Pogacar wird doch nicht auch hier noch gewinnen.
Kann nicht alles klappen...
Pogacar wird doch nicht auch hier noch gewinnen.
Kann nicht alles klappen...
Was ein Finish ![]()
weltklasse ![]()
Was ein Finish heute. ![]()
Van der Poel hat es durchgezogen.
starker 4. von Max Kanter
5m länger. Alter sowas von verdient an van der Poel
so ein spannendes Finale
Unglaublich. Packender ging es nicht. Ein ganz großer Champion.
bin mir nicht sicher ob philipsen nicht ev ein wenig rausgenommen hat als es klar war dass pedersen den MVP nicht einholt
Aber fast beängstigend, wie der sich selbst zerstören kann.
Wie gut es war, dass Montmartre in das Profil mit reingekommen wurde. ![]()
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Wie gut es war, dass Montmartre in das Profil mit reingekommen wurde.
Ist natürlich ein Vielfaches an Spektakel und Spannung gegenüber der reinen Sprinter Version. Kann mir nicht vorstellen, dass das jemals wieder geändert wird. In der diesjährigen Variante hatten die Sprinter ja trotzdem ihre Chance.
Wie gut es war, dass Montmartre in das Profil mit reingekommen wurde.
Ist natürlich ein Vielfaches an Spektakel und Spannung gegenüber der reinen Sprinter Version. Kann mir nicht vorstellen, dass das jemals wieder geändert wird. In der diesjährigen Variante hatten die Sprinter ja trotzdem ihre Chance.
Vor allem 2 so Fahrer, die so den berg hochpowern und danach zusammen arbeiten und alles raushauen. Besser können die voraussetzungen für die puncheure nicht sein, aber dennoch den Sieg nur um ein paar Zentimeter gerettet.
So ideal wird das nicht jedes Jahr. Denke in der Regel gewinnen das trotzdem die Sprinter
Was für ein Abschluss! Spannender ging's nicht! Volle Gönnung für Mathieu van der Poel!
Da die Sprinter sich jetzt darauf eingestellt haben und eine Chance hatten, finde ich es gar nicht so schlecht, es so zu belassen. Kommt auf jeden Fall super rüber.
Wievielter ist Birne geworden?
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Da er nicht speziell im TV erwähnt wurde, ist er vermutlich kurz hinter Pogi mit dem Feld reingerollt
Eigentlich sollte ich ja erstmal noch einen kleinen Bericht zu Wimbledon schreiben, aber die Eindrücke der TdF sind gerade noch frisch. Fazit wieder vorneweg: Es war wieder mega-genial und die Tour ist mir inzwischen lieber/wichtiger als ein Großteil der Fußball-Turniere, wie ich feststellen musste. Macht sich in einem Fußball-Forum natürlich gut.
Obacht, es wird wieder lang…
Aufgrund "Notfall" auf der Arbeit musste ich die erste Vogesen-Etappe am Freitag leider sausen lassen und fuhr erst Samstag früh mit dem Auto an den Rand der Vogesen. Dort startete ich gegen 8:30 Uhr mit dem Rad die gut 30km bis zum Grand Ballon. Mit bis dato nur 100km auf dem Rennrad in den Beinen war das genug, aber dank gleichmäßiger Steigung und moderater Temperaturen machbar. Ich gesellte mich dann 1km vor der Bergwertung zum hier teilweise bekannten Vater-Sohn-Duo aus Rhede (HSV- bzw. Schalke-Fan), die mich gleich mit einem Bierchen begrüßten. Wetter war angenehm, auch wenn immer wieder sehr dunkle Wolken aufzogen und am Anfang sich zwei Mädels beim Kollegen sogar Pullis borgten. Es war SEHR gut besucht und wie immer faszinierend, wie viele Hobby-Radfahrer vorbeifuhren. Und wie immer lernte man jede Menge Leute kennen (diesmal witzige Radgruppe aus Lustenau und interessante Schweizer/Holländer-Kombi aus Zürich). Obwohl der Grand Ballon der erste Berg war, kamen die Fahrer schon mit Abstand vorbei. Ich war noch unentschlossen, ob ich nach der Durchfahrt der Profis dann die 2km bis zur Kreuzung hochgehen sollte, wo der Col du Haag auf die Strecke stieß und sie rd. 60km später wieder hochkamen. Denn abends wollte ich noch direkt an die Zeitfahrstrecke am Genfer See (4h Fahrt), um mir dort für den Dienstag einen top Platz zu sichern. Als dann nach dem Besenwagen absolute Menschenmassen den Berg hochgingen (an fahren war nicht zu denken), war klar, dass ich das Rad satteln und direkt wieder abfahren würde – sobald die Straße ansatzweise befahrbar sein würde. Das war so nach 45 Min. der Fall. Gemäß Aussagen von anderen machte die Gendarmerie oben mal eine Weile komplett für alle dicht. Die Bilder vom Col du Haag und vor allem Markstein waren dann beeindruckend, aber ich war froh, dass ich mich nicht mit den ganzen Horden dann runterquälen musste... Stattdessen sah ich die Fahrer noch kurz in der Einfahrt nach Thann und verfolgte den Rest der Etappe im Auto mit Tourfunk. Ich schaffte es noch vor Sonnenuntergang nach Evian-les-Bains und sprang erstmal in den Genfer See. Dann fuhr ich den Anstieg der Zeitfahrstrecke ab und suchte mir einen schönen Platz, ca. 1km vor der Bergwertung. Da musste ich dann noch gleich für 4 weitere Fahrzeuge Plätze freihalten, was zum Glück auch klappte. Der große Ansturm blieb aus – klar, war auch noch Samstagabend und das EZF erst am Dienstag. Wichtig: Platz hatte zumindest vormittags Schatten und direkt hinten dran ein Dickicht, womit die WC-Problematik grds. geklärt war.
