Ich meinte aber was anderes, wann es „moralisch“ okay ist direkt gegen eine Demo zu demonstrieren.
Ich denke, es bringt wenig nachträglich gegen eine stattgefunden Demo zu demonstrieren.
Wenn du halt sagst, du demonstrierst "direkt gegen eine Demo", besagt das doch im Endeffekt nichts anderes, als dass du dagegen demonstrierst, dass andere das ihnen vom Grundgesetz gegebene Recht nutzen, ihre Meinung öffentlich zu sagen.
Ich finde das grundsätzlich (bzw. dann, wenn dabei direkt oder indirekt Gewalt ausgeübt wird, indem die andere Demo blockiert wird) nicht in Ordnung, sofern die Ursprungsdemo angemeldet und genehmigt ist . Ich gehe mal davon aus, dass jemand, der ne Demo mit dem Titel "Mahnwache für Adolf Hitler" oder "Gedenken an die tollen dreißiger und Anfänge der vierziger Jahre" anmelden möchte, dieses nicht genehmigt bekommt ![]()
Demonstriere dann halt gleichzeitig, aber ein paar Kilometer weiter, und vertritt dort deine gegenteilige Meinung. Damit kriegst du die gewünschte Message doch ganz genauso in die Welt, und das ohne Eskalation und Konfrontation.
Davon abgesehen, worum ging es heute überhaupt? Irgendwas von wegen Corona? Das ist doch erstmal weit weg von irgendwelchem rechtsradikalen Scheiß und da besteht doch nicht wirklich die Notwendigkeit, "direkt" dagegen zu demonstrieren.