Mal von dem Fehler in der Anfangsphase abgesehen, in der zweiten Halbzeit hat Ruediger in der deutschen Einerkette doch halbwegs gut funktioniert.
Beiträge von mmsteidl
-
-
-
Das darf der Auslaender doch gar nicht trinken.
-
Hast Du doch oben schon gesagt. 354,67 Euro. Plus Bier und Wurst. Und wehe Du stellst die bei Gogo rein oder verschenkst sie, da kennt die Forumspolizei keinen Spass.

-
Rubel hier nur zu OP + Bier + Wurst. Wobei Bier ja scheinbar knapper ist als Tickets.
-
Verschenken geht, aber schenken lassen ist hoechst asoziales Schnorrertum.
-
Gibt's Bier auf dem Schwarzmarkt?
-
Das letzte Mal, dass die NL nicht bei einer WM waren (2002), hat ein hollaendischer Dokumentarfilmer zusammen mit der FIFA ein Spiel der beiden letzten der damaligen Weltrangliste organisiert und einen Film darueber gedreht, "The Other Final". Ein fantastischer Film fuer Fussballliebhaber, ueber die Reise des Teams der Karibik-Insel Montserrat nach Bhutan war, die voellig unterschiedlichen Kulturwelten und den Spass am kommerzfreien Fussball.
-
Damit haette ich nicht gerechnet. -
Ich hab' ja extra auch ein paar Bilder reingearbeitet

-
Ich hab jetzt einfach mal Lust meinen Senf zu Russland beizutragen. OT hin oder her.
Nicht dass ich dieses extrem komplexe Land verstehen wuerde. Aber ich versuche mir ein Bild zu machen, bevor ich in drei Wochen da hin reise. (Oder generell, ich versuche mir von allem ein Bild zu machen, egal ob ich hinreise oder nicht.)
Ich mache das aus reiner Neugierde, nicht weil ich mir anmassen wuerde, andere Laender kritisieren oder aendern zu wollen.
Ein Buch dass ich neulich gelesen habe ist "Prisoners of Geography" von Tim Marschall, einem englischen Journalisten und geopolitischen Experten. Im ersten Kapitel des Buchs geht es um Russland, und wie die Geographie des Landes das nationale Bewusstsein gepraegt hat. Kurz zusammengefasst: Moskau liegt voellig ungeschuetzt in ebenem Gelaende und hat keine natuerlichen Barrieren, die fremde Armeen von Angriffen abhalten. Daher waren russische Regierungen schon immer aus Selbstschutz darauf bedacht, die Grenzen des Landes vorzuschieben, um den Kern des Landes zu verteidigen. Hat ja dann auch bei den massiven Angriffen von Napoleon und Hitler funktioniert. Ausserdem gibt es ein jahrhundertealtes Streben nach einem Warmwasserhafen (Stichwort Krim), und der Klimawandel spielt auch eine Rolle, indem die Arktis 1.) schiffbarer und 2.) offener fuer Ausbeutung der Rohstoffe wird; Russland ist hier wesentlich besser vorbereitet als die USA: Russland hat 32 Eisbrecher, die USA 1 (insgesamt gibt es 52). Keine kleine Sache, wenn man bedenkt, dass es bis zu US$ 1 Mrd. und etwa 10 Jahre kostet, einen Eisbrecher zu bauen.
Ein anderes Buch, dass ich vor Jahren gelesen habe, ist "Red Notice" von Bill Browder. Es ist die Boiographie des Hedge Fund Managers, der in Russland reich geworden ist, dann in Putins Ungnade gefallen ist, und schliesslich aus Russland ausgeschlossen wurde. Sein Buchhalter Sergey Magnistky wurde festgenommen und ist in Haft gestorben, worauf Browder sein Leben dem Kampf gegen das russische Regime gewidmet hat und erreich hat, dass die USA russische Oligarchen vom internationalen Finanzsystem isolieren und die Visa verweigern. Im Gegenzug dazu hat Russland Adoptionen russischer Kinder durch Amerikaner unmoeglich gemacht.
Natuerlich ist das Buch aus der Perspektive eines erklaerten Feindes Putins geschrieben, und man sollte diese einseitige Sichtweise verstehen, wenn man das Buch liest. Eine spannende Lektuere ist es allemal, und es ist auch sehr lustig im Bezug auf die heutige amerikanische Politik: wenn der Praesident und seine Leute sagen, bei dem Meeting mit Natalia Veselnitskaya sei es nicht um Sanktionen, sondern nur um Adoptionen gegangen, kann das nur extremer Zynismus oder extreme Ignoranz sein.
Zuguterletzt ein Buch, das ich gerade zu Ende gelesen habe: "The Vory" von Mark Galeotti, einem Akademiker und Experten von internationaler organisierter Kriminalitaet. Das Buch ist eine sehr detailierte Milieustudie zur organisierten Kriminalitaet im heutigen Russland, vor allem aber seiner historischen Wurzeln. Interessant zu sehen, wie kriminelle Gruppen in den Gulags geformt wurden, in den letzten Jahren der Sowjetunion (vor allem unter Gorbatschovs Anti-Alkohol Kampagne) sich ueber neue Martknischen verfestigt haben, und sich dann unter Jelzins katastrophaler Privatisierrungsstrategie bereichert haben. (Diese war uebrigens auch Grundlage fuer den Reichtum von Bill Browder, siehe oben).
Zuguterletzt noch ein Ausschnitt aus einem Artikel des Economist vom 22. Maerz 2018, in dem es um die politische Aktivitaet der russichen Jugend ging. Hier wird beschrieben, wie Putin systematisch den Kindern seiner Freunde und "Cronies" zu wichtigen Aemtern verhilft, um oekonomische und politische Macht quasi vererbbar zu machen - unter der Bedingung der Loyalitaet zu ihm, selbstverstaendlich.
"Mr Putin has become the patron of a cohort of young technocrats in order to manage, and survive, the next generational shift. He wants these young men (as they are for the most part) to provide some economic modernisation while not upsetting the system or provoking social unrest. And he wants their continued deference and loyalty as he moves from father figure to grandfather. Today six regional governors, two ministers and 20 deputy ministers are in their 30s. Yet, politically Mr Putin needs these technocrats to preserve a system in which entitlements, privileges and rents are allocated not according to law or merit but by access to resources and by position in the social hierarchy. This system of “conditional” property rights has allowed Mr Putin’s friends and cronies to put their children into positions of wealth and power. The son of Nikolai Patrushev, the secretary of the National Security Council and former chief of the FSB, heads a state-owned bank. The son of Sergei Ivanov, another former KGB officer and old friend of Mr Putin, is the head of Alrosa, a state-owned firm which mines more diamonds than any other in the world. The son of Mikhail Fradkov, a former prime minister and intelligence service chief, heads a private bank which is the staple of the military-industrial complex. Many children of Mr Putin’s friends and cronies hold senior positions in Gazprom, Russia’s gas monopoly, or own firms that depend on its contracts. All of them enjoy positions and wealth thanks largely to their family names. Yet this also makes them vulnerable to political changes that come with generational shifts. Russian elites have endlessly tried to establish unconditional property rights for themselves. Andrei Zorin, a historian at Oxford University, sees this yearning for institutions that can guarantee both physical security and the transfer of wealth across the generations as one of the main reasons that Russian elites have sought to emulate Western Europe." (The Economist, March 22, 2018: Gorbachev’s grandchildren)
All dies sind Ausschnitte und Perspektiven zur russischen Realitaet des 21. Jahrhunderts. Sie ergeben noch kein schluessiges Gesamtbild, und sie sind zugegebenermassen auch alle aus westlicher Perspektive geschrieben. Aber sie geben tiefere Einblicke als die kurzen Einspielungen aus Funk und Fernsehen.
Zuguterletzt noch: Gastfreundschaft und ein autokratisches Regime schliessen sich nicht aus. Auch politische Fuehrer, die ihr Land mit harter Hand fuehren, koennen freundlich sein, solange man sich mit ihnen nicht anlegt. Und die russische Gesellschaft sowieso, auch wenn sie ihren "Strongman" unterstuetzen, heisst das ja nicht, dass sie privat Despoten sind.
Wir als Fussballfans und (bestenfalls) aussenstehende Beobachter haben nicht die Aufgabe (oder Berechtigung), politische und gesellschaftliche Zustaende in einem anderen Land zu aendern. Mehr darueber erfahren zu wollen ist legitim, denke ich.
-
Cool, danke, Xiaxue. Wusste nicht, dass Ilkay einen Bruder Ilker hat, der gerade seinen PhD macht. Das alleine ist schon interessant.
"The cliché of the not so bright footballer should still not be served – although some media representatives have reflexively done this (‘legs instead of a brain’). At the beginning of my brother’s football career, I lived with him in Nuremberg and witnessed how he has done his Abitur (A-levels), beside the daily professional football business. Had he taken an academic career path, he would probably also have been very successful."
-
Die Russen dominieren in Washington

