Ich finde es wirklich faszinierend wie man Kollektivstrafen gutheißen kann und sogar erwägt selbst anzuwenden.
Inwiefern genau ist es eine kollektivstrafe, wenn einfach nur die Leute, die sich an dem Pyro-Schwachsinn beteiligen, daran gehindert werden, dies zu wiederholen, indem man ihnen in der Zukunft den Zutritt verwehrt?
Ich kann nicht zu 100% wissen wie es in der Südkurve aussieht, aber:
Im Westfalenstadion stehen in „Block Drölf“ neben den Ultras auch einige Hundert/Tausend Fans die lediglich anderen Fanclubs angehören oder unorganisiert sind. Entsprechendes vermute ich auch für die nun gesperrten Blöcke in München.
Einerseits stellt man fest, dass der Verein Pyro eben nicht verhindern könnte. Andererseits soll man als Normalo dann eben mitverantwortlich sein wenn andere im gleichen Block Pyro zünden?
Alle denen konkrete Dinge nachgewiesen werden können dürfen gerne langfristig aus den Stadien geschmissen werden. Andere Fans, die gegen Fehlverhalten Anderer nicht vorgehen, mit zu bestrafen, obwohl sich diese komplett regelkonform verhalten, ist in meinen Augen eine Schweinerei.
Mich stört wenn sich Verantwortliche dann lediglich über die Fans beschweren und die Verantwortung weiter reichen. Die Clubs profitieren von den Fans - wenn die Kosten den Nutzen übersteigen können die Clubs gerne handeln und den Gruppen die sich falsch verhalten eben Privilegien streichen und DK entziehen. Aber es ist nicht die Aufgabe Dritter das von Vereins- und Verbandseite ungelöste Problem zu bereinigen.