Auf Wunsch eines einzelnen Herren
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Dublin war mein allererstes NFL Spiel live vor Ort und ich muss sagen, ich war schwer begeistert. Ohne jemals ein "Original" in den Staaten erlebt zu haben, ist mir natürlich trotzdem klar, dass man beides vom Erlebnis nicht vergleichen kann.
Das Spiel selbst hat ja jeder, den es interessiert gesehen bzw. kann nachlesen, wie es ausgegangen ist. Es war sicherlich nicht höchstes Niveau, aber es war sehr viel drin, mit einigen Wendungen und Spannung bis zum Schluss. Und dem für mich richtigen Sieger.![]()
Man hat das ganze Wochenende in der Stadt gesehen, dass da zwei Franchises mit enormer Fanbase aufeinandertreffen und ich war schon sehr überrascht wie viele Amerikaner in der Stadt waren. Ganz schwer zu schätzen natürlich, aber 20.000 waren es mindestens, eher mehr. Der Temple Bar Bezirk war dementsprechend (wie sonst ja eh schon) eine einzige Partyzone und für die Amis fühlte es sich wohl an, wie der Ballermann...![]()
Der Steelers Pub war dann tendenziell eher nervig, weil relativ überfüllt und auf den Kampf um die Getränke dort und in der Temple Bar hatten wir dann jeweils genau einen Drink lang Lust. Aber es gibt ja dort genug andere Läden mit ordentlicher Live Music und kalten Getränken, so dass es ein netter Abend wurde. Generell hatte sich Dublin herausgeputzt und so ziemlich jeder Pub hatte zumindest etwas Deko in Schwarz & Gold/Gelb und/oder Lila/Weiss. Der nächste Morgen und die Rekonstruktion des vergangenen Abends via Kreditkarten App war dann im doppelten Sinne eher "Aua".![]()
Das "Tailgaiting" im Merrion Square Park hatte sicherlich nichts mit dem auf amerikanischen Parkplätzen zu tun, war aber dennoch ganz nett, um dort am Spieltag den Mittag zu verbringen. Top Bier Versorgung, ein paar nette Fotomotive und die Möglichkeit, einen auf Chris Boswell zu machen, reichen ja vollkommen aus.
Das Croke Park selbst hat mir mega gefallen, ist ja immerhin das Stadion mit den drittmeisten Sitzplätzen in Europa. Genau die richtige Mischung aus sichtbaren Spuren der Zeit und trotzdem Comfort. Wir hatten Plätze im Oberrang in der Ecke der Endzone und von dort konnte man wunderbar sehen. Auf den teuren Plätzen im Unterrang wurde durchgehend gestanden, was dann wohl so ist, wenn ein Stadion nicht für Football gebaut wurde und die ersten Reihen stehen müssen, um etwas sehen zu können.
Das Stadion Erlebnis selbst hat mir auch top gefallen. Amerikanische Hymne, irische Hymne und "Zombie" hatten schon was. Auch die vor dem TV eher nervigen Werbeunterbrechung haben null gestört, auch ohne Cheerleeder.
Fazit: Es war sicherlich nicht mein letztes NFL Spiel live im Stadion, auch wenn die Kombi Dublin mit den Steelers für mich persönlich schwer zu toppen sein wird. Schaun wir mal, wen die NFL im nächsten Jahr so nach Europa schickt und wie es dann passt... Auch ein NFL Trip in die USA ist irgendwann mal vorstellbar.
Auf jeden Fall macht dieser Sport live vor Ort Spaß, auch ohne den kompletten Durchblick zu haben. So in etwa muss sich peksim beim Fußball fühlen.![]()