Am Sonntag kamen die beiden Vater-Sohn-Kombis (bekannt vom letzten Jahr Mt. Ventoux) und stellten sich zu mir. Der italienische Vater machte dann sofort erstmal Pasta für alle und hatte auch heimische Spezialitäten als Mitbringsel mit. Der Vater und Sohn sind wirklich der Inbegriff von „goldig“. Ich fuhr mit dem Rennrad dann noch den Anstieg ab und wir schauten dann per Stream den Schluss der Etappe. Abends wurde dann bei laufendem Motor das WM-Finale am TV im Kofferraum geschaut. Vermutlich das langweiligste WM-Finale, das ich je gesehen habe. Am Montag kamen dann die Jan Ullrich Ultras, für die auch den Platz frei halten sollte. Sie fuhren direkt nach dem WM-Finale in Lübeck los und heizten die ganze Nacht durch, Ankunft wie avisiert 12 Uhr montags. Respekt! Kaum angekommen, wurden die reichlichen Bier-Reserven in Angriff genommen.
Die Jungs sind am Glas noch stärker als auf dem Rad bzw. Mikro. Bis 22 Uhr hielten sie erstaunlicherweise durch, dann ging es für alle in die Falle. Nicht ohne für morgen ein kleines Rennen auszumachen.
So wurde ich dann um 8 Uhr von „Tief im Westen…“ in voller Lautstärke geweckt. Der HSV-Kollege hatte aus Larringes (1km oberhalb unseres Platzes) bereits frisches Baguette geholt und so ging es nach kleiner Stärkung die rd. 8km nach Evian-les-Bains runter. Während die beiden Ultras in den See hüpften, besorgte ich die L’Equipe und nutzte die Chance, nochmal Ballast auf einem richtigen WC abzuwerfen (eine Wohltat). Entgegen meiner Erwartung war der Start nicht vor dem an der Promenade gelegenen sehr telegenen Casino, sondern wirklich direkt am Beginn des Anstiegs. Dort trafen wir uns auch fuhren den gleichmäßigen nicht allzu steilen Anstieg hoch. Trotz der sehr bescheidenen Vorbereitung konnte ich zumindest einen der Ultras (das Großmaul 😉 ) abhängen, der andere ließ mich dann aber doch stehen. Um 10 Uhr waren wir schon wieder am Platz und konnten uns nun dem wichtigsten Teil des Tages widmen.
Und schauen, wer wie die Strecke vorher abfährt. Als erstes kam die RedBull-Bora-HansGrohe (was für ein scheiß Team-Name) Fraktion: Remco sehr flüssig auf seiner Zeitfahrmaschine, dann Lipo auf einem normalen Rad. Ca. 20min später dann nochmal mit seinem Zeitfahrrad. Außerdem noch fast alle ambitionierten Zeitfahrer (nur Pogi haben wir nicht gesehen). Außerdem schaute Fabian Wegmann auch noch vorbei und machte kurz Halt. Einfach ein sehr sympathischer Typ!
