben von
den 22 Millionen Einnahme also noch immer 20 Millionen Euro Gewinn,
obwohl wir elf Millionen Euro ausgeben. Mache ich das gleiche mit einem
zweiten Spieler, der auch zehn Millionen Euro kostet, dann bleibt noch
immer ein Gewinn von 18 Millionen Euro, von dem wir Steuern zahlen
müssen. Wir hätten dann schon 22 Millionen Euro ausgegeben, hätten dann
aber schon kein Geld mehr, um die anfallenden Steuern von rund sechs
Millionen Euro zu bezahlen. Das ist jetzt ein stark vereinfachtes
Beispiel und ganz unfachmännisch gesprochen, ich hoffe aber, dass es ein
bisschen erklärt, wie wir an die Dinge herangehen müssen.