-
Let's go Caps!
Ich war in dieser Saison zweimal bei Caps-Heimspielen, beide haben sie verloren.
-
Ist ausserdem voellig schnuppe. Fussball ist ein Mannschaftssport, kein Individualsport, deswegen sind wir Weltmeister.
-
Ich hab' mich zu dem Thema einmal "kuenstlerisch" betaetigt:
-
Jaaaa, aber: Blumentopf haben sie keinen gewonnen, da hat Spock schon recht. WM Pokal ja, aber keinen Blumentopf.
-
Korrigiere mich: heat maps gefunden. Und das bei Spielen, in denen es um etwas ging.
WM 2014
Algerien: http://resources.fifa.com/image/upload/5…oux4fgvzvuhaxof
Frankreich: http://resources.fifa.com/mm/document/to…yersheatmap.pdf
Argentinien: http://resources.fifa.com/mm/document/to…yersheatmap.pdf
Interessant zu sehen, dass Oezil eigentlich die breiteste Streuung im Team hatte. Aus den individuellen Daten zu den Spielen geht auch hervor, dass er jeweils ueber dem Mannschaftsdurchschnitt lag bezueglich Laufleistung und vor allem auch im Top Speed. OK, letzteres ist bei einer Konkurrenz aus Kroos, Klose, Hoewedes, Hummels und Schweinsteiger in seinen alten Tagen vielleicht nicht unbedingt ueberraschend.
-
Nee, heatmap kann ich jetzt leider nicht bieten.
-
Hab maximal immer eins getrunken. Müsste aber schon mit Alk gewesen sein.
Damit kommst Du aber hoechstens auf 0,3 Promille, nicht auf 8 Prozent.