Inzwischen brezelte die Sonne gut runter und die Biere zeigten auch Wirkung, so dass nicht jeder Fahrer angefeuert wurde, sondern man sich auch mal hinter das Auto in den Schatten verzog. Alle deutschen Fahrer wurden aber ausgiebig gefeiert und fast alle zeigten an unserer Stelle dann eine kleine Reaktion (von Daumen hoch über Zulächeln bis Abklatschen). Die Ultras hatten auch wieder ganze Arbeit geleistet am Vorabend und über hunderte Meter „Ulle“ auf die Straße gepinselt, was aber einen Anwohner störte und ihm zu hässlich war…
Empfang war dann leider wie immer am Renntag nicht mehr so prickelnd (einfach zu viele Leute für die Funkzelle), aber dank Andres Stoppuhr wussten wir an unserem Punkt bereits, dass Remco und Lipo super unterwegs waren. Die top Stimmung wurde dann schlagartig getrübt, als sich Lipos Sturz rumsprach und die Aufgabe klar war. Sehr, sehr bitter. Wobei man im Nachhinein sagen muss, dass er ziemlich sicher „nur“ Helferdienste für Remco hätte machen müssen und mehr als Platz 5 wohl kaum drin gewesen wäre. Aber das wäre natürlich auch ein Riesenerfolg gewesen und die Feier in Paris hätte ich ihm auch gegönnt.
Zitat des Tages: Vormittags fuhr ein Deutscher im Telekom-Trikot an uns vorbei und rief – ohne Begrüßung – nur „Habt Ihr schon einen geilen Spot zum Scheißen gesehen?“. Woraufhin wir alle nur auf das Wäldchen hinter uns zeigten. Ein Dialog, den es wohl so nur bei der Tour gibt…
Und Gast des Tages: Andi mit seinem süßen und aufgeweckten Sohn, die hochfuhren und dann kurzerhand bei uns stehen blieben. Andi war am Sonntag die „L’etape du Tour“ gefahren. Die Originalstrecke der Samstagsetappe nach Alpe d’Huez mit rd. 175km und über 5.500 (!) Höhenmetern. Ein absolutes Brett. Es gab dennoch 16.000 (!) Teilnehmer. Wahnsinn. Außerdem gehört er zu den „Doppelt-Verrückten“: Den Mt. Ventoux von allen drei Seiten 2x (!!) an einem Tag hochgefahren. Einfach nur krank…
Innerhalb kurzer Zeit saß ich dann relativ alleine da. Alle Bekannten machten sich schon auf den Weg Richtung nächster Etappen, zumeist Alpe d’Huez. Ich hatte zu viel Bier getrunken und genoss die Ruhe und den wieder fantastischen Sonnenuntergang über dem Genfer See, als auf einmal wieder die Ultras auftauchten – sie wollten eigentlich einen Campingplatz aufsuchen, aber alle Plätze waren belegt und so kehrten sie wieder zurück zum Ort des Verbrechens. Statt ruhigem Abend also wieder ordentlich Bier und unterhaltsame Gespräche. Gibt schlimmeres.
Meine Planung für die folgenden Tage war von Unsicherheit geprägt: Von einer Bekannten und anderen Berichten war zu lesen, dass es am Anstieg zur Alpe d’Huez schon sehr voll sei und selbst oben keine Wohnmobile mehr zugelassen seien (2 Tage vor der ersten Etappe). Ich entschied mich also dafür, auf das Angebot von einem Freund einzugehen, in seinem reservierten Apartment direkt oben in AdH mit zu übernachten. Das nahm den Druck bzgl. Platzsuche. So konnte ich Mittwoch noch einen kleinen Stop auf der Etappe nach Voiron an einem nicht klassifizierten Berg (Col de Couz) machen. Dort rauschte dann Felix Engelhardt in einer Fluchtgruppe vorbei, später das große Hauptfeld. SEHR viel später dann ein abgehängter Fahrer. Leider habe ich mir nicht gemerkt, wer es war, aber da bei dieser Etappe keiner aus dem Zeitlimit fiel, hatte er es wohl doch noch geschafft. Erstaunlich, waren es von da bis zum Ziel doch noch über 90km… Anschließend stockte ich die Vorräte in Grenoble nochmal auf und fuhr dann Richtung AdH. Auf der Suche nach einer Erfrischung fand ich dann noch den sehr schönen Lac de Laffrey, einem von mehreren Seen hintereinander, die aus einem Gletscher entstanden sind. Die direkte Abfahrt von dort in Richtung Bourg d’Oisans gehörte wieder mal in die Kategorie „Lieber Gott, bitte lass keinen Gegenverkehr kommen“. Ich hatte mir in Livet dann einen schönen Parkplatz ausgesucht, auf dem ich eine wunderbar ruhige Nacht verbrachte. Hier sollte mein Kumpel, der direkt aus der Heimat anreiste, mich bzw. viel mehr mein Gepäck abholen. Ich wollte dann die gut 30km (dav. 14km bergauf) nach AdH mit dem Rad in Angriff nehmen. Erstmal erkundete ich dann aber noch das Dörfchen Livet, das seine beste Zeit hinter sich hat und einen