Wie auch bei Brandt hätte es wohl auch bei Kehl Argumente für eine Weiterbeschäftigung gegeben. Ich bin dennoch froh, dass man da jetzt wirklich etwas verändert, denn es fühlt sich an, als würden die Schotten aufgerissen, um frische Luft hereinzulassen.
Die Garantie auf Erfolg ist das selbstverständlich nicht. Book halte ich für eine sehr mutige Lösung und ich finde gut, dass man jemanden von Außen dazu holt. Eine gesunde Portion Skepsis ist auch dabei, denn sein bisheriger Job wird sich von seinem Zukünftigen doch deutlich unterscheiden. Bei Elversberg war aufgrund der Durchlässigkeit für Talente Raum für Kreativität da. Einige der Volltreffer wurden per Leihe geholt, was aufgrund des Budgets sicherlich auch nicht anders ging. Beim BVB wird er da in ganz anderen Gewässern fischen und mit anderen Beträgen hantieren müssen. Zudem müssen wieder Werte geschaffen werden und in einem ungeduldigen, chronisch unzufriedenen Umfeld muss schnell sportlicher Erfolg her.
Ich bin sehr gespannt, wie Book es angeht und hoffe, dass man ihn jetzt erstmal machen lässt.
Was Kehl angeht, verlässt da nicht irgendwer den Verein. Gerade als Spieler eine absolute Legende, die in finsteren Zeiten mit die Fahne hochgehalten hat und später als Kapitän an den riesigen Erfolgen federführend beteiligt war. Gerade sein Wirken als Kapitän wird oft unterschätzt, wenn man mal das Agieren des einen oder anderen Nachfolgers betrachtet.
Trotzdem gilt auch hier, dass niemand größer ist als der BVB.