Sie liefern aber auch in vielen Fällen keine ausgewogene Berichterstattung mehr. Die wenigsten Dinge auf der Welt sind ganz schwarz oder ganz weiß, stattdessen gibt es meistens sowohl positive Aspekte als auch negative Aspekte an einer Sache. Und da kann man ja dann schon, ohne formal zu lügen, seinen eigenen Standpunkt stark in die Berichterstattung einbringen, indem man je nach eigener Meinung entweder die positiven oder die negativen Aspekte hervorhebt.
Meinst du ernsthaft, das war früher anders? Niem im Leben, nur hattest du früher viel weniger Möglichkeiten dich umfassender zu informieren. Der Spiegel hat noch nie ausgewogen berichtet, oder die Bild und die Hofberichterstattung der Kirch Medien über Kanzler Kohl war auch kein Meilenstein der Journalistik. Es ist einfach eine Illusion zu glauben, dass Berichterstattung objektiv erfolgt. Trotzdem regt mich dieses schwachsinnige Gerede über angeblich gestuerte Medien auch total auf.