sehr morbiden Charme hat. Höhepunkt war das Gebäude, das in „Die purpurnen Flüsse“ auftaucht. Ein sehr bizarres Objekt… Nachdem mein Kollege das Bier, Schlafzeug und Gepäck aufgesammelt hatte, rollte ich mich flach 15km bis Bourg d’Oisans ein und bog dann in den legendären Anstieg ein. Es war jetzt gegen 13 Uhr und die Sonne stand richtig schön auf den eh schon sehr steilen ersten 2km. Ziel war heute nur gutes Durchkommen und das gelang trotz teilweise sehr vieler Autos, die im Schritttempo hochfuhren und um die man herumfahren musste und deren Abgase man ständig einatmete, überraschend gut. Da das Ziel noch nicht aufgebaut war, konnte ich endlich auch mal die letzten 500m richtig schön durchfahren. Wie immer hat es riesig Spaß gemacht und der Anstieg liegt mir, auch wenn ich erstmals nur eine einstellige Durchschnittsgeschwindigkeit für die 13,8km auf dem Tacho hatte. Danach ging es durch den vollen, aber nicht übervollen, Ort und ich gönnte mir erstmal eine Pizza und ein Bierchen.
Am Freitag stand die „richtige“ AdH-Etappe auf dem Programm. Die Ultras hatten sich vorgenommen, mit ihrem Bollerwagen (überwiegend, nein, eigentlich nur Bier) bis vor die Gitter (beginnen ca. 5km vor dem Ziel) zu laufen. Schon im Ort aber schwächelten sie und spätestens nachdem ich sie eine Abkürzung (war leider offroad) runterjagte, hieß es dann „Scheiß drauf, Hauptsache schnell irgendeinen Platz“. Der war dann 2,7km vor dem Ziel und m.E. auch gar nicht schlecht. Wir beflaggten die Gitter und machten es uns gemütlich. Das einzige, woran es mangelte, war Schatten… Ich habe dann so viel Bier getrunken wie vermutlich schon sehr lange nicht mehr. Der Major beschallte die Kurve mit Musik und die Massen an Hobby-Radfahrern wurden auch schon angefeuert. Es war voll, aber lange nicht so voll wie ich es erwartet hätte. Zumindest bei uns keine Zweierreihen, sondern jeder konnte direkt ans Gitter. Die Etappe hat hoffentlich jeder gesehen und ich muss nicht mehr viel dazu sagen. Pogacar unglaublich und mit absolut neuem Rekord für die 21 Kehren – es war zu erwarten. Noch interessanter wurde es live vor Ort dann aber eigentlich erst nach den besten Fahrern. Es kamen wirklich nur Mini-Grüppchen oder einzelne Fahrer durch und jeder wurde gefeiert. Bei uns natürlich besonders die dt. Fahren und noch mehr die Best-Buddies der Ultras (Ackermann, Haller, Märkl), die dann auch schön abklatschten. Bei Haller habe ich dann um ein Haar Alaphilippe (Teamkollege von Haller) vom Rad geholt, weil sich mein tooor-Schal in seinem Lenker verfing. Gab einen – zurecht – sehr bösen Blick von ihm. War mir mega-peinlich und gottseidank ist nix passiert. Nach diesem wirklich berauschenden Nachmittag war der Tag aber noch nicht vorbei: Die Ultras hatten schon gemeint, dass sie Acki nach dem Abendessen noch am Team-Hotel treffen würde. Ein paar Freunde und ich gesellten uns dazu und wir setzten uns auf die Terrasse des JaycoAlua-Team-Hotels, in dem auch EF gastierte. So schaute dann auch Georg Steinhauser vorbei und plauderte paar Takte mit uns und nebenan feierte Andreas Klier den Geburtstag eines Team-Mitglieds. Acki setzte sich dann zu uns und unterhielt sich über eine Stunde mit uns. Wirklich überragender und super sympathischer Typ! Nebendran saßen dann auch noch Ben O’Connor und Michael Matthews mit anderen. Alles im öffentlichen Bereich, wo jeder hin konnte. Im Fußball unvorstellbar… Was er so erzählte, berichte ich gerne mal im persönlichen Gespräch. U.a. meinte er, dass sich seit 5 Jahren (Corona) alles wahnsinnig professionalisiert hätte und man wirklich selbst im Grupetto absolut ans Limit gehen muss, um durchzukommen (teilweise 5W/kg, was vor paar Jahren noch für das Mitfahren ganz vorne gereicht hätte). Leider bewahrheite sich das dann und er musste am folgenden Tag aussteigen, nachdem er bereits am ersten Berg abgehängt wurde. ![]()
Am Samstag war dann erst nochmal Ausfahrt mit den Ultras angesagt und es ging runter nach Bourg d’Oisans und nochmal die 21 Kehren hoch. Leider waren die letzten 500m dieses Mal gesperrt, so dass ich nur das Segment über rd. 12km zum Vergleich hatte. Da war ich genau 1sek schneller als zwei Tage zuvor. Der Formaufbau während der TdF greift also.
Es stellte sich dann wieder die Frage, wo man die Etappe schauen sollte. Col de Sarenne (erstmals bergauf befahren bei der Tour) wäre super cool gewesen, aber überwiegend für Zuschauer gesperrt, da Naturschutzgebiet. Also entschieden sich Kumpel und ich mehr oder weniger für die gleiche Stelle (dieses Mal 2,9km vor Ziel mit guter Sicht auf die ganze Gerade), wo überraschend wenig los war, obwohl es schon nach 12 Uhr war bis wir dort waren. Insgesamt dann wirklich fast bisschen enttäuschende Kulisse auf den letzten 5km, die abgegittert waren. Trotzdem wieder ein tolles Erlebnis und schön, dass mit Carapaz ein Ausreißer durchkam. Wieder kamen alle sehr versprengt an und man hatte richtig lange was zu sehen. Auf einmal musste man aber beide Fahrtrichtungen im Auge haben: Denn während sich einige noch hoch quälten, kamen bereits die ersten Fahrer mit Weste und Trillerpfeife wieder die Strecke runter! Da unten die Mannschaftsbusse waren und es noch abends für die Fahrer mit dem TGV von Grenoble nach Paris ging, wollten alle möglichst schnell runter und das geht halt mit dem Rad. So griffen wir dann noch ein Bidon von Degenkolb ab und wirklich ganz zum Schluss kamen Pogi und del Toro noch nebeneinander ganz lässig runter gerollt – als einzige ohne Helm… Ich hätte gedacht, dass er nix riskiert und sich mit Auto runter fahren lässt, aber nix da. Armstrong hat sich 2004 nach dem BZF übrigens mit Heli runterbringen lassen. Anschließend ging es ins Apartment und sowohl mein Kumpel als auch die Ultras machten sich direkt abends noch auf den Heimweg (auch da wieder Respekt: bis Lübeck schlanke 14h). Ich trank noch ein paar Abschlussbier mit den gemeinsamen Freunden der Ultras und fuhr dann am nächsten Morgen um 6 Uhr mit dem Rad zu meinem Auto, das erfreulicherweise unbeschadet im „schönen“ Livet stand. Freunden von Acki und auch anderen (berichtete Florian Nass) wurden im Tal die Autos aufgebrochen und die Fahrräder raus gestohlen. ☹
Langes Fazit: Tour ist einfach das geilste! Ich habe schon im Frühjahr gemerkt, dass ich mich auf die Tour mehr freue als auf die WM. So wie beides ablief, muss ich sagen, dass das Bauchgefühl mich nicht getrogen hat. Wenn man selber Rennrad fährt, gerne in den Bergen ist und auch Camping mag ist die TdF einfach perfekt. Dazu natürlich viel günstiger und nicht so abartig durchkommerzialisiert wie die WM. Wetter war auch absolut perfekt in meiner Woche und alle die bei der WM besonders toll finden, dass alle friedlich miteinander feiern (was ja auch stimmt): Das hat man bei der Tour auch und m.E. noch ungezwungener. Und ich habe inzwischen wirklich sehr viele Bekannte, die ich regelmäßig dort treffe (dieses Jahr leider nicht geschafft, allen einen Besuch abzustatten). Nächstes Jahr bin ich natürlich wieder dabei und freue mich schon auf die Vorstellung der Strecke im Oktober! ![]()
Toller Bericht Howie! Danke! ![]()
Das liest sich wie eines der letzten großen Abenteuer auf dieser Welt. "Auf der Suche nach einem Platz zum Scheißen".
Großartig! Ein toller Bericht Howie . Ich bin mir sicher: Nix für mich
, auch wenn ich von so einer Tour davon immer träume.
Danke für den tollen Bericht. ![]()
Nach meinem Tour Zuschauer Debüt , werde ich wohl auch versuchen nächstes Jahr mal dort in den Bergen vorbeizuschauen.
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